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Gelesen

Was der Affe noch kann, muss der Mensch erst wieder lernen. Wenn dann alle Bäume weg sind und Felsen auf der Autobahn  stauen, dann bleibt eben nur so ein Menschenwerk zum Üben wie zwischen V und  S.

(tutut) - Sie gründen Erinnerungsvereine, weil sie keine Erinnerung haben, aber alles wissen über Nazis und  nichts über Deutschland. Dann darf sich niemand darüber wundern, dass sie auch schon gar keine Erinnerung mehr haben über die jüngste Zeit. Und so schießen Mythen munter ins Kraut. Wer es nicht in Pipi Langstrumpfs Welt schafft, sie ist nicht nur im Kreis TUT zuhause, sondern auch unterm Berg, dem wird geholfen. "Manfred Ulmer - ein Leben zwischen vielen Höhenflügen und einem Absturz - Sportwissenschaftlerin Dr. Christiane Rosenberg-Alhaus erhält den Tina-Ulmer-Preis im Spiegelsaal vom Schloss Donaueschingen". Manfred heißt also nun Tina, und die Geschichte geht aus wie die Fahrt jener Vier nach Lodz frei nach Otto. "Der Modezarr Manfred Ulmer würde im kommenden Jahr 100 Jahre alt". Zarr oder verzerrt oder Zar? Scheißegal. Erwachsene brauchen Märchen. Um ihn geht es nicht, aber wer ist Tochter Tina? Eine andere ist bekannter, die gelernte Schneiderin Ute-Henriette Ohoven, ("Mutter Teresa in Chanel") zumindest unter deutschen Benefizen. Er aber: "Der Name des 1993 verstorbenen Spaichinger Unternehmers ist vielen Menschen in der Region noch ein lebhafter Begriff - wenn auch die Meinungen über ihn teilwise weit auseinander gehen". So ist es halt, wenn Ahnungslose sich erinnern. Was Erinnerung ist, kann jeder erfahren, der Zeugen befragt, die gerade einen Verkehrsunfall gesehen haben. Deshalb muss nichts stimmen, wenn es heißt: "Sora hat die Damenwelt im Primtal und auf dem Heuberg Jahr für Jahr schick eingekleidet". Einen Witz will sich Zeitung machen? Da macht einer "Mode für die Welt", und dann ist die Welt der Heuberg und der Primtal. Es darf gelacht werden. Und so verkneift sich das Blatt auch, Näheres über einen "Absturz" zu verbreiten. Flieger war er ja, sogar Landesvorsitzender Reservisten als Oberst i.R. sogar,  Was den "Preis" anbelangt - ruhig vergessen wie auch die  Preisträgerin. Wer? Danke, Frage genügt. Und dies muss derLeser auch nicht wissen: "Der anschließende Festvortrag der jungen Konstanzer Professorin Liane Wörner, dem an diesem Donnerstagabend auch der Ehrengast Franz Schuhmacher lauschte, trug den Titel 'Hilfe, mein Auto fährt allein. Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren“. Wenn der Spaichinger Bürgerstiftler Schuhmacher im Donaueschinger Schloss noch was lernen konnte, dann vielleicht dies: Wie eine Stiftung mehr wird. Manfred Ulmer hat 150 000 Mark der Uni Konstanz Mark gegeben, dafür wurde er auch ihr Ehrensenator, am Schluss seines Imperiums hätte er die wohl gerne selbst noch gehabt. Heute ist von 250 000 Euro die Rede, denen 5000 für einen Preis nicht schaden. Mit die wichtigste Person der SORA  Mode wird ganz vergessen, so ist das eben mit Erinnern, ohne sich zu erinnern, nämlich die Mutter von sechs Töchtern und einem Sohn, der unter ärmlichen Verhältnissen in Spaichingen gelebt hat und gestorben ist. Sie aber, Margarethe Ulmer, war die Modemacherin. Zuletzt bei Aenne Burda. Dass die Ulmers und der Senegal fast eine Symbiose bildeten, dass ist ebenfalls nicht unwichtig, zu erwähnen, wenn ein großzügiges  Mäzenatentum nur gstreift wird. Auch die Spaichinger Redaktionsleiterin scheint so ihre Erinnerungsprobleme zu haben, nachdem die Schau "Schließung des Spaichinger Krankenhauses" vorbei ist. Nun auf einmal nach immer wieder gleicher  Schwafelei blablat sie kurzsilbig - liest sie ihre eigenen Texte nicht?-  : "So lange ist und bleibt diese Entscheidung sehr fragwürdig. Und lässt den Schluss zu: Man hat es über mehrere Jahre zurück einfach nicht gewollt, dass Spaichingen bleibt". Hat sie denn was anderes gewollt, sich wenigstens einmal die Mühe gemacht, ein im Grunde inhaltsleeres Gutachten anzusehen, anstatt dem Landrat zu Meinungs- und Schreibdiensten Assistenz zu leisten? Piffpaff. Ohne Pulver kein Treffer. Zurück zur Tagesordnung, die ebenfalls unwichtig ist wie das Geschwätz der Räte Ratlos, einer Pastoralreferentin Ratlos vor dem "Sonntagsläuten", einem Priester und Redaktör im simulierten "Kampfjet über Oberschwaben", wo "Gymnasiasten laut Verband überfordert" sind, mit Nazi- und Klimahysterie, Deutschlands Autoindustriepanne und einer Regierung, welche sich darauf verständigt hat, dass die Erde eine Scheibe ist. Noch nicht ganz. Das kommt noch. Zuerst aber dies Verrücktes: "Große Koalition verteidigt Klimapaket - Grünen gehen Pläne nicht weit genug - Bundesländer verlangen Gegenfinanzierung". Vorher aber "Uhren werden auf Winterzeit gestellt", und dann Abgang. Ticketacke Hühnerkacke.

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NACHLESE
Wolfgang Meins
Von Hitze- und Kältetoten – Journalismus im Klimafieber
Für Journalisten – aber offenbar auch für gar nicht so wenige Mediziner - scheint es unverrückbar festzustehen, dass eine Erwärmung auch in unseren Breiten sich in gesundheitlicher Hinsicht nur ungünstig auswirken kann. Das ist Unsinn. In derDiskussion geht es immer nur um zusätzliche „Hitzetote“, nicht aber um die naheliegende Frage, ob bei weiterer Erwärmung das Sterberisiko bei Kälte nicht abnehmen könnte...Aber das gängige Narrativ hält sich bekanntlich nur begrenzt oder auch gar nicht an Fakten. Ein recht typisches Beispiel dafür ist die folgende Behauptung aus der Welt vom 14.10.2019: „Höhere Temperaturen führen im statistischen Mittel beispielsweise zu mehr Herzinfarkten“. Das kommt davon, wenn man als Wissenschaftsjournalist entweder einfach nur von anderen abschreibt oder bestimmten Quellen, wie hier ganz offensichtlich dem Deutschen Ärzteblatt, blind vertraut....Eine neuartige Form von Fake-Wissenschaft, die den Fake gar nicht mehr besonders zu verbergen versucht, sondern ihn vollmundig schönredet... „Und wenn das Klima hierzulande erst einmal den tropischen Stechmücken genehm ist, werden sich auch Malaria und Dengue-Fieber verbreiten.“ Auch wieder eine von diesen faktenfreien Behauptungen. Man kann dem Fake von der Gefahr sich künftig in Deutschland ausbreitender Tropenkrankheiten auch anders argumentativ begegnen, nämlich in Form einer Plausibilitätsprüfung: Man nehme dazu eine Region, etwa den australischen Bundesstaat Queensland im tropischen und subtropischen Nordosten des Kontinents... Dennoch haben sich dort bisher weder Malaria noch Dengue-Fieber verbreitet...
(achgut.com. Fakes statt Fakten, sonst wäre es ja Presse. Das Ansteckendste ist immer die Dummheit.)
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DAS WORT DES TAGES
Für Berlin ist jedenfalls die Grenze der Integrationsfähigkeit erreicht. Die Problempunkte, die die ernstzunehmende Situation hervorgerufen haben, sind: – das außerordentlich starke Anwachsen der Ausländerzahlen durch den Familiennachzug bei sinkender ausländischer Erwerbsbevölkerung,– die Überlastung bestimmter Stadtteile ..., – die Lebensweise gerade der türkischen Mitbewohner und die sogenannte Re-Islamisierung.Folgende Überlegungen sollten uns künftig leiten: – Der Anwerbestopp bleibt bestehen. Der weitere Zustrom von Ausländern in die Bundesrepublik und nach Berlin muß konsequent... begrenzt werden. ... Die Ausländerfrage kann gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sozialen Sprengstoff in sich bergen, soziale und politische Spannungen können entstehen. Deshalb müssen wir handeln im Interesse unserer ausländischen Freunde, aber auch in unserem eigenen, wohlverstandenen Interesse.
(Herbert Wehner, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, 1982)
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Kein Bissen ohne schlechtes Gewissen
Bauern und Verbraucher: Anmerkungen zu einer Beziehungskrise
Von Wolfgang Herles
Der Verbraucher ist keineswegs König Kunde, so wenig wie er als Wähler von den Parteien als mündiger Bürger behandelt wird. Er muss fortlaufend beschützt werden vor sich selbst. So kommt es, dass er als Verbraucher oft anders handelt, als er als Bürger denkt. Bauernproteste in deutschen Städten. Gleichzeitig beschließt der Bundestag neue Bekehrungsversuche der Verbraucher mittels unsinniger Warnhinweise auf Lebensmitteln. Zu den zunehmenden Spaltungen in dieser Gesellschaft zählt auch die zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Beide haben ein eigenes Ministerium, die gegeneinander arbeiten... Heute sind die Bauern nur noch ein Rad in der globalen Maschinerie des Agrobusiness...Vor allem aber ist es die deutsche Geiz-ist-geil-Mentalität, die sich nicht verträgt mit notwendigen Reformen. Und wieder sitzen die Bauern in der Klemme zwischen Industrie und Verbrauchern, und die Politik nimmt auf sie kaum noch Rücksicht – ist ja nur noch eine kleine Minderheit. Die Bienen werden mittlerweile besser geschützt als die Bauern...Mehr zu diesem Thema in meinem neuen Buch: Vorwiegend festkochend. Kultur und Seele der deutschen Küche, gerade erschienen im Penguin-Verlag.
(Tichys Einblick. Was richten Traktoren gegen Bonzenautos aus?)

Robert Habeck und Franziska Brantner
Die Grünen und die EU: Naiver Idealismus oder deutsche Selbstvergessenheit?
Von Ronald G. Asch
Die Grünen fordern mehr (deutsches) Geld für Brüssel. Klar, dort lassen sich Weltrettungspläne besser installieren und abgewählt werden kann eigentlich auch niemand. Genauer nachrechnen? Das ist doch rechts. Vor kurzem erschien in der FAZ an prominenter Stelle ein Beitrag von Franziska Brantner MdB und Robert Habeck, in der die beiden grünen Politiker – oder: Politiker*innen, wie sie sich wohl selbst bezeichnen würden – die Bundesregierung auffordern, sehr viel mehr Geld zum gemeinsamen Budget der EU beizusteuern, statt hier, wie es zur Zeit dann doch geschieht, auf die Bremse zu treten, und zugleich auf nationaler Ebene die Ausgaben für Investitionen zu erhöhen...„Die deutschen Grünen werden sich daran gewöhnen müssen, dass wo immer wir Deutschen es in den letzten Jahren und Jahrzehnten an europäischer Solidarität fehlen ließen, die Erwartungen an uns heute umso größer sind, für diese Fehlleistungen aufzukommen.“ Diesen Satz muss man sich in der Tat auf der Zunge zergehen lassen. Dabei wird dem Leser natürlich verschwiegen, dass der französische Sozialstaat immer noch deutlich großzügiger ist als der deutsche, nicht zuletzt mit Blick auf das Rentensystem und dass dies eben auch ein wesentlicher Grund für die hohe Verschuldung Frankreichs ist. Dazu kommt ein aufgeblähter und hoch privilegierter öffentlicher Dienst, den Präsident Macron sicherlich gerne reformieren würde, der sich aber bislang fast immer als reformresistent erwiesen hat...Dennoch sollte man auch bei den Nachbarn Deutschlands, bei denen solche Artikel wie der hier erörterte aus der FAZ natürlich große Hoffnungen auf wahrhaft goldene Zeiten wecken, den Satz von Mrs. Thatcher, der „Iron Lady“, bedenken: „The problem with socialism is that you eventually run out of other peoples‘ money.“ Was auf nationaler Ebene gilt, das gilt leider oft auch für den von Habeck und Brantner befürworteten transnationalen Schuldensozialismus, so traurig das auch sein mag.
(Tichys Einblick. Ich und Du Blinde Kuh, grüner Esel das bis nur Du.)

Geht’s nicht ein bißchen kleiner?
Eigentlich sind für den Bundestag weniger als 600 Abgeordnete vorgesehen. Doch in der aktuellen Legislaturperiode sind es mehr als 700 und die Sorge ist groß, daß es nächstes Mal über 800 sein könnten. Das Parlament muß also kleiner werden, darüber sind sich viele einig. Strittig ist aber, wie.
(Junge Freiheit. Wo sollen dann die vielen Kleinen hin?)

Wirbel nach Bundestagsbeschluss gegen die antiisraelische BDS-Bewegung
Weite Teile der UN antisemitisch?
Von ARENT
Im Mai hat der Bundestag beschlossen, die antisemitische BDS-Bewegung zu verurteilen. Dagegen regt sich nun Widerstand: Fünf UN-Sonderberichterstatter haben einen Brandbrief geschrieben, in dem sie sich über die Bekämpfung von Antisemitismus beschweren.Die Verurteilung des BDS hatte insbesondere das Ziel, der „steuerfinanzierten Verbreitung antisemitischen Gedankenguts durch Bundesmittel“ einen Riegel vorzuschieben. BDS-Gruppen sollen schlicht keine Steuergelder mehr bekommen – was ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.Frank Müller-Rosentritt (FDP) nennt den Brandbrief an Außenminister Maas dann auch einen „Skandal sondergleichen“. Der Brief fordert die Bundesregierung ultimativ dazu auf, innerhalb von 60 Tagen(!) zu erklären, welche „rechtlichen Folgen“ der Beschluss für die „Menschenrechte in Deutschland“ habe. Was bei Nichteinhaltung dieser Frist passiert, ist nicht ganz klar. Allerdings ist das Beschneiden der Finanzierung antisemitischer Gruppen für Teile der UN ein großes Problem – immerhin kommen aus dem UN-Menschenrechtsrat regelmäßig einseitige Resolutionen zu Israel und die UNRWA gilt als heimlicher Finanzier der Hamas. Auch die UN wird aus Bundesmitteln finanziert – es könnte also sein, dass die Verurteilung des BDS nur der Anfang ist und demnächst noch ganz andere Gruppen auf Steuergelder verzichten müssen. Dass weite Teile der UN antisemitisch sind – nicht nur bei Resolutionen im UN-Menschenrechtsrat oder der UNRWA, sondern offenbar auch bei einer ganzen Reihe von UN-Sonderberichterstattern, ist das eine. Dass diese auch noch gut von deutschen Steuergeldern leben & deutsche Bürger mit ihrer Arbeit Raketen auf Israel finanzieren, die andere Seite. Man sollte daher den Beschluss des Bundestages schlicht und ergreifend konsequent umsetzen: Wenn man der „steuerfinanzierten Verbreitung antisemitischen Gedankenguts durch Bundesmittel“ einen Riegel vorschieben möchte, sollte man das auch tun. Man sollte der UN die Gelder streichen, mindestens, bis die fünf Sonderberichterstatter ihre Jobs los sind.
(pi-news.net)

Scholz oder Walter-Borjans? Eigentlich Egal
SPD: Die Uninteressierten gewinnen den Mitgliederentscheid
Von Ferdinand Knauss
Wenig mehr als die Hälfte der Mitglieder wählten, wer die SPD führen soll. Erkenntnis: Die Partei interessiert nicht mal mehr die eigenen Leute. Wenn soll es dann außerhalb der Partei jucken, dass Olaf Scholz und Walter-Borjans in die Stichwahl gehen? Wer einen berauschenden Sieg eines neues Heilsbringers, einen neuen Martin-Schulz-Moment (die berühmten 100 Prozent für den Kanzlerkandidaten von der traurigen Gestalt) erhofft hatte, wurde enttäuscht. Aber mal ehrlich: Wer konnte darauf schon hoffen, angesichts dieser sechs Kandidatenpaare? Die Stichwahl wird nun also zwischen Bundesfinanzminister Olaf Scholz und dem früheren nordrhein-westfälischen Finanzminister Norbert Walter-Borjans stattfinden. Naja, offiziell geht es natürlich auch um ihre Tandem-Partnerinnen, Klara Geywitz und Saskia Esken. Nein, sogar als Politikinteressierter muss man sich nicht schämen, wenn man diese Namen kaum zuordnen kann (zumal sich beide auch noch erstaunlich ähnlich sehen). Sie erfüllen wohl für die SPD Machtprofis Scholz und Walter-Borjans einen ähnlichen Zweck wie im alten Rom der Reitergeneral Lepidus für Oktavian und Marc Anton als dritter Triumvir, oder Cambacérès und Lebrun als zweiter und dritter Konsul neben Napoleon Bonaparte. Deren Namen muss man auch immer nachschlagen...
(Tichys Einblick. Schade um Stegner/Schwan, da hätte es wenigstens was zu lachen gegeben.)

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