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Ist Angst ein guter Ratgeber?

Die 40 Tage der Quarantäne sind um!

(www.conservo.wordpress.com)

Von Notan Dickerle, Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen “Bunt”

Erinnern Sie sich noch an die letzten Wahlkämpfe und die Flüchtlingskrise? “Angst ist ein schlechter Ratgeber” und “Zukunft wird aus Mut gemacht” lauteten damals Slogans des “BreiBuBü”, des Breiten Bunten Bündnisses – gemeint waren einerseits die Angst der “Wutbürger” vor Überfremdung, andererseits der Mut zu Multikulti in einer grenzenlosen, “nachhaltigen” Welteinheitsgesellschaft. An Covid-19 dachte niemand, das gab es schließlich damals noch nicht.

In einer Situation, in der die Regierung der guten Kanzlerin nach einer Periode krisenbedingten Aufwinds, der “Rally around the Flag”, angesichts ihrer sich verdeutlichenden Unwilligkeit zur Normalisierung wieder verstärkt in die Kritik gerät, versuchen die Sturmgeschütze der regierungsnahen Demokratie, die Angst zu rehabilitieren und die Vorzüge dieser Emotion zu preisen: “Werden wir unvorsichtig, weil wir zu wenig Angst haben?” frägt der “Spiegel” angesichts von Umfrageergebnissen, wonach nur noch eine Minderheit der Deutschen die aktuellen Ausgangssperren befürwortet. Die Angst sei angeblich zu abstrakt, als daß sie noch so richtig auf unser Gemüt wirken könnte. Einer in unseren Tagen besonders beliebten journalistischen Technik entsprechend leistet ein “Experte”, in diesem Fall ein Psychoanalytiker, Überzeugungsarbeit und beklagt “unsere heutige Unfähigkeit zur Angst”. Wie, was? Dabei galt es doch bisher als ausgemachte Sache, daß “German Angst” als quasi politische Verhaltensstörung für den modernen (Bio-)Deutschen charakteristisch sei, sozusagen als Gegenstück zu seiner angeblichen Unfähigkeit, zu trauern.

Und als Gegenpol zur vor allem im anglophonen Sprachraum gerne behaupteten “German Assertiveness”, der typisch deutschen Überheblichkeit (wie sie zum Beispiel in Margaret Thatchers “Chequers-Seminar” im März 1990 bzgl. der britischen Positionierung zur deutschen Wiedervereinigung – mit bekanntem Ergebnis – prominent vertreten wurde). Spiegels Experte geht aber noch weiter und diagnostiziert uns gar “Apokalypse-Blindheit” – ein Wort, das der deutsch-jüdische Schriftsteller und Philosoph Günter Anders einst im Hinblick auf die Atombombe geprägt hat.

Ich glaube, man muß kein “Corona-Leugner” oder auch nur “-Verharmloser” sein, um festzustellen, daß hier Dimensionen vermischt werden, die nicht im mindesten vergleichbar sind: Die Corona-Krise hat nichts mit der Apokalypse zu tun und Covid-19 ist keine Atombombe! Neue Krankheiten tauchen immer wieder einmal auf, bisher steht noch nicht einmal fest, ob die Zahl der Opfer von Covid diejenige der letzten Influenza-Epidemie wesentlich übersteigt. Allerdings drängt sich spätestens seit der Warnung unserer guten Kanzlerin vor “Öffnungsdiskussionsorgien” der Eindruck auf, die meisten deutschen Politiker hätten nicht unbedingt ein Interesse an einer baldigen Normalisierung des Lebens ihrer Bürger, weswegen ihnen dramatisierte Corona-Narrative durchaus gelegen kommen.

Es sei daran erinnert: ihren Höhepunkt erreichten die Ansteckungen in Deutschland Mitte März, vor dem sog. “Shutdown” am 24.3. Seither dümpelt die sog. Reproduktionszahlzahl R leicht unter eins ohne indes signifikant abzusinken. Die zu Beginn der Krise nahezu einhellig als gesundheitspolitisch sinnlos bezeichnete Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes ist seit kurzem flächendeckend eingeführt, obwohl vier Wochen maskenfreier Beschränkungen keinerlei Verschlechterung der Lage gebracht haben und andererseits jeden Tag neue hygienische und soziale Kollateralschäden bekannt werden. Man schüttelt den Kopf und frägt sich nach dem wahren Grund für diese absurde Maßnahme: Placebo für Politiker? Medizinisch verbrämte Einnahmequelle (Bußgelder!) für die notleidende Staatskasse? Der Maulkorb als perfektes Symbol für die “Zeit des zivilen Gehorsams”, der Auslöschung individueller Lebensentwürfe?

Am Tag der Niederschrift dieses Artikels, dem 3. Mai, seien die Damen und Herren aus der Politik auch daran erinnert, daß das Wort “Quarantäne” vom lateinischen Wort “quaranta” stammt und “vierzig” bedeutet. Eine sinnvolle Quarantäne kann im Hinblick auf den sinkenden Grenznutzen bis maximal vierzig Tage dauern. Dauert sie länger, übersteigen die Nebenwirkungen den Nutzen. Seit dem 24. März sind jetzt genau 40 Tage vergangen. Bisher haben sich die Menschen in Deutschland gegenüber den Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der neuen Krankheit verständnisvoll und diszipliniert gezeigt, diese als eine Art soziale Fastenzeit akzeptiert. Dies galt auch für diejenigen, in deren Augen die Regierung Merkel spätestens seit der Migrationskrise von 2015 jedwede Glaubwürdigkeit verspielt hat. Die vorübergehend überwundene Polarisierung der Gesellschaft – “Helldeutschland” gegen “Dunkeldeutschland” – ist gerade dabei, unter neuen Auspizien wieder aufzubrechen. “Team Risiko” gegen “Team Disziplin” hat es das bekannte Sturmgeschütz der Demokratie heute genannt.

Dunkeldeutsche Skeptiker hatten schon von Beginn der Coronakrise an das ungute Gefühl, bei dieser überraschenden neuen Krankheit, deren Erreger möglicherweise künstlich im Labor gezeugt wurden, könnte es nicht nur um ein medizinisches Problem gehen, sondern auch um diese ominöse Neue Weltordnung, deren Verfechter mutmaßlich vor keiner noch so abgefeimten Strategie zurückschrecken. Wenn sich die verantwortlichen Politiker nach 40 Tagen Ausgangsbeschränkungen bei weitgehender Normalisierung der aktuellen Situation unter Berufung auf eine bevorstehende zweite, wahrscheinlich dramatischer verlaufende Welle der Krankheit der allgemein erwarteten Normalisierung verweigern, ist dies ein hochgradiges Alarmzeichen.

Dies umso mehr, als sich die NATO nach Informationen der Deutschen Wirtschaftsnachrichten bereits für die zweite Corona-Welle “rüstet”, und zwar ganz konkret “gegen Rußland und China”, die beiden Länder, die sowohl NATO als auch EU an der propagandistischen Front höchst ältlich aussehen liessen (https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/503848/Gegen-Russland-und-China). Wissen unsere Politiker möglicherweise schon mehr als sie zugeben? Und könnte die besonders von Innenminister Horst Seehofer beargwöhnte Normalisierung des Lebens im benachbarten Österreich etwa damit zu tun haben, daß dieses Land nicht Mitglied der NATO ist? Verschwörungstheoretiker aller Länder, vereinigt Euch, es gibt viel zu tun!

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