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Gutmenschliche Altersverwirrung?

Der Konzernchef, Frl. Neubauer und die Moralprofitrate

Von WOLFGANG HÜBNER

Unter all den traurigen Führungsfiguren der Merkel-Republik hat sich der Niederbayer Josef Käser, in Siemens-Kreisen auch als Joe Kaeser bekannt wie berüchtigt, eine gewisse Sonderstellung erworben: Er heuchelt politische Korrektheit so gut wie alle anderen, teilt wohlfeile Tritte nach „Rechts“ aus, schädigt gegen Millionengage das traditionsreiche deutsche Weltunternehmen nach Managerkräften, ist aber im Gegensatz zu den anderen „Versagern in Nadelstreifen“ immer unbeirrbarer davon besessen, eine Mission zu bezeugen: Die Versöhnung von Profitstreben und Welterlösung.

Nur so lässt sich erklären, warum Käser/Kaeser das höhere Hamburger Töchterchen Luisa Neubauer von den schul- und hirnschwänzenden FFF-Hüpfscharen dafür gewinnen wollte, mit ihrem nordischen Liebreiz den arg männerlastigen Siemens-Vorstand zugleich zu feminisieren und zu verjüngen. Eine mögliche andere Erklärung, nämlich, dass es sich in Wahrheit nur um einen leicht durchschaubaren Versuch von sogenanntem „Greenwashing“ gehandelt haben könnte, geht deshalb fehl, weil Käser/Kaeser ganz offensichtlich in einem solch fortgeschrittenen Stadium von gutmenschlicher Altersverwirrung ist, die solche Tücke einfach nicht mehr erlaubt.

Da Frl. Neubauer das großzügige Angebot ihres weltläufigen niederbayerischen Gönners mit dem anglisierten Vornamen zumindest vorerst einmal abgelehnt hat, muss dieser nicht nur weiterhin mit nachfolge-erpichten Ehrgeizlingen*innen quälende Sitzungen des Vorstands hinter sich bringen. Er muss nun sogar grünes Licht für die Ermöglichung einer weiteren Klimakatastrophe im laut ARD und ZDF bereits zu 85 Prozent restlos verbrannten Australien geben. Diese Erfüllung einer Vertragsverpflichtung von Siemens gefällt Frl. Neubauer und ihrem Greta-Jüngern erwartungsgemäß gar nicht und setzt zum großen Kummer von Josef/Joe nun auch ihn auf die Anklagebank der Weltenretter.

Da unsereins nicht ohne Mitleid mit der herzzerreißenden Konfliktsituation des skrupulösen Konzernlenkers ist, möge er unseren Rat bedenken: Es reicht einfach nicht, Frl. Neubauer nur einen Sitz im Vorstand anzubieten. Vielmehr sollte ihr Verehrer in München alles dafür in Bewegung setzen, Siemens an die FFF-Rasselbande zur weiteren Verwendung zu übereignen. War Deutschland in den letzten Jahren nicht stets ein leuchtendes Beispiel für die Welt, wie man die maximale Moralprofitrate erzielt? Diese Spitzenstellung nicht nur zu verteidigen, sondern tollkühn auszubauen – wie könnte die Karriere von Josef Käser, der einst in Amerika zu Joe Kaeser reifte, besser enden!
(pi-news.net)

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