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Guten Tag! 16.8.22

 

 

Am Morgen, am Abend, viele spinnen immer. Wenn der Spinnen-Mann aber plötzlich eine Garagentür durchbricht, öffnen sich sogar in einem kleinen Dorf neue Welten. Wikipedia: Spider-Man (im Original: The Amazing Spider-Man, zu deutsch früher: Die Spinne) ist eine Comicfigur in einer Reihe von Marvel Comics. Spider-Man wurde von Stan Lee und Steve Ditko geschaffen. Sein erster Auftritt war in Amazing Fantasy Nr. 15 im August 1962.Spider-Man ist eine der wichtigsten Comicfiguren des Marvel Verlags. Im deutschsprachigen Raum war Spider-Man seit seiner Einführung die meiste Zeit der erfolgreichste Marvel-Charakter.Auf der einen Seite ist er ein Superheld mit speziellen Fähigkeiten, andererseits hat er mit den Mühen und Problemen des Alltags zu kämpfen. Peter Benjamin Parker alias Die Spinne wird als Waisenkind von seinem Onkel Ben und seiner Tante May aufgenommen.Die Figur des Spider-Man stammt aus der Zeit, in der Marvel Comics sich auf das Superhelden-Genre zu konzentrieren begann. Nachdem Marvel-Autoren Stan Lee und Jack Kirby bereits Figuren erschaffen hatten, die jeweils Astronauten (Die Fantastischen Vier, Debüt im November 1961) bzw. Wissenschaftler (Hulk, Mai 1962) gewesen waren, wollte Lee nun einen „ganz normalen Teenager“ nehmen. Da die Fantastischen Vier bereits über Elementarkräfte und der Hulk über Superstärke verfügten, entschied man, der neuen Figur Tierkräfte zu geben. Er wählte die Spinne aus, etablierte, dass der neue Held in seiner Zivilidentität unbeliebt sei, und nannte ihn Spider-Man. Marvel-Chef Martin Goodman war skeptisch, da Spider-Man gegen drei ungeschriebene Gesetze verstieß: Erstens waren jugendliche Superhelden damals meist Sidekicks von erwachsenen Mentoren (z. B. Robin für Batman), zweitens hatte Spider-Man keine glamouröse Superkraft (Goodman war besorgt, dass die Leser mit Angst vor Spinnen den Comic meiden würden), und drittens war der Verleger davon überzeugt, dass die Leser niemals einen Comic mit einem „Verlierertypen“ kaufen würden. Lee überzeugte Goodman, Spider-Man in der Reihe Amazing Fantasy debütieren zu lassen, die sowieso kurz vor dem Aus stand. Ursprünglich plante Lee, dass Jack Kirby die neue Figur zeichnen sollte. Doch nachdem Kirby sechs Probeseiten abgeliefert hatte, in denen Spider-Man „zu heroisch“ dargestellt wurde, entschied er sich, den eher zurückhaltender zeichnenden Steve Ditko mit dieser Aufgabe zu betrauen.[4] Welchen Anteil Lee, Kirby und Ditko jeweils an der Erschaffung von Spider-Man hatten, ist bis heute Gegenstand von Kontroversen.Spider-Man debütierte in Amazing Fantasy #15 (August 1962). In diesem Comic wird Peter Parker als schmaler, Brillen tragender Waise dargestellt, der von seiner betagten Tante May und ihrem Mann Ben aufgezogen wird. Peter gilt an seiner Midtown High School trotz (oder wegen) seines Wissenschaftstalents als Nerd, der sowohl vom Klassenbully Flash Thompson als auch von seinem Schwarm Liz Allen als „Bücherwurm“ verhöhnt wird. Beim Besuch eines Forschungslabors wird Peter von einer radioaktiv verseuchten Spinne gebissen und erlangt Spinnenkräfte (d. h. Haftung an Wänden, übermenschliche Körperkräfte, Koordination, Sinnesschärfe). Er entwirft Netzsprüher, die er an seinen Handgelenken trägt, ein blau-rotes Spinnenkostüm, und nennt sich Spider-Man. Nachdem er als Wrestler Geld verdient, lässt er einen flüchtenden Dieb laufen, da ihn „das nichts angeht“. Wenig später wird Onkel Ben erschossen, und als Peter den Mörder stellt, ist er erschüttert, dass es sich just um jenen Dieb handelte, den er davonlaufen ließ. Von Gewissensbissen geplagt, verschreibt er sich dem lebenslangen Kampf gegen das Unrecht, denn „aus großer Kraft folgt große Verantwortung“. Dieser Satz, der in Amazing Fantasy #15 aus dem Off kommt, wurde später innerhalb der Marvel-Welt Onkel Ben zugeschrieben. Amazing Fantasy #15 war ein unerwarteter Verkaufserfolg und trug dazu bei, dass Spider-Man in Amazing Spider-Man #1 (März 1963) in seiner eigenen Reihe debütierte. In den frühen Abenteuern besiegt Spider-Man genretypisch den „Schurken des Monats“, wobei bereits in den ersten Ausgaben beliebte Superschurken wie Chamäleon (Debüt in Amazing Spider-Man #1), Geier (#2), Doktor Oktopus (#3), Sandman (#4), Echse (#6), Electro (#9), Mysterio (#11), Grüner Goblin (#14) oder Kraven (#15) erfunden wurden, die Spider-Man oft in den nächsten Jahrzehnten bekämpfte. Ditko und Lee bauten als immer wiederkehrende Problematiken ein, dass Spider-Man nie die Anerkennung für seine Taten bekommt, und sich als Peter Parker stets mit Schulproblemen, Liebeskummer und der Sorge um seine verwitwete, herzkranke Tante May auseinandersetzen muss. Diese damals ungewöhnlichen Themen trugen zur wachsenden Beliebtheit und zu einem hohen Identifikationsfaktor unter der Leserschaft bei. Ein weiterer Faktor war das Lokalkolorit, da Spider-Mans Abenteuer meist in New York City spielten, im Gegensatz zu z. B. Batman sowie Superman, die in den fiktiven Städten Gotham City bzw. Metropolis gelagert sind. Als Nebenfiguren wurden der Spider-Man hassende Zeitungsboss J. Jonah Jameson eingeführt, seine besonnene rechte Hand Robbie Robertson (eine der ersten afroamerikanischen Figuren bei Marvel) und die Sekretärin Betty Brant, die Peters erste Liebe wurde. Bald kam die selbstbewusste Nachwuchsschauspielerin Mary Jane Watson hinzu, deren erster Satz „face it tiger, you just hit the jackpot“ (Gib es zu, Tiger, du hast gerade den Jackpot geknackt) eines der bekanntesten Spider-Man-Zitate ist. In dieser Periode etablierten Ditko und Lee mehrere Gegensätze im Verhältnis zwischen Peter Parker und Spider-Man. Erstens war Peter in seiner Zivilidentität schüchtern und zurückhaltend, aber als Spider-Man ein Sprüche klopfender Heißsporn. Zweitens verhöhnte Flash Peter als Nerd, war aber Spider-Mans größter Fan. Drittens hasste J.J. Jameson Spider-Man, zahlte aber Peter Geld, um an Fotos von ihm zu kommen. Viertens hatte Spider-Man großartige Superkräfte, beugte sich aber zu Hause bedingungslos seiner gebrechlichen Tante May.Als Ditko und Lee Peter Parker 1965 seine High School abschließen ließen und als Student zur fiktiven Empire State University schickten, führten sie weitere Figuren ein, u. a. seinen Zimmergenossen Harry Osborn, dessen zwielichtigen Milliardärsvater Norman Osborn (der insgeheim der Superschurke Grüner Goblin ist), sowie die kluge, schöne Mitstudentin Gwen Stacy, Tochter des Polizeioffiziers George Stacy. Kurz darauf beendete Ditko nach persönlichen Differenzen die Zusammenarbeit mit Lee.Als Ersatz verpflichtete Lee den neuen Zeichner John Romita senior. In einer Zeit, in der Peter Parker in den Comics einen neuen Lebensabschnitt begann, zeichnete ihn Romita nicht mehr länger als blassen Strebertypen, sondern als attraktiven jungen Mann, und Spider-Man mit der physischen Präsenz eines gestandenen Superhelden. Romitas Interpretationen gelten bis heute als die „ultimativen“ Versionen der Figur.Im Jahre 1971 wurde die Spider-Man-Story Green Goblin Reborn! (Storyline Amazing Spider-Man #96–98) veröffentlicht, in der zum ersten Mal die negativen Folgen von Drogenkonsum dargestellt wurden. Dies stand im Gegensatz zum damals geltenden Comics Code, aber Autor Stan Lee bestand auf dieser sozialkritischen Story und nahm in Kauf, dass der Comic als „jugendgefährdend“ bezeichnet werden konnte. Die Story war sowohl bei Fans als auch Kritik ein Erfolg und trug dazu bei, dass der Comics Code später abgeschafft wurde. 1972 übergab Lee die Autorenschaft von Spider-Man an den damals gerade erst 20 Jahre alten Gerry Conway. Eine von Conways ersten Handlungen war es, Peter Parkers Freundin Gwen Stacy zu töten. Hintergrund war, dass sich Zeichner John Romita, Editor Roy Thomas und er einig waren, dass ihre Charakterentwicklung nach damaligen Maßstäben ausgereizt war. Hätte ihr Peter seine Geheimidentität offenbart und sie geheiratet, fürchteten sie, keine glaubwürdigen Abenteuer mit Spider-Man mehr machen zu können. Somit verfassten sie Amazing Spider-Man #121 (Juni 1973), in denen der Grüne Goblin Gwen eine Brücke herunterwirft, und Spider-Man beim Versuch, sie mit einem Spinnennetz zu retten, ihr aus Versehen das Genick bricht. Die Story etablierte den Grünen Goblin als Spider-Mans Erzfeind, verschlimmerte Peters Schuldgefühle (nach Onkel Bens Tod gab er sich nun auch an Gwens Ableben die Schuld), und gilt bis heute als einer der schockierendsten Momente der US-Comicgeschichte.In den 1970er-Jahren wurden in Spider-Man verstärkt sozialkritische Themen verarbeitet. Neben den Risiken von Drogenkonsum waren es Studentenproteste, die Bürgerrechtsbewegung und der Vietnamkrieg. Dies spiegelte sich u. a. in der Wandlung von Flash Thompson wider, der in die U.S. Army eintrat und nach Vietnam ging. Ebenfalls änderte sich die Rolle von Mary Jane Watson, die zuvor mit Harry Osborn zusammen gewesen war, und nun (trotz harter Konkurrenz durch Spider-Mans Superheldenkollegin Black Cat) Peters Freundin wurde. Zudem wurde die erste Spin-off-Serie eröffnet, Spectacular Spider-Man (1976). Während die Flaggschiffserie Amazing Spider-Man den Kampf gegen Superschurken fokussierte, konzentrierten sich die Geschichten in Spectacular auf sozialkritische Themen wie Straßenkriminalität, Drogenhandel und Korruption.In den 1980er-Jahren wurde Spider-Man optisch verändert. Hatte er seit 1962 an immer ein rot-blaues Kostüm getragen, so verschmolz er 1984 in der Marvel-Crossover-Serie Secret Wars mit einer außerirdischen schwarzen „Symbiontenmasse“, so dass er mehrere Jahre lang ein schwarzes Kostüm trug. Zudem kam Mary Jane hinter seine Geheimidentität, was ihre Beziehung erheblich belastete. In diesem Jahrzehnt wurden mehrere von Fans und Kritikern gelobte Geschichten verfasst: in The Death of Jean DeWolff (1985) von Autor Peter David ermordet ein Psychopath eine von Peters Vertrauten, worauf nur Daredevil verhindern kann, dass Spider-Man den Superschurken umbringt, in Kravens Last Hunt (1987) von Jean Marc DeMatteis begräbt Kraven Spider-Man lebendig, massakriert jeden Kriminellen, der Spider-Man nicht besiegen konnte, und richtet sich am Ende selbst, und in The Wedding (1987) heiraten Mary Jane und Peter schließlich.[9] Zudem wurde etabliert, dass Spider-Mans Symbiontenmasse ein Parasit war, der ihn langsam auffraß. Nachdem Spider-Man sein eigenes Kostüm nach hartem Kampf besiegte, trug er nach längerer Zeit wieder rot-blau anstelle von schwarz. Die Masse suchte sich einen neuen Wirt namens Eddie Brock, der der Superschurke Venom wurde (1988). Todd McFarlane zeichnete mit Spider-Man #1 (1992) eines der verkaufsstärksten Comics der 1990er-Jahre. Die 1990er-Jahre verliefen sowohl für Spider-Man als auch für Marvel Comics selbst chaotisch. Mit dem neuen Zeichner Todd McFarlane verkaufte sich Spider-Man #1 (1990) in der Zeit der Comic-Spekulationsblase 2,5 Millionen Mal.1992 verließ McFarlane Marvel und stieg bei Image Comics ein, und zudem stand Marvel selbst aufgrund von Missmanagement kurz vor dem Bankrott. In dieser Zeit wurden viele Storys verfasst, in denen sich Spider-Man mit den Spinnen-Superschurken Venom und Carnage (Debüt 1991) auseinandersetzen musste. Zudem erschuf Autor Howard Mackie die sog. Klon-Saga, in der etabliert wurde, dass Peter Parker angeblich nur ein Klon des „wahren“ Spider-Mans namens Ben Reilly sei. Das kreative und finanzielle Durcheinander führte dazu, dass Mackie ermutigt wurde, immer mehr Cliffhanger und Schockeffekte einzubauen, um die Verkaufszahlen zu fördern. Kritisiert wurde die zunehmende Reduzierung von Mary Jane auf die Rolle eines Supermodels mit üppigen Kurven, die außer Fanservice nur noch wenig zur Story beitrug. Immer mehr Spider-Man-Klone wie Kaine oder Carnage wurden etabliert, Mary Jane wurde schwanger und verlor ihr Kind, und Peter Parker gab mehrfach das Superheldentum auf, blieb aber nie dabei, und die Reaktion von Fans und Kritik war negativ.Hierunter fiel der Umgang mit Tante May, die in der Story The Gift (Amazing Spider-Man #400, 1995) scheinbar einen würdigen Tod stirbt – bis Mackie etablierte, dass es sich hierbei nur um eine „genetisch veränderte Doppelgängerin“ handelte, und die echte Tante May noch lebte.Selbst nachdem die Klon-Saga endete und Peter Parker wieder als Spider-Man etabliert war, war die Comicfigur angeschlagen.In diesem Jahrzehnt wurde das Bild von Spider-Man maßgeblich von der erfolgreichen Filmreihe von Sam Raimi und Avi Arad bestimmt, in denen Tobey Maguire den Titelhelden verkörperte. Parallel wurde die Reihe Ultimate Spider-Man mit zeitgemäßen Versionen der etablierten Charaktere eingeführt, so dass neue Leser einsteigen konnten, ohne 40 Jahre Vorwissen mitbringen zu müssen. In dieser Version, die von Autor Brian Michael Bendis verfasst wurde, waren Tante May und Onkel Ben Hippies, wurde Peter von einer genetisch veränderten anstelle einer radioaktiv verstrahlten Spinne gebissen, und er war von Anfang an mit Mary Jane, Liz, Flash, Harry und später Gwen in derselben Schulklasse. Diese hipperen Interpretationen wurden vielfach gelobt.[9] Auch bei der Hauptreihe Amazing Spider-Man sorgte Autor J. Michael Straczynski für eine spürbare Verbesserung. 2002 verfasste er die Story The Conversation, in der Tante May Peter als Spider-Man enttarnt. Als sie wissen will, warum er sie so lange belogen hat, erzählt der beschämte Peter alles über seine Geheimidentität, gesteht ihr die Episode mit dem Dieb und will alle Schuld für Bens Tod auf sich nehmen, doch sie lässt ihn nicht: Wenn sie sich nicht vorher mit Ben „über etwas völlig Sinnloses“ gestritten hätte, hätte er nie das Haus verlassen, und der Dieb hätte ihn nicht erschossen. Beide verzeihen sich gegenseitig, und somit schließt Spider-Man Frieden mit seiner größten Verfehlung. Im Zuge des Marvel-Crossovers Civil War (2006) ließ Autor Mark Millar Peter Parker zudem seine Geheimidentität der Welt mitteilen, dies wurde aber ein Jahr später in der Story One More Day (2007) rückgängig gemacht. In dieser Storyline von Straczynski, an der Marvel-Chef Joe Quesada großen Einfluss hatte, stirbt Tante May nach einem Querschläger, doch dann bietet der Superschurke Mephisto (das Marvel-Äquivalent des Satans) Peter an, sich für sie zu opfern. Peter willigt ein, so dass Mephisto zwar Tante May wieder zum Leben erweckt, aber seine Ehe zu Mary Jane und alle Geschehnisse danach rückgängig macht. Somit war das Spider-Man-Universum quasi auf den Stand von 1987 zurückgesetzt, so dass u. a. keiner mehr die Geheimidentität von Spider-Man wusste. Ähnlich wie einst Gerry Conway, der 1972 Spider-Mans Freundin Gwen Stacy töten ließ, meinte Quesada dazu, dass die Heirat sowohl Peter als auch Mary Jane als Charaktere gebremst hätte. Diese Entscheidung wurde sowohl von Straczynski, der sich von der Story distanzierte, und von Fans als auch Kritik äußerst zwiespältig aufgenommen, da ein etablierter Superheld buchstäblich einen Teufelspakt eingegangen war.In den 2010er-Jahren kam es zu einem Relaunch der Spider-Man-Filme, in denen Andrew Garfield zwei Mal den Superhelden verkörperte. In den Comics etablierte Autor Dan Slott in der neuen Serie Superior Spider-Man, dass der sterbende Superschurke Doktor Oktopus sein Bewusstsein in Spider-Mans Gehirn transferiert und somit Peter Parkers Körper übernimmt. Doktor Oktopus widmet sich der Mission, ein „besserer Spider-Man“ zu sein als das Original, und ist sowohl als Superheld als auch in seiner Zivilidentität skrupelloser und effektiver. Slotts Storys wurden zunächst negativ gesehen, überzeugten aber Fans und Kritik durch den originellen Ansatz, Spider-Man nicht mehr länger als von Selbstzweifeln geplagten Grübler, sondern als arroganten Macho zu interpretieren. Nachdem Peter wieder seinen Körper übernimmt, bemerkt er, dass der Superschurke sowohl sein Geschäfts- als auch sein Privatleben völlig umgekrempelt hat, was nicht immer nachteilig war. Ebenfalls gelobt wurden der Comic Spider-Gwen, die eine alternative Zeitlinie beschreibt, in der nicht Peter Parker, sondern Gwen Stacy Spinnenkräfte erlangt, sowie das Aufkommen von Miles Morales, der nach dem Tod von Peter Parker im alternativen Universum von Ultimate Spider-Man der erste afroamerikanische Spider-Man wurde. 2015 kam es zu einem verlagsweiten Relaunch der Marvel-Serien („All-New, All-Different Marvel“), so dass u. a. das reguläre Marvel-Universum (Marvel-616) mit den Universen aus Ultimate Marvel (Marvel-1610) und Spider-Gwen (Marvel-65) verschmolzen wurde. Dies führte dazu, dass nun Peter Parker (616-Version), Miles Morales (1610-Version) sowie Gwen Stacy (65-Version) nach dem Relaunch in derselben Welt agieren, und Peter mit seinen Schuldgefühlen über seine Version von Gwen und Miles mit seinen Schuldgefühlen über seine Version von Peter zurechtkommen muss. 2017 erschien mit Spider-Man: Homecoming ein weiterer Kinofilm, der zum Marvel Cinematic Universe gehört. Marvel hatte zu diesem Zweck eine Vereinbarung mit Sony getroffen und das Recht erworben, die Figur in fünf Filmen auftreten zu lassen, an deren Gewinn Sony beteiligt ist. Ein von Tom Holland dargestellter Spider-Man war bereits 2016 in The First Avenger: Civil War zu sehen. Fortsetzungen erfolgten 2019 mit Spider-Man: Far From Home und 2021 mit Spider-Man: No Way Home.In Amazing Fantasy #15 (1962) wird die bis heute gültige Entstehungsgeschichte von Spider-Man beschrieben. Der Waise Peter Parker, der bei seiner betagten Tante May und seinem betagten Onkel Ben aufwächst, ist ein schüchterner, unbeliebter Nerd. Nach dem Biss einer radioaktiv verseuchten Spinne entwickelt er verschiedene Superkräfte: die proportional vergrößerte Kraft, die Geschwindigkeit und Wendigkeit einer Spinne, die Fähigkeit, Wände zu erklettern und einen „Spinnensinn“. Er nennt sich daraufhin Spider-Man, näht sich ein rot-blaues Kostüm mit Spinnenmotiven und erfindet „Netzdrüsen“ mit der dazugehörenden Netzflüssigkeit. Diese erlauben ihm, verschiedene Netze zu spinnen, von elastischen Tauen, an denen er sich von Haus zu Haus schwingt, stabilen Fangnetzen, oder Fesseln, um Verbrecher einzuschnüren. Zudem ist Spider-Man ein gewitzter Sprücheklopfer, was u. a. spätere Helden wie Deadpool inspirierte.Als Peter in seinem Spider-Man-Kostüm als Wrestler Geld verdienen will, hält er einen flüchtenden Dieb nicht auf. Kurz darauf wird Peters Onkel Ben erschossen, und als Peter den Mörder stellt, erkennt er zu seinem Schrecken den Dieb, den er nicht stoppte. Fortan widmet er sich der Verbrecherjagd, und beherzigt stets Bens Motto: „Aus großer Macht folgt große Verantwortung“ (englisch: "With great power comes great responsibility"). Im Gegensatz zu anderen Superhelden wie Superman oder Batman ist somit weder Edelmut noch Rache, sondern Schuldgefühl der Hauptgrund für Spider-Mans Verbrecherjagd. Nach Abschluss der High School (1965) studiert Peter an der fiktiven Empire State University, freundet sich mit seinem Zimmergenossen Harry Osborn an, und wird bald sowohl von seiner Mitstudentin Gwen Stacy als auch der angehenden Schauspielerin Mary Jane Watson umworben. Nachdem Peter und Gwen zusammenkommen, kommt sie im Kampf zwischen Spider-Man und dem grünen Goblin (Harrys kriminellen Vater Norman Osborn) zu Tode (1973). Nach längerer Trauer finden Mary Jane und Peter zueinander, und nachdem sie seine Superheldenidentität akzeptiert, heiraten sie schließlich (1987). Dies wurde aber 2007 durch die Story One More Day rückgängig gemacht. Geblieben sind Peters Karriere als freier Fotograf für den Daily Bugle sowie als Dozent an der Empire State University. Seit seinem Debüt 1962 ist Peters betagte, herzkranke Tante May Parker seine wichtigste Bezugsperson. Er gibt sich die Schuld am Tod ihres Ehemannes Ben und wagt aber lange Zeit nicht, ihr die Wahrheit über sich zu sagen, da er fürchtet, dass es sie umbringen würde. Erst spät (2002) erfährt Tante May seine Geheimidentität und verzeiht ihm seine Untätigkeit vor Onkel Bens Tode. Ebenfalls seit Anfang der Comics verkauft Peter Fotos von Spider-Man (d. h. sich selbst) an den Spider-Man hassenden Zeitungsboss J. Jonah Jameson. Nachdem Tante May 2009 Jamesons Vater heiratet, ist er ironischerweise Spider-Mans Verwandter.Innerhalb der Welt von Marvel Comics ist Spider-Man als prototypischer Einzelkämpfer bekannt, der vom Establishment (verkörpert durch J. Jonah Jameson) gehasst, aber von der Bevölkerung geliebt wird. Dies spiegelt sich in seinem inoffiziellen Spitznamen „friendly neighborhood Spider-Man“ (engl.: der freundliche Spider-Man von nebenan, in der deutschen Version die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft) wider. Trotzdem ist Spider-Man seit den 1960er-Jahren mit Johnny Storm aus den Fantastischen Vier befreundet (was sich z. T. damit erklären lässt, dass beide damals die einzigen Teenager-Superhelden bei Marvel Comics waren) und ist öfter in Crossovern mit Daredevil und Wolverine zu sehen. Als Superheld verfügt Spider-Man über eine große Galerie von Superschurken. Als sein Erzfeind gilt gemeinhin der Grüne Goblin/Grüne Kobold (Norman Osborn), der als erster Bösewicht Peter Parkers Geheimidentität herausfand und seine Freundin Gwen Stacy 1973 in den Tod schickte: Spider-Mans Kampf gegen den Grünen Goblin ist der Kernpunkt des Films Spider-Man. Dieser Status wird durch die zweite Inkarnation des Grünen Goblins (Harry Osborn, Norman Osborns mental instabiler Sohn) verstärkt, gegen den Peter besonders ungern kämpft, da Harry in seiner Zivilidentität sein bester Freund ist. Dieser Zwist war der Fokus des Filmes The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro. Ein weiterer Erzfeind ist Doktor Oktopus, der sein Debüt 1963 machte und historisch einer von Spider-Mans ältesten Gegnern ist. Er war der erste Superschurke, der Spider-Man in einem Kampf besiegte, und ist mit seinen mechanischen Armen ein ebenbürtiger Gegner für Spider-Mans Kraft, Agilität und Kletterfähigkeiten. Spider-Mans Kampf gegen Doktor Oktopus war Fokus des Films Spider-Man 2. Als dritter Erzfeind wird ab den 1990er-Jahren Venom gezählt, der sämtliche von Spider-Mans Kräften hat, und der erste Gegner ist, auf den dessen Spinnensinn nicht reagierte. Der Kampf von Spider-Man gegen Venom war Schwerpunkt des Films Spider-Man 3. Weitere Superschurken, die in Spider-Man-Kinofilmen tragende Rollen spielten, waren Echse (The Amazing Spider-Man) sowie Electro (The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro). Doch Spider-Mans wohl größter Feind ist J. Jonah Jameson, der mit seiner lebenslangen Schmierenkampagne gegen Spider-Man dafür sorgt, dass ihm viele Menschen misstrauen. Seine Fehde gegen Spider-Man war vor allem in den ersten Filmen ein wichtiger Nebenplot.Seit Beginn 1962 lebt Peter Parker / Spider-Man in Queens, New York City bei seiner Tante May Parker und ihrem Mann Ben Parker, der im ersten Spider-Man-Comic von einem Dieb erschossen wird. Über Peters Eltern Mary Parker und Richard Parker ist lange nichts bekannt, erst später erfährt Peter, dass sie Geheimagenten waren, die im Kampf gegen den Nazi-Superschurken Red Skull starben. Innerhalb der Spider-Man-Welt existieren  fiktive Orte...

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