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Frankreichs Journalisten mucken auf

Beginnen ein paar Wenige sich ihrer Funktion zu besinnen?

Von CHEVROLET

Deutschland, deine Journalisten! Ein Berufsstand, der in den vergangenen Jahren seine Glaubwürdigkeit verspielt hat und sie Tag für Tag weiter verspielt. Nicht zu Unrecht wird von Lügen- und Lückenpresse und Presstituierten gesprochen, fast immer ist der Journalismus auf den Hund gekommen. Und dann noch Revolverblätter wie die BILD, die zuerst mit dem Toten sprachen, kurzum die Reputation des Journalistenberufs ist im tiefsten Keller.

Lernten Journalisten vor gut 20 Jahren noch von der strikten Trennung von Nachricht und Meinung (für die gab es den Kommentar!), ist das heute schon anders. Schon bald kamen Universitätsabsolventen in die Redaktionen, um Journalist zu werden, getrieben von einem missionarischen Sendungsbewusstsein, die Welt zu verändern und den Lesern die Welt so nahezubringen wie es ihnen, durch ihre Alt-68-er-Lehrer- und Professoren-Vorbilder eingetrichtert wurde. Der Autor dieses Artikels kann das aus eigener Erfahrung als Redaktionsleiter einer Regionalzeitung so berichten.

Herausgekommen sind Gesinnungsjournalisten vom Schlage einer Dunja Hayali, Claus Kleber, Marietta Slomka, Anja Reschke und viele mehr, die besonders gerne beim staatlichen Medienbetrieb, der sich „öffentlich-rechtlich“ nennt, finanziert durch die GEZ-Zwangsgebühr, anheuerten und bis heute ihr höchstbezahltes Unwesen treiben.

Korruption zu unterstellen wäre wohl meist falsch, die heutigen Journalisten handeln aus Überzeugung. Seit alles Linke gut ist, alles Bunte und Grüne, was die eigene Meinung dieser Journalisten ist, wird herausgehauen. Alles andere, Patriotisches, Nachdenkliches, Konservatives ist böse, weil es ihrer politischen Meinung widerspricht. Da werden die SED-Nachfolger der Linkspartei hofiert, als die alleinige Opposition dargestellt, während die wahre Opposition im Land, nämlich die AfD, bekämpft wird.

Nicht so viel anders ist, nein, war es in Frankreich. Dort tut sich nämlich jetzt endlich etwas bei den Journalisten. Mehr als 300 Journalisten, Fotografen, Medienorganisationen und andere stehen jetzt auf – gegen die Regierung und deren Umgang der Polizei mit den Teilnehmern an den Demonstranten der Gelbwesten (Gilets Jaunes), die seit vorigem November gegen die Politik von Merkel-Liebling Macron kämpfen., berichtet „Franceinfo“.

Die rund 300 Journalisten schrieben in einem Brief an die Regierung: „Alle Formen der Polizeigewalt haben erhebliche Folgen für die Betroffenen: physische durch Verletzungen, psychische durch Traumatisierung und finanzielle durch Beschädigung, Zerstörung oder Beschlagnahmung von Ausrüstung bei Reportern. Der Journalist David Dufresne hat 698 Übergriffe auf Demonstranten durch die Polizei gezählt, darunter waren 85 Journalisten. Kritisiert wird in dem Schreiben auch, dass die Polizei immer verlange, dass Journalisten ihre Ausweise vorzeigten. „Da der Journalismus in Frankreich (Anm. d. Red.: wie in Deutschland) kein regulierter Beruf ist, bedeute das für unabhängige Journalisten oftmals ein Problem. Der Presseausweis dürfe nicht das Kriterium für die Frage sein, ob man Journalist ist oder nicht.

Die polizeilichen Gewaltorgien gegen die protestierenden Gelbwesten hat unterdessen auch Besorgnis bei Medizinern und Rettungsdiensten ausgelöst. Immerhin sind bis Januar 1800 Demonstranten, aber auch 1000 Polizisten verletzt worden. „L’Express“ berichtet, dass die Opfer oft sehr schwer verletzt seien, vor allem durch die Verwendung von Gummigeschossen gegen die weitgehendst friedlichen Demonstranten. Abgetrennte Hände oder zerstörte Augen seien bereits vorgekommen. Auch zum Beispiel in Marseille. Ein Opfer, eine 19-Jährige, wurde im Dezember so schwer verletzt, dass sie jetzt Anzeige wegen versuchten Mordes an ihr erstattet hat, berichtete kürzlich „L’Obs“. Sie war von einem Gummigeschoss getroffen und schwer verletzt worden, um danach noch von Polizisten in Zivilkleidung fast totgeschlagen zu werden.
(pi-news.net)

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