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Gelesen27.2.22

Auch für Störche wird's eng in THE LÄND, so dass sie sogar in dem 655 Meter hoch gelegenen Spaichingen auf einem Leitungsmast nisten und von dort Ausblick auf die wohl bekannteste Albhöhe haben, den Dreifaltigkeitsberg (985 m) mit Wallfahrtskirche, Gastwirtschaft und Claretiner-Kloster. Wie viele Babys auf ihr Konto gehen werden, und ob sie wie bei den Römern bald als Delikatesse gebraten werden ist genauso unbekannt wie  der mittelalterliche Brauch, von des "Mannes Storch" zu sprechen angesichts des Aussterbens  dieser menschlichen Spezies.

(tutut) - Gerhard Kromschröder,  "Reporterlegende" und "journalistischer Multiprofi"  (Wolfgang R. Langenbucher)  schreibt in "Ach, der Journalismus,  Glanz und Elend eines Berufsstandes" als erfahrener Kriegsreporter ein Kapitel "Wie man sich bettet, so lügt man - Krisenreporter, embedded journalists und was Kriegsbilder verschweigen".  Er zitiert Walter Benjamin - "Wer aber Frieden will, der rede vom Krieg". -    diesen Philosophen aus Berlin, der als  Jude 1933 nach Paris floh und 1940 in den Pyrenäen sich das Leben nahm. Für Kromschröder ist Francisco Goyas 1820 abgeschlossener Radierzyklus "Desastres de la Guerra" - "Der Schrecken des Krieges",  bis heute "eines der eindringlichsten und bedrückendsten Darstellungen des Krieges als antizivilisatorischer Akt".  Geschildert werden Gräueltaten von Napoleons Soldateska bei der Niederschlagung des Aufstands gegen die französische Herrschaft in Spanien. Wie's der Zufall aktuell will, schildert der Autor die Anfänge des modernen Journalismus gerade als Kriegsjournalismus um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Krimkrieg von Franzosen und Briten gegen Russen. Berichte, auch die ersten Fotos, zeigten was für eine "Missgeburt diese  journalistische Sparte eigentlich ist: ein janusköpfiges Zwitterwesen".  Der Journalismus kenne "zwei grundsätzlich unterschiedliche Herangehensweisen, die sich unversöhnlich gegenüberstehen". Ein unabhängiger Reporter,dersich ein eigenes Bild macht, und ein anderer, der Krieg so darstellt, wie es seine Auftraggeber wollen. "Heute",  so Kromschröder, sind wir Zeugen eines Medienkrieges, der mehr denn je eine Schlacht der  Bilder ist". Und er weist auf deren Wirkung hin: "Obwohl wir doch eigentlich die Funktionsweise dieser Bilder kennen sollten  - warum lassen wir uns aber dennoch immer wieder von ihnen einnehmen, warum gehen wir ihnen dennoch immer wieder auf den Leim?" An eins vergisst der Journalist nicht, zu erinnern, was in diesen Tagen überdeutlich beginnt auf der Strecke zu bleiben:  "Krieg kommt nicht über uns wie eine unvorsehbare Naturkatastrophe, er ist des Menschen Werk.. und wir Journalisten sind es, denen die Aufgabe zuwächst, dies deutlich zumachen". Ist es so? Irgendwas ist muss schiefgelaufen sein in der neueren  Schöpfungsgeschichte, wenn dort von "christlicher Kultur und Politik" die Rede ist, oder herrscht gerade Fortsetzung von Weiberfastnacht mit allen Mitteln als Bahnhofmission für entgleiste Züge der Welt, wenn Deutschlands Frauen als Krieger*innen die Macht übernehmen und kein linksgrünes Blatt vor, sondern ganz in den Mund?  Als Wolfgang Herles im November 2018 auf Tichys Einblick seine allwochenendliche Kolumne titelte "Nicht anders, nur schlimmer - Frauen an der Macht. Und warum das selten gut geht", konnte er allenfalls ahnen, sich unbeliebt gemacht zu haben mit einer ernüchternden Feststellung über einen Trend in Politik und Medien, dessen Früchte angefangen vom Baum der Erkenntnis nun geerntet werden. "Jetzt mal ehrlich. Wer von den vielen Frauen in der deutschen Politik seit Gründung der Bundesrepublik hat wirklich Profil, Klasse, Kompetenz besessen. Welche Frau ist nachhaltig in Erinnerung geblieben als herausragender politischer Charakter?" Da auch in der fünften Macht die 4-Kilo-Kugel geschoben wird - Maikäfer flieg, die Männer sind im Krieg, in der Bibel heißt es: "Das Schwert frisst bald diesen, bald jenen" (2. Samuel 11,25), dichtete Mose: "Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herrn sein", während der Erfinder des Christentums, Paulus, den Weg wies: "Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen" und "Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei,  sondern sie sei still", explodieren wie Zahlen in einer politischen Pest des schrecklichen Scheins nun die Worte.  "Tuttlingen will ukrainischen Flüchtlingen helfen - Unterkünfte werden vorbereitet - Trauerbeflaggung an Rathäusern". Sollten sie sich zunächst nicht selber helfen vor einem angebeteten Götzen, der die Sünden der Welt trägt, nur sich selbst nicht zu helfen weiß herunter  vom Karussell der Panik und Hysterie? Immerhin gibt es ja da mindestens drei Länder, welche an die Ukraine grenzen und sich mit ihr Menschen teilen.  Ist das Sache von THE LÄND? "Mehr Platz für Flüchtlinge - Südwesten bereitet sich auf Zustrom von Ukrainern vor".  Verkehrte Welt.  Wenn 50 Milliarden nichts taugen, liegt's vielleicht an anhaltender Frauensache?  "Verantwortung übernehmen" zetert Priester und Redakteur, Spezialist fürs Militärische und Reformation der Katholischen Kirche, "Die Bundeswehr braucht jetzt, nach Jahrzehnten der Vernachlässigung, mehr Mut zum Geldausgeben, weniger Wahnsinn im Beschaffungswesen und mehr Wille zur Übernahme von Verantwortung", und er übersieht das Entscheidende, aber tastet-er:  "Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) muss schnell und entschlossen handeln. Durch den russischen Angriff auf die Ukraine ist klar geworden: Die Zeit für immer neue, dafür aber ergebnisfreie Diskussionen ist vorbei". Bumm! "Bundeswehr muss sich warm anziehen - Wehrbeauftragte Högl beklagt Ausrüstungsnot der Truppe". Wo bleibt das Winterhilfswerk?  "Winterstürme kosten Versicherer 1,4 Milliarden Euro". Bumm! "Interview: 'Wir müssen mehr Geld in die Hand nehmen' - Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, fordert eine Aufrüstung der Bundeswehr". Sind's zu kleine Händchen? Bumm! Frauenduo  sieht bunt: "Als Zeichen der Solidarität erstrahlen in vielen Südwest-Städten markante Bauwerke in den Nationalfarben der Ukraine". BummBumm! "Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fühlt sich an 'die dunkelsten Zeiten des europäischen Kontinents' erinnert, sein Vize Thomas Strobl (CDU) spricht von einem 'feigen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg'". Chor der Klageweiber: "Wie die Landesregierung verurteilen Parteien, Kirchen, Verbände und Kommunen in Baden-Württemberg die Aggressionen Russlands gegen die Ukraine".  Kulturaktivisten erinnern sich ohne Erinnerung. "Auch das Neue Schloss in Stuttgart leuchtet in den Farben Blau und Gelb".  Umgekehrt wird TUT daraus. Verkehrte Fasnetswelt. Bumm! Harte Kämpfe um Kiew - Tote durch russische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt - Kreml bietet Gespräche an".  Strafe folgt auf den Fuß. Bumm! "Russland darf wegen seines Einmarsches in die Ukraine nicht am internationalen Musikwettbewerb Eurovision Song Contest (ESC) in Turin teilnehmen". Vom Krieg der Sternchen zu dem der Sterne. Bumm! "Russland hat nach dem Angriff auf die Ukraine seinen Willen zur weiteren Zusammenarbeit mit den USA im Weltraum betont - und die USA gleichzeitig vor einer möglicherweise überstürzten Aufkündigung dieser Zusammenarbeit gewarnt. ...Wenn sich die Amerikaner einer weiteren Zusammenarbeit verweigern sollten, 'wer wird dann die ISS vor einem möglicherweise unkontrollierten Absteigen aus der Umlaufbahn und einem Absturz auf amerikanisches oder europäisches Territorium bewahren?'. Nicht ausgeschlossen sei, dass die Reste der ISS auf Indien oder China stürzen könnten". Bumm! "In Ulm lagern jetzt Hilfsgüter wie Masken und Handschuhe für die nächste Krise" und "Corona-Impfstoff von Novavax in Baden-Württemberg angekommen". BimBam!  Zurück zur Höhle. Frauensache: "Für eine Renaissance des dörflichen Lebens - Südwesten fördert ländlichen Raum mit 108 Millionen Euro - Nachfrage nach Wohnraum auf dem Land steigt".  Witzigkeit kennt keine Grenzen. Knallerbse! "Narren erobern das Rathaus". Wer hatte sie rausgeschmissen?  "Faschings-Alternativ-Tage finden statt - Vier Jugendgottesdienste in LKW-Anhängern geplant". In Spaichingen schreibt sie's so: "Die Narrenzunft Deichelmaus feiert eine coronakonfome Fasnet - inklusive Redoute in digitaler Form."  Klingelingeling!  Hier kommt ein Mann: "Sozialarbeiterinnen wollen einiges in Bewegung bringen". Und noch einer, Spaß muss sein: "'Friday for Future' - ein Freitag verändert die Welt". Ätsch! Christlich.  Pastor. "Mit der Fastenzeit, die nächste Woche beginnt, gehen wir auf Karfreitag und Ostern zu". Der Staat hat's genommen, werihn hochleben lässt, kriegt's Kleingeld zurück im THE  ÄLÄND: "15 Gemeinden bekommen Fördergelder aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum".  Eine Raumfahrt die ist lustig. Fast so wie diese, wo frau Hochzeitsglocken läuten hört: "Wenn Trommel und Fahrgestell heiraten - Im oberschwäbischen Bad Schussenried hat sich Liebherr auf die Herstellung und den Transport von Beton spezialisiert - Dort baut der Konzern seit 1967 die von vielen Baustellen bekannten Fahrmischer". Ohne ihn kein Brutalismus, der Franzose nennt's "Béton brut“. Der Deutsche gibt stets anderen die Schuld: "Steigende Inflation wegen russischem Einmarsch erwartet". Corona hat ihr Sach gemacht.   Zeitung*in ist ein Sonntagsmärchen, das der Storch bringt. Wann gibt's wieder "Storch am Spieß",  gesalzenen Walfisch, Pastete mit lebenden Singvögeln, womit es schon die Römer  auf der Festtafel richtig krachen ließen? Klappern gehört auch zum Küchenhandwerk.

Zeugen Coronas wissen, was des Staates närrische Treue und des Bürgers erste Pflicht ist. 

Aus Bundeswehr-Beständen
Deutschland liefert Ukraine Waffen gegen Putin
Ukraine-Krieg: Deutschland liefert der Ukraine Waffen gegen Putin
Wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Samstag mitteilte, werden die ukrainischen Streitkräfte mit 1000 Panzerabwehrwaffen sowie 500 Boden-Luft-Raketen vom Typ „Stinger“ unterstützt.
(bild.de. Das ist eine Kriegserklärung! Jetzt verspielen mutmaßliche neue Nazis Deutschland, denn nach der Feindstaatenklausel können die Russen nun hier einmarschieren, ohne die UN zu fragen. Wer stoppt Idiokraten, die das Land verraten?)

Merkel beim Einkaufen in Feinkost-Supermarkt bestohlen
Obwohl sie mindestens ein Leibwächter begleitete, wurde Ex-Kanzlerin Angela Merkel beim Einkauf in einem Supermarkt bestohlen. Die Beute des Diebes: Personalausweis, EC-Karte, Führerschein und Bargeld...Die Polizei bestätigte offiziell nur einen Diebstahl, den eine 67-jährige Frau in der Polizeiwache in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte angezeigt habe. In dem gestohlenen Portemonnaie befanden sich demnach Personalausweis, EC-Karte, Führerschein und Bargeld. Das Büro der Altkanzlerin wollte sich nicht äußern....
(welt.de. So steht's meist in lokalen Polizeimeldungen aus Renterinnenmilieu. Sie ist noch immer da. Wozu braucht sie Papiere? Millionen ihrer Gäste haben doch auch keine. Klar, dass von neun Angestellten niemand was sagen will. Dann wären es nur noch acht und eine Stelle frei.)

Hat Deutschland die Menschenrechte abgeschafft, wie steht's mit ärztlichem Wissen und Können - ist die Einhaltung von politischen Befehlen der Laien wichtiger, weil jeder Mensch ist der Obrigkeit ihr Untertan?

Warum nicht erst die eigene Flagge zeigen, hat's der FDP auch schon lange die Sprache der Freiheit vor lauter Machtgier verschlagen?

Deutschlands bekanntester Angstforscher sagt, was uns gegen die Kriegs-Furcht hilft
Der Psychiater und Neurologe Borwin Bandelow gilt als einer der führenden Angst-Experten in Deutschland. Wie erlebt er die Zuspitzung der Ukraine-Krise? Und was rät er, um mit all den Hiobsbotschaften und schlimmen Bildern umzugehen?
(focus.de. Gegen Corona, Klima und Ampel-Gehampel weiß er nix? Wenn das größte Land Europas mit 44  Millionen Einwohnern unfähig zur Selbstverteidigung ist, dann ist es selbstdaran schuld und nicht irgendwelche andere Staaten. Es ist eine Unverschämtheit sondergleichen, Deutschland wegen angeblich mangelnder Hilfe an den Pranger zu stellen, ein Land, das sich selbst abgeschafft hat und sich auch nicht mehr selbst verteidgen kann. Kleinstädte, die mit "Trauerflor" meinen protestieren zu müssen, sollten erst einmal für die Schulbildung etwas tun, denn ihre Kenntnisse in Erdkunde und Geschichte gehen gegen Null. NIemand hat einen Amtseid auf die Ukraine oder sonst etwas Undeutsches geleistet! )

Wegen Putins Krieg muss sich die Ampel neu erfinden – sonst droht ihr Ende
(welt.de. Neue Hofnarren braucht das Land! Ob die FDP merkt, wann Ende der Fahnenstange ist?)

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NACHLESE
Angesichts des russischen Angriffs
Jetzt erst recht muss die EU sich mit Polen und Ungarn vertragen
Von Gastautor Boris Kálnoky
Polen und Ungarn werden in der Ukraine-Krise zu Frontstaaten. Die Europäische Union kann es sich nicht mehr leisten, mit ihnen im kleinlichen Streit um „Werte” zu verharren. Ungarn hat Truppen an die Grenze zur Ukraine verlegt. Verteidigungsminister István Benkő sagte dazu, Ungarn müsse sich auf Flüchtlingsströme aus der Ukraine vorbereiten, aber auch die Grenze verteidigen können, falls sich die Kampfhandlungen in der Ukraine auf den westlichen Teil des Landes ausweiten. Jenseits der Grenze leben bis zu 150.000 Ungarn, vor allem an sie denkt man. ...Auch die Slowakei und Rumänien grenzen an die Ukraine, aber die letzten 15 Jahre haben gezeigt, dass auch in Friedenszeiten viele Ukrainer nach Polen gehen, um zu arbeiten, und viele ukrainische Magyaren nach Ungarn. Auf Polen und Ungarn also kommt das größte Problem zu. Aber die EU behandelt diese beiden Länder, als seien sie selbst das größte Problem...
(Tichys Einblick. Wer täglich von Europa redet, kennt den Kontinent nicht, sondern hat nur seine EUdSSR im Betonkopf.)
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Kannitverstan?

Warum es ohne Bündnisse nicht geht
Von WOLFGANG PRABEL*
In der Friedensbewegung, bei der Linken und in Randbereichen anderer Parteien gibt es die Überzeugung, daß ein Europa ohne die NATO ein besseres wäre.Wir wollen mal vom desolaten Zustand dieses Bündnisses absehen, dessen Führungsmacht derzeit sehr suboptimal regiert wird, dessen Mitglieder teilweise nicht angemessen in die Rüstung investieren, Privatkriege im Innern und nach außen führen, Gebiete annektieren (z.B. Nordzypern) und dessen Struktur von NGOs destabilisiert wird, ohne daß jemand mit dem Stock auf den Tisch haut.Früher gab es zeitweise politische Bündnisse, an denen auch Rußland beteiligt war. Das war zum Beispiel die vielgeschmähte Heilige Allianz nach 1815.Der Kitt, der sie zusammenhielt, war allgemeine Erschöpfung nach den Napoleonischen Kriegen und die Verhinderung einer erneuten Revolution. Nach der Revolution von 1848 brach das Bündnis zusammen, weil Frankreich ausbrach. Aber auch andernorts erodierte die Lust am Frieden. Der erste Krieg zwischen Ex-Bündnispartnern war der Krimkrieg 1853.
Bismarcks Dogge zerreisst russischem Außenminister Gortschakoff die Hose
Ein weiteres Bündnis unter Einbeziehung von Rußland war das Dreikaiserabkommen zwischen den drei Monarchien Rußland, Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich. Es wurde am 22. Oktober 1873 von Kaiser Wilhelm I., Kaiser Franz Joseph I. und Kaiser Alexander II. unterzeichnet. Das Abkommen wurde geschlossen, um „den gegenwärtig in Europa herrschenden Friedenszustand zu befestigen“, um ihn „gegen alle Erschütterungen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, zu sichern, und wenn nötig zu erzwingen“. Er war aber primär nur ein Versprechen der drei Herrscher, durch direkte und persönliche Verständigung etwaige Differenzen auszuräumen. Es war kein Garantiepakt, wurde aber zum Grundstein der Bündnispolitik Otto von Bismarcks. Es verhinderte eine mögliche Isolierung Deutschlands zu einem geringen diplomatischen Preis und sollte die Annäherung Rußlands an Frankreich verhindern. Bereits beim Berliner Kongreß zerbrach es, nicht nur weil der Hund von Bismarck dem russischen Außenminister, dem Fürsten Gortschakoff, die Hose zerrissen hatte, sondern auch weil es auf dem Balkan zu massiven Interessenkonflikten zwischen Rußland und Österreich kam. Am 18. Juni 1881 war es soweit: Bismarck hatte wieder alle Schwachstellen zugeklempnert, Russland, das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn schlossen den Dreikaiserbund. Die Vertragspartner verpflichteten sich auf drei Jahre zu wohlwollender Neutralität in einem potentiellen Krieg mit einer vierten Partei und vereinbarten eine Konsultationspflicht für ihre Aktivitäten auf dem Balkan. Das Deutsche Reich konnte sich so der russischen Neutralität in einem etwaigen französisch-deutschen Krieg sicher sein, während Russland mit der reichsdeutschen und österreichisch-ungarischen Neutralität im Falle eines Krieges gegen Großbritannien wegen der Meerengenfrage oder gegen das Osmanische Reich auf dem Balkan abgesichert war. Auch dieses Bündnis platzte aus demselben Grund wie das vorhergehende, und zwar 1886.
Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt hält nur zwei Jahre
Das nächste Bündnis mit Rußland war der Stalin-Hitler-Pakt 1939. Er hielt nur bis 1941. Nachdem man die aufgeteilten Pufferstaaten hallewege verdaut hatte, kam es erwartbar zum Krieg, beide Vertragspartner hatten Weltherrschaftspläne.Die Sowjetunion und die Zone schlossen am 20. September 1955 in Moskau einen Vertrag über die gegenseitigen Beziehungen ab. Beide Staaten sicherten sich völlige Gleichberechtigung, gegenseitige Achtung der Souveränität und Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten zu. Das war für Moskau eine wahnsinnige Erleichterung, bestand doch vorher immer die Gefahr, daß Ulbricht bestimmt, wo es in Moskau lang geht. 1957 schlossen beide sog. „Staaten“ einen Vertrag über die Truppenstationierungen ab, der „im Fall der Bedrohung der Sicherheit“ ein Eingreifen der sowjetischen Armee in der Zone ermöglichte.1964 wurde der Vertrag über Freundschaft, gegenseitigen Beistand und Zusammenarbeit zwischen Chrustschoff und Ulbricht abgeschlossen. Auch er beteuerte die Souveränität der sog. „DDR“. Als gerlernter Ossi glaubte man an den Inhalt von Verträgen nicht. Da stand immer das Gegenteil der Wahrheit drin. „Papier ist geduldig“, sagten die Alten.
Eine Schicht Kommmunisten und eine Schicht Erde
Der Verfasser dieser Zeilen war natürlich Mitglied der Gesellschaft für Deutsch-sowjetische Freundschaft. Damals gab es unter den Rußlandfreunden viele Witze: Stimmt es, daß das Getreide in der Sowjetunion so hoch wird wie Telegraphenmasten? – Im Prinzip ja, die Abstände sind sogar noch größer. Oder als Verulkung des Wiko-Kurses: Was muß passieren, daß es uns besser geht? – Es darf keine Klassen mehr geben, sondern nur noch Schichten. Eine Schicht Kommmunisten und eine Schicht Erde drauf.Nun muß man im Unterschied zu späteren Zeiten natürlich anmerken, daß es unter den Reichskanzlern Bismarck und Hitler ein militärisches Gleichgewicht mit Rußland gab, man also auf Augenhöhe miteinander umging. Das war schon bei Österreich-Ungarn nur bedingt der Fall, trotz der Größe des Reichs schwächelte die Rüstung. Andere Völker mit geringer Größe wie Polen, Balten, Finnen, Ukrainer, Tschechen, Albaner, Kroaten, Slowenen und Slowaken usw. waren ständiger Spielball der Großen und wurden untergebuttert.Die Uhr der Bündnisse zwischen Rußland, Österreich und Deutschland ist abgelaufen, weil Rußland Kernwaffen hat und von oben herab bestimmen kann, wie gegenüber Ulbricht. Der wurde ja auch auf Befehl aus Moskau weggeputzt.
Der Irrtum der Merkelschen Außenpolitik
Die Voraussetzungen haben sich seit 1950 geändert. Es gibt die Oberliga der Atommächte und die Kreisklasse der übrigen. Das ist nicht ganz neu, weil es Großmächte immer schon gab. Deutschland ist allerdings 1945 nach unten durchgereicht worden. Das haben Annalena & Co. noch nicht so richtig realisiert. Sie denken so wie Dr. M.: Wenn man laut genug mit den Wölfen heult, ist man mächtig. Und die deutschen Medien lassen das etwa seit dem Berlinumzug so durchgehen. Die heutige WELT beklagt den Irrtum der Merkelschen Außenpolitik, den wir hier auf PB schon fast zehn Jahre lang offengelegt hatten. Was gestern noch als Nazipropaganda der AfD verurteilt wurde, hängt heut am Baum der Erkenntnis.„Die Russland-Politik des Westens der vergangenen Jahre ist in Berlin erdacht worden. Von Angela Merkel (CDU), der Kanzlerin, die so oft wie keine andere mit Putin verhandelt hat. Und von Steinmeier. Der war als ihr Außenminister der intellektuelle Architekt der jetzt so dramatisch gescheiterten Befriedung des Ukraine-Konflikts. Auf die „Steinmeier-Formel“ berief sich Putin noch am Dienstag vergangener Woche, als er neben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Kreml stand. Eine Woche später zerriss er sie in der Luft.“ Nicht zuletzt ist in Berlin verabsäumt worden, auf eine rationale Kiewer Nationalitätenpolitik hinzuwirken und dabei zu helfen, die Soros-Agenten rauszuschmeißen. Der Besuch von Dr. M. am Krankenbett von Nawalny war gequirlte diplomatische Grütze, weil letzterer wohl schlimmer wäre als Putin, käme er an die Macht.
Lächerliche Berliner Zwerge
Gestern war nämlich trotz des albernen Berliner Gekakels wieder mal die Stunde der Wahrheit. Weder die Expedition der stotternden Annalena an die Front noch das Hocken von Olaf Scholz am superlangen Tisch im Kreml, nicht der deutsche Rekordaußenhandel mit dem Russischen Reich in 2021 (der vor allem durch Preisanpassungen zum Rekord wurde) und auch nicht die Freundschaft mit Gerhard Schröder haben den Zorn des Zaren über die Ukraine besänftigen können. Über solche lächerlichen Berliner Zwerge setzt man sich halt hinweg, zumal das Weiße Haus in den letzten Wochen auch schlecht beraten war.Da die Macht auf der Welt sehr asymmetrisch verteilt ist, und unbegrenzt immer zu Mißbrauch verleitet, müssen sich die Mannschaften der Kreisklasse unter die Fittiche von Atommächten begeben. Und die hocken alle auf ihrem Monopol und lassen den dicken Maxen raushängen.Wenn man über ein bündnisfreies Osteuropa phantasiert, darf man nicht vergessen, daß alle von Rußland und/oder Deutschland schon ein- oder mehrmals angegriffen worden sind. Man könnte Polen, Ungarn, Estland, Rumänien, die Slowakei usw. in die Neutralität entlassen, wenn man ihnen Kernwaffen zugesteht. Sie liegen halt nicht so günstig wie die Schweiz und haben nicht die Schrankfächer unter der Zürcher Bahnhofstraße, wo die Mächtigen aus aller Welt ihre Reichtümer verstecken. Die Schweiz ist ein Sonderfall.
Europäische Verteidigung als Plan B
Ich hatte 2016 Aufzeichnungen veröffentlicht, die ein europäisches Bündnis mit Frankreich als Atommacht skizziert hatten. Falls Amerika das Interesse am alten Kontinient verliert. Ganz alternativlos ist nichts. Dafür müßte die Mannschaft in Berlin allerdings ausgewechselt werden. Gegenüber Paris kann man sich nur behaupten, wenn man eigene Interessen hat und vertritt.Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Auch was Geschrieb’nes forderst du Pedant? Hast du noch keinen Mann, nicht Manneswort gekannt?“ (Geh. Rath v. Goethe über Verträge)
*Im Original erschienen auf prabelsblog.de
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Während eines Arztbesuchs wird ein 75 Jahre alter Bauer vom Doktor über seine Meinung zu Annalena Baerbock und ihrer Rolle als Aussenministerin befragt.
Der alte Bauer sagte: „Nun ja, wissen Sie, Frau Baerbock ist eine Pfostenschildkröte“.
Da er den Ausdruck noch nie gehört hatte, fragte ihn der Doktor, was eine „Pfostenschildkröte“ sei.
Der alte Mann sagte: „Wenn Sie die Landstraße runterfahren und an einem Zaunpfahl vorbeikommen, auf dem obendrauf eine Schildkröte ist, dann ist das eine „Pfostenschildkröte“.
Der Doktor schaute verwirrt, also erklärte der Bauer weiter: „Du weißt, sie ist nicht alleine dort hinauf gekommen. Sie gehört dort nicht hin. Sie weiß nicht, was sie machen soll, während sie dort oben ist. Sie wurde höher hinaufbefördert als es ihre Fähigkeiten zulassen. Und du wunderst dich, welcher Dummkopf sie dorthin gesetzt hat.“
… und das Schlimme ist: “Pfostenschildkröten” gibt es inzwischen so ziemlich in allen Bereichen unserer Gesellschaft.
(Gefunden auf danisch.de)
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Drei Zyniker trinken Kaffee
Die letzten Tage der Menschheit – neue Folge, 1. Szene (frei nach Karl Kraus)
Von Wolfgang Herles
Wenn drei Zyniker beim Kaffee über Putin und seine nicht vorhandenen Gegenspieler sinnieren, bleibt kein Auge trocken...Erster Zyniker: Endlich kaum noch Platz für Covid in den Medien.
Zweiter Zyniker: „Putin beendet Pandemie mit militärischen Mitteln.“ Eine historische Schlagzeile.
Dritter Zyniker: Weil eben alles miteinander zusammenhängt...
(Tichys Einblick. Ambrose Bierce: "Zyniker, der - Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten".)

Die Union findet nicht statt
Friedrich Merz und die ausgefallene Opposition
Von Olaf Opitz
Galoppierende Inflation, immer höher steigende Energiepreise und nicht enden wollende Corona-Panik – CDU und CSU sind mit dem Oppositionsführer derzeit praktisch abgetaucht.
(Tichys Einblick. Nullsummen-Union.)

„Kurze klare Antwort: Nein“
Ex-Nato-General: Bundeswehr kann Deutschland nicht verteidigen
Dem früheren Nato-General Egon Ramms zufolge wäre die Bundeswehr aktuell nicht in der Lage, Deutschland zu verteidigen. Auf die entsprechende Frage im ZDF-„heute journal“ vom Donnerstag antwortete Ramms: „Nein. Kurze, klare Antwort: Nein.“ Dies führte er auf die Verkleinerung der Streitkräfte nach dem Ende der Wehrpflicht zurück, aber auch auf den „Mangel des Geldes“.
(Junge Freiheit. Hat er Führung der Berliner Funken mit Einhorn unterm Regenbogen übersehen? Wo bleibt die Generalmobilmachunhg, oder ist diese durch Neue Mobilität auf Radwegen ersetzt worden?)

Claudio Casula
Hilflos in Berlin: Die schönsten Politiker-Zitate zum Krieg
Während russische Panzer auf Kiew zurollen, schwadroniert sich unser politisches Spitzenpersonal um Kopf und Kragen. Eine Auswahl. „Denn so richtig können wir der Ukraine nicht helfen, und wir helfen ihr auch nicht. Aber die Sanktionen früher zu verhängen, hätte auch nicht geholfen." (Robert Habeck, Wirtschaftsminister und non-helping bystander) „Man muss ehrlich sagen: Wir wurden eiskalt belogen. Der Kanzler wurde belogen, ich vom russischen Außenminister, die gesamte internationale Gemeinschaft." (Annalena Baerbock, Außenministerin und beleidigte Leberwurst) „Ich appelliere noch einmal an Präsident Putin: Ziehen sie ihre Soldaten aus der Ukraine zurück.“ (Olaf Scholz, Bundeskanzler und Allgemeinplatzwart) „Berlin steht an der Seite der Ukraine. Mit der Beleuchtung des Brandenburger Tors senden wir ein deutliches Signal, gemeinsam mit weiteren europäischen Städten.“ (Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin und Zeichensetzerin)...
(achgut.com. Babylonische Leuchttürme.)

Markus Vahlefeld
Reden wir über den Westen und Frau Merkels Salat
Den von CDU und SPD unter Merkel angerichteten Salat haben wir nun. Und das auch, weil wirklich alles getan wurde, um den so wenig kriegslüsternen US-Präsidenten Donald Trump zu erniedrigen und lächerlich zu machen. Den von CDU und SPD unter Merkel angerichteten Salat haben wir nun.
(achgut.com. Deutscher Wurstsalat - Schwarzwurst, Rotwurst, Gelbwurst.)

Es ist Krieg und wir lassen uns spalten… – Ein Kommentar
Von NADINE HOFFMANN
Ein kluger Kopf fehlt in diesen Tagen, Peter Scholl-Latour. Er konnte bis zur eiskalten Nüchternheit erklären, warum die Dinge so sind wie sie sind. Wobei er wahrscheinlich wegen dieser Rationalität gar nicht mehr in Talksendungen eingeladen werden würde. Er war zu unbefangen inmitten der Moralisten. Sachlich jede Art von Krieg beurteilen und verurteilen, das ist „zu wenig“ im Überbietungswettbewerb der Hobbykriegsreporter. Doch nicht nur das. Was seit dem Angriff russischer Streitkräfte in der Ukraine in den Sozialen Netzwerken unter dem Mantel der „Aufklärung“ vor sich geht, das sprengt fast das Abarbeiten an und mit Corona. Und vermutlich wird am Ende eine mindestens genau so große Spaltung zu beklagen sein, nur in weitaus mehr Splittergruppen, in die einen, die dort stehen, die anderen, die da stehen, in die, die das Geschichtsbuch hervorkramen und jene, die eine neue Weltordnung befürworten. Man lässt sich wieder spalten.
Und was war mit dem völkerrechtswidrigen Kosovokrieg unter Rot-Grün?
Jeder weiß vom Laptop aus, was tausende Kilometer im Osten vor sich geht. Wirklich, was wissen wir hier in Deutschland denn vom Donbass, was wissen wir über die Seele in Kiew oder Moskau, was wissen wir über Putins Pläne oder von NATO-Stützpunkten? Wir wissen einen Sch… ! Aber das, was wir wissen sollten, was uns vereinen sollte, haben wir vergessen. Dass sich unter einer rot-grünen Bundesregierung Deutschland zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, einer monatelangen Bombardierung beteiligt hat. Unter einer Regierung von SPD und Grünen, genau den Protagonisten, die jetzt mit Schaum vor dem Mund härteste Sanktionen verlangen und mit „Nie wieder“-Schildchen herumstehen. Was sind das nur für Heuchler! Wir sollten auch wissen, dass Putin in seiner Rede am 25. September im Bundestag in deutscher Sprache Deutschland die Hand gereicht hat, und die große Bundeskanzlerin Merkel ihm diese verwehrte. Wir sollten wissen, dass Trump das Rückgrat hatte, sich mit Putin an einen Tisch zu setzen – trotz sich widerstehender Weltanschauungen. Nennt man Dialog auf Augenhöhe am Verhandlungstisch. Respekt! In jedem Staatsoberhaupt steckt auch ein bisschen Platzhirsch, aber genau das ist nötig.
Hypermoralismus bis zur Selbstverleugnung
Wir sollten wissen, dass deutsche Regierungen der letzten Jahre nicht fähig und nicht willig waren, dem Begriff Diplomatie dienlich zu sein. Haben wir die unrühmliche Rolle Steinmeiers vergessen, der neben dubiosen Gestalten auf dem Maidan mitzündelte? Haben wir vergessen, mit welcher Arroganz der Außenministerdarsteller Maas gegenüber dem russischen und US-amerikanischen Präsidenten aufgetreten ist, sollten wir uns nicht vergegenwärtigen, mit welch peinlicher Dummheit Baerbock einen Putin maßregeln wollte und sich nun Biden andient? Für dieses Personal kann man sich nur schämen. Aber wir lassen uns ausgerechnet von diesen Leuten wieder auseinanderdividieren, weil jeder die Wahrheit, die im Krieg zuerst verloren geht, für sich gepachtet hat? Das war`s dann wohl endgültig mit Zusammenhalt. Überhaupt: Mit welcher Berechtigung spielt sich Deutschland als moralische Instanz auf? Was hat man unternommen, um die Kriegsgefahr zu bannen? Die eigene Bundeswehr zugrunde richten zählt nicht, das ist sozusagen Kollateralschaden der eigenen Wohlstandsverblödung. Das, was nützlichen Idioten jetzt einfällt, ist, eine Erdgaspipeline zu stoppen, denn dann zeigen wir es dem Putin so richtig, wenn die Oma in Pusemuckel im Dunkeln friert. Hypermoralismus bis zur Selbstverleugnung ist offizielles nationales Interesse im Land, genug Leute machen mit. Auch wenn man es sich nicht leisten kann.
Deutsche lassen sich einspannen und aufwiegeln
Und man lässt sich dafür einspannen und aufwiegeln und gegeneinander agieren. Für diese Trümmertruppe unter der Kuppel? Wollt ihr die politischen Versager in Berlin wirklich so leicht davonkommen lassen, mit einem in Blau und Gelb angestrahlten Brandenburger Tor und bekritzelten Pappschildern, nur weil sie jetzt in einem Satz auch mal was Richtiges sagen (und in fünf anderen Sätzen sehr viel Falsches), nämlich, dass es keinen Angriff auf die Ukraine hätte geben dürfen? Ist man hier so einfach zu beeinflussen, zu teilen? Gibt man sich damit zufrieden? Das ist befremdlich. Genauso befremdlich, wie junge Männer, die ihre Sympathie dafür twittern, für eine „edle Sache“ in den Krieg ziehen. Wenn es so edel ist, warum zieht man dann nicht selber? Warum überlässt man verspritztes Gehirn und literweise Blut, heulende Angehörige und leere Gräber anderen, wenn es so nobel ist? Weil auch ihr Heuchler seid! Vom heimischen Sofa aus kann man ja bequem fordern, dass sich Fremde den Kopf wegschießen lassen sollen. Es ist Krieg und alle twittern drüber, als wäre es ein Abenteuer. Darf man mal fragen, wo diese Tastaturhelden in den letzten Jahren abgeblieben sind, seitdem es in der Ukraine kracht? Hat die das vorher interessiert oder ist es nur dann interessant, wenn man sich an politischen Großmächten reiben kann, die durchdrehen? Um sich selbst zu erhöhen nach all den Erniedrigungen durch die eigene Regierung, die nun durch verlogene Moral Pluspunkte sammeln will, um vom Versagen abzulenken. Durch eine Regierung, mit der man sich beschäftigen, durch die man sich nicht manipulieren lassen sollte. Und bei all dem Getwitter und Bessergewisse und der ach so tollen deutschen Hypermoral kommt eines mehrfach zu kurz: der Frieden.
(Nadine Hoffmann ist Sprecherin der AfD-Fraktion in Thüringen für Umwelt, Natur- und Tierschutz und Jugendpolitik)
(pi-news.net)

 

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