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Kunstfehler?

Ist die Spaichinger Stadtmöblierung bald vollständig?

(tutut). Das Gerücht hält sich immer noch hartnäckig, dass Kunst von Können kommt. Denn auszurotten ist es nicht. Die Ernüchterung dürfte groß gewesen sein, als die im Rathauskeller angesammelte hehre Kunst aus vielen andächtig begleiteten Ausstellungen vor des Schätzers Auge kaum mit dem Materialwert  bestehen konnte.
Wovor der Kenner gerade noch andächtig stand, räumt so manche Raumpflegerin, eher dem Praktischen zugetan, einfach ab. Kommunale Kunststücke haben es auch in Spaichingen schon vollbracht, die Stadt dort zu möblieren, wo der Kenner alltägliche Ödnis ausgemacht zu haben scheint.
Auch auf und um den Marktplatz herum ist schon so mancherlei rätselhaftes Gebilde platziert worden. Ein hölzernes Beinpaar auf dem Kopf stehend, - "Das neue "Auseinander"? - neben einem Klo oder umgekehrt, dies  könnte durchaus tiefenpsychologische Erkenntnisse wecken. Ein solcher Kombi muss keineswegs nur die Assoziation zu "Stuhlgang" wecken. Geht es im Kunst, werden in den Menschen ganz unterschiedliche Bedürfnisse geweckt. Darauf deutlich hingewiesen zu haben, dürfte zweifellos mit diesem Werk gelungen sein. Freiwillig oder unfreiwillig, das ist nicht die Frage, die wäre ein Kunstfehler.