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Gelesen

Nix hat mit Nix zu tun.

(tutut) - Jugend macht Zeitung. Liest Jugend Zeitung? Ist die Verzweiflung in Zeitungshäusern so groß angesichts des allgemeinen Zeitungssterbens, dass mit einem Ruch von Heranwachsenden Bäume zu Papier vermahlen und bedruckt werden müssen? Kindisch oder kindlich, nach "Qualitätsjournalismus" sieht das nicht aus. Aber wer weiß noch, was das sein könnte? Manchmal darf daran gezweifelt werden, ob Blattmacher ihre eigenen Produkte selbst lesen. Nein! Doch! Ohhh! Zwischen Anfang Titelseite und Ende mit "Kleinanzeigen" breitet sich der ganze Louis de Funès aus. Der behauptete allerdings nicht, Journalist zu sein. "Angst vor neuem Golfkrieg wächst". Einer artikelt Leid: "Zeitenwende im Nahen Osten - Der Nahe Osten steht vor einem neuen Krieg, die Welt vielleicht vor einer neuen Terrorwelle". Er weiß nichts: "Strobl möchte Straftäter auch nach Syrien abschieben". Warum hat er sie reingelassen? Die Dritte Seite weiß auch nichts, wild entschlossen Augen zu und durch geht's in den Irak, Leser werden angebaggert und Panzer offenbar übersehen, es ist Krieg, und die Schwäbi geht hin : "Bald rollen die Bagger - Im Camp Mam Rashan soll gebaut werden – Die Aktion 'Helfen bringt Freude' wird umgesetzt". Wohin? Warum nicht gleich nach Spaichigen, wo die Grünen mit Afrika in Not sind? Noch eine Seite drauf: "'Helfen bringt Freude' - Ehrenamtlich Tätige aus Schwaben sagen 'Danke'und 'Vergelt's Gott' für Ihre Spenden". Ist das Zeitung oder kann das weg? Und dann kriegt die Jugend ihren Silvesterlauf, und das sind keine Scherzartikel, erst am Montag wird abgestaubt, da kann der Evangelische Prssedienst noch so zetern: "2030 ist jeder Vierte älter als 64 Jahre". Afrikas Jugend wird's schon richten. "So ticken die Jungen von heute - Jobs, Chefs, Freizeit - ein 25-jähriger Unternehmsberater erklärt, was sich seine Generation wünscht". Mit 25 hat man noch Träume.  Erst mal was machen! Wollen sie nicht alle Kinder bleiben? "Die neue Macht der jungen Frauen: Ist Greta Thunberg eine Jeanne d’Arc unserer Zeit?". Erst macht sie Krieg, dann wird sie verbrannt? Eine "Dekanatsjugendreferentin Tuttlingen-Spaichingen" lockt das "Sonntagsläuten" mit "Segen bringen -Segen sein" und jubelt: "An diesem Wochenende gehen die Sternsinger wieder von Tür zu Tür und bringen den Segen Christi in unsere Häuser. Die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder findet in diesem Jahr unter dem Motto 'Frieden! Im Libanon und weltweit' statt". Das Spaichinger Elend sieht sie wie die Grünen nicht? Wer will hier den Libanon? Das mit den "Sternsingern" ist auch nur kirchliche Vereinsmeierei. Sehr jung: "An der ersten Sternsingeraktion 1959 beteiligten sich Sternsinger in 100 Pfarrgemeinden und sammelten 90.000 Mark. Seit 1961 beteiligt sich der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) an der Aktion, die seitdem vom Kindermissionswerk 'Die Sternsinger' und vom BDKJ gemeinsam getragen wird..Mittlerweile (2018) ist das Interesse an der Teilnahme weniger geworden, in manchen Gemeinden muss man die Sternsinger bestellen".(Wikipedia). In anderen Gemeinden ersetzen schon Erwachsene die Jugend. Ihm wird's wurscht sein. Hauptsache im Blatt. "Landrat empfängt Sternsinger der Seelsorgeeinheit Tuttlingen". Es handelt sich nicht um die Schweizer Garde. Und noch einer hat einen jugendlichen Lauf als Zusteller. Hat er schon flachen Fenseher? "Anna Dingler gewinnt Zustellerwettbewerb - Eine Woche nach Weihnachten hat Anna Dingler am Freitag ein zusätzliches Geschenk erhalten: Die Zustellerin der 'Schwäbischen Zeitung' hat den Zustellerwettbewerb von Schwäbisch Media gewonnen – und im Ravensburger Medienhaus als Hauptpreis einen nagelneuen Flachbildfernseher bekommen". Geht er leer aus als Zusteller im Namen des Goldesels Steuerzahler? "Zusätzliche 9 Millionen Euro für Kreis - Orte mit besonders großer Fläche sollen künftig mehr finanzielle Unterstützung erhalten - Der Landtag von Baden-Württemberg hat in dritter Lesung den Landeshaushalt für die Jahre 2020/2021 verabschiedet. Laut Guido Wolf MdL (CDU) werden in den kommenden zehn Jahren zusätzliche neun Millionen Euro in den Landkreis Tuttlingen fließen. Grund ist, dass Gemeinden mit besonders großer Fläche künftig mehr finanzielle Unterstützung erhalten sollen". Auch die Katholische Kirche in all ihrem Reichtum hält's mit den Armen: "Caritas vereint Integration und Umweltfreundlichkeit - Erfolgreich: Projekte 'Sprache und Nähen' sowie 'Fair statt Flucht' zeigen Wirkung und kommen an". Im großen Blabla ist es nicht angebracht, Trübsal zu blasen: "Arbeitslosenzahl steigt, auch durch Konjunktur-Trübung - Quote von Menschen ohne Arbeit steigt in der Region auf 2,9 Prozent". pm, pm - oder wie Dieter Hallervorden schon 1979 auf Platte zu sagen pflegte: "Plem-Plem". Das Lokalblatt lässt lieber den Schwabo sprechen: "'Abschluss mit Augenmaß ist unerlässlich' - Was sagen Politiker und Wirtschaftsverantwortliche mit Blick auf das Jahr 2020? Wir haben nachgefragt. Die drei Fragen gehen heute an Markus Fink, seit Sommer 2019 Geschäftsführer der Südwestmetall mit Sitz in Villingen. Die Fragen stellte Wilfried Strohmeier". Dann doch lieber "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel".Sind sie nicht knackig? Der Witz des Jahres aber fiel schon jetzt bombig wie eine Kokusnuss von der Palme: "'Die Grünen sind keine Partner' - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt spricht über die Dauerkrise der SPD – und Alternativen zur Groko". Es darf gelacht werden. Wo steht die Union der Merkelindianer nicht auf Grün? In BW liegt sie sogar unter deren Bettdecke. Wo bleibt die Kavallerie?

So wird Klima fein abgestaubt!

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NACHLESE
Gunnar Heinsohn
Irans SS-Heydrich
Ruholla Khomeini baut im Mai 1979 die Sepah-e Pasdaran-e Enghelab-e Islami auf. Diese „Armee der Wächter der islamischen Revolution“ gehorcht nicht Irans militärischem Oberkommando, sondern berichtet direkt an den obersten Imam. Sie ist Irans Gegenstück zur SS. Ihr – am 3. Januar 2020 getöteter – Anführer Qassem Soleimani wird im Nahen Osten zum direkten Erben Reinhard Heydrichs...Für den daheim als Held verehrten General wird Staatstrauer angeordnet. Irans oberster Führer, Ali Hosseini Khamenei,, kündigt die Rache für seinen effektivsten Großtöter persönlich an. Nachfolger Soleimanis wird Quds-General Gen. Esmail Ghaani. Er brüstet sich damit, mehr Amerikaner getötet, als dabei eigene Leute verloren zu haben..
(achgut.com. Müssen deutsche Medien deshalb Trauer in ihre Nachrichtengondeln contra USA tragen?)
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Polizei erschießt Attentäter
Frankreich: Moslem sticht auf Passanten ein – ein Toter, zwei Verletzte
Am Freitag gegen 14 Uhr griff ein mit einem dunklen Djellaba (Islamkaftan) bekleideter Moslem im Parc des Hautes-Bruyères in Villejuif, einer Gemeinde südlich von Paris, mehrere Menschen mit einem Messer an. Ein 56-Jähriger, der seine Frau beschützen wollte überlebte die Attacke nicht. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.Der Täter wurde schon bald nach der Tat in der Nachbargemeinde Haÿ-les-Roses von der Polizei auf der Flucht erschossen. Staatsanwältin Laure Beccuau erklärte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenstaatssekretär Laurent Nuñez und dem Pariser Polizeichef Didier Lallemen, der Angreifer hätte auf seiner „mörderischen Reise“ versucht, weitere Passanten anzugreifen, diese hätten ihm aber ausweichen können.Staatssekretär Nunez lobte „den Mut, die Effizienz und die Reaktionsfähigkeit“ der Beamten. So sei es „möglich gewesen, den Täter sofort zu neutralisieren“.Laut Bericht der französischen Zeitung Le Parisien sei der Mann anhand seiner Kreditkarte und Fingerabdrücke als Nathan C. identifiziert worden. Der 22-Jährige soll im 14. Arrondissement von Paris gelebt haben und regelmäßig in der Psychiatrie im Saint-Anne-Krankenhaus stationiert gewesen sein.Über das Motiv wurde, wie meist in solchen Fällen, erst einmal gerätselt. Von einer „psychischen Erkrankung“ war die Rede. Mehreren Zeugen zufolge habe der Täter während der Angriffe „Allahu Akbar“ gerufen. Und auch seine Kleidung spricht dafür, dass es sich bei dieser Erkrankung wohl um den Islam handelt.
(pi-news.net)

Opfer schwer verletzt
Kempten: „Jugendgruppe“ sticht mit Messer auf 17-Jährigen ein
Von DAVID DEIMER
Nichtraucher leben gefährlich in Bayern: Ein 17-Jähriger ist in Kempten (Allgäu) von mehreren Jugendlichen angegriffen und mit einem Messer schwer verletzt worden. Der junge Mann war in der Nacht auf Freitag zusammen mit zwei Bekannten in der Dornierstraße unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Dort seien sie zufällig auf drei andere Jugendliche getroffen, „die sie nach Zigaretten“ fragten. Dies verneinten die jungen Allgäuer und gingen weiter. Die Nichtraucher wurden aber von der „Jugendgruppe“ weiter in die Lindauer Straße verfolgt und bedrängt. Wenige Minuten später bedrohten die drei Täter im Alter von 15 und 16 Jahren dann den 17-Jährigen mit einem Messer und forderten ihn auf, seine Wertsachen herauszugeben. Als sich der 17-Jährige wehrte, wurde er mit dem Messer am Oberkörper schwer verletzt.
Täter gerieten untereinander in Streit
Die Polizei Kempten konnte nach kurzer Fahndung die drei Messertäter festnehmen, nachdem die „Jugendgruppe“ untereinander lautstark „in Streit geraten war“. Einer der Täter leistete Gegenwehr, als er in den Haftraum gebracht wurde, und schlug und trat nach den Polizisten. Die Messerbereicherer sitzen derzeit vorläufig wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft. Angaben über die Nationalitäten der Angreifer wollte die Staatsanwaltschaft Kempten noch nicht preisgeben, wohl aus Gründen des Jugendschutzes der 15- bis 16-jährigen prospektiven Mörder.
Das Messer gehört zu Kempten
Das ehemals idyllische Kempten im Allgäu wird ein zunehmend kriminelles Pflaster und ein Schwerpunkt des migrationsgesteuerten Drogenhandels in Westbayern. Vor einigen Monaten kam es in der Innenstadt von Kempten zu einer lebensgefährlichen Auseinandersetzung, als „zwei Gruppen junger Männer“ in Streit gerieten. Die Situation geriet dann völlig außer Kontrolle, als einer der zehn Männer ein Messer zog. Einer der polizeibekannten Männer mit Migrationshintergrund wurde darauf mit mehreren Messerstichen im Bauch in die Notaufnahme des Klinikums Kempten eingeliefert. Der Mann schwebte in Lebensgefahr und musste notoperiert werden. Weitere Umstände der Tat waren zunächst unbekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt derzeit. Im nahe gelegenen Oberstdorf hatten Tage zuvor ein 29-Jähriger am Bahnhof zwei Zufallsopfer nach Feuer gefragt. Dann zog er plötzlich ein Messer und hielt es einem der Männer an den Hals. Er verletzte diesen mit zwei Schnitten in die Schulter. Unvermittelt stach der 29-Jährige dem anderen Mann in den Brustkorb. Die beiden verletzten Männer flüchteten in Todesangst zu einer nahegelegenen Polizeistation. Die Polizeibeamten wurden vor dem Gebäude von dem Angreifer ebenfalls mit dem Messer bedroht. Trotz massiven Widerstands konnte der Angreifer schließlich entwaffnet und festgenommen werden, wie die Polizei mitteilte. Dabei wurden drei Polizisten verletzt.
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Aber die Akte von der Leyen, 200 Millionen für ominöse Beraterhonorare vergeigt, Beweismittel vernichtet, Akten geschwärzt, die Daten ihres Diensthandys als Ministerin widerrechtlich gelöscht, Verdacht auf Vetternwirtschaft (laut Bundesrechnungshof) – und beim Schwesterparteifreund Scheuer stehen 560 Millionen auf der Schuld-Uhr – das klingt doch schwer nach Bananenrepublik!
(Stephan Paetow, auf Tichys Einblick)
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Walter Krämer
Überall Gifte? Grenzwertige Grenzwerte (1)
Das Silvester-Geböller hat eines der Leitthemen des Jahres 2019, die Grenzwertdebatte, wieder ins Rampenlicht gerückt. Da hilft es, einmal vom Panik- in den Denkmodus umzuschalten. Es gibt nicht zwangsläufig mehr Giftstoffe - In geradezu atemberaubendem Tempo gelingt es der analytischen Chemie, mit immer neuen Messmethoden immer geringere Menge von Stoffen aufzuspüren.Das ist die Theorie des Paracelsus von der Dosis: „Was das nit gifft ist? Alle ding sind gifft und nichts ist ohn gifft. Allein die dosis macht das ein ding kein gifft ist. Als ein Exempel: ein jegliche speiß und ein jeglich getranck, so es über sein dosis eingenommen wird, so ist es gifft.“ Die Dosis also, und nicht der Stoff an sich, ist die zentrale Größe jeder Schadstoffdiskussion. Auch bestes Trinkwasser etwa ist in hohen Dosen giftig.
(achgut.com. ist nicht der Mensch das größte Gift dieser Erde, wollen dies nicht Linke, Grüne und ein SED-Einheitsblock jeden Tag sagen?)

Einwanderung: Wie wir unseren Sozialstaat retten können
Von Prof. Dr. Fritz Söllner. Ein großzügiger Sozialstaat wie der deutsche geht zwangsläufig mit einer entsprechend hohen Steuer- und Abgabenbelastung einher. Dies ist attraktiv für geringqualifizierte Zuwanderer – und unattraktiv für hochqualifizierte. Deshalb geht vom deutschen Sozialstaat zwangsläufig eine Negativselektion aus. Was muss getan werden, um die Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik sozialstaatstauglich zu machen?..Vollkommen anders sieht es dagegen im Fall hochqualifizierter Zuwanderer aus: Sie werden gut verdienen und kaum arbeitslos sein; folglich werden sie von den hohen Abgaben belastet, profitieren aber nicht von vielen Sozialleistungen (wie zum Beispiel Wohngeld, Sozialhilfe, Hartz IV). Es ist deshalb klar, dass zum Beispiel für einen indischen Informatiker ein Land wie die USA, in dem Sozialleistungen und Abgaben relativ niedrig sind, deutlich attraktiver ist als ein Land wie Deutschland mit seinem großzügigen Sozialstaat...Es werden geringqualifizierte Sozialleistungsempfänger angezogen und hochqualifizierte Abgabenzahler abgeschreckt.Diese Tendenz muss eine ökonomisch rationale Migrationspolitik unbedingt berücksichtigen und alles dafür tun, um ihr entgegenzuwirken. Aber die gegenwärtig betriebene Migrationspolitik versäumt dies nicht nur, sondern verstärkt sogar noch die negative Selektionswirkung.
(achgut.com. Da in der Politik vorwiegend gering Qualifizierte tätig sind, wird sich an Kalkutta in Europa nichts ändern.)

Wolfram Weimer
Wo bleibt Merkels historisches Verdienst?
Die Zitterauftritte im Sommer, der Konjunktureinbruch im Herbst, das Taumeln der Großen Koalition, Wahldesaster bei den Landtagswahlen, Machtkämpfe in SPD und CDU, das Auftrumpfen der AfD in Ostdeutschland – vieles fügt sich zu einer Endzeitstimmung um Angela Merkel. Ihr Machtgebälk ist über die Jahre morsch geworden, und die politische Ideenwelt zerfließt ins Ungefähre. Ihre letzte Legislatur wirkt wie eine Abschiedstournee, 2020 wird ihr letztes Volljahr, das gefühlte Ende einer Ära rückt näher. Und so fragen sich viele – was war das eigentlich für eine Kanzlerschaft?
(achgut.com.Wo schon,  nicht in Paraguay?)

Ministerpräsident nicht mehr tragbar
Liebe sächsische CDU: Sägt Kretschmer ab!
Von ARENT
Spätestens seit den Angriffen auf Polizisten in Leipzig, aber auch den menschenverachtenden Äußerungen der derzeitigen Parteivorsitzenden der SPD, Saskia Esken, ist die Koalition mit SPD und Grünen in Sachsen untragbar geworden. Jetzt kommt auch noch raus, dass die designierte Justizministerin Katja Meier früher zu Mordanschlägen auf Polizisten aufgerufen hat. Ein PR-Desaster für den umstrittenen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU).Schon kurz nach der Wahl hatte sich Unmut geregt: Viele CDUler erinnerten sich an die jahrelangen Ausschreitungen in Leipzig, das systematische Herunterreißen von CDU-Plakaten, die Angriffe und Beschimpfungen sowohl von einfachen Parteimitgliedern als auch Politikern von CDU, FDP, selbst manchen SPD-Leuten. Daher gab es von Anfang an scharfe Kritik an Kretschmers Kuschel-Kurs mit Links.Kretschmer hat es auch nicht leicht: Die sächsische CDU ist quasi AfD-light, eine Art CSU – nur eben in Sachsen. Und die sehen natürlich überhaupt nicht ein, warum sie Koalitionen mit Parteien eingehen sollen, die sie beschimpfen und tätlich angreifen. Kretschmers Kurs für eine Koalition mit SPD und Grünen kostete ihn daher auch fast die Wiederwahl. Offenbar gibt es intern Leute, für die Kretschmer schlicht nicht mehr tragbar ist. Dann kam Mitte Dezember auch noch heraus, dass der Ministerpräsident seiner Frau ein lukratives Amt verschaffte. Solche Vorgänge mögen sich in einer Grauzone bewegen, ein gutes Licht werfen sie, gemeinsam mit den anderen Vorgängen betrachtet, nicht auf Kretschmer. Mittlerweile ist durch die Äußerungen Saskia Eskens und die Vergangenheit Katja Meiers diese Koalition kaum noch zu rechtfertigen. Die SPD und die Grünen müssen ihren Standpunkt zu verfassungsfeindlichen und extremistischen Politikern und Gruppierungen in ihren Reihen klären, genauso ihre unübersehbaren Tendenzen zu antiamerikanischen, antisemitischen und antideutschen Positionen. Solange das nicht erfolgt ist, muss Ministerpräsident Kretschmer erklären, was genau er sich von einer Koalition mit Parteien verspricht, die den Rechtsstaat aktiv bekämpfen. Oder von einer Justizministerin, die zum Mord an Polizisten aufruft. Und wie man überhaupt auf die Idee kommt, ein so massiv parteischädigendes Verhalten an den Tag zu legen.Es ist völlig klar, dass die Sachsen keine Regierung goutieren werden, die permanente Angriffe auf Mitarbeiterinnen von Baufirmen, Baustellen und Polizisten rechtfertigt und das Justizministerium aushöhlt.Wenn er das nicht kann, es nicht einmal schafft, den Rücktritt der Justizministerin durchzusetzen, und trotzdem weiter an einer solchen Koalition festhält, dann muss Kretschmer gehen – und zwar so schnell wie möglich!
(pi-news.net)

Theologie ist keine Wissenschaft
Apokalypse now. Oder: Die letzten Tage der Menschheit. Zweite Lieferung.
Von Wolfgang Herles
Seit der Offenbarung des Johannes galoppieren die apokalyptischen Reiter durch unsere Albträume. Klar, dass die Kirchen mitreiten, um ihrem Seelengeschäft aufzuhelfen. Stell dir vor, es herrscht Apokalypse, und keiner glaubt mehr daran!.
Wer sich nicht zur Apokalypse bekennt, gilt als naiv oder verblendet, jedenfalls als nicht ganz normal. Ausdrückliche Warnung an Roland Tichy: Er hat neulich hier geschrieben, auch morgen noch gehe die Sonne auf. How dare you?..Gefährlich wird die Sache also erst, wenn die apokalyptischen Reiter das allgemeine Bewusstsein stürmen. Dann ist Schluss mit Vernunft, die auf machbaren Fortschritt, auf trial and error, auf die Progressivität offener Gesellschaften statt auf Selbstgeißelung und Glaubenskrieg setzt. Auch Populisten – rechte wie linke – satteln gerade die apokalyptischen Pferde. Sie reiten gemeinsam ins Abendrot. Was sie eint, ist die Furcht vor dem Wandel.
(Tichys Einblick. Meilenweit für eine Marlboro.)

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Illiberal
Die FDP hat ein Problem mit der Pressefreiheit
Von Gastautor Frank Valentin Wahlig
Christian Lindners Partei hat einen unliebsamen Journalisten ausgegrenzt. Sie hat Olaf Opitz aus ihrem Presseverteiler gestrichen. Gerade eine Partei, die sich liberal nennt und der Freiheit verpflichtet, sollte die Souveränität besitzen, kritischen Journalismus nicht als Angriff auf die eigene Existenz, sondern als Anregung zu sehen. Ihre politischen Gegner lässt die FDP seit geraumer Zeit links liegen. Es mangelt an Kampfesmut. Aktiv wird die 2019 ziemlich erfolglose Freidemokratische Partei des 40-jährigen FDP-Chefs Christian Lindner hingegen, wenn es gegen kritische Journalisten aus dem bürgerlichen Lager geht....Opitz erklärte mir, sein Artikel bei Tichys Einblick Online „Blaues Auge statt Befreiungsschlag“ sei der Grund für die Entfernung aus dem Presseverteiler gewesen. Der FDP-Mitarbeiter habe ihm gesagt, Lindner und Co. störe die Wortwahl und der Beitrag sei aus deren Sicht unter der Gürtellinie gewesen. Deshalb: runter von der Presseliste. FDP-Abgeordnete in meinem Bekanntenkreis fanden Olafs Artikel und Bemerkungen zur FDP sowie über die Ursachen für die Niederlagenserie ihrer Partei zutreffend formuliert und analysiert. Hart zwar, aber immer noch fair...Wie sagte ein Liberaler: Für solche Artikel braucht es gerade solche Journalisten, die uns eigentlich mögen... Ausgerechnet im 30. Jahr des Mauerfalls trifft der antiliberale Bann einen Kollegen, der noch vor dem Mauerfall 1989 als Erster ein Interview mit der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley unter persönlichem Risiko in einer LDPD-Zeitung veröffentlicht hatte. ...Eigentlich könnte die Sache klein und belanglos sein. Eigentlich. Aber dennoch fällt darauf ein hartes Licht. Souverän geht anders. Satire auch.<<<<<Frank Valentin Wahlig war ARD-Hauptstadtkorrespondent
(Tichys Einblick. In Merkels SED-Republik werden demokratische und patriotische Konservative und Liberale heimatlos.)
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Kommentar
«Der andere Blick»: Warum Deutschlands öffentlich-rechtliche Riesensender eine Schrumpfkur benötigen
Das «Oma-Gate» des Westdeutschen Rundfunks war kein Ausrutscher. Die grösste gebührenfinanzierte Anstalt des Landes begreift sich als weltanschauliche Orientierungsmaschine, die dem Publikum die Teilnahme an gesellschaftlichen Leben überhaupt erst möglich macht. Ihre Anmassung ist Programm... Denn dem WDR ist nicht einfach nur ein Fehler unterlaufen. Der Riesensender, mit knapp 4300 festen Mitarbeitern der grösste des Landes und, nach der BBC, der zweitgrösste des Kontinents, ist selbst ein Fehler...Vieles, was bei ARD, ZDF und den sogenannten Dritten angeblich zur medialen Vollversorgung gehört, ist ausserdem mittelprächtig bis schlecht gemachte Unterhaltung, die der freie Markt in besserer Qualität bereithält....Der gebührenfinanzierte Rundfunk könnte sich auf das konzentrieren, was der freie Markt nicht bereithält, also seriöse und umfassende Fernseh- und Radionachrichten, er würde dabei auf Neutralität achten und auf alles andere verzichten. ...Die allem zugrunde liegende Botschaft des WDR ist dabei immer und ausnahmslos die Stimme des Zeitgeists. Das fängt bei Gendersternchen im Geschäftsbericht an und hört beim Klimaschutz nicht auf. Jede Wette: Der Leiter des WDR-Kinderchors hat nicht im Glauben gehandelt, eine gewagte Satire zu produzieren, als er die deutsche Oma zur «Umweltsau» machte. Er hat sich als Teil einer Orientierungsmaschine begriffen, die ihr Publikum mit weltanschaulichem Anspruch an die Hand nimmt.Diese Anmassung ist das Thema. Der öffentlichrechtliche Rundfunk verwandelt sein Publikum nicht in mündige Bürger. Das sind sie schon.
(Neue Zürcher Zeitung. Staatsfunk ist Teil des Merkelschen Propagandaministeriums.)

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