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Leselust?

Die Verachtung des Eigenen – Ursache für Sea-Watch & Co.

Wer sich schon mal die Fotos von den Schleppern der Sea Watch & Co. auf dem Mittelmeer anschaut, wird feststellen: Es handelt sich bei ihnen nicht um Migranten, nicht um Deutsch-Türken beispielsweise. Es handelt sich zumeist um weißdeutsche Wohlstandkids und ihre ebenso weißdeutschen Gönner! Aber, so fragt man sich: Wieso ist das so? Was treibt diese Menschen an, abertausende Afrikaner ins Shuttle-Taxi nach Europa zu setzen?

Es ist, muss man mit Frank Lisson feststellen, die „Verachtung des Eigenen“. Sein Buch, neu überarbeitet, ist dabei kein oberflächliches Werk. Es ist eine tiefschürfende mentalitätsgeschichtliche und kulturpsychologische Analyse, die es in sich hat – und die zwingend notwendig ist, um den Irrsinn der Zeit nicht nur instinktiv abzulehnen, sondern sie zu verstehen, ihre Motive zu begreifen. Nur die Kenntnisse darüber können dazu beitragen, die Entwicklungen zu bekämpfen und umzukehren.

Lissons Buch steht allein auf weiter Flur. Der Philosoph macht das, was vor ihm leider keiner tat: Er untersucht kenntnisreich und offensiv den Argwohn gegen die eigene kulturelle Herkunft. Damit verbunden betrachtet er die Selbstmissbilligungs-Neurose unserer bedrohten Zivilisation. Zivilisation, ja, denn es geht nicht „nur“ um Deutschland. Es geht auch um den gesamten freien Westen.

Die Bereitschaft, als „Volk“, als „Kultur“ oder auch nur als loser Zivilisationsverbund zu verschwinden, ist in Deutschland wie in Frankreich verbreitet. Man will am liebsten in einem multikulturellen Weltverbund abtauchen. Keine Grenzen, keine Völker mehr!

Lisson untersucht die tiefliegenden Ursachen dafür in der Geistesgeschichte, in der Philosophie, in der Politik. Und: Er vergisst auch nicht die wirkungsvollste Waffe des kulturellen Selbsthasses. Sie heißt Politische Korrektheit. Sie nahm ausgerechnet im Siegerland namens USA ihren Ursprung und wird auch in Ländern wie Schweden als Religion praktiziert. Man sieht also: Es geht nicht exklusiv um einen deutschen „Schuldkomplex“. Die Probleme sind weitaus vielschichtiger, was die Argumentation schwerer macht.

Aber: Dafür gibt es ja Frank Lissons kluge Schrift. Sie bereitet all das auf, was man auf diesem Felde wissen muss, um in Debatten mit Nachbarn, Freunden und Kollegen Oberhand zu gewinnen. Und zwar fundierte Oberhand, nicht in der Lautstärke oder im Auftreten. Das fehlt der freiheitlichen Opposition oftmals. Lisson schafft hier in einem wunderbar gestalteten Buch bestmögliche Abhilfe. "Frank Lisson: 'Die Verachtung des Eigenen'“.
(pi-news.net)

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