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Hat Spaichingen die Wahl?

Eine subjektive Analyse der Kandidaten zur Bürgermeisterwahl 2012

(tutut). Der vielfach geäußerten Vorwurf der Verunglimpfung des Kandidaten Tobias Schumacher Rechnung tragend, sollen an dieser Stelle die Aussagen des Kandidaten Schumacher von einem anderen Blickwinkel her beleuchtet werden.
Teil 4: Aussagen des Kandidaten Tobias Schumacher
a) „ Das Ansehen Spaichingens wieder stärken“
Es ist löblich, das Ansehen der „schlafenden Jungfrau unter dem Dreifaltigkeitsberg“ wieder stärken zu wollen. Dieses Ansehen wurde in der Vergangenheit befleckt durch selbstherrliches Auftreten gegenüber den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft. Wie kommt der Amtsinhaber dazu, bei den Umlandgemeinden einen anderen Verteilungsschlüssel bezüglich der Verwaltungskosten der Verwaltungsgemeinschaft zu verlangen? Seit zig Jahren waren Spaichingens Bürger bereit, mehr zu bezahlen als nötig. Diesen Preis zahlten sie gerne, war er doch die Garantie für ein harmonisches Miteinander in der Verwaltungsgemeinschaft. Außerdem ist der gute Umgangston in der Verwaltungsgemeinschaft schon seit 30 Jahren die Voraussetzung für den Bau der lang ersehnten Umgehungsstraße.
b) Für ein „Neues Miteinander“
Auch diese Aussage ehrt den Kandidaten, zeugt es doch von der Einsicht, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Als langjähriges Mitglied in der damaligen CDU-Mehrheitsfraktion und vor allem in seiner Rolle als CDU-Fraktionsvorsitzender hatte er noch keine Gelegenheit, dieses „Neue Miteinander“ vorzuleben. Im Falle seiner Wahl als Bürgermeister hingegen wird er das Gespräch mit allen Vertretern im Gemeinderat suchen.
Schließlich weiß er, dass der Umgangsstil der 18 Gemeinderäte ausschließlich vom Verhalten des Bürgermeisters abhängt. Ist der Schultes nett, sind`s die Räte auch.
c) Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verläßlichkeit
Auch der Vorwurf der mangelnden Unabhängigkeit ist unberechtigt. Wer ist schon unabhängig? Und wenn der Kandidat erklärt, dass er im Falle seiner Wahl CDU-Kreisvorsitzender bleiben will, damit er die vorhandenen politischen Beziehungen für Spaichingen nutzen kann, dann ist das positiv. Was 30 Jahre politische Hoch-Prominenz wie Erwin Teufel, Landrat Volle, Franz Schuhmacher und Volker Kauder  bspw. in Sachen Umgehungsstraße zum Wohle Spaichingens vorbereitet haben, wird der Kandidat zusammen mit Volker Kauder und dem Abgeordneten Guido Wolf nun endlich umsetzen. Dazu muss der Bürgermeister aber unbedingt CDU-Kreisvorsitzender sein, denn nur in dieser Funktion findet er das nötige Gehör bei den politischen Entscheidern in der CDU, so war es zumindest in der Vergangenheit.
Wenn ihm nun von Kritikern vorgeworfen wird, er würde keine konkreten Beispiele dafür bringen, wie er die Stadt aus den erkannten Missständen herausführen will, dann ist auch das unberechtigt. Die Kritiker verkennen nämlich die unterschiedlichen Rollen: Man kann den Fraktionsvorsitzenden Tobias Schumacher nicht mit einem Bürgermeister Tobias Schumacher vergleichen. Als Fraktionsvorsitzender hatte er die Interessen seiner CDU-Fraktion und seiner Partei zu vertreten, als Bürgermeister hingegen muss und wird er für alle Bürger ein offenes Ohr haben.
Tagsüber wird er „mit voller Kraft und ganzem Einsatz“ für das Wohl aller Spaichinger arbeiten, für das Wohl seiner Parteimitglieder hingegen  wird er als CDU-Kreisvorsitzender nur nach Feierabend tätig. Das ist sein Privatvergnügen und geht niemanden etwas an.
Dass er dies zwischenzeitlich auch offen vertritt, ist ein Beleg für seine Ehrlichkeit.
Sauber zeitlich und inhaltlich getrennt, können sowohl die Kreis-CDU als auch die Spaichinger Bürgerschaft mit seiner Unterstützung rechnen, ein weiterer Beleg für seine Verlässlichkeit.
Und wenn Kritiker die mangelnde Verwaltungserfahrung des 33-Jährigen ansprechen, dann vergessen sie, dass es in Spaichingen einen lebenden Beweis dafür gibt, dass jugendliches Alter kein Manko sein muß: Immerhin war Erwin Teufel bereits mit 25 Jahren Bürgermeister von Spaichingen. Einen Ausnahme-Politiker wie Erwin Teufel gibt es nur alle 40-50 Jahre. Und warum sollte es dieses Jahr nicht wieder soweit sein? Hat man den jungen Bürgermeisterkandidaten Erwin Teufel nicht auch bei seinem ersten Wahlkampf belächelt? Leider war er nach acht Jahren wieder weg aus dem Rathaus.
Und ist es so schlimm, wenn sich der Kandidat Tobias Schumacher im Rahmen der Vorbereitung auf das Bürgermeisteramt Gedanken macht über die Stadtentwicklung und dabei auf neue Ansätze kommt, die sich ihm als CDU-Fraktionsvorsitzenden in den vergangenen Jahren nicht eröffnet haben?
In einer kleinen Stadt wie Spaichingen ist es beileibe keine Schande, wenn man sich kennt, wenn man in zahlreichen Organisationen aktiv und vernetzt ist, wenn man mit den meisten Leuten auf Du und Du ist. Dies nimmt den Bürgern die Angst vor dem Amt des Bürgermeisters und senkt die Hemmschwelle beim Vorbringen von Anliegen. Wer über natürliche Autorität verfügt, braucht das distanzierende „Sie“ nicht.
Schließlich muss bedacht werden, dass im Falle einer Wahl von Tobias Schumacher der Stadt nicht etwa ein guter Gemeinderat verloren geht. Der frei werdende Sitz wird sofort besetzt durch den ebenso guten Nachrücker, Herrn Ellenberger, den die Spaichinger bei der letzten Gemeinderatswahl auf der CDU-Liste nicht gewählt haben. Herr Ellenberger wäre eine Bereicherung für den Gemeinderat, hat er doch selber schon einige Jahre auf der Verwaltung gearbeitet. Man kennt sich und vertraut sich.
Was soll das kleinliche Nachfragen nach Spendern? Glauben die Kritiker etwa, nach einer erfolgreichen Wahl könnten die Spender zum neuen Schultes Tobias Schumacher laufen und Gegenleistungen einfordern? Ein absurder Gedanke, der nur die Verkommenheit des Kritikers offenlegt.
Tobias Schumacher hat mehrfach erklärt, dass er von keiner Partei unterstützt wird im Wahlkampf, weshalb er ja um Spenden bittet. Was bitte ist nun verwerflich daran, wenn Tobias Schumacher, wie jüngst geschehen, seine über 200 Spaichinger CDU-Mitglieder in einem mehrseitigen Brief um Unterstützung bittet, und dabei kostenlos auf die Mitgliederkartei des CDU-Kreisverbandes zurückgreift? Das ist allenfalls ein Gefallen dem Kreisvorsitzenden gegenüber, aber noch lange keine Unterstützung im Wahlkampf.
Deshalb gilt: Tobias Schumacher ist und bleibt unabhängig, ehrlich!
Anm.d.Red.: Zerknirscht vom Vorwurf der unberechtigten Kritik am Kandidaten Tobias Schumacher, hoffen wir, dass mit dieser Richtigstellung die Wogen geglättet sind. Außerdem versprechen wir: Sollte uns belegt werden, dass irgendetwas an den bisher geschilderten Fakten bezüglich Tobias Schumacher inhaltlich falsch ist, dann wird dies umgehend richtiggestellt. Wir warten darauf.
Richtigstellung: In der ersten Version dieses Textes war Tobias Schumachers noch als stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende genannt. Dies ist sie laut Mitteilung und Bitte von Tobias Schumachers um Richtigstellung seit 2010 nicht mehr. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Seine Frau ist inzwischen aufgestiegen und Mitglied im Vorstand des CDU-Bezirksverbandes Südbaden als Schriftführerin.

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