Springe zum Inhalt

"Klinikstandort Spaichingen sichern"

Stadt für zeitnahe Umsetzung von Vorschlag des Klinikgutachtens
(tutut).  Die Stadt Spaichingen sieht sich als Klinikstandort gesichert, wenn der Kreistag am heutigen Donnerstag einem entsprechenden zukunftsweisenden Vorschlag des Klinikgutachtens folgt. Dies betont Bürgermeister Hans-Georg Schuhmacher in einer Pressemitteilung. Die überwiegende Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder teile mit ihm die Auffassung, die sogenannte "Variante 2" des Gutachtens zu verwirklichen. Nach diesem verliere Spaichingen zwar die Fachbereiche der Chirurgie und Teile der Inneren Medizin. Andererseits werde der Standort aber durch ambulant zu erbringende Dienstleistungen erheblich aufgewertet.
Im Detail, so der Bürgermeister auf das Guachten verweisend, werde in Spaichingen der stationäre chirurgische Unternehmensteil zu Gunsten des Standortes Tuttlingen aufgegeben. Dafür werde ein ambulantes OP-Zentrum eingerichtet, wo künftig alle ambulanten Eingriffe erfolgen würden. Für Operationen, die eine längere Verweildauer erforderlich machten, würden ausschließlich Tuttlingen zuständig sein. Ein sogenanntes medizinisches Versorgungszentrum am Standort Spaichingen sei nichts anderes als eine Privatarztpraxis sei, die zu einem Zusammenschluss mehrerer Arztpraxen verschiedener medizinischer Disziplinen ausgebaut werden sollte. In dieser Privatarztpraxis werde auch künftig der in Spaichingen tätige Chirurg arbeiten.
Zugleich solle der Bereich der Altersmedizin ausgebaut werden. Dies gehe auf Kosten bestehender Abteilungen - wie etwa die Diabetologie -,  die nur noch eine Übergangszeit Bestand haben würden. Der Standort Spaichingen werde darüber hinaus durch eine Notfallambulanz gestärkt.
Die Stadt Spaichingen, so der Bürgermeister weiter in seiner Pressemitteilung zur Kreistagssitzung, lege wert auf eine zeitnahe und möglichst am Gutachten orientierten Umsetzung des Vorschlags. Dies auch vor dem Hintergrund sich unentwegt wandelnder äußerer Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen, sei es durch Änderungen der Kliniklandschaft oder der Kostenerstattungssätze.