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Manipulatorin?

Kennt die Schwäz keine Leserbriefe mehr?
„Gerüchteweise gibt es einen weiteren Interessenten“
FDP-Stadtrat Oliver Hirt kommentiert den Neujahrsempfang, die Berichterstattung und den Bürgermeister-Wahlkampf
Der FDP-Stadtrat Oliver Hirt meldet sich zu unserem Bericht und den bebilderten Hinweis auf diesen Bericht zu Wort: „Der jüngste Bericht über den Neujahrsempfang der Stadt Spaichingen im Zusammenhang mit der Abbildung eines Bürgermeisterkandidaten auf der Hauptseite ist geeignet, den unglücklichen Eindruck zu erwecken, es habe sich um ein Schaulaufen von Bürgermeisterkandidaten gehandelt. Dabei gerät in den Hintergrund, dass es sich um eine offizielle, jährlich wiederkehrende Veranstaltung der Stadt Spaichingen handelt“, schreibt Hirt. „Und wenn der Bürgermeister, so wie jedes Jahr, in diesem Zusammenhang die Aktivitäten der Gemeinde bilanziert, dann ist dies richtig und angemessen und sollte nicht mit dem Attribut ,Wahlkampf' desavouiert werden.“ (Duden: „bloßstellen, nicht anerkennen, verleugnen, in Abrede stellen“). Der Amtsinhaber müsse sich messen lassen an dem, was er für die Stadt geleistet habe, dann müsse er auch eine Leistungsbilanz präsentieren dürfen. „Und Gegenkandidaten müssen erst noch erklären, was sie besser oder anders machen wollen.“ Die Berichterstattung verwische die gebotene Trennung zwischen offizieller Veranstaltung und Wahlkampf, auch indem der erste bislang bekannte Gegenkandidat abgebildet werde. Da die offizielle Bewerbungsfrist noch gar nicht abgelaufen sei, sei es auch gegenüber möglichen weiteren Mitbewerbern um das Bürgermeisteramt unangebracht, „zumal gerüchteweise sich mindestens ein weiterer Interessent unter den Anwesenden befunden hat“. Es werde noch ausreichend Gelegenheit geben, zum Vorwurf der angeblichen Spaltung der Stadt Stellung zu nehmen, genauso wie zur Frage, ob das Verweigern eines Grußes gegenüber einem Gegenkandidaten „schlechter Stil ist oder konsequentes Verweigern von Heuchelei“.
(Schwäbische Zeitung. Regina Braungart ist als Manipulatorin am Werk? Wo bleibt ihre Antwort zum Vorwurf?  Ein Leserbrief ist ein Leserbrief und kein Artikel. Vor einer solchen Ummodelung ist so etwas dem Autor mitzuteilen. Ist journalistische Sorgfaltspflicht bei der Schwäz außer Kraft gesetzt worden? Wenn sie eine Anmerkung in den Text einfügt, hat sie dies zu kennzeichnen. Offenbar hält sie die Leser für blöd und zitiert den Duden, um "desavouiert" zu erklären, für den Leser wirkt dies, als hätte der Leserbriefschreiber es eingefügt und nicht Regina Braungart nachträglich. Allerdings stünde es jemand wie ihr gut an, öfter mal nach dem  Duden zu greifen, denn sprachlich hat sie als Schwäz-Redakteurin erhebliche Mängel, wenngleich sie Kritik an offensichtlichen handwerklichen Defiziten meist als Angriff auf die Pressefreiheit umzudeuten versucht.)

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