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Leselust?

Leben wir auf Kosten der Dritten Welt?

Das neue Buch von Siegfried Kohlhammer "Auf Kosten der Dritten Welt?":  Geht es uns so gut, weil es den „Entwicklungsländern“ in Afrika so schlecht geht – und umgekehrt? Kommen die Ausländer als „Asylbewerber“ zu uns, weil wir sie ausbeuten? Sind wir Europäer also selbst schuld, dass das Heerlager der Heiligen zu uns aufbricht und unsere Innenstädte prägt?

Nein, meint Siegfried Kohlhammer. Kohlhammer? Da war doch was. Kohlhammer! Der Germanist legte vor wenigen Jahren ein mutiges Aufklärungs-Buch vor. „Islam und Toleranz“ hieß es. Er stellte Fragen, die ansonsten zu oft liegenblieben.

Was motiviert die Gleichgültigkeit gegenüber den Menschenrechtsverletzungen, die im Namen des Islam begangen werden? Weshalb misslingt oft muslimischen Einwanderern die Integration in der zweiten und dritten Generation – und dies, obwohl Migranten nie zuvor in der Geschichte einen ähnlich hohen Grad an Unterstützung erfahren haben?

Kohlhammer hatte einen wunden Punkt getroffen. Das Resultat: Sein Buch blieb weitgehend unbeachtet. Der Mainstream wollte diese Fragen nicht beantworten. Er wollte noch nichtmal, dass diese Fragen überhaupt einem größeren Publikum bekannt werden! Aber Kohlhammer blieb dran. Er forschte weiter. Islam ist ein wichtiges Thema, aber es reicht nicht aus. Was hat er schließlich mit dem Ansturm afrikanischer Nicht-Muslime auf Europa zu tun!?

Kohlhammer legte daher nach. Sein neuer Titel heißt „Auf Kosten der Dritten Welt?“. Das hat einen guten Grund, denn oft heißt es: Wir Europäer hätten doch „historische Verantwortung“ auf unseren Schultern. Es sei unsere Bringschuld, die Opfer von Klimawandel und Kapitalismus aufzunehmen. Denn wir waren doch verantwortlich für Kolonien und Wirtschaftswachstum.

Weiter heißt es im linksgrünen Weltbild der Bundesrepublik: Wir verdanken unseren Wohlstand der Armut Afrikas. Kohlhammer greift sich all diese Projektionen heraus. Nicht polemisch, nicht mit Schaum vor dem Mund, nicht aggressiv. Sondern wissenschaftlich und doch in flüssiger Sprache geschrieben. Damit ein jeder selbst die Fakten prüfen und im Meinungsstreit verwenden kann.

Dafür untersucht Kohlhammer die wirtschaftlichen und politischen Faktoren. Er prüft die Vorstellungen, die das Verhältnis zwischen den „Entwicklungsländern“ und den wohlhabenden Industriestaaten des Westens bestimmen. Deutlich wird z.B.: Unser schlechtes Gewissen speist sich aus politischen Legenden und der unbeirrbaren Ideologie unserer Gut- und Bessermenschen.

Der Faktencheck zeigt: Der Kolonialismus hatte andere Auswirkungen als heute allgemein behauptet. Viel wichtiger, und Kohlhammer bearbeitet dieses Feld daher: Welche Rolle spielen der krasse Bevölkerungszuwachs und die Regierungen in Afrika. Warum werden solch zentrale Themen so gut wie nie angesprochen?

Ob bereits „aufgewacht“ und politisch inkorrekt, ob vorsichtig zweifelnd an den Verhältnissen oder ob noch im schwarzrotgrünen Dämmerschlaf: Siegfried Kohlhammers Buch ist ein fundierter Text, der es verdient hat, Beachtung und Verbreitung zu finden. Bevor sich Verhältnisse ändern können, müssen die Fakten bekannt werden!
(pi.news.net)

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