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Hat der Kreis Tuttlingen etwas zu verbergen?

Corona: Müssen Krankenhausprobleme befürchtet werden?

(tutut) - Es hat den Anschein, als entwickele sich die Gesundheitspolitik im Landkreis Tuttingen zu einem Skandal. Zu einem größeren, muss angefügt werden, denn ein Skandal ist ja bereits die Schließung des Spaichinger Krankenhauses und das politsche Schweigen der Lämmer seither. Wie falsch die Schließung des Krankenhauses ist, hat ja das Prognos-Gutachten aufgezeigt, dem die Politik im Kreis keine Diskussion würdigt. Nun stellt sich noch aktuell die Frage: Hat der Kreis Tuttlingen etwas zu verbergen? Müssen Krankenhausprobleme befürchtet werden?

Hält der Kreis es nicht für nötig, die Bevölkerung aufzuklären über die Situation der Gesundheitsversorgung? Der "Südkurier" hat sich am Freitag lobenswert dem Ernstfall angesichts Corona in der Region gewidmet. Gibt es noch ein anderes Thema zur Zeit?

Unter dem Titel "Corona - so gut sind unsere Kliniken gerüstet" führt Sebastian Kuester Interviews zu acht Kliniken in Konstanz, Schwarzwald-Baar-Kreis, Bodenseekreis, Ravensburg, Hochrhein, Sigmaringen, Lörrach und Tuttlingen. Während sieben Kliniken erwartungsgemäß detailliert Auskunft geben über ihre Vorbereitung auf Corona, über Intensivbetten und Beamtmungsgeräte, sind die Informationen aus Tuttlingen beschämend und politisch unwürdig, was Transparenz betrifft, auf die die Bevölkerung Anspruch hat.

Der Geschäftsführer des Tuttlinger Klinikums, Sascha Sator, er hat vorzeitig gekündigt, möchte keine detaillierte Auskunft
über Intensivbetten und Atmungsgeräte geben. Seine Antwort: "Es bleibt dabei, dass wir zu diesen Zahlen in der Öffentlichkeit keine Stellung nehmen. Gehen Sie bitte davon aus, dass wir alles Erdenkliche tun, um die Bevölkerung des Landkreises Tuttlingen bestmöglich zu schützen. Ich glaube nicht, dass detaillierte Zahlen die interessierte Öffentlichkeit beruhigen, daher werden wir uns dazu nicht äußern". Warum schweigt der Landrat dazu? Dies passt allenfalls zu seiner eher mangelhaften Öffentlichkeitsarbeit  angesichts der allgemeinen politischen Krise durch das Corona-Virus.

Was soll das denn? Nochmals die Frage: Hat der Landkreis Tuttlingen was zu verbergen? Mit solchen Auskünften trägt er nicht zur Beruhigung der Bevölkerung seit der Schließung des Spaichinger Krankenhauses bei. Im Gegenteil! Eher ist das Schlimmste zu befürchten, wenn sich Corona weiter ausbreitet, wie Fachleute befürchten.

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