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Fast 9 % der Bevölkerung schwerbehindert

Höchste Schwerbehindertenquote im Neckar-Odenwald-Kreis

(tutut) - Am 3. Dezember wird jährlich der internationale Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Er wird von den Vereinten Nationen ausgerufen und soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten. Eine Pressemitteilung des Statistischen Landesamts berichtet:  Im Rahmen der Statistik der Schwerbehinderten Menschen werden alle zwei Jahre zum Stichtag 31. 12. in einer Vollerhebung zahlreiche Merkmale zu den in Baden-Württemberg lebenden Menschen mit Schwerbehinderung erfasst.

Die Ergebnisse der Erhebung 2019 sind für alle Stadt- und Landkreise verfügbar. Hierbei sind regional deutliche Unterschiede erkennbar. Die höchste Quote an Menschen mit Schwerbehinderung, in Relation zur Gesamtbevölkerung, wies 2019 der Neckar-Odenwald-Kreis mit 15 % auf, die niedrigste der Alb-Donau-Kreis mit 6,6 %. Im Landesdurchschnitt lag der Anteil nach Angaben des Statistischen Landesamtes bei 8,6 %.

Die Betrachtung der Altersgruppen zeigt ebenfalls erhebliche Unterschiede. Bei den über 64-Jährigen reichte der Anteil an Menschen mit Schwerbehinderung von 17 % im Landkreis Sigmaringen bis zu 39 % im Neckar-Odenwald-Kreis.

Vergleicht man die Verteilung von körperlichen, geistigen, zerebralen und sonstigen Behinderungen unter den Menschen mit Schwerbehinderungen zwischen den Stadt- und Landkreisen, kann ein leichtes Nord-Süd-Gefälle festgestellt werden. In den Regierungsbezirken Stuttgart und Karlsruhe leben mit insgesamt 66 % tendenziell mehr Menschen mit körperlichen Behinderungen als in den beiden Regierungsbezirken Freiburg und Tübingen mit 62 %. Umgekehrt verhält sich dies bei den geistigen Behinderungen, sie haben im Norden einen Anteil von 15 % und im Süden von 17 %.

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