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Ist die Schwäz eine Jahreszeitung?

Aktualität scheint nicht ihr Ziel zu sein

(tutut). Wenn die Schwäbische Zeitung sich Tageszeitung nennt, sogar für "christliche Kultur und Politik", aber nicht gerade den Eindruck erweckt, dass die Redaktionen wissen, was damit auch presserechtlich verbunden ist, dann ist wohl anzunehmen, dass die Schwäz keine Zeitung im normalen Sinne ist. Aktualität scheint nicht ihr Ziel zu sein. Diesen Eindruck verstärkt nun Ludger Möllers, nach eigener Auskunft "Mitglied der Chefredaktion der Schwäbischen Zeitung, Leiter der Regionalredaktionen Tuttlingen und Sigmaringen der Schwäbischen Zeitung / Gränzbote / Trossinger Zeitung / Heuberger Bote".
Nachdem der Kreisredaktion Tuttlingen am Ostermontag eine Pressemitteilung des Spaichinger FDP-Landtagsabgeordneten Leo Grimm über ein Treffen mit der Leiterin der Arbeitsverwaltung, Erika Faust, zuständig für die Landkreise Tuttlingen, Rottweil und Schwarzwald Baar, wegen der arbeitslos gewordenen "Schlecker-Frauen" zugeschickt worden war, hat es die Schwäz laut Mitteilung des Abgeordneten fertiggebracht, bis heute die Nachricht nicht zu veröffentlichen, nachdem bereits fälschlicherweise und wohl absichtlich die Ankündigung auf der Spaichinger Seite veröffentlicht worden war.
Aber noch ist nicht aller Tage Abend und das Jahr 2012 nicht um. Denn nachdem der Schwäz in Tuttlingen die Pressemitteilung ein zweites Mal zugeschickt worden ist, scheint zumindest dieser Ludger Möllers aufgewacht zu sein. Befindet sich die übrige Redaktion im Dornröschenschlaf? Klingelt dort stets einmal nur der Wolf in seinem Revier?
Wie der FDP-Abgeordnete mitteilte, hat der große Redaktionsleiter folgendermaßen geantwortet: "Danke für die Mitteilung. Wir werden das Thema 'Schlecker in der Region' in einer der nächsten Ausgaben aufgreifen und dann Ihre PM berücksichtigen". Tageszeitung ist was anderes. Da wird also den Betroffenen eine Nachricht vorenthalten. Was ist die Schwäz nun? Eine Jahreszeitung?