Springe zum Inhalt

Gelesen9.12.21

(tutut) - Samuel Pepys schrieb am 26.7. 1665 in sein Londoner "Tagebuch":  "...Die Seuche hat diese Woche unsere Gemeinde heimgesucht, sie ist jezt in der Tat überall, so dass ich daran denken muss, meine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen und mich mit Leib und Seele dem Allmächtigen anzuvertrauen".  Am 31.7.: "Die Pest greift immer mehr um sich, letztew Woche starben 1700 oder 1800 Menschen. Gott schütze uns und unsere Freunde und gebe uns Gesundheit". 2.8.: "Öffentlicher Fastentag wegen der Pest Den ganzen Tag zu Hause geblieben. Stelle fest, dass ich jetzt 1900 Pfund besitze". 3.8.: "Zu Pferd nach Dagenham. Unterwegs wurde ich ständig gefragt, wie es um die Pest in London steht - diese Woche soll es 2010 Pesttote und 3000 sonstige Todesfälle gegeben haben. Mr. Marr erzählte mir,  wie eine Dienerin von Mister John Wright  von der Pest befallen wurde. Man steckte sie in eine Pest-Kutsche , damit sie  in ein Pest-Haus gebracht werden konnte. Sir Anhony  Brown begegnete dieser Kutsche in einer engen Straße , und weil die Vorhänge zugezogen waren, dachte er,  eine vornehme Dame wolle sich vielleicht in dieser Gegend nicht zeigen, steckte den Kopf in die Tür  und sah eine Kranke in einem Pestgewand, die gewaltig stank. Daraufhin bekam es der junge Herr so mit der Angst zu tun, dass es ihn fast das Leben gekostet hätte, aber inzwischen ist er wieder wohlauf". 8.8.: "Alle Straßen sind verödet, sogar in London, ein trauriger Anblick".  Wie sich die Bilder doch gleichen: "Tuttlinger Gemeinderat: Präsenz nur mit 3G - Besucher und ungeimpfte Stadträte müssen für Abstimmungen negativen Testnachweis erbringen...Bis auf weiteres tagt der Tuttlinger Gemeinderat weitgehend online".  Die Pest an Bord!  "Nachdem die baden-württembergische Corona-Verordnung entsprechend verschärft und eine städtische Verfügung erstellt wurde, gelten auch für die Präsenzsitzung des Tuttlinger Gemeinderats ab sofort eine generelle Maskenpflicht und die 3G-Regel. Das heißt, es muss entweder ein Impf- oder Genesenennachweis oder ein negativer Testnachweis vorgelegt werden". Eine Scheinpandemie hat Demokratie und Rechtsstaat aufgelöst. "Volkshochschule sagt die Präsenzkurse bis auf Weiteres ab - Gebühren werden anteilig erstattet - Einige Angebote werden nun online abgehalten", schreibt frau in das Tagebuch des Schreckens.  Die Seite "Meine Heimat" meldet Ausfall: "Buchvorstellung fällt leider coronabedingt aus". O Heimat, so ein Reinfall.  Was liest er denn so außer Befehlen aus Stuttgart und Berlin?  "Landrat prüft noch härtere Regeln - Kommen bald weitere Corona-Verschärfungen für den Schwarzwald-Baar-Kreis? - Die Inzidenz im Schwarzwald-Baar-Kreis steigt und steigt und steigt. Die Region ist Spitze im Land in Sachen Sieben-Tage-Inzidenz - das treibt dem Landrat Sven Hinterseh nun nicht nur Sorgenfalten auf die Stirn. Als einziger Landkreis im Südwesten hatte die Region bereits am vergangenen Samstag die 1000er-Marke bei der Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie überschritten", meldet frau im Schwabo für die Schwäbi. "Erste Corona-Impfpflicht auf dem Weg - Neue Regierung will Immunisierung für Gesundheitsberufe ab März - Mitte März soll eine Impfpflicht für Gesundheitsberufe in Kraft treten". Selbstanbetung, keine Hoffnung auf Gott, ganz nach Albert Einstein: Fehler wiederholen und auf andere Ergebnisse warten. "Zusätzliche Kontrollen der Polizei in Sachen Corona - Die baden-württembergische Polizei verstärkt ihre Kontrollen zur Einhaltung der verschärften Vorgaben der Corona-Verordnung. Sie habe ihre Kontrollmaßnahmen bei der Unterstützung der Städte und Gemeinden deshalb nochmals intensiviert, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Allein in dieser Woche seien bereits 16 zusätzliche gezielte polizeiliche Kontrollaktionen geplant". Unterwegs in Pest-Kutschen? Hygienemaßnahmen sind im Gang, großes Händewaschen in Unschuld, statt längst fälliger Abtritt: "Kretschmann tut es leid - Regierungschef entschuldigt sich für 2G-plus-Chaos", alarmiert Landeskorrespondentin: "Nach der Verwirrung darüber, wer in Baden-Württemberg von der Testpflicht bei neuen 2G-plus-Regelungen ausgenommen ist, hat sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag entschuldigt. Der Ablauf sei nicht gut gelaufen. 'Das ist uns dieses Mal einfach verrutscht, das tut mir leid'.  Auch Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) betonte: 'Wir können uns nur entschuldigen. Das ist schlecht gelaufen'“. Grün ist Mist. Auf ein neues Alte, mit Einstein! Auch hier: "Im Streit mit Meßstetten um die Unterbringung von Flüchtenden schließt die Landesregierung auch weiterhin den Wiederaufbau einer Landeserstaufnahmestelle (LEA) auf einem früheren Kasernengelände nicht aus. Man suche nach Möglichkeiten einer adäquaten Nutzung für das Areal, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. 'Da haben wir bisher aber nichts gefunden. Das ist nicht einfach'“. Klar, ganz ohne Grundgesetz und Strafgesetze und Dublin-Vereinbarung, die wohl  die Seuche geholt hat. Die in Stuttgart berichtet, wie klein ist doch die deutsche Weltrettungswelt: "Dem Vertrag folgt die Vereidigung - Olaf Scholz wird heute zum Bundeskanzler gewählt - Kretschmann lobt den SPD-Politiker - Unterzeichnet! Die Spitzenvertreter der Ampel-Parteien, ganz oben der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD, haben am Dienstagmorgen den Koalitionsvertrag unterschrieben". So was ist im Grundgesetz gar nicht vorgesehen. Ihr Chef aller Redaktionen artikelt Leid aus den Tasten: "Keine Schonfrist ... Die berühmten zur Raute geformten Hände boten den politischen Zeichnern genügend Spielraum. Tatsächlich gibt es Übereinstimmungen zwischen den beiden, Sachlichkeit und Pragmatismus gehören dazu". Geschichten aus einer anderen, der Medienwelt, welche sich gar nicht von der politischen unterscheidet. Propaganda. Fünfte Gwalt. "Nein, Deutschland steht vor einem tiefen Einschnitt. Angela Merkel ist es in ihren 16 Jahren im Berliner Kanzleramt gelungen, nach innen wie nach außen prägend zu wirken. Anerkennung und Respekt hat sich die Kanzlerin bei fast jedem erarbeitet, der mit ihr zu tun hatte, auf welcher Ebene auch immer. Anders als bei manch anderem deutschen Regierungschef ist ihr ein Platz in den Geschichtsbüchern sicher". So oder so, jeder steht automatisch drin, ohne solche Mimikrimis geht doch ein Chefredakteur nicht ins Bett , oder?  Jagdzeiten werden woanders eröffnet, schuld sind neue Sauen im Dorf. Wie Pepys zählen sie ihr Geld, nun vor allem das  fehlende:  "'Griff des Landkreises in unsere Tasche' - Finanzielle Schieflage: Trossingens Schulden wachsen in den kommenden Jahren voraussichtlich gewaltig an. Ein Grund ist die stetig steigende Kreisumlage". In der Nachbarstadt Spaichingen, vom neuen Bürgermeister als reich bewundert, schlägt nicht  nur die Stimmung ins Kontor: "Haushalt 2022 ist 'auf Kante genäht' - In Zukunft sind auch wieder Kreditaufnahmen zu erwarten..Trotz eines Finanzierungsdefizits von gut 11 Millionen Euro ist für 2022 noch keine Kreditaufnahme erforderlich. Doch im Finanzplanungszeitraum bis 2025 dürfte sich das ändern".  Werden nun Blut, Schweiß und Tränen versprochen? "Außerdem beabsichtige der Kreis, die Kreisumlage zu erhöhen, was ebenfalls rund zwei Millionen Euro mehr im laufenden Jahr für Spaichingen bedeutet". Und das in einem der wirtschaftsstärksten Kreise in THE LÄND. Damit hat natürlich der Bürgermeister als CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag nichts zu tun. Will er auch nicht sagen, dass ohne Arbeitsplätze alles nichts ist?  Wie Wirtschaft geht, erklärt ein Unternehmer und MdL i.R: "Leopold Grimm (FDP) ist, was die Gewerbesteuereinnahmen angeht, nicht ganz so pessimistisch. Er verweist auf die neuen Gewerbegebiete, die man erschlossen habe und erschließe. Wenn man von diesen keine weiteren Gewerbesteuereinnahmen erwarten würde, hätte man sich die Erschließung auch sparen können".

Trara, die Pest ist da!  Klingelt's schon auf dem Radl? 

Die Wurmlinger Fasnet 2022 ist abgesagt
Die Auswirkungen der Coronapandemie treffen nach wie vor alle sowohl privat, beruflich und auch die Vereine. Und leider machen die aktuellen Entwicklungen und Zahlen wenig Hoffnung, im nächsten Jahr wieder eine unbeschwerte Fasnet im gewohnten Rahmen genießen zu können. Daher wird die Wurmlinger Fasnet 2022 nicht stattfinden, wie der Ortsring nun mitteilt.
(Schwäbische Zeitung. Ein Lebenszustand lässt sich nicht absagen,höchstens für Tote und Politkarneval mit Corona-Maskenball auf dem Narrenschiff.)

Schul-Quarantäne vor Weihnachten möglich - Lehrer ärgern sich
Schülerinnen und Schüler können sich in Baden-Württemberg unmittelbar vor den Weihnachtsferien für mehrere Tage in eine selbstgewählte Quarantäne begeben. Damit soll die Infektionsgefahr vor den Ferien begrenzt werden, heißt es in einem Brief des Kultusministeriums an die Schulen im Land.
(Schwäbische Zeitung. Leben Schüler nur noch für Ferien? Als gesunde Genesene. Das kann der KRÄTSCH nicht mehr entschuldigen. Wie verrückt ist denn das? Dann doch bitte gleich Selbstmord aus Angst vor dem Tod gleich nach der Geburt. Mondo Cane.)

Geschwindigkeitskontrolle
Lahrs neuer Blitzer hat im November 500 Mal zugeschlagen
Die Stadt Lahr setzt seit Mitte September einen neuen semi-stationären Messanhänger ein, um die Geschwindigkeit im Verkehr zu kontrollieren. Im November hat er 500 Verstöße registriert.
(Badische Zeitung. Haut er mit der Fliegenklatsche? Bald fährt in Lahr sowieso nichts mehr, dann ist auch Stehen wie in Düsseldorf verboten oder der Guck-und-Blitz-Kasten kann vielleicht sogar das korrekte Maskentragen kontrollieren.)

Corona-Pandemie
Lahrer Drive-In-Testzentrum schafft rund 2000 Tests am Wochenende
DREI FRAGEN AN Jonas Kenk, den Betreiber des Drive-in-Testzentrums, über die langen Schlangen in der Geroldsecker Vorstadt.
(Badische Zeitung. Schlangenölboom als Goldgrube.)

Flächen sollen geschont werden
Das sind die Hochbahn-Pläne des Europa-Parks
Den Hochbahnplänen des Europa-Parks hat der Ruster Gemeinderat bereits grünes Licht gegeben. Nun soll am Donnerstag der Tourismusverband über den Bebauungsplan zur Hochbahn zwischen dem Hotel El Andaluz und dem Wasserpark entscheiden....Mit deren Realisierung in circa vier bis fünf Metern Höhe soll eine nichtöffentliche Fahrgastbeförderung zwischen dem Wasserpark Rulantica und Europa-Park für deren Gäste erfolgen. Bislang sind die Besucher nämlich auf Auto oder Bus angewiesen, um von einem Park zum anderen zu pendeln. ..Laut den Unterlagen zur ZVT-Sitzung wird für den Bau der Hochbahn keine zusätzliche Fläche versiegelt werden, da das geplante Transportsystem auf bisher ausgewiesenen Stellplatzflächen oder anders genutzten Flächen erfolgen soll...
(Lahrer Zeitung. Welches Mandat hat ein Verein? Tritt die Erde ins neue Zeitalter allgemeiner Luftraumnutzung ein als Verbindung zwischen Luftschlössern? Nach der Wuppertaler Schwebebahn von 1901 hat sich schon lange nichts mehr in D erhoben. Fliegende Teppiche sind auch nur ein Gerücht. )

Großer Abschied für Merkel: Standing Ovations bei ihrer letzten Bundestagssitzung als Kanzlerin
Kurz nach der Eröffnung des Bundestags am Mittwochvormittag begrüßte das Plenum auf der Ehrentribüne die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Standing Ovations. Die Mitglieder des Parlaments applaudierten der Kanzlerin gut eine Minute lang und zollten ihr somit Respekt für ihre Amtszeit.
(focus.de. Wo blieb die Kniebeuge wie auf dem Fußballplatz? Merkel hat's vorgegeben zur Klimarettung: "Mal eine kleine Kniebeuge machen und klatschen. Als Maßnahme gegen Ansteckungen mit dem Virus". Was ist 1 Minute gegen gewohnte 11? Normal ist in Entenhausen aber "Klatsch, klatsch!" Nein! Doch! Oooo!)

Merkel zieht aus Kanzleramt in „Margot Honeckers Büro“
...Merkel richtet ihr Altkanzlerinnenbüro im Bundestagsgebäude Unter den Linden 71 ein – dort hatte früher die DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker ihren Sitz...
(orf.at. Bildung spät, aber nie zu spät.)

Drosten zu alarmierenden Omikron-Daten:
"Das sieht nicht gut aus für doppelt Geimpfte"
Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, erwartet wegen der neu aufgetretenen Omikron-Variante bis zum nächsten Sommer Probleme mit dem Coronavirus in Deutschland.
(focus.de. Notschlachten?)

===============
NACHLESE
Demonstrationen
Thüringens Verfassungsschutz für hartes Vorgehen gegen Corona-Proteste
Nach den jüngsten Corona-Protesten am Montag abend hat Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer ein härteres Vorgehen gegen die Demonstranten gefordert. „Es geht nicht mehr um Versammlungs- und Meinungsfreiheit“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland...
(Junge Freiheit. Kommt immer auf die Verfassung an. CDU, SPD, Übertritt zum Judentum, 2004 bis 2014 Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Leiter des Berliner Büros des European Jewish Congress. Nun politischer Beamter unter "SED"-Ministerpräsident. Ist Corona ein Stück von ihr?)
=================

Begegnungen mit Angela Merkel
Von GEORG
Angela Merkel bin ich zweimal begegnet: das erste Mal 2002 auf einer Konferenz von Industrie- und Politikvertretern, das zweite Mal bei einem Galadinner im Jahr 2017. In den 15 Jahren zwischen beiden Auftritten hatte sie sich erkennbar verändert, und genauso verändert hatten sich auch meine Emotionen gegenüber dieser Frau. Bei der ersten Begegnung im Jahr 2002 war sie als Rednerin in ihrer Rolle als CDU-Vorsitzende eingeladen, neben einer ganzen Reihe anderer Sprecher. Das Publikum war hochkarätig, durchweg Spitzenkräfte der deutschen Industrie, dazu mehrere führende Politiker. Angela Merkel hielt nur eine kurze Rede, abgespultes Zeug, an das sie vermutlich selbst nicht glaubte und bei dem auch niemand genau zuhörte. Ihr Beitrag rangierte unter „ferner liefen“, dass sie überhaupt anwesend war, wurde von diesem Teilnehmerkreis kaum bemerkt. Ich selbst schaltete genauso ab wie der größte Teil des Publikums und wunderte mich eigentlich nur die ganze Zeit darüber, dass es diese putzige, etwas clowneske Person bis in die Führungsetage der CDU geschafft hatte. Nach ihrer Rede war Merkel schnell verschwunden, kein Mensch verlor anschließend auch nur ein Wort über diese völlig deplatziert wirkende Frau, sie war sofort vergessen. In Erinnerung geblieben ist mir auch der Eindruck, dass Merkel bei ihrem kurzen Auftritt damals eher unsicher wirkte. Sie war keine gute Rednerin, sie hatte keinerlei persönliche Ausstrahlung, und sie schien sich in diesem anspruchsvollen Kreis fremd zu fühlen. Sie dürfte selbst gespürt haben, dass niemand sie ernstnahm: ihre nuschelnde Redeweise, ihre ganze Körpersprache, wie sie gepresst dastand, war Ausdruck von Unbeholfenheit und Unwohlsein. So wirkte sie damals auf mich: eine verlorene, eher einsame Frau, deren Karriereweg sie an diesem Tag auf diese Ebene verschlagen hatte, auf die sie eigentlich nicht gehörte. Ich verbuchte das als Episode meines Lebens, Zuhörer zu sein bei der Rede einer besonders seltsamen CDU-Vorsitzenden, ansonsten war sie mir ganz und gar gleichgültig.
Zweite Begegnung
Die zweite Begegnung 15 Jahre später war völlig anders. 2017 hatte ich längst gelernt, diese Frau zu hassen, aus allertiefstem Herzen. Als ich die Einladung zu jenem Galadinner erhielt, bereitete mir das tagelang Magenschmerzen. Man ehrt eine solche Frau nicht mit seiner Anwesenheit. Ich war tatsächlich mehrfach kurz davor, abzusagen, aber beruflich stand ich in der Pflicht, und eine Absage hätte zu Nachfragen geführt. Diese persönliche Feigheit, mich aus beruflicher Verpflichtung damals in die Reihe der Merkel-Schwänzler eingegliedert zu haben, mag jetzt ein Schatten auf meinem Leben sein, aber so kann ich zumindest meine Eindrücke der leibhaftigen Merkel des Jahres 2017 einer breiten Leserschaft vermitteln. Merkel erschien damals im Saal mit einem Tross von etwa drei Dutzend Begleitern, sie war in der Menge zunächst gar nicht auszumachen. Die verschüchterte graue Maus des Jahres 2002 hatte sich in eine düstere Matrone verwandelt, eine gealterte Monarchin, die, von ihrem Hofstaat begleitet, wie entrückt an ihren Platz geleitet wurde und dort versteinert verharrte. Merkel wirkte auf mich während der ganzen Zeit wie auf Drogen: ein grauer Roboter saß da, im Gesichtsausdruck völlig regungslos. Vor dem Essen hielt sie an einem Stehpult eine kurze Rede, routinierter als 2002, nicht so unsicher, aber immer noch sehr steif. Irgendeine Form von Kontakt zu den geladenen Gästen – erneut überwiegend aus der Industrie – suchte sie bei dieser Rede nicht, emotionslos spulte sie ihren Text herunter, samt einiger inhaltlicher Patzer. Aber meinem Eindruck nach hörte auch 2017 niemand wirklich zu. Trotz all ihrer Macht, über die sie nun verfügte, schien sich das in all den 15 Jahren nicht geändert zu haben: Ernsthaft auf sie zu achten, wie sie da stand und redete und was sie so sagte, tat immer noch niemand, und sie wirkte da vorne immer noch wie eine völlig einsame Frau. An meinen persönlichen Gefühlen zu dieser Person änderte diese neuerliche Begegnung im Jahr 2017, diese Stunde räumlicher Nähe zu einem einsamen grauen Roboter, nicht das geringste. Diese Frau hat so unendlich viel Böses getan, sie hat die deutsche Demokratie geschändet, sie hat so viel Blut an ihren Händen, es gibt so viel Leichen, die den Weg ihrer Karriere pflastern. Auch jetzt brauche ich nur an die Toten von Würzburg zu denken, an die Ekelhaftigkeiten der Kölner Silvesternacht, an den ungesühnten Mord an Marcus Hempel, dann ist mein gesunder Hass auf diese Frau wieder da und glüht in mir voller Leidenschaft.
(pi-news.net)

**************
DAS WORT DES TAGES
..Außerdem macht sich der jahrelang sträflich vernachlässigte Pflegekraftmangel schmerzlich bemerkbar, da nun viele Intensivbetten aus diesem Grund nicht betrieben werden können. Das Testchaos treibt diese Entwicklung weiter an. In dieser Situation eine unheilige Impfpflicht insbesondere für Mitarbeiter im Pflegedienst anzukündigen, kann man nur als verrückt bezeichnen. Ich habe genügend Pflegekräfte gesprochen, die von erheblichen Nebenwirkungen – sogar Todesfällen – von Mitarbeitern nach Impfung berichten, denen nicht offiziell nachgegangen wurde. Viele der bis jetzt ungeimpften Pflegekräfte haben Angst vor dieser Impfung und werden dann den Dienst quittieren (ähnliches ist in Frankreich bereits passiert)..
(Dr. med. Gunter Frank, achgut.com)
****************

Das Narrativ von den gewalttätigen Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen
Von Matthias Nikolaidis
In mehreren europäischen Städten fanden Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen statt. Gleichzeitig bieten einzelne Vorfälle Politikern die Gelegenheit, ein neues Narrativ von der Radikalisierung und Gewaltaffinität der Demonstranten zu verbreiten...
(Tichys Einblick. Idiokratien gibt es nicht gewaltlos.)

Dieser Corona-Blindflug ist ein Versagen erster Güte
„Wird schon stimmen“ reicht nicht. Das gilt insbesondere für den behördlichen Lapsus aus Bayern bei der Erhebung unterschiedlicher Inzidenzen für Geimpfte und Ungeimpfte. Die Reaktionen der Verantwortlichen machen deutlich: Die Politik verkennt, wie blank die Nerven der Bürger liegen. Wenn man sich den Umgang deutscher Behörden mit den Daten zur Coronalage im Land als unbedarfter Beobachter anschaut, dann schwankt man dieser Tage in seiner Gemütslage: Mal reibt man sich verwundert die Augen, weil offizielle Stellen zum Teil derart unbedarft mit Erhebungen zum Infektionsgeschehen umgehen, aus denen Politiker dann Maßnahmen ableiten – und mal denkt man sich: Mich wundert langsam gar nichts mehr. Der aktuellste Fall, für den beide Reaktionen infrage kommen, spielt sich derzeit in Bayern ab. Dort, das ergab eine WELT-Recherche vor wenigen Tagen, geht man fragwürdig dabei vor, zu ermitteln, wie stark sich die Ansteckungszahlen unter Geimpften von denen Ungeimpfter unterscheiden.
(welt.de. Ist's irgendwo anders? Nerven haben die, die gibt es gar nicht!)

Söders Krise in der Pandemie
Der „Landespapi“ stürzt ab
Seine restriktive und erfolglose Corona-Politik hat Söder vom enorm populären Politiker zum am wenigsten beliebten Ministerpräsidenten abstürzen lassen. In seiner CSU verliert er an Rückhalt...
(welt.de. Worauf reimt sich Söder?)

Gerd Held
Der Engpass, der unweigerlich kommt
Wirtschaft und Staat verlieren hierzulande elementare Fähigkeiten. Man setzt auf akademisierte Luftnummern, dabei ist das Gebot der Stunde die Rehabilitierung von Dingen, die über Jahrzehnte als zu hart, langweilig und banal galten...Genau genommen sind es zwei Vorgänge, die diesen Ernst der Lage ausmachen. Erstens führen die Verluste dazu, dass unser Land immer einseitiger und damit krisenanfälliger wird. Die Wirtschaft spezialisiert sich auf gehobene Produkte, Produktionsschritte und Dienstleistungen, der Staat spezialisiert sich auf eine Moderatorenrolle und „soft power“. Zweitens werden die Fähigkeiten, auf die Deutschland so einseitig setzt, international immer weniger nachgefragt. Entweder werden sie von anderen Nationen (insbesondere von Schwellenländern) in Eigenregie übernommen, oder sie erweisen sich als zu teuer, zu kompliziert oder zu schwach...
(achgut.com. Und alle: "Merkel, du hast Deutschland gestohlen, Scholz gib es wieder her, gib es wieder her".)

Klaus Leciejewski
Taiwan – Die kommende Prüfung des Westens
Der chinesische Partei- und Staatschef Xi hat in den zurückliegenden Wochen mehrfach öffentlich betont, dass China die „abtrünnige Provinz Taiwan“ notfalls auch mit Waffengewalt der Volksrepublik angliedern werde. Was heißt das für den Westen?
(achgut.com. Mehr "Die Kunst des Krieges" und Konfuzius lesen!)

Beethoven war ungeimpft – wie lange noch?
Von Martina Binnig. Ob Beethoven für den Klimawandel oder ein Virus für den digitalen EU-Pass: Global agierende NGOs, EU und UNO verstehen sich meisterlich darauf, alles zu instrumentalisieren, was ihren Ideologien dienlich ist...Am 5. Juni 2020, dem „World Environment Day“, erregte hingegen ein virtuelles Ereignis aus Bonn die Aufmerksamkeit der medialen Öffentlichkeit: Unter dem Motto „Beethoven Pastoral Project Promotes Climate Protection“ wurde ein dreieinhalbstündiges Programm aus Musik und „Talk“ gestreamt,...Unter anderem sprach Patricia Espinosa, die seit Mai 2016 Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen mit Sitz in Bonn ist. ... Einen Tag vor der Preisverleihung an die Beethoven Jubiläums GmbH, also am 1. Dezember 2021, fiel mein Blick an einer Haltestelle der Kölner Stadtbahn versehentlich auf einen der Bildschirme, mittels derer den Wartenden geframete Nachrichten zuteilwerden. Unter einem großen Foto von Ursula von der Leyen war die Schlagzeile zu lesen, dass von der Leyen eine EU-weite Impfpflicht wolle...Das frei zugängliche Dokument ist auf den 7. Dezember 2018 datiert. Darin ist für den Zeitraum 2019 bis 2022 als „Action“ vorgesehen: „Prüfung der Durchführbarkeit der Entwicklung eines gemeinsamen Impfausweises/Passes für EU-Bürger..."
(achgut.com. Nägel für Kreuzigungen sind spitz.)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.