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Manfred Ulmer: Sein Name lebt weiter

Vor über 2o Jahren  verschwand Sora-Mode vom Markt

Sora einst, wie es in dem 1983 erschienenen Buch "Daheim im Landkreis Tuttlingen" werbend vorgestellt wurde. Dazu  heißt es: "Die Sora-Werke M. Ulmer GmbH & Co., Spaichingen, bestehen seit 35 Jahren. Sie wurden gegründet von Manfred Ulmer und seiner Ehefrau Margarethe Ulmer. Sora ist spezialisiert auf Kleider im gehobenen Genre. Manfred Ulmer, Senator h.c. und Konsul der Republik Senegal, führt das kaufmännische Management. Margarethe Ulmer leitet die Design-Abteilung und entwirft  auch die Kollektionen. Sora beliefert Kunden in 43 Ländern der Erde. Der Export beträgt rund 70 %, und Sora hat damit in Europa die höchste Export-Quote in der DOB-Industrie. Lizenzverträge für die von Frau Margarethe Umer entworfenen Kollektionen bestehen mit Produzenten in Japan, Südafrika und USA".  Erwähnenswert wäre in diesem Zusammenhang noch, dass Manfred Ulmer als Unternehmer im Balgheimer Schloss begonnen hat.

(tutut). Manfred Ulmer ist schon seit über einem Jahrzehnt tot.  Vor über zwei Jahrzehnten verschwand Sora-Moden vom Markt. Aber der Name lebt weiter. An der Uni Konstanz wird ein Manfred-Ulmer-Stipendium vergeben. Dies war seinerzeit mit der Verleihung der Würde eines Ehrensenators verbunden gewesen. Indirekt lebt Manfred Ulmer auch weiter u.a. in einer seiner Töchter, der deutschlandweit bekannten "Charity-Queen" Ute Ohoven, Düsseldorf, ihres Zeichens Unesco-Sonderbotschafterin der UNESCO-Kinderhilfe, für die sie u.a. Spendengalas veranstaltet. Daneben ist sie noch in anderen karikativen Organsationen tätig. Honorargeneralkonsulin vom Senegal ist sie ebenfalls für Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, womit sie in die Fußstapfen ihres Vaters getreten ist, welcher Generalkonsul dieses westafrikanischen Landes war. Der einzige Sohn von sieben Kindern lebt in Spaichingen.

Die einstigen Sora-Gebäude heute.
Die Gebäude der einstigen besonderen Marke für Mode, Sora, stehen noch an der Bahnlinie in Spaichingen. Drinnen werkeln aber andere. Wie auch das Villengrundstück mit Hubschrauberhangar und mit der vom katholischen Bischof Moser einst für den Protestanten Ulmer eingeweihten Kapelle andere Besitzer haben.
Manfred Ulmer war eine schillernde Persönlichkeit gewesen, als es ihm wirtschaftlich glänzend ging, fiel von diesem Glanz einiges auf Spaichingen ab, denn von seinem Mäzenatentum profitierte nicht nur der Sportverein, dessen Heim Manfred Ulmers Namen trägt. Als Oberst der Reserve war er Landesvorsitzender der Reservisten. Er sollte unter Verteidigungsminister Georg Leber, mit dem er ebenso freundschaftlch verbunden war wie mit dem späteren Verteidigungsminister und Nato-Generalsekretär Manfred Wörner,  erster Brigadegeneral der Reserve werden. Als die Textilwirtschaft in Deutschland mit der billigeren Weltkonkurrenz nicht mehr mithalten konnte, kamen auch magere Jahre für Sora bis zum bitteren Ende des Verkaufs und der Aufgabe.
Auf eine von Manfred Ulmer 1982 gesponserten Reise des Sportvereins in den Senegal geht ein durch einen Förderverein  initiiertes Kinderkrankenhaus in Joal zurück, das Manfred Ulmers Namen trägt, dessen Zustand heute allerdings nach Zeugenberichten aus dem Nachfolgeverein ziemlich heruntergekommen sein soll.
Das Doktorandenstipendium von Manfred Ulmer der Stiftung Wissenschaft und Gesellschaft an der Uni Konstanz hilft bei der Überbrückung des Zeitraumes zwischen Studium und Promotionsphase. Gefördert werden begabte Studierende.Es ist mit 1 000 Euro monatlich ausgestattet und wird für eine Dauer von sechs Monaten ausgezahlt. Eine Verlängerung ist nicht möglich.Das Stipendium steht Promovierenden aller Fachbereiche der Universität Konstanz offen.
Auf der website http://www.unesco-kinder.de/fileadmin/editors/teaser/Service/UTE_OHOVEN.pdf posiert Ute Verhoven mit dem männlichen Modell Papis „Loveday“ Badji aus dem Senegal und gibtein Interview,indem sie u.a. sagt, sie fühle sich nicht privilegiert,sondern hätte einfach nur Glück gehabt,
und nutze ihre persönliche Situation, "um den Armen zu helfen. Insofern bin ich sehr dankbar, dass ich eben in der sogenannten besseren Gesellschaft um Unterstützung für die Ärmsten der Armen betteln gehen kann".
Gefragt nach dem familiären Hintergrund, berichtet sie: "Mein Vater hatte ein Textilunternehmen, wir hatten eine Produktion im süddeutschen Spaichingen und sogar Druckereien in Italien. SORA hieß die Marke damals, sehr hochwertig und in etwa vergleichbar mit dem Stil der Marke Féraud...Ich bin mit Mode groß geworden. Meine Mutter hat früher die Kollektionen für SORA entworfen und ich selbst bin ja auch Designerin, das ist mein eigentlicher Beruf. Doch habe ich mich aufgrund meines sozialen Engagements und meiner gesellschaftlichen
Verpflichtungen unlängst von der Mode gelöst".