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Gaspreise steigen

Habeck findet das „nicht schön“

Von WOLFGANG HÜBNER

Noch vor zwei Tagen wurden die Folgen der provokativen ukrainischen Blockade von russischen Gaslieferungen nach Westeuropa von Wirtschaftsminister Habeck und der Netzagentur heruntergespielt: Man habe alles im Griff und bislang seien keine Preisanstiege für Gas zu beobachten, hieß es.

Das war schon dummes Zeug, als es verbreitet wurde. Denn schon am Donnerstag, einen Tag später, sind die Großhandelspreise erwartungsgemäß um nicht weniger als 14 Prozent gestiegen. Nun kommentiert Schöngeist Habeck kleinlaut, das sei „nicht schön“. Allerdings ist der Gaspreis kein ästhetisches Problem, sondern für Nichtminister und Nichtmillionäre unter den Deutschen, also ziemlich viele Menschen, ein immer größer werdendes finanzielles Problem.

Und das dürfte ganz schnell noch größer werden, wenn die sehr intelligenten russischen Gegensanktionen zu wirken beginnen. Denn Russland verbietet nun Geschäfte mit einigen deutschen Tochtergesellschaften von Gazprom. 31 Unternehmen stehen auf der Moskauer Sanktionsliste.

Nun muss die Bundesregierung diesen Unternehmen staatliche Hilfe zusagen. Und die Russen können ihr Gas auf anderen Wegen teurer verkaufen, ohne vertragsbrüchig bei der Gasbelieferung zu werden. Die Opfer werden auf jeden Fall die Gasverbraucher in der Industrie und den Privathaushalten sein. Wie Habeck schon sagte: „Nicht schön“!
(pi-news.net)

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