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Dem schwarzen Hermann Polzer im grünen Tarnanstrich empfohlen

(tutut). Der Stadtrat der Spaichinger Schwarzen im grünen Tarnanstrich, Hermann Polzer, hat sein eigenes zehnseitiges Psychogramm in die Öffentlichkeit geworfen. Statt zum Florett greift er zur Dachlatte. Polzer wird sich mit Gerhard Uhlenbruck gesagt haben: "Der billigste Psychiater ist immer noch ein weißes Blatt Papier". Zehn hat er verbraucht. Ein Psychotherapeut würde analysieren: Da ruft jemand um Hilfe.
Ein alternder Mann, eigentlich müsste er die Midlifecrisis schon hinter sich gelassen haben, neigt sich einem Jüngling zu und verliert dabei viele Worte. Sein Credo: "Sollte Tobias mit den Jahren seinem Vorgänger im Umgang mit dem Gemeinderat und der Verwaltung ähnlicher werden oder ganz neue Untugenden entwickeln, wird ihn ein ähnliches Schicksal erwarten: Widerspruch, Kritik und Abwahl". Tobias also heißt sein Problem, dem er prophetisch ein Drohorakel widmet.
Dem Mann muss, dem Mann kann geholfen werden. Zumindest mit diesem Buch:
Narzissmus und Macht: Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik
geschrieben von Hans-Jürgen Wirth. Der Gießener Psychoanalytiker und Privatdozent interpretiert in seiner Untersuchung zur "Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik" Macht und Narzissmus als "siamesische Zwillinge".
Hermann Polzer scheint zu den (Kommunal)Politikern zu gehören, die das demokratische Brimborium eher als lästig empfinden. Als Ein-Mann-Fraktion im Gemeinderat hat er sich im CDU-Anhängerland, inzwischen ein politisches Atlantis der Alb, auf Gedeih und eher Verderb in wahnhafter Selbstüberschätzung an einen Jüngling gefesselt, anstatt, wie es in der Politik üblich sein sollte, der Spaichinger Sache zu dienen.
Dass ihm die Bürger, die Wähler völlig wurscht, wenn nicht gar Wurstsalat zu sein scheinen, bemerkt er wohl gar nicht. Auch nicht, dass er seine Verpflichtung als Gemeinderat anscheinend vor dem Rathaus in den Mülleimer gesteckt hat. Was haben Gemeinderäte zu tun? Gemeindeordnung § 32, 3: "Die Gemeinderäte entscheiden im Rahmen der Gesetze nach ihren freien, nur durch das öffentliche Wohl bestimmten Überzeugung. An Verpflichtungen und Aufträge, durch die diese Freiheit beschränkt wird, sind sie nicht gebunden".
Hermann Polzer droht mit seinem Rückzug im Falle der Wiederwahl des Bürgermeisters. Damit gibt er sich als Undemokrat zu erkennen, als Wegbereiter grüner Diktatur, übrigens nicht der einzige, der im Zuge des Wahlkampf mit der Lücke droht, die ihn zweifellos bei einem Verschwinden aus dem Gemeinderat ersetzen würde.
Macht jeglicher Art, und sei es nur in einem Verein, zieht besonders auch Personen an, die an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden. Da geht es dann um Besessenheit in der Karriere, grenzenlose Selbstbezogenheit, Größenphantasien von narzisstisch gestörten Persönlichkeiten auf dem Weg an Schaltstellen ökonomischer oder politischer Macht, um auf die Hermann Polzer empfohlene Lektüre zurückzukommen. Bei ihm hat sich politische Gegnerschaft in ein Feindbild verwandelt, das möglicherweise krankhafte Züge angenommen hat. Aber darüber sollte sich ein Psychotherapeut den Kopf zerbrechen.
Eine Frage hat Hermann Polzer übrigens noch nicht beantwortet: Woher hat er die Adressen für seine verschickten Psychogramme? Kann es sein, dass er gegen den Datenschutz verstoßen hat?

Ein Gedanke zu „Lesen!

  1. Klaus Häcker

    Ich habe auf Umwegen das 10 Seiten Papier des Herr Polzer bekommen.
    Der Kommentar des Herrn til trifft voll und ganz zu. Man muss davon ausgehen, dass Psychiater an der Wahrheit kein Interesse haben, denn sie sind an ihren Wirkungen interessiert.
    Wenn er mit seinem Papier für Tobias Schumacher wirbt, hat er ihm keinen guten Dienst geleistet.

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