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Merkel macht sich zur Geisel Erdogans

Berlin solidarisch mit türkischem Angriffskrieg

Von WOLFGANG HÜBNER

Wer sich einmal erpressen lässt, der wird immer wieder erpresst. Diese Erfahrung macht erneut die deutsche Bundesregierung, deren Kanzlerin bekanntlich „hässliche Bilder“ an den deutschen Grenzen scheut. Denn Erdogan verlangt auch deutsche Solidarität für seinen Angriffskrieg in Syrien, der unter den türkischen Soldaten zunehmend Opfer kostet. Und selbstverständlich bekommt er diese Solidarität auch eilfertig zugesichert.

Zwar ist es der von CDU-Spezialisten herabgewirtschafteten Bundeswehr glücklicher Weise nicht möglich, dem NATO-Verbündeten militärisch zu helfen. Aber zu einer verbalen Solidaritätsbekundung des bedeutenden Außenministers Heiko Maas reicht es allemal, damit der Sultan nicht richtig sauer wird.

Wird er das nämlich, und weit davon entfernt ist Erdogan ja nie, dann kann er Europa mit unzähligen Sozialasylanten regelrecht fluten. Da die Merkel-Regierung selbst in Zeiten des Corona-Virus am Dogma der offenen Grenzen festhält, ist das eine wirksame Drohung. Also vergisst der Moralweltmeister kurz mal sein sonstiges Friedens- & Menschenrechtsgesülze und versichert dem türkischen Aggressor politische Unterstützung für dessen Angriffskrieg in Syrien. Doch das ist nicht nur politisch, völkerrechtlich und moralisch verwerflich, sondern auch kurzsichtig und dumm.

Denn es gibt in Syrien nach der erfolgreichen Durchsetzung des Assad-Regimes nur eine Lösung, die Deutschland und Europa immer neue Flüchtlingsmassen erspart: Die Anerkennung der Realitäten und Hilfe beim Wiederaufbau des so fürchterlich gequälten Landes samt Heimsendung all derer, die von dort nach Deutschland gelangt sind. Doch so lange der größenwahnsinnige Sultan in Ankara islamische Terrorverbände materiell und militärisch in Syrien unterstützt, kann das nicht gelingen. Erdogan hat nämlich nichts aus dem gescheiterten Versuch gelernt, Assad zu stürzen.

Es war dieser vom Westen unterstützte und heftig mit Beifall bedachte Versuch, der Millionen Syrer in die Türkei getrieben und zum Spielball des Sultans gemacht hat. Zwar hatten daran noch andere Kräfte Anteil, wie auch auf der anderen Seite vor allem Russland. Doch niemand unter diesen Kräften hat seine Karten so ignorant und skrupellos überreizt wie die türkischen Machthaber. Ihre Soldaten zahlen jetzt dafür mit Blut und Tod.

Das alles ist selbstverständlich der Bundesregierung bekannt. Gleichwohl hat sie sich zur Geisel Erdogans machen lassen. Umso mehr ist anzuerkennen, wie energisch sich das kleine verarmte Griechenland derzeit gegen die türkische „Flüchtlingswaffe“ zur Wehr setzt.

Von diesem Geist der Selbstbehauptung ist die Merkel-Regierung himmelweit entfernt. Deshalb müssen nicht nur die Deutschen hart arbeiten und viel bezahlen, um die Erpressungsgelder nach Ankara schicken zu können. Auch die Syrer im verbliebenen Machtbereich der islamischen Terrorverbände werden so lange leiden müssen, bis endlich die europäischen Verbündeten und „Freunde“ der Türkei sich mit den Realitäten in Syrien abfinden. Nur in diesem Fall kann EU-Deutschland für die Wiederaufbauhilfe in Syrien mit dem Assad-Regime gute Bedingungen für Millionen Rückkehrer vereinbaren.
(pi-news.net)

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