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Kippt die Stimmung in der Gesellschaft?

Der Wendepunkt im Corona-Geschehen naht

Von WOLFGANG HÜBNER

Bei der soziologischen und demographischen Zusammensetzung in Deutschland kann es noch lange Umfragemehrheiten, aber auch reale politische Mehrheiten in den Parlamenten oder bei Wahlen für die Befürworter des Selbstmords aus Angst vor dem Tode geben, also dem unbefristeten „Lockdown“. Doch auch diese Mehrheiten können nichts daran ändern, dass es unter den Selbständigen, den nicht im öffentlichen Dienst Arbeitenden, den jüngeren Menschen mit Verlangen nach Lebensfreude und der nicht unerheblichen Zahl von kritischen Geistern im Land immer mehr brodelt.

Die irrationaler und unglaubwürdiger werdende Verbots-, Represssions- und Bestrafungspolitik der materiell bestens abgesicherten Politikerkaste, assistiert von ihrem subventionierten Medienkomplex, wird zunehmend auf den Widerstand derjenigen treffen, die an ihren Belastungen zu zerbrechen und zu verzweifeln drohen. Es ist kein Zweckoptimismus, der zu dieser Voraussage führt, sondern die Registrierung von immerhin noch veröffentlichten Entwicklungen:

– Die Bedingungen der finanziellen Corona-Hilfen für Selbständige und Unternehmen sind in vielen Fällen viel zu kompliziert, um sie beantragen und auch noch erlangen zu können. Selbst Heerscharen von Steuerberatern sind ratlos, was sie für ihre Klienten tun sollen. Das schafft große Frustrationen bei einem wichtigen Wählerpotential von CDU/CSU.

– Bereits erfolgte, noch mehr aber sich abzeichnende Pleiten von Läden, Firmen und Unternehmen sorgen für zunehmende Unsicherheit nicht nur bei den Besitzern, sondern auch bei den mit Kurzarbeitergeld ruhig gestellten Beschäftigten.

– Nach einer repräsentativen Umfrage des Sozialkonzerns Caritas hat die große Mehrheit, nämlich 52 Prozent der Befragten, das Gefühl eines schwächer werdenden gesellschaftlichen Zusammenhalts. Diesen sehen nur 17 Prozent stärker werden. Was immer von solchen Umfragen zu halten ist: Diese Tendenz ist ganz anders als im Frühjahr 2020 zu Beginn der Viruskrise.

– Das verbreitete Misstrauen gegenüber dem Impfen hat seine tiefste Ursache darin, dass die Virusgefahr zwar als nicht gering, aber längst nicht so bedrohlich empfunden wird wie von Politikern und Medien suggeriert. Bei einer wirklich potentiell für alle lebensbedrohlichen Epidemie oder Pandemie wäre die Reaktion weit positiver. Anders gesagt: Der offiziellen Corona-Erzählung wird nicht genug geglaubt.

– Der Widerstand gegen die Impfung gerade unter Beschäftigten im Pflegebereich und Gesundheitswesen stellt die Betreiber der Impfkampagne vor große Probleme. Diesen mit Zwang und Repression begegnen zu wollen, wird diese nicht lösen, sondern verschärfen.

– Dass es offenbar 2020 keine Übersterblichkeit gegeben hat, wird nicht dazu beitragen, die Angst vor dem Virus zu erhöhen oder wenigstens am Köcheln halten zu können.

– Der Großteil der Todesfälle infolge oder mit Covid-19-Infektion findet unter sehr alten Menschen in den personell und medizinisch unzureichend versorgten Alten- und Pflegeheimen statt. Die Zustände dort sind politisch und gesellschaftlich verantwortet. Das ist nun auch für manche von denjenigen offensichtlich, die bislang dieses Thema verdrängt oder ignoriert haben.

– Offensichtlich geworden ist auch, dass die Zwangsmaßnahmen der Politik darauf abzielen, die Mängel im Gesundheitswesen, die in den letzten Jahrzehnten durch politische Entscheidungen entstanden sind, zu vertuschen. Die Tatsache noch weit größerer Mängel in anderen Staaten ändert nichts an den Mängeln in Deutschland und macht sie auch nicht besser.

Es gäbe noch mehr Entwicklungen aufzulisten, die einen Wendepunkt in der Reaktion wichtiger Bevölkerungsteile gegenüber der Viruskrise erwarten lassen. Da aber sowohl die etablierte Politik, die Hauptstrommedien, einflussreiche Verbände und nicht zuletzt die staatlichen Repressionsorgane alles daran setzen werden, Massenwiderstand nicht formieren zu lassen, müssen öffentlichkeitswirksame Proteste vom Aufzeigen konkreter Nöte und Fakten über die negativen Folgen der staatlichen Zwangsmaßnahmen geprägt sein.

Lieber viele kleine, überraschende und kreative Aktionen der Aufklärung und des friedlichen bürgerlichen Ungehorsams als Demonstrationen, die sich leicht zerschlagen oder spalten lassen.
(pi-news.net)

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