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Land ohne Zukunft

Die politische Pandemie gegen Kinder und Jugendliche

Von WOLFGANG HÜBNER

Eine schwere Schuld lädt der polit-mediale Komplex seit Beginn des staatlich verordneten Ausnahmezustands auf sich. Schuld an der Gegenwart und Zukunft der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Es gibt viel zu wenige, die über diese Schuld reden und schreiben, geschweige denn den Schuldigen Widerstand leisten. Diese Tatsache belastet das Fortleben der Nation in einer geradezu selbstmörderischen Weise. Deutschland hat sich in der Panik und Hysterie der Virusgefahr auf den Weg begeben, ein Land ohne Zukunft, jedenfalls einer guten deutschen Zukunft zu werden.

Selbst ein sichtlich um Systemtreue bemühter Wissenschaftler wie der Kinderethiker Christoph Schickhardt will in einem von der FAZ veröffentlichten Text zu diesem Verhängnis nicht mehr schweigen: „Die Corona-Maßnahmen der Politik belasten Kinder einseitig, sind teilweise unzumutbar, verschärfen massiv bereits vor Corona bestehende Benachteiligungen und sind insgesamt ungerecht. Diese Kritik am Handeln der Bundesregierung und vieler Verantwortlicher der Länderregierungen drängt sich auf, wenn man betrachtet, was die Corona-Maßnahmen in ihrer Gesamtheit für Kinder bedeuten.“ Der Text, bezeichnend genug, ist nicht im politischen Teil der Zeitung erschienen, sondern im Feuilleton. Dabei könnte nichts von größerer Bedeutung für eine Nation sein als das Schicksal ihrer Kinder und Jugend.

Doch was soll von einer Gesellschaft gehalten werden, in der Kinderlosigkeit normal geworden ist und in der die verbliebenen Eltern es in großer Mehrheit hinnehmen oder sogar begrüßen, dass ihre Kinder mit Masken im Unterricht sitzen, falls dieser überhaupt stattfindet. Überhaupt keine Rolle spielt es offenbar mehr, wie groß die Zahl der Kinder und Jugendlichen aus bildungsfernen Migrantenfamilien ist, deren Zukunftschancen gerade noch weiter minimiert werden. Welche Dramen sich in vielen deutschen wie migrantischen Familien in diesen Monaten abspielen, welche psychischen und auch physischen Folgeschäden die blindwütig verfügte Blockade von Bildung, Bewegung und Freude bei Kindern und Jugendlichen anrichtet: Alles kein drängendes Thema für Leitartikel oder eine der unzähligen Corona-Sondersendungen von ARD und ZDF.

Die Strategen in den Parteizentralen, die Regierenden, die Programmchefs der systemrelevanten TV-Anstalten wissen sehr genau, warum das so ist und warum sie tun, was sie tun: Aus ihrer Sicht sind Kinder und Jugendliche im stark überalterten Deutschland eine nicht relevante Minderheit mit einem ganz besonderen Makel, nämlich bei Wahlen noch nicht stimmberechtigt zu sein. Deshalb blicken sie auf diejenigen, die Wahlen entscheiden und Einschaltquoten garantieren, also die Alten und Älteren der über 50-jährigen Deutschen. Um deren Stimmen und Stimmungen geht es, um sie wird politisch wie medial gebuhlt und geworben. Dieser Wählerschicht erfolgreich Rettung vorm Virustod zu suggerieren, lohnt jeden Lockdown, ganz egal mit welchen Langzeitfolgen.

Darin stimmen die kinderlose Bundeskanzlerin, der kinderlose Gesundheitsminister, der kinderlose Finanzminister und der Junggeselle als Wirtschaftsminister ebenso überein wie die vielen kinderlosen Karrierefrauen in den Medien. Sie alle lässt es völlig kalt, dass die ungeheuren finanziellen Lasten der wirtschaftlichen Corona-Rettungsversuche auf zahlenmäßig geringe, nun zusätzlich geschwächte Nachfolgegenerationen geschoben werden. Sollen die gefälligst sehen, wie sie damit klarkommen, schließlich gibt es ja in Afrika genug Kinder. Das ist Deutschland im Jahr 2021. Und es sind nicht nur die Parteien, Politiker und Medienideologen die – bis auf eine Minderheit – so denkt, sondern so handelt auch das Volk im Land, das seine Zukunft und damit sich selbst verliert.
(pi-news.net)

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