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Ist gutmenschliche Würde antastbar?

Gut-sein-wollen  macht noch keine guten Menschen

(tutut) - Der Duden definiert Gutmensch so: "Jemand, der sich (in einer als unkritisch oder übertrieben empfundenen Weise) empathisch und tolerant verhält, sich für Political Correctness u. Ä. einsetzt". Wikipediav links: "Gutmensch ist eine Bezeichnung, die häufig als ironisch oder verachtend gemeinte Verunglimpfung von Einzelpersonen, Gruppen oder Milieus ('Gutmenschentum') genutzt wird. Diesen wird aus Sicht der Wortverwender ein übertriebener, äußere Anerkennung heischender Wunsch des 'Gut-sein'-Wollens in Verbindung mit einem moralisierenden und missionierenden Verhalten und einer dogmatischen, absoluten, andere Ansichten nicht zulassenden Vorstellung des Guten unterstellt. In der politischen Rhetorik wird „Gutmensch' als Kampfbegriff verwendet".

Die gutmenschliche Würde ist also im Gegensatz zur menschlichen Würde, die nach dem Grundgesetz unantastbar ist, antastbar. Dies gilt auch für den Menschen gemein jederzeit und überall als Praxis, der Rest ist theoretisches Wunschdenken. "Nach Rembert Hüser entstand Gutmensch als eine 'Witzelei' der '89-Generation'-Feuilletonisten und Autoren wie Matthias Horx und Klaus Bittermann, die 'Anti-68er-Lexika' in der Tradition von Eckhard Henscheids Dummdeutsch-Wörterbuch verfassten. Diese Wörterbücher – eine Mischung aus Bekenntnis- und Unterhaltungsliteratur – unterscheiden nicht zwischen Worterklärung und Wortgebrauch. Im Nachwort seines Wörterbuchs des Gutmenschen schreibt Bittermann: 'Am Ende seiner gegen den ‚Versöhnungsterror der bundesrepublikanischen Provinz‘ gerichteten Glossen ...schrieb Karl Heinz Bohrer Anfang 92: ‚Vielleicht wäre es am besten, der Merkur legte in Zukunft ein kleines Wörterbuch des Gutmenschen an. Dahinein gehörten die Mauer im Kopf einreißen oder Streitkultur oder eigensinnig oder Querdenker.‘ Darauf haben wir mit Spannung, aber leider vergeblich gewartet. Die Situation wurde seither nicht besser, so dass wir uns gezwungen sahen, das Projekt selbst in Angriff zu nehmen.'“.

Im Gegensatz zu Wikipedia geht der linksgrüne Deutsche Journalistenverband Journalistenverband aufs Ganze, ohne zu bedenken, dass er mit Nazisprech voll im Sozialismus kegelt, demnach soll die Herkunft des Begriffes in der Zeit des Nationalsozialismus liegen für die Anhänger von Kardinal Graf von Galen, die gegen die Ermordung Behinderter durch die Nationalsozialisten auftraten. Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung widersprach dieser Behauptung ausdrücklich. Alles Nazi oder was, das geht nicht immer.

Bevor alle Sprachfäden reißen, wäre da ja noch Friedrich Nietzsche, bei dem immer ein Strick gefunden werden kann, um sich oder andere aufzuhängen. Sieh da, er baumelt: "In Nietzsches Werk finden sich zahlreiche verächtliche Äußerungen über den 'guten Menschen' sowie der gesamte, theoretische Überbau zum Themenkomplex, nicht jedoch die Vokabel Gutmensch. Die Gesellschaft für deutsche Sprache gibt als erste ihr bekannte Fundstelle des Begriffes eine Ausgabe des englischsprachigen Forbes Magazine aus dem Jahr 1985 an, in der Franz Steinkühler, damals zweiter Vorsitzender der IG Metall, so bezeichnet wurde". (Wikipedia).

Der Staatsfunk hat dazu auch etwas versendet, durch den Medien- und Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz (TU Berlin) in einer Sendung des Deutschlandfunks am 11. August 2014: "Gutmenschen sind Leute, die eine Rhetorik pflegen, die auch einen eigenen Namen in den letzten Jahrzehnten bekommen hat, nämlich political correctness. Und diese political correctness kann man sehr gut beschreiben und damit ja eigentlich auch den Gutmenschen: Sie setzt sich zusammen aus politischem Moralismus, aus einer Art Sprachhygiene, in einer Menge von Sprachtabus und darüber hinaus auch durchaus eine Art puritanischer lustfeindlicher Haltung“.

Wenn Gutmenschen pandemisch auftauchen in einer Welt von Angst und Panik, wäre es höchste Zeit, dagegen zu impfen. Manfred KLeine-Hartlage: 2Gutmenschen sind sind vor allem Leutr, die es fertigbringen, sch trotzdem noch darüber zu wundern, dasss das Wort 'Gutmensch' ein Schumpfwort ist". Gerd Habermann wird konkret: "Im Unterschied zu guten Menschen, die Gutes tun aufgrund eigenen Gewissens und vor allem aus eigenen Mitteln, bezeichnet der Begriff vor allem politisches Personal, das Gutes mit fremden Mitteln, also auf Kosten beraubter Mitmenschen zu tun sucht und aus diesem dubiosen Treiben seinen Lebensunterhalt bestreitet, namentlich die Sozialkleptokraten...Für die Armen sind diese Gutmenschen kein wirklicher Segen, da die Umverteilung auf Dauer alle ärmer macht".

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