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Nachhaltigkeit in der VG Spaichingen

Ist die Schlichtung zu schlicht ausgefallen?

(tutut). Mit der Adelung der Nachhaltigkeit durch den grünen Ministerpräsidenten versehen, scheint für den langjährigen Denkinger Bürgermeister Nachhaltigkeit jetzt wohl auch reif, um in die Verwaltungsgemeinschaft einzuziehen. Nachdem eine gewisse Uneinigkeit vor allem was das Bezahlen der Verwaltung betrifft, Thema einer Schlichtung im Landratsamt gewesen und von allen beteiligten Gemeinderäten abgenickt worden ist, hat der Denkinger nun wohl nach dem Motto "Und täglich grüßt das Murmeltier" die Schlichtung wieder ausgepackt, weil wohl als zu schlicht empfunden. Denn Nachhaltigkeit bedeutet ja Status quo und nicht Weiterentwicklung.
Der Einfachheit halber bekommt die Angelegenheit ein Gesicht, wird die Stadt Spaichingen personifiziert mit ihrem Bürgermeister, obwohl die VG aus mehreren Gemeinden besteht und nicht aus ein paar Bürgermeistern. So heißt es da im Denkinger Amtsblättchen: "Diese über Jahre geltenden freiwilligen Regelungen wollte Herr Bürgermeister Schuhmacher, zumindest bezüglich der Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte der Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft nicht mehr tragen".  Da es in der Vergangenheit wie in der Jetztzeit sich stets um das Geld der Bürger und nicht des Bürgermeisters gehandlet hat, mit dem Spaichingen offensichtlich großzügig umgegangen ist, sollhiert nur nebenbei erwähnt werden. Erst vorein paar Jahren taauchte an der prim die Frage auf, warum Spaichingen 150 000 bis 160 000 Euro im Jahr bezahlen sollte, wenn auch die Hälfte reichte?
Schlichtungsvorschlag sind nun schließlich 83 000 Euro. Immerhin zahlt Spaichingen damit fast nur noch die Hälfte. Wuhrer deutet dies als Niederlage Spaichingens, warum auch immer. Wenn er dies an den 50 000 Euro festmacht, die von Spaichinger Seite aus genannt worden waren, geschenkt. Unterm Strich bleibt, dass, wenn's um Geld geht, die Schlichtung für Spaichingen eine Menge Geld mehr bedeutet. Das ist zwar nicht nachhaltig, wie es Nachhaltigkeitsspezialisten in der VG wohl gerne gehabt hätten, aber immerhin ein Fortschritt.
Der Schluss, den Wuhrer daraus zieht, könnte zu allerlei Spekulationen Anlass geben. Wie gut muss es den Denkingern gehen? Denn der Bürgermeister stellt als sein Fazit fest: "Der Streit hat sich damit, jedenfalls unter finanziellen Aspekten, für die Stadt Spaichingen nicht gelohnt, zumal das Miteinander auf der Strecke blieb und auch viel Vertrauen verloren ging. Nun bleibt zu hoffen, dass mit den Gesprächen über die anderen strittigen Punkte, die sich demnächst anschließen werden, ein vernünftiger Weg gefunden werden kann". 80 000 Euro haben oder nicht, das mag für Denkingen vielleicht ein  Augenwasser sein oder nur schlichte Nachhaltigkeit. Spaichingens kann dieses Geld womöglich gebrauchen.