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Der Glaube versetzt Berge, der Aberglaube würfelt den nächsten Tornado.

(tutut) - "Bringen Schaltjahre Unglück? In den Philippinen glauben viele daran – ein Vulkanausbruch bestätigt sie in dem Glauben", titelt die Neue Zürcher Zeitung. Als einer der wenigen Sterne mit der Zertifikat "Westfernsehen" im Gleichstrom der deutschsprachigen Medien ist das Blatt ernstzunehmen. Sein Selfie unterscheidet sich sehr von denen einheimischer Journaille, welche einfach mal "Qualitätsjournalismus" ruft,  und wenn da niemand erschrocken zusammenzuckt, glauben sie sich selbst alles, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Sogar, dass sie nichts als die Wahrheit verbreiten, obwohl kein seriöser Journalist das je behaupten würde. Der NZZ dagegen kann abgenommen werden, dass sie sich bemüht zu halten, was sie verspricht: "Aktuelle Ereignisse werden analysiert, eingeordnet und kommentiert. Die 'Neue Zürcher Zeitung' liefert zu den News Hintergründe und ermöglicht eine seriöse Orientierung im schnelllebigen Informationszeitalter. Als moderne Medienmarke bietet die NZZ einer interessierten und aufmerksamen Leserschaft hochqualifizierten, zahlpflichtigen Inhalt, der jederzeit auf allen Kanälen verfügbar ist. Die 'Neue Zürcher Zeitung' ist national und international eine der führenden Stimmen des Qualitätsjournalismus". Das klingt schon ein bisschen anders und überlegter als die Anzeige eines Chefredakteurs im eigenen Blatt, der dort sein Basta verkündet.  "Der eine schaltet Anzeigen, traut wohl dem eigenen Machwerk nicht so recht oder hat zumindest Zweifel, "eine der führenden Stimmen des Qualitätsjournalismus" fragt ganz einfach mal: "Bringen Schaltjahre Unglück?" Ein Vulkan geht hoch, Corona kommt. "2020 schien sich der Aberglaube bereits vor der Ankunft der Coronavirus-Pandemie im Inselstaat zu bestätigen: Für die Bevölkerung in den Hügeln der südlich von Manila gelegenen Provinz Batangas begann das Jahr mit einem Knall, der dort allerlei ominöse Vermutungen bestärkt: Der Vulkan Taal, der an Silvester noch tief zu schlummern schien, explodierte wenige Tage später und rief zumindest den Abergläubischen in Erinnerung, dass ein prekäres Jahr begonnen hatte. Allen anderen zeigte der Ausbruch wieder einmal, wie unruhig und brüchig die Erdkruste des philippinischen Archipels ist.. Unten im Schlund, wo die Erdkruste am 12. Januar in gewaltigen Explosionen weggesprengt wurde, brodelt derweil eine schneeweisse Brühe, die noch niemand näher inspiziert hat. Alleine der Blick aus der Distanz lässt aber die Vermutung aufkommen, dass da mächtigere und unberechenbarere Faktoren als Schaltjahre am Werk sind". Shit happens. Oder wie Seneca sagt: "Was wäre denn von der Gefahr der Veränderung ausgenommen? Nicht die Erde, nicht der Himmel, nicht das ganze Gefüge aller Dinge, mag auch alles vom Handeln Gottes bestimmt werden; die Welt wird nicht immer diese Ordnung behalten, sondern irgendein Tag wird sie aus dieser Bahn werfen. Alles geht in bestimmten Zeiten seinen Gang: Es muss werden, wachsen, verlöschen. Alles, was du über uns dahineilen siehst, und das, worauf wir gestützt und gestellt sind, als sei es von ewiger Dauer, wird allmählich vergehen und enden:alles hat sein berstimmtes Alter. In regelmäßigen Abständen entlässt die Natur es an denselbenOrt: Alles,was ist, wird nicht mehr sein, doch es wird nicht zugrunde gehen, sondern nur wieder aufgelöst werden". Der Ungläubige hat mit der Jahresrechnung seit der Antike und ihren vielerlei Kalendern genug zu tun. Dem Gläubigen wird alles recht sein, auch und vor allem, was Merkel sich redlich bemüht zu sagen, der Abergläubige allerdings wird sich als einziger bestätigt sehen: Schaltjahre sind Katastrophenjahre. Sagt der MDR als Sendebote. "In diesen Jahren sollte man keine Häuser bauen und keine Ehe schließen. Am Schalttag geborene Kinder müssen nicht nur damit klarkommen, nur alle vier Jahre ihren richtigen Geburtstag feiern zu können, sondern auch, von Geistern heimgesucht zu werden. Und zu allem Überfluss wird es so richtig kalt, besagt eine Bauernregel. Müssen wir 2020 also mit dem Schlimmsten rechnen?" Inzwischen könnte der Sender schlauer sein. "Der Aberglaube, Schaltjahre seien Unglücksjahre, geht wohl auf die alten Römer zurück. Für sie war das Konzept des Schalttages alle vier Jahre noch recht neu. Erst Julius Cäsar übernahm diesen Kalender von den Ägyptern und benannte ihn nach sich selbst – den Julianischen Kalender". Während ein als Auskunftei herangezogener Religionswissenschaftler sich in seinem Element fühlt, das Bizarre und Absonderliche setze sich intensiver als anderes im individuellen wie kulturellen Gedächtnis fest. Ein Geschäftsführer der "Gesellschaft für Anomalistik" macht die "Abweichung vom Normalen" für Schaltjahraberglauben verantwortlich, während der Mann vom Deutschen Wetterdienst erklärt: "Es gibt keine Phänomene, die im Schaltjahr anders sind. Die Festlegung, welche Jahre Schaltjahre sind, stammt vom Menschen. Von Natur aus dauert jedes Jahr gleich lange: rund 365 ¼ Tage". Damit ist alles klar. Es ist wie es ist. Egal, wonach der Hahn kräht und auf welchem Mist. Mutig schließt sich auch der Religionswissenschaftler ("Das beste Gegenmittel gegen den Glauben an Unsinn ist Bildung".) der Meinung eines Vorsitzenden des Wissenschaftsrats der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) an: "Was Ihnen wann passiert, hat sicher einen Einfluss darauf, ob Sie einen Aberglauben entwickeln. Dass solche Unglücksvögel dann davon ausgehen, dass Schaltjahre Unglück bringen, ist menschlich sehr leicht nachvollziehbar".

26.03.2020
Aktueller Stand zur Corona-Situation im Landkreis Tuttlingen
Im Landkreis Tuttlingen erwartet man Anstieg der Fallzahlen
(Landratsamt Tuttlingen. Hier ist die Welt stehengeblieben. Hinter den sieben Bergen.)

Spaichingens Rettung naht aus Immendingen:

Das Neueste von vorvorvorgestern.

Aufwachen - im Kreis TUT!

Obdachlose stehen vor geschlossenen Türen
Die Anlaufstellen sind wegen Corona zu oder nur eingeschränkt nutzbar. Deshalb hilft die AWO hilft mit zum Monatsende mit Care-Paketen aus.
(Schwäbische Zeitung. Probleme in Redaktion, AWO oder bei der Stadt?)

Klopapiermangel wird zur Klärwerk-Krise
Immer mehr Feuchttücher landen im Klärsystem – das verursacht Schäden und Drecksarbeit
(Schwäbische Zeitung. Hat sich dies bis TUT durchgesprochen?)

Hallo Kinder - macht mit und schickt uns eure Bilder!
Für Kinderaugen bleibt die Welt ein buntes Abenteuer. Schwäbische.de startet die Aktion "Mal mit uns!" und sucht eure Bilder-Ideen zu diesem Corona-Thema.
(Schwäbsche Zeitung. Statt Journalismus und Zeitung? Geht's noch!)

BZ-Redaktion Lahr
Wir über uns: Kolleginnen und Kollegen unter Quarantäne
Jetzt hat das Coronavirus auch die Redaktion Lahr der Badischen Zeitung erwischt. Seit dieser Woche steht fest, dass ein Kollege einen positiven Befund hat. Die Konsequenz: Alle Kolleginnen und Kollegen, die mit ihm in engem Kontakt waren, sind ab sofort in häuslicher Quarantäne. Das betrifft den größten Teil der Redaktion.
(Badische Zeitung. Merkt das jemand?)

Lucha fordert gemeinsame europäische Medizinstrategie für Krisen
(Schwäbische Zeitung. Das Kind liegt im Brunnen und schreit nun nach Mama Europa, die den Stier reitend auf und davon ist. Wo ist der "Europa"-Minister? Feiert er noch die Primversinkung? )

Versuchte Tötung: Somalier schlägt auf Mitbewohner ein
Esslingen (ES): - Zu einem versuchten Tötungsdelikt ist es am Donnerstagnachmittag auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Esslingen gekommen. Ein 20-jähriger Mann wurde unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen. Ein 23-jähriger Bewohner lag um 14.45 Uhr schlafend auf einer Wiese auf dem Areal der Flüchtlingsunterkunft in der Robert-Koch-Straße im Stadtteil Zell. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der 20 Jahre alte Tatverdächtige, der ebenfalls dort untergebracht ist, unvermittelt mit einer Kurzhantelstange mehrmals auf den Kopf des Schlafenden eingeschlagen haben. Hinzueilende Zeugen kamen dem Angegriffenen zu Hilfe. Der mutmaßliche Täter konnte kurze Zeit später von der Polizei widerstandslos am Tatort festgenommen werden. Der 23-Jährige musste vom Rettungsdienst mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht und dort stationär aufgenommen werden.Der festgenommene somalische Tatverdächtige wurde im Laufe des Freitags einem Haftrichter vorgeführt.
(Polizepräsidium Reutlingen)

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NACHLESE
Fundament unserer Demokratie: Der Rechtsstaat
Deutschland wirkt wie eine Nation, die eigentlich keine sein will und stand bereits vor der Corana-Krise vor immensen Herausforderungen. Salahdin Koban, Deutscher mit kurdischen Wurzeln und konservatives Mitglied der CDU, analysiert die deutsche Identitätskrise und fordert ein Umdenken.
Die meisten Deutschen schätzen den Rechtsstaat zwar, aber sie empfinden für ihn nicht den gleichen patriotischen Enthusiasmus, wie man ihn in den USA überall sieht. In den USA wird der Verfassung eine ehrfurchtsvolle Verehrung entgegengebracht, die für kein anderes Prinzip in Frage gestellt wird. ... In der amerikanischen Tradition garantiert die Verfassung jedem die Freiheit, sein Glück zu versuchen und dabei möglichst wenig gestört zu werden. Auf der Schattenseite bedeutet das allerdings auch, dass es im Falle eines Scheiterns keine oder nur sehr gering ausgeprägte Strukturen gibt, die einen tiefen, sozialen Sturz verhindern. Für Deutschland heißt das, dass der Staat mehr Führsorge- und Sozialausgaben übernimmt, dafür aber eben auch mehr Einfluss auf das Privatleben hat...Das Prinzip des »Pursuit of happiness« schlägt sich in dieser Einstellung nieder. Es wird flankiert von einem weiteren Prinzip, das uns in Deutschland nahezu fremd ist: »Freedom of Speech«, der Redefreiheit....In den USA sind selbst extremste Aussagen durch den Primat der Meinungsfreiheit geschützt. Sie ist ein so hohes Gut, dass eine auch nur latente Einschränkung einem Angriff auf das amerikanische Selbstverständnis und die persönliche Freiheit gleichkommt.In Deutschland ist das undenkbar...
<<Leicht gekürzter Auszug aus: Salahdin Koban, "Deutschlands freiwilliger Untergang. Identitätskrise eine Nation die keine sein will". Mit einem Vorwort von Arye Sharuz Shalicar. FBV, 160 Seiten, 18,99 €<
(Tichys Einblick. Nicht sein darf, müsste es heißen. Woher sollen Einsatz für den Rechtsstaat und Patriotismus kommen, wenn diese den nicht souveränen Deutschen ohne Vaterland seit Kriegsende aberzogen  und durch Kadavergehorsam ersetzt worden sind?)
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Ich denke, also bin ich. Aber wer denkt denn noch?

Showdown der Corona-Experten:
Die Stunde der Virologen
Sonja Kastilan
Verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Um Mediziner und Virologen wird derzeit fast ein Starkult betrieben. Es ist aber weder der weiße Kittel noch ein Anzug oder ein langer akademischer Titel, der sie zu kompetenten Experten macht.Um Mediziner und Virologen wird derzeit fast ein Starkult betrieben. Es ist aber weder der weiße Kittel noch ein Anzug oder ein langer akademischer Titel, der sie zu kompetenten Experten macht. Das Coronavirus hat inzwischen nicht nur Hunderttausende Menschen infiziert, sondern auch sämtliche Mediensparten befallen. Überall tummeln sich Experten, aber nicht alle haben unsere Aufmerksamkeit verdient. Es gibt derzeit nicht zu wenige Informationen, sondern es sind eigentlich viel zu viele, und es ist nicht leicht zu sagen, was bestätigte Fakten, was Vermutungen, was Gerüchte sind.“ Wenn ein Professor das sagt, muss es doch stimmen, oder? Aber warum sagt Christian Pentzold denn jetzt so etwas, wo im Moment noch jeder nach mehr lechzt? Wir wollen wissen, wann endlich ein Gegenmittel, ein Impfstoff gefunden ist – morgen, in einem Monat, erst 2021? Und wir schauen womöglich stündlich auf die Infektionszahlen....
(faz.net. Bertrand Russell: "Die Wissenschaftler bemühen sich oft, das Unmögliche möglich zu machen, die Politker das Mögliche unmöglich".)

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DER WITZ DES TAGES
Wahnsinn
29.3.2020 16:48
In Berlin hat’s gerade angefangen zu schneien.
(Scheiß Klimaerwärmung.)
(dansch.de)
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Die Fallzahlen im Vergleich
Corona-Update zum Morgen des 29. März: Ein vertrauliches Strategiepapier
Von Maximilian Tichy
In Deutschland bilden sich drei Länder-Gruppen heraus. Die Deutschlandkarte verschafft einen Überblick über die Fälle pro hunderttausend Einwohner und die TAZ berichtet von einem vertraulichen Papier des Innenministeriums, das es in sich hat.Im Vergleich der Länder bilden sich drei Gruppen heraus. Zum einen: Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern. Hier sind 105, 97,7 und 90,7 Menschen pro Hunderttausend als Corona-positiv gemeldet... Die taz berichtet von einem vertraulichen Strategiepapier des Innenministeriums in dem drei mögliche Verläufe der Pandemie beschrieben werden. Das düsterste Szenario geht davon aus, dass die Zeit, die das Virus braucht, um die Zahl der Infizierten zu verdoppeln, bis Ende April auf neun Tage verlängert werden kann (von aktuell fünf Tagen). In diesem Fall wären bis Ende Mai 70% der Bevölkerung zu irgendeinem Zeitpunkt mit Corona infiziert gewesen. Zu Spitzenzeiten würden 85% derer, die Intensivbehandlung brauchen, abgewiesen werden müssen. In diesem Fall würden 1,2 Millionen Menschen sterben....
(Tichys Einblick. Das Land befindet sich in Heiligabendstimmung. Da wird bekanntlich nicht gearbeitet. Die Bescherung steht bevor. Mit bösem Erwachen.)

Blick zurück - nach vorn
Blackbox KW 13 – Corona und die fantastischen Vier
Von Stephan Paetow
Die Bürgenden (früher Bürger) wissen: Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst, schließlich arbeiten unsere besten Leute dran. Verzweifelt rief der Chef des Robert-Koch-Instituts, „Nun ist keine Zeit für Dilettanten, sondern Zeit für Profis“ – aber da war es schon zu spät. Aufgezeichnet in der Regierungs-Blackbox harren die Gesprächsfetzen des Unglückspiloten Jens Spahn einer späteren Unfallanalyse: Er „verstehe die Hektik nicht“, hört man ihn sagen, als die Motoren längst ausgefallen waren, man sei „gut vorbereitet“ und außerdem ist die „Gefahr gering“ – Fazit: „Alles unter Kontrolle.“ Innen-Horst Seehofer hält bis zum heutigen Tag die Flughäfen offen für unkontrollierte Einreisen aus Corona-Hotspots Iran oder China, während Olaf Scholz im TV allen Zuschauern Geld aus heiterem Himmel verspricht. Nicht mehr alle Flaschen im Schrank hat offensichtlich auch die Chefin vom Ganzen – Bild fotografierte die Kanzlerin bei der Besorgung des täglichen Bedarfs (vier Flaschen Wein, ein Glas Kirschen). Merkel ist rundum zufrieden mit sich und den ihren, vor allem „Jens Spahn macht einen tollen Job“....Erzbischof Giampaolo Crepaldi, Bischof von Triest, verpasst der EU die letzte Ölung: Die EU ist tot, Todesursache Coronavirus.
(Tichys Einblick. Gertrud Höhler ist das Kind im Märchen "Der Kaiserin neue Kleider", welches da ruft: "Die absurde Karriere einer hoffnungslos überschätzten Dilettantin, die aus jedem Handicap einen Glamourfaktor machte".)

Dirk Maxeiner
Der Sonntagsfahrer: GEZ-Fasten – jetzt krisenbedingt
Das „Coronafolgengesetz“ bietet Raum für Kreativität. Wer seinen Zahlungspflichten krisenbedingt nicht nachkommen kann, muss die zwangsweise Grundversorgung durch Claus Kleber & Co. zwar weiterhin ertragen. Andererseits muss Betroffenen die Möglichkeit eingeräumt werden, „Leistung einstweilen zu verweigern oder einzustellen, ohne dass hieran für sie nachteilige rechtliche Folgen geknüpft werden“.
(achgut.com. Planloswirtschaft im Merkellaneum als Ende aller Gezeiten: nach mir nur Flut.)

Stefan Frank
Wie der „Spiegel“ Israel zur „Coronavirus-Diktatur“ abstempeln will
Wer könnte etwas dagegen haben, dass Israels Regierung strenge Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus ergreift, um die Zahl der Todesopfer in der Bevölkerung möglichst gering zu halten? Niemand? Oh doch, da gibt es schon einige. Zum Beispiel die Kollegen vom „Spiegel“.
(achgut.com. Aus dem Spiegel schaut nur raus, wer reinguckt.)

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DAS WORT DES TAGES
Es kommt in der politischen Führungselite ein Fehlverständnis unserer Staatsordnung zum Vorschein, das nach 70 Jahren Grundgesetz mehr als betrüblich ist: Die Grundrechte erwachsen nicht aus einer generösen Zuwendung des Staates, sondern die Grundrechte sind in ihrem Wesenskern unauflöslich und unabänderbar in unsere Verfassung eingewebt, und vom Staat zu gewährleisten. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, die Zweck-Mittel-Relation und das sorgfältige Austarieren der Grundrechte untereinander findet schon gar nicht statt. Die seit der SARS2-Krise existierenden behördlichen Katastrophenszenarien in den Bundesländern haben offenbar nicht dazu geführt, auch nur ansatzweise auf eine Epidemie vorbereitet zu sein (4. Gefahrenbericht der Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern, 2011). Ansonsten dürfte es keine Engpässe bei Schutzanzügen und Schutzmasken geben, das Mindestmaß dessen, was im Katastrophenfall sofort zur Verfügung stehen muss. Das hat in der Politik zu derart großer Panik geführt, dass man nun mit einschneidenden Maßnahmen vom eigenen Versagen abzulenken versucht; die Bürger sollen nun das leisten, was der Staat versäumt hat.
(Hans-Peter Tauche, Rechtsanwalt, Fachanwalt, Medizinrecht, Mediator (IHK) in München, auf achgut.com)
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Corona-Bonds - Bundesregierung in der Zwickmühle
Der Virus-Krach hat in der EU schon begonnen
Von WOLFGANG HÜBNER
Offene Grenzen, offener Waren- und Kapitalverkehr, offene Arbeitsmärkte – dafür war, dafür ist die EU geschaffen worden. Das weiß jeder, der sich nicht von ideologischen Nebelgebilden wie „Friedensprojekt“ oder gar „Weltmacht der Humanität“ blenden lässt.In der jetzigen Krise zeigt die EU ein ganz anderes Gesicht: Die in ihr verbundenen Nationalstaaten reagieren nach dem Motto „Rette sich wer kann“ und schließen – die einen früher, die anderen später – ihre Grenzen. Selbst das Reich der guten Merkel-Fee konnte sich nicht anders helfen, wollte es nicht eine innenpolitische Erschütterung riskieren, die allerdings ohnehin noch kommen wird.Nun sind die ökonomisch schwachen EU-Staaten im Eilverfahren wieder in der Situation, die Mario Draghi, den ehemaligen EZB-Präsidenten, zu seiner berühmt-berüchtigten Äußerung „Whatever it takes!“ im Juli 2012 veranlasste: Kein EU-Staat sollte finanziellen Bankrott anmelden müssen – unter keinen Umständen und zu jedem Preis. Was seitdem mit abenteuerlichen Finanzmanipulationen der EZB unter dem Beifall der Politiker in Brüssel, Berlin, Rom, Madrid und anderswo zur Stabilisierung des Wackelkandidaten EU zu führen schien, ist plötzlich brüchiger denn je. Denn der Video-Gipfel der Chefs der EU-Mitgliedsstaaten am vergangenen Donnerstag hat gezeigt, dass es mit der Einigkeit ganz schnell vorbei ist, wenn es um die Folgekosten geht, die von der Virus-Krise in derzeit noch völlig unabsehbarer Weise ausgelöst werden. Dabei geht es um zwei Multimilliarden-Instrumente, die nach Ansicht von neun Mitgliedsstaaten Rettung verheißen sollen: Um den Euro-Krisenfonds ESM sowie um die sogenannten Eurobonds, die jetzt mit kalkulierter Sentimentalität als „Corona-Bonds“ den (noch) finanzkräftigen EU-Mitgliedern wie Deutschland, Österreich oder Holland schmackhaft gemacht werden sollen. Schaut man sich die Staaten an, die auf riesige Finanzspritzen dringen, dann gibt es keine Überraschungen: Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Belgien, Irland, Slowenien, Griechenland – und auch das offenbar total verarmte Luxemburg. Sie alle werden in den nächsten Wochen immer stärker auf die Vergemeinschaftung der Schulden, also auf Eurobonds, drängen. Denn ESM kann nur Kredite vergeben und ist mit Kontrollen verbunden, also wenig attraktiv.Noch lehnt die Bundesregierung Eurobonds ab. Denn diese würden die Finanzierung der eigenen rapide steigenden Schuldenlast zusätzlich stark verteuern. Die daraus resultierenden Lasten müssten selbstverständlich die deutschen Steuerzahler und Arbeitnehmer tragen. Was Grünen-Star Robert Habeck erwartungsgemäß nicht stört: Er drängt auf ein Einknicken der Bundesregierung in Sachen Eurobonds. Für das schwer angeschlagene, schon vor der jetzigen Krise überschuldete Italien hingegen gibt es kaum eine andere Möglichkeit als diese Eurobonds-Variante der Vergemeinschaftung von Schuldentragfähigkeit. Deshalb kam von Italien auch der größte Widerstand gegen die angestrebte Einigung auf dem Video-Gipfel. Der endete folglich ohne Ergebnis. Frankreich spielt unter Macron wie immer ein Doppelspiel: Mit dem ökonomisch stärkeren Deutschland nicht offen anlegen, aber Italien, Spanien und andere zum eigenen Vorteil gegen die angeblich geizigen Deutschen aufstacheln. Merkel und Scholz stehen jedenfalls schon jetzt vor einem Dilemma. Bleiben sie bei ihrem Widerstand gegen die Euro/Coronabonds, riskieren sie den Ausstieg der verzweifelten Italiener, vielleicht auch der Spanier aus der EU. Geben sie aber nach, dann ist der Schaden für die deutschen Interessen unabsehbar und nebenbei die AfD wieder im Spiel. Die nächsten Wochen dürften in jeder Beziehung an Dramatik schwerlich zu übertreffen sein.
(pi-news.net)

Gewerbemieter zahlen nicht – Politiker: „Haltet den Dieb!“
Von Rainer Zitelmann
Politiker greifen mir schärfsten Worten Gewerbemieter an, die die Mietzahlungen aussetzen. Das erinnert an das Motto „Haltet den Dieb!“, denn die Politik hat dies selbst durch ihr Gesetz ausgelöst...Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) meinte: „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel.“ .. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Adidas wegen der Aussetzung von Mietzahlungen ebenfalls scharf kritisiert. „Ich bin enttäuscht von Adidas. Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Scheuer zu „Bild“....Im Mietrecht gilt das Leistungsverweigerungsrecht nicht. Mieter bleiben also weiterhin zur Zahlung verpflichtet und können auch in Verzug geraten. Das Forderungsmanagement zur Verfolgung und Durchsetzung von Zahlungsansprüchen (außergerichtliches Mahnwesen, gerichtlichen Mahnverfahren mit Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung, Verzugszinsen etc.) kann beibehalten bleiben, was jedoch kaum ein Mieter weiß, weil in den Medien und von der Politik nur kommuniziert wurde: „Du kannst nicht gekündigt werden, wenn du durch die Corona-Krise betroffen bist.“... Das mit heißer Nadel gestrickte Gesetz sollte also so nachgebessert werden, dass ausdrücklich klargestellt wird: Der Mieter muss erstens belegen, dass die Aussetzung der Mietzahlung auf durch die Corona-Krise bedingte Liquiditätsengpässe zurückzuführen ist und dass er zweitens auch bei Inanspruchnahme staatlicher Hilfen oder durch Rückgriff auf vorhandene Liquiditätsreserven nicht in der Lage ist, die Miete zu zahlen...
(Tichys Einblick. So viele Juristen in der Politik - haben sie den ganzen Brei verdorben?)

80 Prozent der deutschen Kommunen ohne Notfallplan
Eine Umfrage unter 2300 Bürgermeistern zeigt: Nur die wenigsten waren auf eine Pandemie vorbereitet. Vor allem kleinen Städten und Gemeinden fehlen entsprechende Notfallpläne.
(welt.de. Niemand hatte Merkel auf dem Plan.)

Poker
Die Karten, mit denen wir spielen sollen
Syrischer Flüchtling prügelt Deutschen, der stirbt, Syrer wird zu zwei Jahren »zur Bewährung« verurteilt, sprich: bleibt frei. – Ein Deutscher sagt Böses im Internet … und muss in den Knast. – Auch das ist Deutschland 2020.
VON Dushan Wegner
..Haben alle in Deutschland gleich hohe Chancen auf gute Karten? Jemand antwortet: »Wir haben nicht einmal den gleichen Einsatz auf dem Tisch liegen!« (Er meint wohl, dass mit seinem Leben auch immer das Leben seiner Familie mit auf dem Spiel steht...Das Leben ist nicht wie Schach. Das Leben ist auch nicht wie eines jener Würfelspiele, das Leben ist ein Pokerspiel – und wir sollten ganz genau hinschauen, was für Karten uns da in die Hand gedrückt werden!
(Tichys Einblick. Linksstaat. Für Moslems ist Links unrein.)

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