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Merkels Maske

Zunehmende Nervosität im Kanzlerbunker

Von WOLFGANG HÜBNER

Kanzleramtsminister Helge Braun hat Gerichte kritisiert, die Klagen gegen verschiedene Bestimmungen und Einschränkungen im staatlich verfügten Ausnahmezustand, dem sogenannten „Shutdown“, stattgegeben haben. Seine Chefin, die Kanzlerin, hat also nicht nur Missfallen an Grenzschließungen für Invasoren oder an Parlamentsabstimmungen in Thüringen, sondern nun auch noch an unerwünschten Gerichtsentscheiden. Da wird es ja höchste Zeit, diese frechen Widerstandsnester im deutschen Justizwesen bald mal gründlich auszuräuchern. Schließlich ist es Angela Merkel gewohnt, dass die Untertanen kuschen, wenn es der linken Pfarrerstochter nicht gefällt.

Doch derzeit mehren sich die Entwicklungen, die Merkel keine Freude bereiten. Zwar ist der lästige Souverän noch mehrheitlich verängstigt und hinter Masken verstummt. Aber der Widerstand gegen die grundgesetzwidrigen Schikanen und Repressionen wird nicht nur im Netz, sondern auch auf den Straßen und Plätzen größer.

Und immer weniger verfängt die geschürte Angstmacherei vor dem Virus. Der ist zwar weder ungefährlich noch besiegt, das ist nun allgemein bekannt. Aber er ist in der Massenwirkung offenbar nicht viel tödlicher als vorhergehende Grippe-Epidemien in Deutschland es waren.

Nur wurden bei diesen früheren traurigen Ereignissen nicht annähernd so schwerwiegende und folgenreiche Maßnahmen verfügt wie das seit Wochen der Fall ist. Was anfangs aufgrund der Bilder aus China und mehr noch aus Italien verständlich schien, ist nach jetziger Kenntnis nicht mehr akzeptabel.

Und es ist nicht zuletzt deshalb nicht akzeptabel, weil niemand sagen kann, welchen Kurs eigentlich die Bundesregierung samt Länderregierungen in dieser Krise verfolgen, welche längerfristigen Perspektive für Gesellschaft und Wirtschaft sie haben.

Vielmehr verdichtet sich bei immer mehr Menschen der Verdacht, dass die Regierenden und ihre Parteien, vorrangig CDU/CSU, wachsenden Gefallen daran gefunden zu haben scheinen, endlich mal das Volk im harten Griff zu haben und dafür auch noch mit hohen Umfrage- und Popularitätswerten belohnt zu werden.

Allerdings sind letztere nun auch am Stagnieren oder sie bröckeln sogar schon. Denn da nicht alle Deutschen wohlbestallte Pensionäre und Vermögende sind, die nur mal auf die nächste Kreuzfahrt verzichten müssen, sondern Selbständige, Arbeiter oder Angestellte, wird die Unruhe quasi gesetzmäßig größer.

Millionen wollen nämlich nicht nur wissen, wann sie endlich wieder halbwegs normal leben und atmen können. Sie wollen vor allem wissen, wie es demnächst um ihre Existenz steht, wie sie ihre Rechnungen und Verpflichtungen bezahlen können, wann sie ihre Kinder wieder in den Kindergarten, die Schulen und Universitäten schicken können. Sie haben ein gesundes Misstrauen in die Beschwichtigungen der verantwortlichen Politiker, es werde sich schon alles wieder richten nach dem üblichen Merkel-Motto „Wir schaffen das!“

Wenn solche Zweifel erst mal epidemisch werden, dann können auch die Haldenwangs mitsamt den gleichgeschalteten Medien nicht mehr viel ausrichten. Die zunehmende Nervosität im Kanzlerbunker ist berechtigt. Sagen wir es offen: Das ist eine gute Nachricht!
(pi-news.net)

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