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Muslim, Migrant, ungedient

Özdemir diversifiziert sieben Tage die Bundeswehr

Von WOLFGANG HÜBNER

Die Lebensgeschichten grüner Spitzenpolitiker sind voller Heldentaten: Der eine hatte einst Polizisten verprügelt, der andere Häuser besetzt; die eine hat eine erfolgreiche Rockband organisiert, die andere trägt weiterhin tapfer den Nazi-Göring im Doppelnamen. Und der jetzige Chef hat unermüdlich Bücher geschrieben, die fast keiner kennt, dazu erträgt er klaglos an seiner politischen Seite die ahnungslos-niedliche Annalena. Nun hat der frühere Vorsitzende und Freiflugexperte Cem Özdemir der grünen Heldensaga ein neues Kapitel hinzugefügt: Er nimmt tapfer mit einem Fraktionskollegen eine ganze lange Woche am Alltag der Bundeswehr teil!

Özdemir wäre nicht Özdemir, wenn er dieses erstaunliche Wagnis nicht gleich aller Welt mitteilen würde. Und prompt hat ihm die Zeitung für die ehemals klugen Köpfe in der Ausgabe vom 13. Juni 2019 viel Platz zugestanden, damit er und sein Kumpel darlegen können: „Warum grüne Außenpolitik die Bundeswehr braucht“. Nachdem Özdemir mit Erleichterung vermerkt, Grüne und Bundeswehr seien nicht mehr „wie Feuer und Wasser“, allerdings einschränkt, die beiden seien selbstverständlich noch immer nicht „wie Pech und Schwefel“, begründet er grüne Wehrhaftigkeit mit einem routinierten Griff in die Historienkiste.

Das liest sich so: „Wenn wir dieser Tage des D-Days vor 75 Jahren gedenken, der das Ende des Hitler-Regimes einläutete, dann ist für uns zweifelsfrei klar, dass wir diese Ultima Ratio brauchen“. Daraus lernen wir, dass mit den grün abgesegneten Bomben auf Serbien oder den Bundeswehreinsätzen in Afghanistan und Mali allerorten neue „Hitler-Regimes“ verhindert wurden oder werden. Orban und Salvini sollten sich also gut in Acht nehmen.

Dann wird Özdemir pathetisch: „Nie wieder darf es größenwahnsinnige Alleingänge geben“ und jammert infam: „Es erfüllt uns mit tiefer Sorge, dass dieses Verständnis deutscher Geschichte im aktuellen Bundestag nicht von allen Fraktionen geteilt wird“. Nach diesem gezielten Tiefschlag gegen die unbelehrbaren Angriffskrieger der AfD wird Özdemir kurz sentimental, schwadroniert über die Lebensplanung der „Soldatinnen und Soldaten“ und deren „Mutter, Vater oder Freund in der Ferne“.

Aber weit mehr beschäftigen ihn dann doch bestimmte Vorfälle in der Bundeswehr und er droht: „Rechtsextremismus hat in der Bundeswehr nichts zu suchen“. Im weiteren Text will er die Bundeswehr zwar „fit für die Zukunft“ machen, aber zugleich nichts vom „abstrakten Ausgabeziel“ der Nato wissen, also den berühmten zwei Prozent, die der böse Trump einzufordern nicht müde wird.

Im Schlussteil seines Textes zeigt sich Özdemir in humanistischer Hochform: „Die Menschen in der Bundeswehr sind mehr als nur Waffenträger.“ Sie hätten sogar „Träume, die über ihren Dienst hinausgehen“. Der ehemalige Grünen-Vorsitzende hat aber eher Sorgen als Träume: Zu geringer Frauenanteil, zu wenige Muslime in der Truppe, zu wenig Diversität. Da sich Özdemir wegen der einen Woche an der Heimatfront offenbar keiner Geschlechtsumwandlung unterziehen wollte, kann er zwar den Frauenanteil nicht kurzzeitig heben: Aber immerhin kann er sieben Tage lang die Bundeswehr diversifizieren: Muslim, Migrant, ungedient, Parteigenosse von Claudia „Nie wieder Deutschland!“ und „Soldaten sind Mörder!“

Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn Cem Özdemir nicht multidiverser Verteidigungsminister der kommenden grün-schwarzen Koalition wird: Es locken Freiflüge ohne Ende!
(pi-news.net)

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