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Leo Grimm für Führerschein mit 17 Jahren

FDP-MdL mit Fraktionskollegen mit dem Motorrad auf Albtozr auch in Bärenthal

Bei der Besichtigung der Firma Sauter Drehteile in Bärenthal (von links): Willi Sauter, Bürgermeister Tobias Keller, MdL Andreas Glück, MdL Leo Grimm, Rolf Sauter, MdL Prof. Dr. Ulrich Goll,  Gerald Sauter, Bettina Sauter (verdeckt), Margit Sauter, Gemeinderat Manfred Marx.
(tutut).  Einen herzlichen Empfang bereiteten Bürgermeister Tobias Keller und Gemeinderäte drei Landtagsabgeordneten der FDP bei einem Zwischenstopp im Rathaus Bärenthal auf einer Albtour mit dem Motorrad. Der Spaichinger MdL Leo Grimm, Minister a.D. Prof. Dr. Ulrich Goll und der Münsinger Abgeordnete Andreas Glück waren zwei Tage in ihren drei Wahlkreisen unterwegs. Wie MdL Grimm in einer Pressemitteilung berichtet, nahm er in Bärenthal eine Anregung von Bürgermeister Tobias Keller  auf und sprach sich für den Führerschein ab 17 Jahren aus. Grund: Junge Leute müssten heute flexibel und beweglich sein. Dies könne der öffentliche Personennahverkehr  oft nicht leisten.
Gerade die kleinste Gemeinde im Landkreis Tuttlingen, Bärenthal, so der Bürgermeister, leide unter ihrer Lage im Dreikreise-Eck. Während die Verbindung in Richtung Tuttlingen nicht zuletzt dank eines örtlichen Busunternehmers einigermaßen funktioniere, sehe es hinüber zu den Kreisen Zollernalb und Sigmaringen schlecht aus. Die heimische Wirtschaft aber brauche Auszubildende und Arbeitskräfte aus den Nachbarkreisen.
Die drei FDP-Politiker mit dem Motorrad nahmen laut Pressemitteilung nicht nur ortsübliche Begrüßungsgeschenke aus Bärenthal mit,  sondern auch Anregungen für ihre Arbeit, insbesondere was die Probleme kleiner Kommunen betrifft. Auch wenn der Bürgermeister von einer recht zufriedenstellenden Infrastruktur berichten konnte, waren Sorgen für die Zukunft nicht zu überhören, wo die Politik helfend eingreifen könne. Ob mittelfristig gefährdete ärztliche Versorgung, die Sorge um junge Leute mangels Bauland und nicht zuletzt auch Probleme mit Gewerbeerweiterungen angesichts naturschützerischer Gründe und das in einer Gemeinde, wo bereits 95 Prozent der  Fläche geschützt sind.
Die Abgeordneten hielten die Kritik für berechtigt an mangelnder Koordination gerade im Bereich der Naturschutzes tätigen Stellen, was viele Entwicklungsprozesse verzögere. Die Besucher aus dem Landtag lobten die Initiativen der kleinen Gemeinde Natur zur Eigenentwicklung beispielsweise innerorts durch Sanierung oder Abbruch baufälliger Gebäude. Dass finanzschwachen Kommunen dabei finanziell geholfen werden müsse, darin waren sie sich mit dem Bürgermeister einig.
Wie wichtig Arbeitsplätze vor Ort seien, konnten die drei FDP-Abgeordneten beim Besuch der Firma Sauter Drehteile erleben, wo sie von drei Generationen des Familienbetriebes herzlich empfangen worden seien. Sauter hat neu gebaut und will sich nun erweitern will, wobei es Probleme mit sogenannten Ausgleichsflächen gebe,und das in einer Gemeinde, in der nur 5 Prozent der Fläche besiedelt seien.
Grimm bezeichnete es als beispiellos, wie der Firma Sauter nach einem Brand von allen Seite und auch aus der Wirtschaft einschließlich Konkurrenzunternehmen geholfen worden ist.
Begonnen hatte die zweitägige Motorradtour in Winnenden mit einem Besuch der Firma Kaysser in Leutenbach, wo wie auch bei Sauter, so Grimm, jeder sehen könne, was der Mittelstand heute in Produktion und auch in produktionsnaher Ausbildung durch große Flexibilität leiste. Ähnlich die Eindrücke in der Firma Paravan in Pfronstetten-Aichelau mit Entwicklungen, welche Behinderten mehr Mobilität bieten.
Auch die jüngsten Firmenbesuche, so Leo Grimm, der bekanntlich selbst ein Unternehmen leitet, bestätigten ihm zum wiederholten Mal die eigene Erfahrung, dass Auszubildende aus ländlichen Gemeinden oft besser  geeignet seien als aus Städten, weil sie in einem gefestigteren sozialem Umfeld aufwüchsen. Nicht desto trotz sei leider immer wieder Kritik zu hören an verbesserungsfähiger Schulbildung. Grimm: “Da sind Land und Kommunen gefragt”.

Mit dem Motorrad waren drei FDP-Landtagsabgeordnete in ihren drei Wahlkreisen unterwegs, von links: Andreas Glück, Prof. Dr. Ulrich Goll,  Bärenthals Bürgermeister Tobias Keller und  Leo Grimm. Nach einem herzlichen Empfang im Rathaus beschenkte der Bürgermeister die Politiker  u.a. – mit Bären.

 
Spekulationen statt Nachrichten im Lokalblatt?
Übrigens: Das Lokalblatt im Kreis Tuttlingen hat jüngst darüber spekuliert, was der FDP-Landtagsabgeordnete Leo Grimm wohl im Sommer treibe und ob es mehr sein könne, als vielleicht nur Urlaub im Gegensatz zu vom Blatt stets hochgelobsudelten Tuttlinger Riesenstaatsmännern, die  altbekannt Altbekanntes heimsuchen, was  zwischen Geiß und Geist schwankt und dann wohl als Ausweis hochpolitischen Engagements Lesern serviert werden muss. Da Nachfragen und Recherchen, welche normalerweise Journalismus auszeichnen, offensichtlich nicht mehr zum Handwerk  der Lokalblattredaktion gehören,  hat diese wohl deshalb auch zum wiederholten Mal darauf verzichtet, über Grimms Aktivitäten, zuletzt u.a. in Bärenthal, zu berichten. Darauf kann sich nun jeder Leser dieses seines Lokalblatts mal seinen eigenen Vers machen: Hat die Schwäbische Zeitung inzwischen im Kreis Tuttlingen auf den Anspruch verzichtet, eine Zeitung zu sein? Könnte es sein, dass sie nur noch ein Propagandablatt der Kauder- und Wolf-CDU ist? Wäre es dann nicht an der Zeit, dass die Chefredaktion dieses Blattes ihren Lesern dies offiziell mitteilt, auch mit dem Hinweis, dass  Nachrichten nicht zufällig, sondern bewusst den Lesern vorenthalten werden?  Was nicht nur Leser möglicherweise als Manipulation bezeichnen könnten, ist dies aus Sicht der Schwäbischen Zeitung vielleicht schlicht nur das, was sie als "Unabhängige Zeitung für christliche Kultur und Politik" definiert, was ein Widerspruch in sich ist?