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Gelesen

Und was ist mit den anderen 59 Geschlechtern?

(tutut) - Nachrichten aus Absurdistan. Wenn Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Grundgesetz weg sind, wer oder was regiert dann in einem Land, dass ebenfalls abgeschafft wird? Nicht die Katze ist aus dem Haus, weil Mäuse auf dem Tisch tanzen, sondern da war gar keine. Papst Benedikt 2011 vor dem Bundestag hat alles gesagt mit einem Satz von Augustinus: "Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“. Wäre das Wort dieses Kirchenlehrers und Heiligen nicht passender, als "Unabhängige Tageszeitung für christliche Kultur und Politik" auf einen Zeitungstitel zu schreiben? Es könnte ja auch jeden Tag ein anderes der zehn Gebote sein, um ein bisschen Christlichkeit in einem Land zu retten, das der oberste Katholik nicht christliches Abendland nennen möchte, der Ausgrenzung wegen vermutlich der Moslems. Das Christliche beiseite, was bleibt dann noch? Ist aktuell, umfassend und wahrhaftig, was Zeitung ihren Lesern als Nachricht gibt? Wo bleibt der Mensch? Wann wird diese Frage beantwortet? Wer fragt nach den Menschen, nach dem Grundgesetz, wenn "Frauen feiern und fordern" und beim Feiern von 100 Jahre Wahlrecht nun gleicher als gleich sein wollen, nämlich auch mehr gewählt. Ist Schäuble ihr Zeuge, weil er "ermahnt Männer zur Hausarbeit"? Ist er 47 Jahre im Bundestag als Hausmann? Er hat sich längst als Schwätzer disqualifiziert mit seiner Huldigung an den Islam, der die Frauen als nicht gleichwertig unterdrückt und mit einer Beschimpfung der Deutschen als degeneriert. Als Frauenzeuge taugt er nicht. Was will eine Schreiberin ihr Leid artikelnd, wenn sie meint: "Der Wandel geht zu langsam"? Soll eine gewisse Frau namens Angela Merkel noch schneller das Land abschaffen? Wenn Frauen nicht Frauen wählen, dann stimmt das mit der Demokratie nicht?  "100 Jahre nachdem Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen durften, sitzen so wenig weibliche Abgeordnete im Deutschen Bundestag wie seit 20 Jahren nicht mehr. Nur jeden dritten Sitz hat eine Frau inne". Da darf das Märchen von den Frauen natürlich nicht fehlen, die "im Schnitt weniger als Männer verdienen". Köpfe sind gefragt, nicht Hintern. Fakten statt Fakes. Angesichts von erstrittenen 60 Geschlechter sind Frauen nur eins. Jede Menge Diverses macht sich breit. Sollen 59 Geschlechter diskriminiert werden? Vielleicht kommt auch nicht alles rüber, was Zeitung ist, denn "der Südwesten ist ein Funkloch-Land", wobei hinzuzufügen wäre, ein Schlaglochland ist er auch. Währed aber Frauen sich bejammern, gibt es auch "weniger exzellente Jungmusiker vom Land", dafür "die Gesichter des Bösen - einer Studie zufolge haben Narzissten, Psychopathen und Sadisten einen gemeinsamen Persönlichkeitsfaktor, den 'dark factor' - Theologe Utsch hält dagegen". Verstanden! Es ist Fasnet. Das hat aber nix mit Nix zu tun, wenn so viele Frauen in Tuttlingen im Lokalblatt schreiben und Männerminderheit gar nicht jammert oder gar Quote fordert. Und so schreibt sie dann, ohne nach den Menschen zu fragen, am Thema vorbei und verschweigt die Fragen des Spaichinger Bürgermeisters an den Landrat, weil sie offenbar Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden kann: "Politiker suchen Angebotsprofil für Klinik - Bürgermeister und Kreisräte sehen Ursachen, die zur Schließung  führen - Von Regina Braungart". Gelaber! Ist es das Papier wert? Erst wird der Krug zerdeppert, dann werden die Scherben gesucht, und niemand kommt auf die Idee, dass das Recht auf der Strecke geblieben ist.  Wie ist das noch mit den dümmsten Kälbern? Augustinus fragen! Oder vielleicht Buchheimer? Die sind dabei, die Welt zu retten, dort sind "CO2-Einsparung und Wahlausschuss Thema", da schaffen die auch den Rest, den Kreis TUT. Ansonsten der übliche Leserpflegedienst mit beispielsweise Fakes über "Flüchtlinge". Wenn alle Stricke reißen, dann ist da a noch die Katholische Kirche. Nicht mit langweiliegem Christentum, sondern mit sowas: "Ein Vortrag mit praktischen Übungen zum Thema Achtsamkeit findet am 23. Januar um 19.30 Uhr im Katholischen Gemeindehaus St. Josef statt. Stefan Steiner ist Lehrer für das 'Mindfullness Based Stress Reduction'-Programm (MBSR). Er wird in seinem praxisorientierten Vortrag die Grundzüge der Achtsamkeit und des MBSR kurzweilig und mit praktischen Übungen vorstellen". Hallelua, heiliger Bimbam. Bevor aber in TUT der Löffel abgegeben wird, passiert dies: "Tuttlinger Senioren geben häufiger den Führerschein ab - Landratsamt bietet älteren Menschen die Möglichkeit, ein Jahr lang kostenlos mit Bus und Bahn zu fahren". Wie weit kommen sie damit? Was machen die Älteren in der Politik? Geben die nicht gerade ein Spaichinger Krankenhaus ab? Haben die überhaupt einen Führerschein? Mal den Landrat fragen.

Ski gut am Zundelberg.

Landesregierung zu Asylrecht
BW legt sich bei sicheren Herkunftsländern nicht fest
Für die Grünen ist das Thema sichere Herkunftsländer heikel. Im Bund sind sie gegen die Pläne der Bundesregierung. Aber wie verhält sich die grün-schwarze BW-Regierung im Bundesrat? Zwar sagte Vize-Regierungschef Thomas Strobl (CDU) am Freitag in Stuttgart: "Der Gesetzentwurf der Bundesregierung wird an uns nicht scheitern". Das von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) geführte Staatsministerium wollte sich aber noch nicht auf ein Votum festlegen. ... Es geht um eine Ausweitung der sicheren Herkunftsländer auf Georgien, Algerien, Tunesien und Marokko. Der Bundestag stimmte einem Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung am Freitag zu. Vertreter der Fraktionen der Grünen und der Linkspartei sprachen sich aber gegen das Vorhaben aus. Der Gesetzentwurf muss noch durch den Bundesrat. Im Bundesrat kommt es auf die Grünen an. Strobl sagte zum Verhalten der Grünen im Bundestag: "Ich kann nicht nachvollziehen, wie es die Grünen vor der Bevölkerung verantworten wollen, wenn dieses wichtige, wirklich hilfreiche Instrument an ihnen scheitert."
(swr.de. Es geht nicht um sichere "Herkunftsländer", sondern es geht um das unsichere Aufnahmeland, welches obergrenzenlos jeden Illegalen unkontrolliert an Grundgesetz und Strafgestzen vorbei hereinlässt. Ist für Strobl wohl zu hoch.)

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NACHLESE
Sichere Herkunftsstaaten
„Die deutliche Mehrheit legt keine Identitätspapiere vor“
Es ist bereits der zweite Anlauf – und wieder sieht es nicht gut aus für eine Neuregelung: Algerien, Marokko,Tunesien und Georgien sollen als sichere Herkunftsstaaten eingestuft werden. Fast flehentlich wirbt die Union um Mitstreiter...Das Vorhaben wird aber wohl am Nein der Grünen im Bundesrat scheitern... Mathias Middelberg (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sagte WELT: „Die Einstufung der Maghreb-Staaten und Georgiens als sichere Herkunftsstaaten wäre ein wesentlicher Schritt voran zur Ordnung der Migration.“ ...Der CDU-Innenexperte stellte zudem die Kooperationsbereitschaft vieler Asylbewerber aus dem Maghreb infrage. „Wenn uns die deutliche Mehrheit der Asylantragsteller aus den Magreb-Staaten keine Identitätspapiere vorlegen, spricht das für sich.“ In der Fraktion weist man darauf hin, dass etwa im Jahr 2015 rund 2,4 Prozent der Zuwanderer aus den Maghreb-Staaten kamen, ihr Anteil an tatverdächtigen Zuwanderern aber bei zuletzt 13 Prozent lag. Ähnlich sieht es bei Georgien aus: Seit dem Jahr 2015 kam rund ein Prozent der Zuwanderer aus diesem Land, der Anteil an tatverdächtigen Zuwanderern lag indes bei 4,1 Prozent...
(welt.de. Volksverblödung. Wer lässt die denn ins Land? Die "cdu" mit Merkel. Alles andere ist Unrechtsstaat mit Räuberbande.)
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Henryk M. Broder
Wie ein Hammer auf den Stein
Eine SPIEGEL-Geschichte über den amerikanischen Botschafter in Berlin, Rick Grenell, besteht zu 90 Prozent aus Mutmaßungen, Unterstellungen und namenlosen Quotes. Der Rest ist Kaffeesatz. Aber der Schluss ist großes Kino und zeigt, wie knallhart der Kollege recherchiert. Der Claas-Relotius-Preis für investigative Reportage hat seinen ersten Empfänger gefunden.
(achgut.com. Lange Nasen, kurze Beine.)

Wolfgang Meins
Medizin für Migrations-Ideologen
Jetzt wird auch die Medizin ideologisiert. Das zeigt eine Publikation in der angesehenen Medizin-Zeitschrift „Lancet“, in der es unter anderem um den Einfluss von Migration auf unser Gesundheitssystem, seine Finanzierbarkeit und seine Stabilität geht. Die Autoren setzten dabei eine ideologische Brille auf, die ihren kritisch-analytischen Blick komplett vernebelt.
(achgut.com.Katzenvirus breitet sich aus.)

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DAS WORT DES TAGES
In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.
(Kurt Tucholsky)
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Vorschläge kommen von Regierungskommission
Tempo 130 auf Autobahnen? Ministerium schimpft über Experten-Vorschläge
Der Verkehrsbereich muss wesentlich mehr tun, um Klimaziele zu erreichen. Eine Regierungskommission arbeitet an Vorschlägen. Es könnten grundlegende Reformpläne auf den Tisch kommen. Es ist aber noch nichts entschieden – und am Ende muss die Regierung handeln...Das Bundesverkehrsministerium erklärte, die Bundesregierung habe vor vier Monaten die „Nationale Plattform zur Zukunft der Mobilität“ eingesetzt. Ideen, die Experten in den Arbeitsgruppen sammelten, seien „weder beraten, abgestimmt oder beschlossen“. Unter den nun bekannt gewordenen „ersten Gedankenspielen“ zum Klimaschutz im Verkehr seien Debatten-Beiträge, die „weder sozial noch wirtschaftlich zu verantworten“ seien. In dem Papier geht es konkret um Überlegungen etwa über eine Neuzulassungs-Quote für Elektro-Pkw in Deutschland und die Umgestaltung der Energiesteuern. So könnte es ab 2021 zunächst eine Angleichung der Diesel- und Benzinsteuer geben und ab 2023 einen schrittweisen Anstieg. Eine Idee ist auch ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen – es scheint aber mehr als fraglich, ob die Politik eine solche unpopuläre Maßnahme wirklich umsetzen würde...
(focus.de. Warum nicht den Papst fragen? Was hält der von dieser deutschen Klimaschutz- und CO2-Sekte? Scheiterhaufen scheiden wegen des Feinstaubs aus.)

Linksextreme Gewalt
Bei diesem AfD-Anliegen sieht auch die Union Handlungsbedarf
Mehrere Abgeordnete von Union und FDP verurteilen linksextreme Gewalt gegen die AfD und zeigen Handlungsbereitschaft. Dieses mache „uns auch Sorgen“, sagt etwa Mathias Middelberg, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Die AfD-Fraktion bringt im Bundestag einen Antrag ein, um den Kampf gegen den Linksextremismus zu verschärfen. Die SPD wirft ihr dabei einen Widerspruch vor. Doch Union und FDP zeigen sich durchaus offen für die Problematik.
(welt.de. Linksradikale unterstützen Linksextremisten.)

„Ein Mann aus Österreich“
Bayern: SEK-Großeinsatz bei Messer-Geiselnahme in Bezirksklinik
Von DAVID DEIMER
Bei einem SEK-Großeinsatz am Freitagnachmittag in Mainkofen bei Deggendorf (Bayern) konnte der psychisch verwirrte Täter überwältigt werden. Ein 40-jähriger Patient hatte bereits vormittags mehrere Patienten mit Messern angegriffen, kurz darauf griff sich der Messerakrobat eine 57-jährige Mitpatientin und bedrohte sie mit zwei Brotmessern. Die Polizei hatte daraufhin das Gelände weiträumig abgesperrt und trat in Kontakt mit dem 40-Jährigen. Die betroffene Station B6 und das Umfeld der Klinik wurden geräumt. Der 57-jährigen geschockten Geisel geht es laut Angaben der Polizei den Umständen entsprechend. Dem Opfer wurden Betreuungsangebote von Seiten der Polizei unterbreitet, der Täter verletzte sich leicht bei dem Zugriff. Die Geisel war ein Zufallsopfer.
„Fremdgefährdung“
Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat nach der Festnahme des Geiselnehmers einen Unterbringungsbefehl erlassen. Der Mann wird jetzt auch in ein anderes Klinikum verlegt. Im Laufe des Samstags soll der Messermann vor einen Ermittlungsrichter geführt werden. Bei dem Täter handle es sich um einen „Österreicher“, der auf Kosten des deutschen Steuerpflichtigen psychiatrisch in Deggendorf betreut werde. Auch bei dem randalierenden „Messer-Mann Roman M.“, der im Juni 2018 mitten im Berliner Dom Passanten und Polizisten angriff, handelte es sich um einen „Österreicher“. Dieser deutsche Gast war zudem mit HIV und Hepatitis C infiziert. Gegen ihn wurde durch die Berliner Behörden kein Haftbefehl erlassen. Die Station BG der psychiatrischen Fachklinik Mainkofen-Deggendorf ist „eine beschützend geführte Aufnahmestation“ für psychisch Erkrankte. In der Selbstauskunft heißt es: „Wir behandeln Menschen, die im Moment eine stationäre Behandlung in geschützter Umgebung benötigen, weil eine psychiatrische Erkrankung, schwere psychische Probleme und psychiatrisch behandlungsbedürftige Lebenskrisen mit Eigen und/oder Fremdgefährdung vorliegen“. „Wir sind uns unserer besonderen Verantwortung gegenüber Menschen bewusst, welche gegen ihren Willen zu uns kommen oder aufgrund ihrer Erkrankung momentan nicht über sich selbst bestimmen können“. Unklar ist, wie der bipolare „Messer-Österreicher“ in der beschützend geführten Aufnahmestation zu den todesgefährlichen Brotmessern gelangen konnte und damit auf andere Menschen losgehen konnte.
(pi-news.net)

Dokumentation "Prüffall"
AfD als „Prüffall“ des Verfassungsschutzes – ein juristischer Kommentar
Von Gastautor Dietrich Murswiek
Sensation diese Woche: Die AfD wird zum "Prüffall" des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) erklärt. Wie gefährlich ist die AfD - und wie gefährlich ist das Vorgehen für die AfD? Dietrich Murswiek, emeritierter Professor für Öffentliches Recht an der Universität Freiburg, zur Pressekonferenz des BfV....Nun sind das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Landesbehörden für Verfassungsschutz nach einer monatelangen Auswertung von über 1.000 Seiten Material zu dem Ergebnis gekommen, dass nach derzeitigem Erkenntnisstand die gesetzlichen Voraussetzungen für die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz nicht erfüllt sind. Kommuniziert wird aber nicht: „Die AfD darf nicht durch den Verfassungsschutz beobachtet werden“, sondern kommuniziert wird: „Der Verfassungsschutz erklärt die AfD zum Prüffall“. Das ist nicht falsch, aber es verschiebt die Akzente in der öffentlichen Wahrnehmung fundamental. Die erste Aussage entlastet die AfD, die zweite prangert sie als „Fall für den Verfassungsschutz“ an. Das ist juristisch höchst problematisch...Soweit ich sehe, ist bisher die Einstufung als Prüffall immer eine interne, nicht öffentlich kommunizierte Angelegenheit der Verfassungsschutzbehörden geblieben. Mir ist kein anderer Fall bekannt, in dem der Verfassungsschutz die Einstufung als Prüffall öffentlich bekanntgegeben hat. Das Bundesamt für Verfassungsschutz – und zuvor bereits die thüringische Verfassungsschutzbehörde – werden erklären müssen, warum sie im Fall der AfD von dieser Praxis abgewichen sind und die Einstufung als Prüffall zur öffentlichen Sensation gemacht haben.
(Tichys Einblick. Unholde des Jahres?)

Veganer und Landwirtschaft
Mit Fleischverboten gegen die Feinstaubbelastung
Erst waren es die Autos, dann die Böller, die ins Visier der Feinstaubfanatiker rückten. Doch der wahre Übeltäter ist die Landwirtschaft. Klagewellen und Fleischverbote sollen Feinstaubtote verhindern.
(Junge Freiheit. Religionskriege.)

Zuschauer bringen Sender in Bedrängnis
Jetzt hat auch der WDR seinen „Fall Relotius“
Von BEOBACHTER
Nach dem Spiegeldesaster bahnt sich jetzt auch beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk ein „Relotius“-Skandal an. Der WDR musste einräumen, dass in seiner Doku-Serie „Menschen hautnah“ heftig getürkt wurde. Die Schwarmintelligenz der Zuschauer hatte Fakes des Senders enttarnt.Zuschauer der preisgekrönten WDR-Serie hatten sich schon lange über das trashige Format gewundert, das auf RTL-Doku-Niveau daherkam und nicht dem selbsterkorenen journalistischen Qualitätsanspruch des Zwangsgebührensenders entsprach. Ringelpiez im Swingerclub, Fremdgehen und abenteuerliche Ehebeziehungen wurden hier als täglicher Normalfall geschildert. In der Folge „Ehe aus Vernunft – Geht es wirklich ohne Liebe?“ vom 10. Januar zum Beispiel heiraten Olli und Manuela, weil sie Miete sparen wollen. Bei „Liebe ohne Zukunft – Heimliche Affären und ihre Folgen“ vom November 2018 poussiert Rolf mit seiner Putzfrau.Jetzt kam durch Twittermeldungen heraus: Mit der journalistischen Sorgfalt nahmen es die WDR-Macher nicht so genau. In einem Fall handelt es sich laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ um ein Paar, das in drei verschiedenen Dokumentationen unter wechselnden Namen und Altersangaben mit jeweils leicht abweichenden Beziehungsgeschichten präsentiert wurde. Dabei ging es laut SZ etwa um ein Paar, das aus rein wirtschaftlichen Erwägungen zusammenlebt, oder ein Paar, das sich nach einer Trennung wieder liebt. Die Widersprüche in den Dokus waren durch Hinweise eines Twitter-Nutzers bekanntgeworden. Alle drei Dokumentationen stammen von einer freien Autorin des Senders. Ganz heftig treibt es eine gewisse Manuela, die sich in mehreren Folgen exhibitionieren darf. In einer Folge heißt ihr Ehemann Olli, in einer anderen Folge derselbe Ehemann Sven. Natürlich heißt Manuela in Wirklichkeit auch nicht Manuela, sondern Martina Selke und tritt beim WDR unter Alias-Namen auf. Was der Sender natürlich unterschlägt.
Ob die Inhalte der geschilderten Lebensgeschichten und -brüche denn auch exakt so stimmen, muss man glauben oder kann es lassen. Für ihre Beispiele ehelicher Irrungen und Wirrungen besorgten sich die WDR-Macher immerhin Komparsen, vom WDR großspurig „Protagonisten“ genannt. Das sind mitunter Kleindarsteller, meistens aber begnadete Selbstdarsteller. Manuela alias Martina kam schon in der BILD als Schönheitskönigin groß raus. Hier hätte der WDR nur zu googeln brauchen. Ebenso bei einem Menschen-hautnah-„Protagonisten“ namens Sascha Mahlberg, der in der WDR-Doku „Ehe aus Vernunft“ seine private Geschichte vom charakterlich anständigen und treusorgenden Ehemann ablässt. Der Müllmann mit Pferdeschwanz und Ohrsticker tauchte bereits in der RTL-Doku „Reich trifft arm“ und in der ZEIT auf. Dort steht: Seit seinem Debüt im Jahr 2007 hat er 169 mal vor der Kamera gestanden. In der Notiz-App seines Mobiltelefons hat er alle Auftritte aufgelistet: Es sind bislang 43 Serien, 22 Dokumentationen, sechs Spiel-Shows, zwölf Abendfilme, acht Kinofilme, acht Musikvideos, fünf Werbefilme. Bei den Quoten hat er bei 200 Millionen Zuschauern aufgehört mitzuzählen. Natürlich ist dieses „außergewöhnliche Format in der Medienlandschaft“ (WDR-Eigenwerbung) wie weiland das Schaffen von Claas Relotius schon mit Preisen überschüttet worden. In zehn Jahren rund 40 Auszeichnungen und Nominierungen. Auch die Autorin Katharina Wulff-Bräutigam kennt sich bestens im Trash-Geschäft aus. Sie arbeitet für RTL II, Vox, Pro7, Kabel1. Der WDR versucht indes, den Schaden klein und den Ball flach zu halten. Ja, er räume „Fehler und Ungereimtheiten“ ein, hieß es am Donnerstag. So seien schon „Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten“ bei einer ersten Prüfung entdeckt worden. Fehler bei Jahreszahlen und Altersangaben und dem Weglassen des Hinweises auf die Benutzung von Alias-Namen. Auch Komparsen habe man über eine einschlägige Website gewonnen. Es gebe jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass ihre Geschichten nicht stimmten. WDR-Chefredakteurin Fernsehen, Ellen Ehni, erklärte: „Diese Vorgehensweise ist für ein dokumentarisches Format wie ‚Menschen hautnah‘ nicht akzeptabel. Die Redaktion war darüber nicht informiert.“ Der Sender werde seine Qualitätssicherung an dieser Stelle verstärken. Für die Zwangs-Nutzer des WDR ein schwacher Trost. Denn beim privaten RTL bekommen sie denselben Trash wie beim Öffentlich-Rechtlichen, er kostet aber nichts.
(pi-news.net)

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