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„Friede den Bürgern! Krieg den Gutmenschen!“

Büchners „Hessischer Landbote“ in aktualisierter Fassung

Von  WOLFGANG HÜBNER

In der Nacht zum 31. Juli 1834 wurde im damaligen Großherzogtum Hessen-Darmstadt die Flugschrift eines jungen Mannes mit dem Titel „Der Hessische Landbote“ verteilt, deren politisch-literarischer Ruhm auch nach fast 200 Jahren nicht vergangen ist:

Es war Georg Büchners sozialrevolutionärer Aufruf „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“, der damals vor allem für den Verfasser selbst dramatische Folgen hatte. Denn der erst 20-jährige Verfasser wurde danach steckbrieflich gesucht und musste im März 1835 nach Straßburg fliehen. Der Schriftsteller und Revolutionär ist dann schon 1837 in Zürich gestorben.

Die Flugschrift, deren Auflage wohl 1500 Exemplare nicht überschritten haben dürfte, ist in einem biblischen Sprachstil gehalten, um vor allem die damals noch tiefgläubige bäuerliche Bevölkerung auch emotional zu erreichen.

Nun hat der hessische AfD-Landtagsabgeordnete Dr. Frank Grobe eine mit vielen aktuellen Fakten angereicherte Neuversion des „Hessischen Landboten“ verfasst, der die Kernaussage des Büchnerschen Aufrufs umformuliert hat zu: „Friede den Bürgern! Krieg den Gutmenschen!“

Diese Neuversion ist eine fulminante Abrechnung mit den vielfältigen Missständen in Hessen und Deutschland, die mit Sicherheit den Zorn der vereinigten Linken erregen wird. Denn diese hält Büchner und seine berühmte Flugschrift für ihr eigenes politisches und literarisches Erbe.

Doch die Zeiten haben sich grundlegend geändert, wie Grobe anhand vieler Beispiele zeigt. Beibehalten hat er in seiner Neuversion allerdings den Grundton Büchners. Dieser originellen Streitschrift ist weite Verbreitung zu wünschen!

» Neuversion des Hessischen Boten: „Friede den Bürgern! Krieg den Gutmenschen!“ (https://www.directupload.net/file/d/5929/iwwvqm7k_pdf.htm)
(pi-news.net)

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