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Hat Spaichingen die Wahl?

Eine subjektive Analyse der Kandidaten zur Bürgermeisterwahl 2012

(tutut). Der ideale Bürgermeister sollte verwaltungserfahren, unabhängig, entscheidungsfreudig und kompetent sein. Er sollte die Stadt nach außen repräsentieren und alle Bürgerinnen und Bürger vertreten.
Teil 2: Hans Georg Schuhmacher
a) Erfahrung
Der Kandidat ist 49 Jahre alt und verfügte schon bei seiner ersten Kandidatur über Verwaltungserfahrung. Aufgrund seiner höheren Alters und des Umstandes, dass er seit 8 Jahren die Stadt führt, hat er einen großen Vorsprung an Lebens- und Verwaltungserfahrung. Das ist zwar kein Charakter-Merkmal, aber eine Tatsache. Er hat eine Familie und ist seit über 22 Jahren verheiratet. Wer kann die Belange einer Familie, Existenzaufbau, Sorge um das Kind, partnerschaftliches Zusammenarbeiten von Eltern, mit allen Höhen und Tiefen, besser beurteilen als derjenige, der es selbst erlebt hat? Mit 49 Jahren weiß man, dass das Leben nicht nur aus der Sonnenseite besteht.
Wer kennt die Spaichinger Verwaltung besser als derjenige, der sie bereits seit 8 Jahren leitet? Für seine erfolgreichen Bemühungen, die Verwaltung effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten, hat er nicht nur Lob erfahren.
b) Unabhängigkeit
Hans Georg Schuhmacher wurde vor 8 Jahren gewählt mit Unterstützung der CDU. Er hat damals wie heute erklärt, er werde ohne Ansehen der Personen und Parteien sein Amt führen. Dennoch war er loyal und ließ sich für die CDU als Kreistagskandidat bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2007 aufstellen. Er erzielte ein Spitzenergebnis. Deshalb konnte auch noch Bürgermeister Stier in den Kreistag einziehen, dem es ansonsten nicht mehr gereicht hätte. Da er aber in der Folge alle Gemeinderatsfraktionen in seine Arbeit gleichermaßen einbezog, enttäuschte er einige CDU-Räte, die auf mehr Unterstützung „ihres“ Bürgermeisters gehofft hatten.
Für seine praktizierte Unabhängigkeit „zahlt“ der Bürgermeister nun mit einem Gegenkandidaten aus den Reihen der eigenen Partei.
c) Entscheidungsfreude
Die Stadt hat unter der Führung des amtierenden Bürgermeisters große Fortschritte gemacht. Diese Fortschritte setzen aber voraus, dass nicht ewig diskutiert, sondern auch entschieden wird. Das von ihm angeschlagene höhere Tempo fordert den Gemeinderat stärker als in der Vergangenheit. Es ist ein willensstarker Bürgermeister, der auch einen starken Gemeinderat braucht. Es ist aber leichter, jemanden zu bremsen als jemanden anzutreiben. Der Gemeinderat ist auch kein Harmonie-Verein, sondern ein Gremium, das treuhänderisch über das Geld der Bürger zu wachen hat, was oftmals harte Debatten erfordert.
d) Repräsentant der Stadt
Der amtierende Bürgermeister kämpft erfolgreich für die Interessen Spaichingens sowohl in der Verwaltungsgemeinschaft, wo er sich gegen eine starke Bürgermeister-Lobby behaupten muß, als auch im Kreistag.
e) Fazit:
Hans Georg Schumacher ist ein Mensch mit Ecken und Kanten. Er bringt die notwendige Erfahrung mit, um Spaichingen weiter erfolgreich zu führen. Zu diesen Erfahrungen gehören auch die schlechten, aus denen man lernen kann. Der Bürgermeister, der in 8 Jahren schwieriger Amtsführung alles nur richtig gemacht hat, muß erst noch geboren werden. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler.
Diese schlechten Erfahrungen muss ein junger Gegen-Kandidat erst noch sammeln. Man muß sich fragen, was denn so schlecht gelaufen ist in Spaichingen, dass man ihn unbedingt abwählen müsste. Man muß sich fragen, was denn ein junger Gegen-Kandidat so viel besser machen könnte.

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