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General Winter dezimiert Fridays For Future

Hinter Muttis warmen Ofen

(www.conservo.wordpress.com)

Von Philolaos *)

Letzthin war ich mit meinen Angestellten in einem asiatischen Restaurant. Zu den lukullischen Favoriten gehörte dort ein Angebot mit exotischen Fleischspezialitäten wie Känguru, Krokodil, Zebra und Kamel-Fleisch, das man sich dort auf Wunsch zubereiten lassen konnte. Alle Versuche meines Minne-Objekts, mich dafür zu begeistern, waren Rohrkrepierer.

Unser Logenplatz in der Nähe dieser fleischgewordenen Exotik versorgte mich mit Einsichten und Informationen, die alle Klischees zum Thema Jugend und Fridays For Future wie eine Seifenblase platzen ließen. Ausgerechnet die Generation Greta fühlte sich magisch angezogen vom Fleisch aus fernen Kontinenten mit dem Flair bzw. Hautgout überbordender Kerosinfontänen und überdimensionaler CO2-Fußabdrücke. Es waren gerade die Knirpse, Knilche und Pimpfe – die sich von Greta mit den Segelohren unbeobachtet wähnten – wie junge Löwenbabies über die exotischen Fleischberge herfielen und offensichtlich in keinem müden Moment an kalbende Eisberge und schmelzende Polkappen dachten.

Während mir die vermeintlich klimabewusste Generation Greta alle Vorschußlorbeeren zerfledderte, spielte sich am Nebentisch ein für kreuzbrave Steuerkartoffeln lehrreiches Beispiel über das Thema „Andere Länder – andere Sitten“ ab. Ein Twen mit Rasta-und Gammel-Locken schlug sich dort mit einem aus optisch mutmaßlich zwei Cannabis-Schnepfen bestehendem Harem den Magen voll. Daß sie auf Englisch quasselten war unüberhörbar und vermutlich kamen die Gäste vom McDonalds-Kontinent nach Good Old Germany. Nach üppigem Abendmahl entfernten sich die Gourmands still und unauffällig vom Tisch und ließen nur halbleere Gläser und das benutzte Geschirr als Souvenir zurück. Meine Monalisa stupste mich zwar an, und raunte, die hätten gar nicht bezahlt, was ich Armleuchter leider mit der Formel „die würden ihren Obolus halt direkt bei der Kellnerin verrichten“ bodenlos zu beschwichtigen versuchte. Erst als die asiatische Bedienung an deren verlassenen Tisch kam, und entsetzt wie vom Blitz getroffen niedergeschlagen mit „die sind abgehauen!“ kommentierte, war meine Wertschätzung für Uncle Sams Touristen und Zechpreller nicht unbedingt auf Höhe der Freiheitsstatue.

Die Fridays For Future-Pimpfe mit ihren Pickelhauben und Stimmbruch-Parolen fand ich in ihrer exponentiellen pubertären Selbstüberschätzung und Pausbäckigkeit immer recht flockig und flauschig, besonders wenn Luisa in der Rolle von Rotbäckchen zum Klugscheißen ansetzt.

Klimanotstand (c) Hadi [CC0] WikimediaFelsenfest repetierte ich „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Frucht- und Klima-Zwerge nicht!“. Jetzt, wo es am schönsten ist, überbringt der rundetischdgf. die niederschmetternde Hiobsbotschaft:

„Sind die hiesigen Demonstranten zur Einsicht über die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens gekommen, oder ist es jetzt schlichtweg draußen zu kalt?

Der tiefe Fall der Klima-Demonstranten – und das im grünen Baden-Württemberg! Die Stuttgarter Zeitung berichtet, daß jetzt nur noch unregelmäßig freitags mit kaum 100 Leuten in Stuttgart demonstriert wird. Ende September waren es noch 20 000.

Wenn es ungemütlich wird, sitzen unsere Weltuntergangsjünger lieber hinter Muttis warmen Ofen.“

Väterchen Frost zeigt immer dann die Zähne, wenn man am wenigsten damit rechnet.

Wer am besten schlottert und zittert hat durch Husten, Schnupfen, Heiserkeit das Zeug zum Klima-Märtyrer und optimierte Perspektiven für einen Platz im Helden-Friedhof von FFF.

Tja, Fridays For Future, to be – or not to be or bibber for future?
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Querverweise:
Winter im Mai. Das Klima setzt ein Zeichen gegen Greta
Fridays for future. Viel Lärm um nichts. Wettergott watscht Windmacher-Jugend ab
(Original: https://bayernistfrei.com/2019/11/20/general-winter-dezimiert-fridays-for-future/

*) https://bayernistfrei.com/ „bayernistfrei“ ist ein Partnerblog von conservo, mit dem wir eine Artikelaustausch-Vereinbarung pflegen.

 

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