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„Jetzt müssen wir den Job der Polizei machen“

Antifa kontrolliert Maskenpflicht und greift Querdenker an

Von MANFRED ROUHS

In Berlins öffentlichen Verkehrsmitteln kontrollieren seit kurzem Antifa-Banden die Einhaltung der Maskenpflicht und schlagen auf Masken-Verweigerer ein. Sie sollen auch bereits Fahrgäste ohne Maske, aber mit einem ärztlichen Attest, das sie von der Maskenpflicht befreit, aus einer S-Bahn geworfen haben. Das berichtet schadenfroh die zum Springer-Konzern gehörende „B.Z.“.

Demnach hätten sich die selbsternannten „Antifaschisten“ bemerkbar gemacht mit der Losung: „Antifa Maskenkontrolle!“ Zu den ärztlichen Attesten der betroffenen Bahnfahrer sollen sie gegenüber einem Journalisten geäußert haben: „Die Zertifikate sind vermutlich nicht echt. Jetzt müssen wir den Job der Polizei machen.“

Das ist in Deutschland nicht wirklich neu. 1933 hat bereits die SA vermeintlich „den Job der Polizei“ gemacht und Menschen auf offener Straße zusammengeschlagen, die nicht im Gleichschritt marschieren wollten. Und in den 1990er-Jahren haben sich Neonazis in einigen Regionen der früheren DDR angemaßt, unter Anwendung von Gewalt als Ordnungsmacht auftreten zu dürfen. Damals zeigten sich allerdings die Macher der Massenmedien entsetzt und die Polizei bereitete dem braunen Spuk ein Ende. Heute scheint es umgekehrt zu sein: Journalisten verbrüdern sich mit der neuen SA, und der Politikbetrieb hält die Polizei offenbar zum Wegschauen an.

Selten schlägt eine Demokratie auf direktem Weg dadurch in eine Diktatur um, dass die staatlichen Ordnungshüter unmittelbar selbst Menschen, die unerwünschte Verhaltensweisen an den Tag legen, jagen und körperlich angreifen lässt. Die Demokratie trennt vom totalitären Staat meist ein anarchistischer Zwischenschritt, bei dem den Vollstreckern eines vermeintlich gesunden Volksempfindens von oben erstmal Narrenfreiheit gewährt wird, wenn sie Straftaten begehen.

Geschichte wiederholt sich womöglich doch, und der im 20. Jahrhundert bekannte Schriftsteller Ignazio Silone behält offenbar recht mit seiner Prognose:
„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“
(pi-news.net)

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