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“Nationaler Gedenktag des deutschen Volkes”

Gehört der 17. Juni schon wie Schwarz-Rot-Gold in Merkels Schmuddelecke?

(tutut) - Die Deutschen und Deutschland, an ihrer Abschaffung arbeitet eine Kanzlerin, welche die rechtskonservative CDU zur linken sozialistischen Kaderpartei verwandelt hat mit den einstimmigen Orgelpfeifen der Mitläuferparteien bis auf die AfD. Es ist vorstelbar, dass Merkel wie Schwarz-Rot-Gold auch die übrigen Erinnerungen an das heilige Deutschland schon in ihre Schmuddelecke des Nichtvaterlandes gepfeffert hat. Denn von der Bundesrepublik Deutschland mit Einigkeit und Recht und Freiheit hat sie sich bestimmt nie eine Brosche an das blaue FDJ-Hemd gesteckt.

Da die deutsche Geschichte nur aus 12 Jahren besteht und dem Bemühen um eine bessere Vergangenheit, mutet es etwas bizarr an, was sich die Volksvertretung für heute, Mittwoch, vorgenommen hat: "Aus Anlass des nationalen Gedenktages an den Volkaufstand in der DDR 1953 kommt der Bundestag am Mittwoch, 17. Juni 2020, zu einer einstündigen Vereinbarten Debatte zusammen". Blaba im Namen der SED, zu der die CDU Adenauers mutiert ist?

Deshalb soll ein anderer, auch von der CDU, die Gedanken zu diesem Tag liefern: Bundespräsident Dr. Heinrich Lübke. Er hat am 17. Juni 1963 in Bonn zum "Tag der Deutschen Einheit" eine Rede gehalten und den 17.Juni offiziell zum "Nationalen Gedenktag des Deutschen Volkes" erklärt. Ein paar seiner Gedanken sind erinnerungswert, bevor der Tag möglicherweise in unwürdigem Palaver untergeht, in einer Stadt wie Berlin, wo Leute von SPD, Grüne, Linke regieren, als wäre die Stadt schon wieder Hauptstadt der DDR, der II.

Lübke erinnerte daran, wofür der 17. Juni damals stand und warum er auch heute nicht an Aktualität verloren hat: "Am 17. Juni jährt sich Tag der Volkserhebung in Ost-Berlin und der sowjetisch besetzten Zone, die vor aller Welt unmissverständlich Zeugnis ablegte für das Recht unseres ganzen Volkes auf Freiheit und Selbstbestimmung. Zwar ist der Versuchgescheitert, die Ketten fremder Gewaltherrschaft abzuschütteln. Aber der Schrei nach Gerechtigkeit und Freiheit ist nicht verhallt.

Er wurde und wird überall dort gehört und verstanden, wo Menschenwürde und Menschenrechte geachtet werden.Als freie Bürger der Bundesrepublik Deutschland werden wir durch die Erinnerung an die Ereignisse des 17.Juni 1953 zur Selbstbestimmung aufgerufen und eindringlich gemahnt an die Verantwortung für unsere Landsleute hinter dem Eisernen Vorhang und an unsere Pflicht,die Einheit aller Deutschen wieder zu erringen, die Einheit, die seit dem Zusammenbruch von unserem Volke mit heißem Herzen ersehnt wird. Wir, die wir nach der Hitler-Diktatur in einer rechtsstaatlichen Ordnung leben dürfen und als Partner der freien Welt die Bundesrepublik nach unserem Welt- und Menschenbild aufbauenkonnten, sind vor der Geschichte und vor unserem Gewissen verpflichtet, für die einzustehen,die noch immer einem Unrechtsstaat ausgeliefert sind. Sie sehen in unserer Demokratie den Hort eines geeinten Deutschlands, auf das sie ihre Hoffnung setzen".

Seit 1990 gibt es offiziell diese Einheit, nachdem ein Jahr zuvor ein unblutig endender Volksaufstand ihn herbeigeführt hatte. Aber, und da klingt Lübkes Worte ganz aktuell mahnend: "Gesten allein bringen keine Hilfe. Beteuerungen sind unglaubwürdig, wenn sie nicht durch Taten bestätigtwerden. Viele Zeichen persönlicher Verbundenheit haben Brücken des Vertrauens und derZuversicht geschlagen. – Jeder Brief, jedes Päckchen, jede Reise, besonders dieMassenbesuche an hohen Feiertagen tragen dazu bei. Das Bekenntnis zur Einheit verlangt jedoch einen noch höheren Einsatz, nämlich die persönliche Bereitschaft eines jeden einzelnen, mit der ganzen Kraft des Verstandes und des Herzens gegen die Zerreißung unseres Landes zu wirken und die Not unseres Volkes bewußt auf seine Seele zu nehmen.

Nur ein solches Bekenntnis macht unseren Protest gegen dieses schreiende Unrecht glaubwürdig und zwingt zu der Einsicht, daß die Welt nicht zur Ruhe kommen kann, solange die unselige Teilung Deutschlands andauert. Die Redlichkeit unserer Gesinnung wird daran gemessen werden, wie wir den Tag der Deutschen Einheit begehen. Dieser Tag darf nicht den Feiertagen zugerechnet werden, die zur Entspannung, Erholung oder gar dem Vergnügen dienen. Er ist und bleibt ein Zeugnis für die Entscheidung des Gewissens gegen Tyrannei und Unmenschlichkeit. Unser stetes und treues Gedenken an den Opfergang des 17. Juni 1953 wird unsere Forderung auf Wiederherstellung eines gemeinsamen Vaterlandes nachdrücklich bekräftigen.

Am 17.Juni wollen wir alle den Kämpfern für Freiheit und Einheit in Mitteldeutschland und Ost-Berlin beweisen, daß wir ihr Opfer verstanden haben.Um diesem Wollen Ausdruck zu verleihen, hat unser Bundesparlament diesen Tag als  'Tagder Deutschen Einheit' gesetzlich festgelegt, und die Bundesländer haben ihn zum stillen Feiertag erhoben. Es gilt nunmehr, in jedem einzelnen die Verpflichtung zu wecken, die würdige und überzeugende Gestaltung dieses Tages als ganz persönlichen Auftrag zu empfinden. Vor allem unserer Jugend müssen Ursprung und Sinn dieser Volkserhebung erschlossen werden. Sie muß erkennen, daß die Geschehnisse des 17. Juni ihr Denken und Handeln maßgebend bestimmen müssen. In Schulfeiern, an denen Elternbeiräte und Lehrerschaft teilnehmen sollten, muß die junge Generation erfahren und begreifen, daß besonders ihr diese Mahnung gilt.Der 'Tag der Deutschen Einheit' wird als Nationaler Gedenktag zum Symbol unseres Ringens um die Einheit in Frieden und Freiheit werden. Wir sind ganz gewiss: Was zusammengehörtund zusammen war, wird auch wieder zusammenkommen".

Was ist aus dem 17.Juni geworden? Würde Heinrich Lübke dieses Land besuchen, wie viele Länder weltweit, in denen er als Botschafter Deutschlands unterwegs war, er würde sicher mit Freude sehen, dass die erhoffte Einheit von Rechtsstaat und Unrechtsstaat in einer größeren Bundesrepublik Deutschland sich zusammenfand unter Einigkeit und Recht ud Freiheit. Gleichzeitig müsste er mit Schrecken erfahren, dass dieses Land dabei ist, alles, was es nach dem Krieg neu aufgebaut hat, zum dritten Mal einer sozialistischen Diktatur zu opfern, um ein imaginäres Paradies herbeizuzwingen, dessen verrückte Ideen schon 1953 zum Volksaufstand zwangen. Nun soll alles besser werden?

Wer in der Demokratie schläft, wacht wieder in der Diktatur auf. Der 17. Juni als “Nationaler Gedenktag des deutschen Volkes” ist vergessen. Eine Kanzlerin lädt weiter zum Maskenball mit Kniefall vor einem Virus. Zur Abwechslung kann es ja auch ein zum Heiligen erklärter krimineller Amerikaner sein, der bei einem Polizeieinatz ums Leben kam.

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