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Impotenter Konformismus statt kreativer Kunst

Das Elend des politisch-korrekten Kulturbetriebs

Von WOLFGANG HÜBNER

Der tapfere Widerstand gegen die drohende national-soziale Diktatur von Höcke & Gauland nimmt von Tag zu Tag zu. Besonders entschlossen zeigen sich allerorten in Deutschland die sich selbst als Kulturschaffende verstehenden Subventionsabhängigen im gehobenen Unterhaltungsbetrieb der späten Merkel-Republik. Sie finden zusammen in dem im Juni 2017 gegründeten gemeinnützigen Verein „Die Vielen“.

Wir lesen: „Ziel und gemeinnütziger Zweck ist die Beförderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des *Völkerverständigungsgedankens sowie der Förderung der *Volksbildung. (*Begriffe im Sinne des Gemeinnützigkeitsrechts)“. Und wir begreifen: Dieser Verein will vom *Volk absolut nichts wissen, scheut aber finanzieller und rechtlicher Vorteile willen nicht zurück, das *Volk doch in Anspruch zu nehmen.

Unter den Zielen des Vereins sind nach dessen eigener Aussage Solidarisierungen „mit allen Aktiven der Kunst- und Kulturlandschaft und deren Institutionen, die von rechtspopulistischen und rechtsextremen Positionen attackiert werden“. Zudem tritt der Verein „für ein Zusammenleben mit offenen Grenzen ein – nach innen wie nach außen. Er steht für ein Miteinander, das mutig und großzügig ist.“ Ferner organisiert der Verein „Aktionen und Happenings, die sich gegen Hass wenden. Er stößt streithaft Debatten innerhalb der Theater- und Kunstlandschaft an.“

Kurzum: Dieser Verein lässt keine Zweifel zu, wo er politisch steht, also erwartungsgemäß sozialdemokratisch, grün bis linksextrem. Mag man für diese politische Positionierung nicht unbedingt Sympathie haben, so muss man doch Verständnis dafür aufbringen, welche Sorgen und Probleme die vielen Mitglieder und Sympathisanten dieses Vereins umtreiben. Denn sie sind immerhin die mehr oder weniger einträglich Profitierenden von dem mit Abstand teuersten öffentlich finanzierten Kulturbetrieb der westlichen (und wahrscheinlich auch sonstigen) Welt.

Insofern ist der Verein „Die Vielen“ eine weitere Lobbyorganisation unter vielen anderen in Deutschland. Er will von der etablierten Politik sowie den meinungskonformen Medien und Institutionen Schutz vor der unerhörten Zumutung, plötzlich von allerlei rechtspopulistischen Kräften kritisiert und in bedauerlicherweise immer noch erlaubten Internetforen gar geschmäht zu werden. Um diesen Schutz bittet der Verein aber nicht nur, er verlangt ihn sogar.

Dafür hat er gute Gründe: Denn schließlich dient niemand dem Machtkomplex in Deutschland so treu und zugleich raffiniert pseudokritisch wie der totalsubventionierte Kulturbetrieb zwischen Flensburg und Konstanz. Da können „Die Vielen“ schon erwarten, von identitären Störenfrieden oder rechten Kritikern ihres idyllischen linksgrünen Daseins für den ultimativen Menschheitsfortschritt verschont zu werden, gerne auch mit Unterstützung des frischgewendeten Verfassungsschutzes.

Zwar will man-frau-sonstwas in solchen Kreisen vorgeblich „mutig und großzügig“ sein und gar „streithaft Debatten“ anstoßen. Aber das gilt selbstverständlich nur für die Spielchen untereinander. Für den Rest, also die steuerpflichtigen Bürger und die Eintritt zahlenden Besucher gilt: Klappe halten, zahlen und alles ertragen für die „Freiheit der Kunst“. Im Übrigen gilt: „Nazis raus!“

Es muss unter den „Vielen“ im deutschen Kulturbetrieb regelrechte Schockwellen ausgelöst haben, dass es auf einmal Leute gibt, die sich nicht mehr mit Krawallinszenierungen des weltweit berüchtigten Regietheaters an hochsubventionierten Bühnen resignierend abfinden wollen, sondern die Zerstörung und Verhässlichung großer Kunstwerke auch so zu benennen wagen. Oder auch Verlage, die gefährliche Bücher wie die von Rolf Peter Sieferle erfolgreich verkaufen.

Der politisch unheilbar korrumpierte Kulturbetrieb in Deutschland kann noch nicht einmal ein paar harmlose Störungen der Identitären Bewegung oder die in einer Demokratie keineswegs skandalöse Kritik von AfD-Parlamentariern ertragen, ohne in militante Panik zu verfallen. Das lässt darauf schließen, dass sich die Akteure und Agenten dieses Kulturbetriebs ihrer zentralen Schwäche durchaus bewusst sind: Nämlich ihrer kreativen Impotenz in allen Bereichen, selbstverständlich mit den wenigen löblichen Ausnahmen, die nur die Regel bestätigen.

Unter den „Vielen“ herrscht erbärmlicher Konformismus und biedere Durchschnittlichkeit vor. Ihre Helden sind nicht Dramatiker, Schriftsteller, Dichter, Komponisten, Drehbuchschreiber und Filmemacher, die sich ohne Scheuklappen mit der sozialen und gesellschaftlichen Realität im Land auseinandersetzen. Die „Helden“ dieses Kulturbetriebs sind vielmehr anmaßende Regiediktatoren, die unter ihrer schöpferischen Unfähigkeit ebenso leiden wie Museumskuratoren, die dem Publikum zu diktieren pflegen, was ausgestellt wird und was zu ächten ist, zum Beispiel realistische Bildende Kunst. Nach wie vor und voraussichtlich immer gibt es kein annährend ausreichendes Publikum für die gehörschädigenden Schöpfungen der sogenannten „Neuen Musik“, öffentlich gefördert wird sie trotzdem.

„Die Vielen“ gefallen sich in tiefer (verbaler) Solidarität mit allen Schwachen und Gepeinigten auf der Welt – bekanntlich mit Ausnahme derjenigen, die dem eigenen *Volk angehören. Aber keiner im kreativ impotenten Kulturbetrieb denkt auch nur eine Sekunde daran, auf die üppigen öffentlich finanzierten Subventionen zugunsten dieser Schwachen und Gepeinigten zu verzichten. Dieser Besitzstand wird vielmehr mit Klauen und Zähnen verteidigt. Wer auch nur unter Verdacht gerät, die umfassende politische Konformität und Korrumpierung stören oder gar beenden zu wollen, der ist für dieses Milieu ein Todfeind, für den weder Toleranz noch Dialog vorgesehen ist.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Jongen, kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion, hat die Situation mit gebotener Schärfe benannt: „Die heutigen ‚Konterrevolutionäre‘ sind für die ‚Vielen‘ die als ‚rechtspopulistisch und ‚völkisch-national’ denunzierten Strömungen, die der multikulturellen Gesellschaftsutopie, die Linke auf deutschem Boden verwirklichen wollen, Widerstand entgegensetzen.“ Allerdings tut Jongen dem subventionierten Kulturbetrieb damit fast ein wenig zu viel „Ehre“ an: Denn mindestens ebenso stark wie die ideologische Mission geht es seinen „Vielen“ um die höchst eigenen Pfründe, die das verachtete *Volk gefälligst erwirtschaften soll.
(pi-news.net)

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