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Schon mal an den Notvorrat gedacht?

Auf den Notfall vorbereiten

Checkliste

Ein Feuer, ein Unfall oder eine Katastrophe kommen meistens völlig unerwartet. Wenn die Wasserversorgung zusammenbricht, kann man keine Wasservorräte mehr anlegen. Wenn der Strom flächendeckend ausfällt, können Sie keine Vorräte mehr einkaufen. Sorgen Sie also vor!
Sorgen Sie vor!

Was brauchen Sie?
An was müssen Sie frühzeitig denken?

Die Checkliste gibt Ihnen einen Überblick über das, was Sie im Notfall brauchen. Tragen Sie die örtlich gültigen Notrufnummern in die Telefonliste auf der Rückseite dieser Broschüre ein. Planen Sie gemeinsam! Setzen Sie sich mit Ihrer Familie zusammen und überlegen Sie Folgendes:

Wo befinden sich im Haus: das Notgepäck, die Dokumententasche, der Feuerlöscher, die Vorräte aus der Checkliste.

Besprechen Sie Fluchtwege, Treffpunkte und Ihre Erreichbarkeiten, vielleicht sind im Falle einer Katastrophe nicht alle Familienmitglieder zu Hause.

Bewahren Sie diese Broschüre gemeinsam mit der Dokumententasche auf, so können Sie bei einer angekündigten Katastrophe noch einmal das Wichtigste nachlesen.

Essen und Trinken bevorraten

Das sollte im Haus sein

Können Sie sich vorstellen, dass Lebensmittel und Trinkwasser einmal nicht jederzeit verfügbar sein könnten? Was ist, wenn ein Hochwasser die Straßen unpassierbar macht? Lawinen ein Dorf von der Außenwelt abschneiden? Starker Schneefall die Versorgung von Geschäften unmöglich macht? Oder ein Stromausfall die öffentliche Versorgung
lahmlegt?

Mit einem Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für zehn Tage sind Sie hierfür gerüstet.
Hinweise für die Vorratshaltung

Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit.

Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.
Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.

Keine Experimente. Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen.

Strom weg? Achten Sie darauf, dass Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert werden können und ein Großteil Ihres Vorrats auch kalt gegessen werden kann.

Alle Lebensmittel sollten ohne Kühlung längerfristig haltbar sein. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beschriften Sie Lebensmittel ohne Kennzeichnung mit dem Einkaufsdatum.

Sie sollten Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Achten Sie auf luftdichte Verpackung.

Neu gekaufte Vorräte gehören nach „hinten“ ins Regal. Brauchen Sie die älteren Lebensmittel zuerst auf.

Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat. Sie lassen sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen. Frieren Sie einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder ein.

Kochen ohne Strom und Gas? Im Handel gibt es viele Alternativen wie Campingkocher etc.

Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost – z. B. für Diabetiker, Allergiker oder Babys.

Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!
(Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bbk.bund.de)

Wikipedia kurz:
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt eine allgemeine Empfehlung zur freiwilligen privaten Bevorratung heraus, die für einen Schutz in einer Vielzahl von Szenarien gedacht sind und die jedem Haushalt eine Richtschnur für den Umfang der Selbstschutzmaßnahmen geben sollen. Diese Empfehlungen betreffen mehrere Bereiche der Vorratsanlegung:

Essen und Trinken: Lebensmittel und Getränke für zwei Wochen; Lebensmittel sollten ohne Kühlung haltbar und kalt genießbar sein; pro Woche und Person 14 Liter Flüssigkeit, geeignet sind Mineralwasser, Fruchtsäfte und andere lang haltbare Getränke
Hygiene: Seife, Waschmittel, Zahnpasta; Wasser zum Waschen, Spülen und Toilettenspülung
Hausapotheke: Verbandkasten, verordnete Dauermedikation, Kohletabletten, Schmerzmittel, Abführmittel, Fieberthermometer, Wärmeflasche
Energieausfall: Campingkocher und passender Brennstoff, warme Kleidung, Petroleumlampen, Taschenlampen, Batterien, Kerzen, Streichhölzer, Bargeld
Dokumentensicherung: Familienurkunden, Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Sparbücher, Aktien, Fahrzeugbrief, Versicherungspolicen, Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung, Zeugnisse, Verträge, Grundbuchauszüge, Testament
Notgepäck: Erste-Hilfe-Material, batteriebetriebenes Radio und Reservebatterien, Dokumententasche und Wertsachen sowie Ausweise, Verpflegung für zwei Tage, Taschenlampe, Schlafsack oder Decke, Wetterschutzbekleidung, sonstige Utensilien wie z. B. Essgeschirr und Fotoapparat
Radio: mit Batterien betrieben

Eine Alternative zur Einlagerung frischer Nahrungsmittel mit begrenztem Haltbarkeitsdatum sind sogenannte dehydrierte Nahrungsmittel.  Durch Gefriertrocknen und Vakuumverdampfung verlieren die Lebensmittel 90 Prozent ihres Gewichts und 30 bis 90 Prozent ihres Volumens. Für die längere Haltbarkeit wird auch enthaltener Sauerstoff durch Stickstoff ersetzt. Geschmack, Farbe, Struktur und Nährwert bleiben bei kurzzeitiger Lagerung von zwei bis vier Jahren zumindest bei Temperaturen unter 30 °C erhalten. Die Speisen können durch einfaches Hinzufügen von heißem oder kaltem Wasser wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden.

Eine weitgehend erfolglose staatliche Initiative für den Aufbau eines privaten Notvorrats war in den 1960er Jahren die Aktion Eichhörnchen.

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