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Kein Blut für Gas!

US-Geoplitik ist immer bemüht, Russland und Deutschland zu entfremden

Von SELBERDENKER

Krieg, Inflation, Energieknappheit… Nordstream II wäre die sichere, weitgehend umweltfreundliche, zuverlässige, günstige und für Deutschland und Europa förderliche und vernünftige Versorgung mit Energie gewesen. Nordstream I und Nordstream II widersprechen jedoch diametral US-Geoplitik, die immer bemüht war, Russland und Deutschland zu entfremden. Deshalb hat man auch beobachten können, dass der amerikanische Freund schnell wieder zum unfreundlichen wirtschaftlichen Konkurrenten mutierte, als es um Nordstream II ging. Putin hat mit seinem Angriff besagter US-Geoplitik einen riesigen Gefallen getan.

Die plötzliche Flucht vor den Räubern
Amerikas Beseitigung der schmierigen Diktatoren Saddam Hussein (2003) und Muammar al-Gaddafi (2011) hat die Lage der Menschen in den betroffenen Ländern kaum verbessert, Amerikas Machtposition gestärkt und die Migration aus Afrika und islamischen Ländern nach Deutschland massiv verstärkt. Damals hatten alle gerufen: „Kein Blut für Öl!“

Die jüngste US-Flucht Bidens aus Afghanistan vor einer bärtigen islamischen Räuberbande mit Kalaschnikows und alten Panzerfäusten, wenige Monate vor Putins Einfall in der Ukraine, hat das Land vollständig wieder in die Barbarei entlassen, Unsummen unseres dort investierten Steuergeldes nahezu effektlos vernichtet und Deutschland abermals weitere islamische Migrationswellen eingebracht.

„Antiamerikanismus“?
PI-NEWS ist grundsätzlich „pro-amerikanisch“, weil Amerika grundsätzlich für die Freiheit stehen sollte. Doch man darf deshalb nicht einäugig sein. Der Autor glaubt nicht, dass Deutschland echte „Freunde“ in der Welt hat. Weder Putin noch Biden sind in diesem Spiel „Freunde Deutschlands“. Echte Freundschaft ist uneigennützig. Noch nicht mal die deutsche Regierung ist demnach „Freund Deutschlands“. Manche „Freundschaft“ ist Heuchelei, so wie es Heuchelei ist, wenn Putin die Ukraine von „Nazis befreien“ will oder Amerika auf Kosten des Vasallen Deutschland der Ukraine die „Freiheit bringen“ will.

Es geht um Interessen, um Geld und um Macht. So wie immer. Es wird eine Mauer zwischen Europa und Russland errichtet, obwohl der europäische Kulturkreis nicht an der Grenze der Ukraine endet.

Hier wird ein kalter Kampf zwischen den USA und Russland um Rohstoffe, um deren künftige Verteilung und Vermarktung gefochten. Es wird um den Einflussbereich von Großmächten gestritten. Gleichzeitig wird ein potentieller Verbündeter Chinas geschwächt, was ebenfalls US-Geopolitik dient. Die Waffen liefert der Vasall Deutschland, mit der grünen „Friedenspartei“ ganz oben an der Regierung.

Vom Hindukusch an den Donbass
Das alles zahlen zuerst die unschuldigen Menschen in der Ukraine, ob „pro-russisch“ oder „pro-ukrainisch“, deren Leid natürlich von beiden Seiten als medialer Verstärker benutzt wird. Wieder zahlt Deutschland für Migranten, die dieses Mal zum Großteil echte Flüchtlinge sind. Deutschlands Bürger zahlen mit enorm steigenden Energiepreisen, auch für nun amerikanisches oder arabisches Gas, sie zahlen mit immer weiter steigenden Preisen für Nahrungsmittel.

Reale Lebensmittel werden in der Ukraine weniger produziert. Die Regierung „schnürt Entlastungspakete“ dagegen mit virtuellem Geld, das erst noch irgendwann von uns Deutschen erwirtschaftet werden muss. Die deutsche Regierung „schnürt“ auch reale Dinge, nämlich „Pakete“ mit deutschen Waffen für den Ukrainekrieg, die eigentlich zur eigenen Landesverteidigung gedacht sind.

Deutschland muss ja nun nicht mehr von der Bundeswehr am „Hindukusch verteidigt“ werden, wie es Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) im Jahre 2002 feststellte, obwohl Afghanistan in kurzer Zeit wohl wieder den Zustand von 2002 erreicht haben dürfte. Jetzt muss Deutschland offenbar am Donbass verteidigt werden!

Diplomatie ist „out“
Die unheilige Allianz von Regierung, gekauften Meinungsmachern und Staatsmedien (wer spricht dort eigentlich noch von „Corona“?) tut derweil alles dafür, die Eskalation weiter anzuheizen. Wer ist der Gute, wer der Böse? Die Frage ist Unsinn, da auf allen Seiten Gier und Eitelkeit und eiskalte Machtfragen im Spiel sind.

In Deutschland ist man sich dennoch weitgehend einig. Sogar alternative Medien wie Achgut, Tichy und Reitschuster scheinen das einzige Heil in der „Beseitigung Putins“ zu sehen. Doch im Krieg gibt es selten alleinige Wahrheiten und die einzig gute Seite sind für den Autor nur die vielen einfachen Menschen. Deshalb muss in ihrem Sinne die Diplomatie wieder in den Vordergrund rücken. Es geht nur so. Kein Blut für Gas!
(pi-news.net)

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