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Immense Bau- und Zupflasterungsvorhaben

"Zuzug von mehr als 2 Mio. Migranten aus Afrika und Asien stellte unser Land und ganz Europa auf den Kopf"

(www.conservo.wordpress.com)

Von Klaus Hildebrandt *)

Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD),

das Unwetter traf Deutschland hart, zumal wir hier in einer der am schlimmsten betroffenen Region wohnen. Gestern wurde das Dorf in dem unser Sohn mit seiner Familie wohnt evakuiert, weil ein in der Nähe liegender Damm zu brechen drohte https://www.dailymail.co.uk/news/article-9794425/Germanys-flood-death-kills-81-1-300-missing.html . Diese Katastrophe dürfte mancheinem Zweifler bzgl. des Klimawandels die Augen geöffnet haben, was aber auch für Corona gilt, das nun überhaupt kein Thema mehr ist. Auch diejenigen, die sich an der Verteilung von Sandsäcken beteiligten, trugen plötzlich keine Masken mehr, und wohl „alle leben heute noch, wenn sie nicht gestorben sind“. Währenddessen saßen unsere Hühner ganz unbekümmert auf einem im Gehege schwimmenden Brett.

Ich habe mich aufgrund der Katastrophe von vor 3 Tagen mit vielen geschädigten Nachbarn sowie mit einigen Kommunalpolitikern unterhalten, und siehe da, Erstaunliches kam dabei raus. Im Kreise einer größeren Anzahl von Diskutanten, und nachdem ein Politiker uns auf der Straße von den unglaublichen Schäden und Szenen aus dem Kreise Ahrweiler berichtete, krachte diesem der Kragen, als es um die Nennung von Ursachen für den Klimawandel ging. Da behauptete der Herr, – und wie ich meine zurecht -, die größte Sünde läge bei den Industrienationen, – wozu Deutschland ja zählt -, und die wäre die ständig zunehmende Versiegelung von Flächen, aber auch die Überproduktion von Gütern und deren Verteilung/Transport in die abgelegensten Regionen der Welt „dank“ Globalisierung. Wir alle stimmten seiner Analyse zu, aber dann kam es noch heftiger, als es um die heuchlerische Politik der GroKo ging, wobei Ihrem Kollegen und Bundesinnen- und Bauminister Horst Seehofer von der CSU dann buchstäblich die Federn gerupft wurden.

Da redet die BuReg. über den Klimawandel, und Herr Seehofer stellt gleichzeitig einen „bauen, bauen, bauen“-Plan auf, der die Steuerzahler nicht nur weitere 2 Mrd. Euro kosten soll, sondern eine direkte Folge der Berliner Migrationspolitik ist. Begründet wird dieses immense Bau- und Zupflasterungsvorhaben ja mit den hohen Immobilien- und Mietpreisen, was sicherlich zutrifft, aber auch seinen Grund hat, den wir endlich offen diskutieren sollten.

Mit dem von der Kanzlerin initiierten Zuzug von mehr als 2 Mio. Migranten aus Afrika und Asien in nur kurzer Zeit, der unser Land und ganz Europa auf den Kopf stellte, entstand ein unglaublich großer Mehrbedarf an Wohnungen, Autos, Autobahnen und Straßen, Geschäften, wie generell auch für Konsumgüter, der nun befriedigt werden muss. Die Politik selbst ist schuld, wenn sie nun in die Verantwortung genommen wird, denn die Zeiten des „immer mehr“ und „immer größer und schneller“ geht offensichtlich zu Ende. Wir alle müssen wieder bescheidener werden, wobei die gerechtere Verteilung von Geld und Gütern eine entscheidende Rolle spielen wird, was Sie, Frau Schulze, jedoch nicht als Plädoyer für den Sozialismus verstehen sollten, der sich zurzeit wie ein Krebsgeschwür über Deutschland und die Europäische Union legt.

Nein, m.E. geht das prioritär nur über eine gerechtere Entlohnung der Menschen für ihre tägliche Arbeit, ein klassisches Thema, das doch gerade Ihre SPD interessieren sollte und verantwortlich für die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich ist. Wie kann es sein, dass ein ARD-Intendant nahezu eine halbe Mio. Euro/Jahr verdient, und ein normaler Arbeiter „nur“ 20, 30 oder 50 Tsd.? Von den Gehältern der Fußballer und vieler Dax-Manager möchte ich erst gar nicht reden. In Großbritannien bietet ein Unternehmen nun Privatflüge ins Weltall an, nur damit superreiche Bürger wenige Minuten in den „Genuss des freien Falls“ kommen.

Um unser Land am Laufen zu halten, bedurfte es ganz gewiss keiner Massenmigration, keines Gendersternchens und auch keiner dt. Geldgeschenke an die ganze Welt, doch sollten wir uns in Zukunft anstatt auf Quantität (s. „bauen, bauen, bauen)“ mehr der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Qualität widmen, wovon zweifelsfrei auch die Umwelt profitieren und langfristig sogar eigene Arbeitsplätze schaffen würde. In diesem Zusammenhang weise ich auf die Einführung der Viertage-Arbeitswoche in Island hin https://www.n-tv.de/wirtschaft/Islands-Viertagewoche-ist-ein-voller-Erfolg-article22667819.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE , ein Konzept, das sich ganz sicher auch auf D und andere Industrienationen übertragen ließe.

Was in dem Artikel leider nicht erwähnt wird ist, dass dieses neue Arbeitsmodell zusätzlich auch der Umwelt dienen würde. Berlin und die EU beschäftigen sich heute nur noch mit Mist: Massenmigration, Globalisierung, Gendersternchen, die Verabschiedung eines „Menschenrechts auf Abtreibung“ und Corona (s. Nachbewilligung von 750 Mrd. Euro), sonst nichts, wobei ich doch glatt vergaß, dass sich die EU erst kürzlich nach langem Mühen für ein „Strohhalmverbot“ aussprach. Was für eine grandiose Leistung dieser Europäischen Union! Einfach prima und“weiter so“.

Wer die Geschehnisse aus Bad-Neuenahr, Altenahr und Schuld mit eigenen Augen gesehen hat, wird mir zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Hildebrandt
(Rheinland-Pfalz)

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*) Klaus Hildebrandt ist engagierter Katholik und seit vielen Jahren Autor bei conservo

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