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Licht für Millionen

Landtagsgebäude wird ab nächstem Jahr umgebaut

Das Landtagsgebäude heute, im Hintergrund das Haus des Kunstvereins mit der Kuppel, wo der Landtag während der Umbauarbeiten tagen wird.
(tutut). Nach 50 Jahren bekommt der Plenarsaal im Landtagsgebäude in Stuttgart Tageslicht. Die Umbaukosten werden auf 36 bis 41 Millionen Euro geschätzt. Unter fünf Architekturbüros fiel die Wahl auf das Berliner Büro Staab. Die Pläne der fünf Architekturbüros sind bis zum 21. Dezember im Landtag ausgestellt.
Es sieht für den zwischen Herbst 2013 und Herbt 2015 geplanten Bau laut Vermögen und Bau Baden-Württemberg für den Plenarsaal punktförmige Öffnungen im Dach mit 35 Lichtröhren und 12 sich nach oben erweiternden Lichtkegeln vor. Diese sollen eine Tageslichtdecke aus satiniertem Glas illuminieren, welche die vorhandene geschlossene Holzlamellendecke ersetzt.

Modell des vom Berliner Architekturbüro Staab geplanten Umbauentwurfs.
Weil auf sichtbare Beleuchtungskörper verzichtet werde, entstehe eine homogene Deckenfläche. Der Sichtbezug nach Außen werde zum einen durch die 12 Lichtkegel hergestellt, außerdem würden die umschließenden Wände des Plenarsaals geöffnet und durch großflächige Verglasungen ersetzt. Der Saal selbst soll eine flexible Bestuhlung und moderne Medientechnik bekommen. Während der Umbauarbeiten wird der Landtag im Kuppelgebäude des Kunstvereins am Schlossplatz tagen.

Blick ins Innere des zukünftigen Plenarsaals.
Der Umbau entspricht einer Generalsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes. Dabei sollte, so die Aufgabe, das Erscheinungsbild und die Grundriss-Struktur unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz erhalten bleiben.
 
decke erüs