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Geld machen mit der Schwäbischen Zeitung?

Raus aus dem Abbo, rein in das Abo: eine 180-Euro-Frage?

Klingelingeling, kommt ein Heiermann? Um eventuellen Urheberechtsansprüchen der Schwäbischen Zeitung vorzubeugen, wird hier auf die Abbildung von 180 Euro schweren Herzens verzichtet.

(tutut). Es klingt fast wie das wundersame Verwandeln von Wasser in Wein, um sich mal versuchsweise in der Sprache einer "Unabhängigen Zeitung für christliche Kultur und Politik" anzunähern. Denn Wunder soll es immer wieder geben. Die Schwäbische Zeitung scheint ein Herz für verlorene Schafe unter ihren Lesern zu haben. Lockt sie wirklich ihrer Lektüre  Abtrünnige mit einer unerwarteten Geldvermehrung?
So berichtet ein Spaichinger über eine Begegnung der ganz besonderen Art. Und es soll sich keineswegs um ein Märchen handeln. Um die ihm besonders durch die  Wahlkrampfberichterstattung offenbar lästig gewordene Lokalzeitung loszuwerden, habe er getan, was in solchen Fällen normalerweise getan werden muss: Er habe das Abo gekündigt und dies auch noch umfassend in einem Brief begründet.
Aber eine christliche Zeitung wäre wohl keine christliche Zeitung, wenn sie sich nicht der verlorenen Schafe Leutkirchs annehmen würde. So schnell werden man und frau sie wohl nicht los.
Als es an der Haustür des Spaichinger Zeitungsabtrünnigen klingelte, so berichtet er weiter, waren es nicht die Zeugen Jehovas, die das Heil verkündeten. Sondern vor der Tür stand ein Mann, der sich als eine Art guter Hirte entpuppt habe.
Er verkündete dem Abokündiger offenbar große Freude, die der vermutlich nicht geträumt hat: Würde er die Kündigung wieder in ein Abo verwandeln, so wurde die Botschaft vernommen, winkte ihm der Lohn wahrscheinlich des Zeitungsimperiums - oder gibt es Geldesel?
In Zahlen ausgedrückt: 120 Euro bar, so berichtet der Überraschte, und zwei Monate kostenlose Lektüre im Wert von rund 60 Euro. Wer hätte das gedacht: Lässt sich aus und mit der Schwäbischen Zeitung tatsächlich auf diese Art Geld machen? Ist diese Botschaft so zu verstehen: Raus aus dem Abo, rein in das Abo, und schon gibt's 180 Euro? Das wären ja mehr als die popeligen 150 Euro Betreuungsgeld, um welche die Regierung noch streitet. Ist das nicht zauberhaft? Ist schon Weihnachten?
Wie die Geschichte ausgegangen ist? Ohne Happy-End. Sie leben keineswegs weiterhin glücklich zusammen. Scheint also kein Märchen zu sein.