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Kühlschrank für Eskimos von der AOK?

Was verkauft die Gesundheitskasse wirklich ihren Krankenversicherten?

(tutut). Müssen man und frau nicht hellhörig werden, wenn sich eine Krankenkasse plötzlich Gesundheitskasse nennt, so wie Krankenhäuser sich zu Gesundheitszentren umgetauft haben, obwohl dort in erster Linie Kranke anzutreffen sind? Verkauft die AOK ihren Versicherten Gesundheit? Wenn die sie brauchen, sind sie doch wohl krank? Und dann benötigen sie eine Krankenversicherung. Ist immer gesund, was dort Kasse macht? Ein Mann von der Gesundheitskasse, welche jüngst einer Schule das Abo eines Monopollokalblatts im Kreis Tuttligen verschrieben hat - gibt's das demnächst der Risiken und Nebenwirkungen wegen auf Rezept? - firmierte dabei werbend als Vetriebsleiter der AOK mit Namen Felix Fetzer. Dieser ist als Aktivist einer kleinen und zu extremen Meinungen neigenden Spaichinger facebook-Szene spätestens seit der Spaichinger Bürgermeisterwahl bekannt.
Damals gehörte er zu der klitzekleinen im eigenen Saft schmorenden Minderheit, welche den CDU-Kreisvorsitzenden und Gegenkandidaten des Amtsinhabers mit großer Erfolgslosigkeit und auch zu Pöbeleien neigend unterstützte. Der Mann scheint ein besonderes Faible zu haben für ausgefallene Verkaufsmethoden, trotz einer im Wahlkampf demonstrierten gewissen Einfalt. Neueste Einlassungen dieses AOK-Vertriebsleiters im Netzwerk lassen die Frage aufkommen, ob er nun eine Art Erfolgsgeheimnis ausgeplaudert hat. Verdankt die AOK ihre Größe an Versicherten vielleicht Methoden, welche denen ähneln, welche ihr Vertriebsleiter offensichtlich bewundern? Und die jenen gleichzusetzen sind wie der Verkauf von Kühlschränken an Eskimos?
Hat sich Felix Fetzer von einem Hardseller dazu verleiten lassen, Kunden ein Produkt zu verkaufen unter dem Motto „einen VW für einen Porsche“ bzw. „einem Eskimo einen Kühlschrank“, dies möglicherweise unter dienstlicher Prämisse? Ist dies der neue Stil einer Krankenkasse, seit sie sich Gesundheitskasse nennt? Werden Mitarbeiter der AOK geschult, potentiellen Kunden Dienstleistungen zu verkaufen „wie einem Eskimo einen Kühlschrank“?
Der Tübinger OB Boris Palmer musste sich aufgrund einer Süßware bei der letztjährigen Choco-Art einer Leserbriefkampagne und einem Internet-Shitstorm ausgesetzt sehen, weil diese Süßware „Tübinger Mohrenköpfle“ genannt wurde. Ist nicht auch der AOK mittlerweile seit vielen Jahren bekannt, dass sich die Inuitvölker Kanadas und Grönlands in der Benennung "Eskimo" sehr beleidigt sehen, weil dies „Rohfleischfresser“ bedeutet?
Sie selbst nennen sich Inuit, in der Sprache Inukitut bedeutet dies schlichtweg „Mensch“. Könnte es sein, dass despektierliche Äußerungen eines AOK-Vertriebsleiters wie die, "einem Eskimo einen Kühlschrank (zu) verkaufen“, vielleicht auf Defizite in Mitarbeiterschulung schließen lassen? Ist es üblich, dass AOK-Vertriebsleiter für jedermann sicht- und lesbar auf diese Art in Netzwerken wie facebook öffentlich auftreten? Muss daraus geschlossen werden, dass dieser offensichtliche Netzwerkstammtischler dort auch die Gründe für sein seltsames Verhalten erklärt, indem er wohl resignierend feststellt, "Wer aufhört zu lernen, hört auf sich weiter zu entwickeln"? Stillstand bei der AOK?