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Ganz aktuell – von gestern!

Gesundheitspolitik: Wie die alten Nazis sungen nun auch die Jungen?

(tutut) - Das gab's nicht nur einmal, es kommt immer wieder. Es gibt nichts Neues, was nicht schon da war.  Gesund sterben, das muss des Menschen Ziel sein. Staatliche Nachhilfe tut sozialistischen und kommunistischen Parteien gut, wenn sie regieren, denn Mangelwirtschaft hilft dem Volk nicht nur aufs Fahrrad.

Wer schon den Impfpass hat, wird auch den Laufpass für die Besorgung des Gütezeichens für Vollkornbrot nach den Richtlinien des RVBA (Reichsvollkornbrotausschuss) nicht missen wollen. Auf Gesundheitsexperten ist Verlass. Wikipedia:  "Der Reichsvollkornbrotausschuss (RVBA) war eine 1939 geschaffene Institution im NS-Staat, die sich für die Erhöhung der Produktion und des Verzehrs von Vollkornbrot einsetzte. Der Ausschuss stand unter der Leitung des Mediziners Franz Wirz, der im Jahr 1940 das Ziel des RVBA dahingehend formulierte, 'die Vollkornbrotfrage ihrer endlichen Lösung zuzuführen'“. In diesem Fall war die Endlösung, was hinten rauskam.

Was dem Volk dient, muss nützlich sein, essen für Deutschland.  "Nach der Machtübernahme im Jahr 1933 befassten sich die Nationalsozialisten mit einer Vielzahl an gesundheitspolitischen Themen: großangelegte Kampagnen gegen Alkoholismus und Tabak-Konsum wurden in die Wege geleitet, der übermäßige Verzehr von Süßwaren angeprangert, Bewegung und Sport auf allen Ebenen gefördert. Dahinter stand die nationalsozialistische Vorstellung, der 'Volkskörper' müsse gestärkt werden, um größere Arbeitsleistung, höhere Fruchtbarkeit (auch im Sinne der Eugenik) und eine höhere Kampfkraft im Krieg zu erzielen".

Nazi-Sozialismus hin, Glozi-Sozialismus her, gelobt sei, was die Partei stark macht.  Die hat immer recht: "Führende Anhänger der Blut-und-Boden-Ideologie wie Walther Darré wollten die 'undeutsche' städtische Lebens- und Ernährungsweise durch eine 'arteigene' Nahrung ersetzen. Diesem Zweck dienten neben dem Reichsvollkornbrotausschuss auch andere Institutionen wie etwa die 1939 von dem Reichsärzteführer Wagner geschaffene und beim Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP angesiedelte Reichsarbeitsgemeinschaft Ernährung aus dem Wald und 1937 das Institut für Kochwissenschaften und die Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernährung".

Vom Waldkindergarten, hört niemand die Nachtigall trapsen?, ist's zum Waldbaden und Vollkornbrot ohne Butter nicht weit. Mit Kuchen konnte und wollte auch die DDR nicht dienen.  "Die Förderung des Vollkornbrotes hatte auch eine wirtschaftspolitische Dimension: Der akute Mangel an Devisen und das Streben der NS-Führung nach wirtschaftlicher Autarkie führten zum Wunsch, den Verbrauch importierter Fette (vor allem pflanzlicher Öle) planmäßig zurückzudrängen. Damit verbunden war notwendigerweise eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten: So sollte der Konsum von Rindfleisch, Speck, Butter und Schmalz verringert werden, um die gesamtwirtschaftliche 'Fettlücke' zu schließen. Gefördert werden sollte hingegen der Verzehr von (Vollkorn-)Brot, Kartoffeln und Haferflocken". Alles Biowahn oder was? Ist "gesundes Essen"  einfach links Nazi 2.0   und gesunde Hausmacherkost  rechts?

Irgendwie muss mit dieser Ernährung etwas schiefgelaufen sein, denn sonst wäre der Krieg sicher nicht verloren worden. Was hart ist, muss also nicht gesund sein. Aber die Nazis sind bekannt für die Schaffung  neuer Arbeitsplätze, und dazu braucht's mehr Phantasie als für viele, viele Sozialarbeiter: "Der RVBA betrieb planmäßig Propaganda für den Verzehr von Vollkornbrot (vor allem Roggenbrot). Unter anderem initiierte der Ausschuss im ganzen Land die Reichsaktion für die Hebung des Vollkornbrotverzehrs, die von den offiziellen Stellen der NSDAP maßgeblich unterstützt wurde. So wurden im gesamten Reich Gausachbearbeiter für die Vollkornbrotaktion ernannt (z. B. übernahm im Gau Franken der prominente Arzt Karl Kötschau diese Funktion)".

An Gaus, nicht zu verwechseln mit GAUS,  besteht noch immer kein Mangel, da wäre es doch gelacht, nicht nur mit Roggenbrot Wangen rot zu machen. Als Dreingabe gibt's dann  nicht etwa den "Gesundheitspaß des Hauptamtes für Volksgesundheit der NSDAP", sondern ganz demokratisch, rechtsstaatlich und freiwillig die Bahnsteigkarte für den Freiheitsentzug in die neue Normalität. Wer ist denn schon von gestern!

 

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