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Streit um Bewirtung Einblick in Spaichinger Esskultur von 1849 zu verdanken

Abbildung nach Wilhelm Busch.
(tutut). Da hatte sich der Weinhändler M. Ketterer 1849 in Spaichingen so um seinen Mieter, den Obermann Siegel vom königlich württembergischen Oberamt, gesorgt, und dann verlor er nicht nur seinen Hausgast, sondern mußte auch hören, wie in der Stadt allerlei Gerüchte über seinen Geiz verbreitet wurden. Vor allem am Essen habe es gemangelt, weshalb der Siegel sich nach einer anderen Bleibe umsah. Es waren keine rosigen Zeiten, die Jahre im 19. Jahrhundert, viele Spaichinger und Heuberger kehrten ihrer Heimat den Rücken, um in Übersee und anderswo Arbeit und
Brot zu finden. Deshalb wäre es durchaus verständlich gewesen, wenn selbst ein Weinhändler seinen Mieter auf schmale Kost hätte setzen müssen.
Dem war aber nicht so. Wie aber sollte Ketterer gegen die Gerüchte angehen, wie jedermann beweisen, daß er den Obermann keineswegs habe hungern lassen? Der Weinhändler muß ein moderner Mensch gewesen sein, welcher die Stunde des neuen Mediums, des "Heuberger Boten", den es gerade ein Jahr gab, zu nutzen wußte! Unter der Rubrik "Privat-Bekanntmachungen" rückte er ins heimische "Amts-, Intelligenz- und politische Volksblatt für das Oberamt Spaichingen" mit dem Datum vom 18. August 1849 einen Artikel, in dem er zum Gegenbeweis antrat: "Da über die Ursache der Umquartierung des Obermann Siegel das Gerücht circuliert, er hätte bei mir nicht genügende Kost bekommen, so will ich offenen Tisch mit ihm halten und die Speisen, die er theilweise mit mir, theilweise abgesondert genossen hat, herzählen, nicht in der Meinung, dadurch irgend einen Gaumen kitzeln zu wollen, sondern um nachzuweisen, daß ich in Reichung der Kost unter dem vorgeschriebenen Maaße in Beziehung auf Quantität und Qualität nicht zurückgeblieben bin."
Was der Weinhändler danach aufzählt, läßt die Herzen von Heimatforschern höherschlagen, denn wer weiß heute noch, was seinerzeit bei den Spaichingern auf den Tisch kam. Bei den "besseren" Spaichingern, muß man wohl hinzufügen, denn der Speisezettel eines Weinhändlers  dürfte den meisten Einwohnern wohl Wunschtraum bedeutet haben.
Ketterer muß genau Buch geführt haben. Unter dem 12. August listet er auf, was dem Obermann bei seiner Ankunft gereicht worden war: "Ein Schoppen Wein mit Brod, mittags Fleisch, Späzle und Gemüß mit einem Schoppen Wein, abends Suppe, Braten und Salat". Am 13. August gab es "morgens Kaffee mit Brod, mittags Fleisch, Späzle, gelbe Rüben und Rettich; abends Suppe, geröstete Leber, geröstete Kartoffeln und einen Schoppen Wein." Am 14. August wurden dem Mieter "morgens Kaffee mit Brod und ein Glas Kirschenwasser, mittags Fleisch mit Kohl, Kohlrüben und Späzle und ein Schoppen Wein, abends dem von Siegel übergebenen Küchenzettel zufolge eine Rahmsuppe mit Erdäpfeln in Montur und Milch" serviert, außerdem wurde ihm "ein Glas Kirschenwasser gereicht". (Ein Schoppen Wein war in  Württemberg 0,459 Liter).
Am 15. August gab es morgens wieder "Kaffee mit Brod, mittags Fleisch mit Rettich und einen Schoppen Wein, abends Suppe, geröstete Kartoffeln, eingemachtes Kalbfleisch und einen Schoppen Wein." Als Siegel am 16. August den Weinhändler verließ, hatte er morgens wiederum "Kaffee mit Brod" und beim Verlassen einen Schoppen Wein "mit Brod" erhalten. Der Weinhändler weist noch darauf hin, daß zum Kaffee jeweils Brot fur je zwei Kronen hingestellt wurde, wieviel Brot Siegel dann zu anderen Speisen und Getränken essen wollte, sei ihm überlassen worden. Mit dieser eigentlich recht üppigen Speisefolge seien alle vor Siegel einquartierten Leute der Verwaltung, "worunter mehrere ven gleichem und höherem Range" waren, zufrieden gewesen.
So muß der Weinhändler den Abgang seines Mieters mit einiger Verärgerung zur Kenntnis genommen haben, nach dem Motto  "Undank ist der Welt  Lohn". Deshalb gibt er ihm noch einen guten Rat mit auf den Weg: "Wenn ich das Benehmen des Herrn Siegel mit der neuesten Ministerial-Verfügung zusammenhalte, so muß ich ihm rathen, seine Ansprüche mit seiner gegenwärtigen Stellung anzupassen, wenn er nicht mindestens im Stillen als ein hochtrabender Mensch von seinen Quartierträgern charakterisiert werden will".
Ob der Weinhändler mit dieser Bekanntmachung seinen Zweck erreichte oder nicht eher erst recht die Spötter geweckt hat, wissen wir nicht. Warum der Obermann wirklich schon nach wenigen Tagen das Quartier gewechselt hat, ist uns leider auch nicht bekannt, mag ja sein, daß andere Gründe als das Essen ihn vertrieben. Auf jeden Fall hat er diesen öffentlichen Angriff, der eine Verteidigung war, nicht pariert. Dies lag vermutlich weniger daran, daß er aus Höflichkeit und Überlegenheit schwieg, viel eher werden ihn die Vorgesetzten dazu "überredet" haben, auf öffentliche Händel dieser Art zu verzichten.
Zur Ernährung der Menschen in jener Zeit liefert der "Heuberger Bote" zufällig noch einen weiteren Hinweis, entnehmbar einer Bekanntmachung vom 30. Juli l849, in der die Bevölkerung informiert wird, was einquartierten Soldaten vom Bataillonsadjutant und Oberfeldwebel abwärts an Verpflegung zu reichen ist. Gleichzeitig wird damit der Begriff "Hausmannskost" definiert: "Die volle Tagesverköstigung besteht aus dem Mittag- und Abendessen des einen und dem Morgenessen des darauffolgenden Tages ohne Wein, Bier oder Branntwein, welche nicht gefordert werden
können. Es soll bestehen: Das Mittagessen in Suppe, in einem halben Pfund Fleisch, in Gemüse und einem halben Pfund Brod; das Abendessen in Gemüse und einem halben Pfund Brod; das Morgenessen in Suppe und einem Pfund Brod".


Blau,blau, blau...
3000 Reiter nehmen am Blutritt in Weingarten teil
30 000 Pilger, 3000 Reiter und ein Ministerpräsident – Winfried Kretschmann hat gestern die größte Reiterprozession Europas in Weingarten besucht. Der Katholik und in Oberschwaben beheimatete Kretschmann sollte einst Priester werden und legte ein Bekenntnis zu Tradition und Glaube ab.
(Schwäbische Zeitung. Ein Privatmann Kretschmann kann sich dort beteiligen, aber nicht ein Ministerpräsident, der das ganze Land  zu vertreten hat. Ist er extremistisch in seinen Anschauungen geblieben?)
Uhr geht nur vier Mal im Jahr richtig
Spaichinger Christoph Dorn hat in seinem Garten eine Sonnenuhr gebaut
(Schwäbische Zeitung. Für die Schwäz gehen die Uhren anders?)
Interview
„Ich will mich für die Belange des Alters einsetzen“
Roland Ströbele, neuer Vorsitzender der Senioren Union im Kreis Tuttlingen, über sein Amtsverständnis
Die Senioren Union im Kreis Tuttlingen hat in Spaichingen ihre Hauptversammlung veranstaltet. Ihr neuer Vorsitzender ist der frühere Bärenthaler Bürgermeister Roland Ströbele. Unsere Volontärin Victoria Grenz sprach mit ihm.
(Schwäbische Zeitung. Und morgen: Kegeln der Senioren Union auf dem Dreifaltigkeitsberg? Was hat das auf der Spaichinger Lokalseite verloren? Warum werden Ältere durch solche Parteienrandgruppen diskriminiert?)
Firma übernimmt Patenschaft
Statt zum Frühstückskaffee oder zum Kakao können die Schüler der Erwin-Teufel-Schule jetzt die Zeitung zum Pausenbrot lesen. Alexander Winker...vom Spaichinger Unternehmen Winker Massivumformung hat eine Abo-Patenschaft für die Schüler übernommen. Sie sollen dadurch eine Möglichkeit bekommen, sich über die Region informieren zu können.
(Schwäbische Zeitung. Hurra, ein neues Abo! Eine sehr billige Reklame. Eine Zeitung für wieviele Schüler? Schon mal was von Internet gehört?)
Gäste kommen trotz Kälte
Trotz der Kälte sind die Gottesdienstbesucher in Scharen auf das Klippeneck zur „Kirche im Grünen“ gekommen.
(Schwäbische Zeitung. Trotz des Trotzes wird getrotzt.)
Baumspitze begräbt 66-Jährigen unter sich
Mann wird schwer verletzt nach Freiburg geflogen
Schwere Verletzungen hat sich am Freitagmorgen um 10 Uhr ein 66-jähriger Mann bei einem Arbeitsunfall im Gewann Halden bei Tennenbronn zugezogen.Der 66-Jährige wollte eine etwa 17 Meter hohe Tanne in Hanglage entfernen.
(Schwäbische Zeitng. Hat die Schwäz in Schramberg noch Leser? Wieso ist das ein Arbeitsunfall?)
Motorradclub kommt bei der Festtour auch zur Granegg-Ruine
Drei Musikkapellen umrahmen das traditionelle Fest
 Die Gastgeber des traditionellen Graneggfests, die Musikvereine Bubsheim, Egesheim und Königsheim, haben in diesem Jahr von dem zwar kalten aber sonnig trockenen Wetter profitiert...Christine Sieger befragte einige Wandergruppen zu ihren Wanderwegen.
(Schwäbische Zeitung. Wer will das wissen?)
Interview
„Vorbereitungen begannen vor einem Jahr“
Manuela Kossack vom SV Kolbingen über die Organisation des Heuberg-Wanderpokalturniers
(Schwäbische Zeitung. Sensationelle Enthüllungen.)
Kinder des Apostelbezirks Freiburg feiern in Trossingen
Rund 480 Kinder und 250 erwachsene Begleiter haben sich an Himmelfahrt am Kindertag der Neuapostolischen Kirche in Trossingen beteiligt. Sie kamen aus dem gesamten Apostelbereich Freiburg, der in etwa Südbaden entspricht.
(Schwäbische Zeitung. Mal ein bisschen hinter die Kulissen schauen  dieser "Kirche" ist nicht, gell?)
Frauen stehen ihren Mann
Autofahrerinnen lernen, Pannen zu beheben – Schriftstellerin ist gelernte KfZ-Mechanikerin
(Schwäbische Zeitung. Die Trossinger Redaktion schafft es immer wieder, mit Nonsensthermen Altpapier zu füllen.)
Nachgefragt
Jeder kann den Gottesdienst im TV miterleben
Pfarrer Michael Sarembe...wird beim Gottesdienst am Sonntag um 10Uhr in der Martin-Luther-Kirche auch ein Fernsehteam vom Evangeliumsrundfunk begrüßen. Unsere Zeitung hat mit ihm über den TV-reifen Gottesdienst gesprochen.
(Schwäbische Zeitung. Unsinn. Zeitung unser? Halleluja!)
„Schwarzer Adler“ wird zu „Achilles“
Traditionsgaststätte hat seit Mittwoch wieder auf – Tennisheim-Wirtin hört auf
(Schwäbische Zeitung. Wirtschaftsnachricht? Dem Achilles wurde eine Sehne zum Verhängnis...)
Diva stellt ihre Highheels mitten in den Fettnapf
Gayle Tufts stichelt im „Badischen“ gegen Schwaben
(Schwäbische Zeitung. Albernheiten im ländlichen Raum.)
Kriegisch stellt Jugendprojekte vor
Junge Menschen möchten sich in Wurmlingen ins Gemeindeleben einbringen
(Schwäbische Zeitung. Da es diesen sogenannten Jugendreferenten an Lebenserfahrung fehlt, findet überall das Gleiche, Erlernte, statt.)
Trotz Annäherung halten Umlandgemeinden an Klage gegen Kubon fest
Ein gemeinsames Gespräch ist positiv verlaufen – Verfahren zum Flächennutzungsplan 2025 soll vorläufig eingestellt werden
(Schwäbische Zeitung. Fehlt's an Stoff, liefert der Schwabo doch.)
Zwei Blaublüter bringen sich als Schutzpatrone von Baden in Stellung
Bernhard Prinz von Baden und Christoph Graf Douglas wollen mit ihrem demnächst erscheinenden Buch die Schönheiten der Landschaft zeigen und vor Fehlentwicklungen warnen
(Schwäbische Zeitung. Hofknicks! Na ja, die Zeitung gehört ja demnach wohl auch größtenteils einem "Blaublüter". Was ist da wohl blau? Wenn schon dieser Begriff verwendet wird, sollte er auch erklärt werden. Heutzutage ist er allenfalls ironisch gemeint.)
Kurs gegen Jugendkriminalität zeigt Erfolg
Das Projekt „Jugendamt-Kooperation-Polizei“ (Jukop) ist vielversprechend angelaufen
Bernd Mager, Sozialdezernent im Landratsamt, bemüht einen ungewöhnlichen Superlativ, um seine Genugtuung auszudrücken: „Die ersten Erfolgszahlen sind mehr als zufriedenstellend.“
(Schwäbische Zeitung. Kriminelle Jugendliche kommen zum Kurs?)


Ansichtssache
Eine gute Nachricht
Das ist mal eine gute Nachricht, die da mehr zufällig in der Sitzung des Technischen Ausschusses an die Räte und die Öffentlichkeit gelangt ist: Offenbar gibt es ein Einsehen. Und die Frage der Verkehrsberuhigung rutscht endlich wieder vom Glatteis der politischen Rechthaberei auf die Ebene der Sachlichkeit.
(Schwäbische Zeitung. Jetzt wird's biblisch. An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Hat Schilda auch eine Zeitung? Wer hat denn Tempo 30 in der Eisenbahnstraße bekämpft, weil man so glaubte, dem Bürgermeister im Wahlkampf ans Leder zu können? Hatte er was davon oder die Anlieger? Es stimmt nicht, daß Zonen eingerichtet werden müssen, wo Tempo 3o gelten soll. Mal über den eigenen engen Horizont schauen!)
Kreisel-Forderung stößt nicht auf Gegenliebe
Anwohner widersprechen – Thema ist allerdings momentan nicht auf der Agenda
(Schwäbische Zeitung. Keine Thema, aber darüber schreiben?)
Am Sonntag startet die Kinderfeuerwehr
(Schwäbische Zeitung. An Streichhölzer dürfen sie aber noch nicht.)
Frittlingen prüft Alternativen zur Verwaltungsgemeinschaft
Trotzdem stimmt der Gemeinderat dem Schlichterspruch zur Finanzierung zu
(Schwäbische Zeitung. Eingemeindung wäre eine Alternative.)
Golden Voices lassen ihre Stimmen hören
Senioren erleben ein ungewöhnliches Konzert
(Schwäbische Zeitung. Diskriminierung Älterer.)
Roman
Einmal, als seine erste Oper durchfiel, einmal, als er Paganini spielen hörte, und dann noch einmal, als bei einem Bootspicknick ein mit Trüffeln gefüllter Truthahn ins Wasser fiel.“Eleonora blickte unglücklich auf ihr dünn bestrichenes Marmeladentoast. „Ich verstehe, was Sie sagen wollen, Mr Gerald...
(Schwäbische Zeitung. Wird das Blatt nicht voll, muss drauf, was nicht soll.)
DRK-Kreisauskunftsbüro braucht Unterstützung
In der Hauptversammlung der Ortsgruppe Seitingen-Oberflacht werden alle Vorstandsmitglieder bestätigt
(Schwäbische Zeitung. Nullnachricht.)
Durchhausen prüft Erweiterung des Kindergartens
(Schwäbische Zeitung.Noch 'ne Sensation.)
Ergebnisse zur Windenergie liegen im Spätsommer vor
Bis dahin soll die Verträglichkeit von Windkraftanlagen mit Flora und Fauna untersucht werden
(Schwäbische Zeitung. Vorher nie ein Thema?)
Lastwagen stößt gegen Auto
(Schwäbische Zeitung. Weil Lkw ein Flugzeug ist?)
Dr. Bernhard Martin hält an Onkologie fest
In unserer Serie über die Chefärzte am Klinikum stellen wir heute den Leiter der Frauenklinik vor
(Schwäbische Zeitung. Noch 'nen Häuptling ohne Indianer? "Die Albklinik" ohne Professor Brinkmann.)
Tipp des Tages
(Schwäbische Zeitung, Anzeige.)  Nun macht das Blatt auch in Unterwäsche.)

Die Gäubahn ist nur noch ein Schatten ihrer selbst

(tutut). Für politische Tigersprünge ist die Gäubahn noch immer gut. In dem Verwirrspiel der Ankündigungen, Dementi, Spekulationen, mit denen regelmäßig die Öffentlichkeit versorgt wird, geht stets unter, dass die Springer als Bettvorleger landen. Niemand blickt mehr so richtig durch, was mit der Gäubahn los ist im Jahre 2012. Aus der einstigen europäischen Magistrale Danzig-Rom ist heute ein Lokalbähnle geworden, das zum Ergötzen kommunaler Riesenstaatsmänner wie eine Spielzeugeisenbahn im Kreis herumfährt und damit den überregionalen Verkehr auf diesen Gleisen behindert oder blockiert. Und dieses Bähnle funkioniert auch nur einigermaßen, weil manche Verbindungen, beispielsweise per Bus, unnötigerweise eingeschränkt werden zugunsten dieses Ringelreigenbähnles.
Viel Wasser ist Neckar und Donau hinuntergeflossen, seit die Gäubahn, gemeint ist ursprünglich die 148,5 Kilometer lange Strecke Stuttgart-Hattingen, die zwischen 1864 und 1879, das Stück Tuttlingen-Hattingen erst 1934, gebaut worden ist. Seit die Franzosen nach dem 2. Weltkrieg ein Gleis zwischen Horb und Hattingen als Kriegsbeute mitgenommen haben, haben es Deutschland und Baden-Württemberg nicht geschafft, für Ersatz zu sorgen. Wahrscheinlich braucht die Politik ein solches Dauerschwätzthema. Es ist nämlich prima geeignet, mit umgekehrter Salamitaktik jedes Jahr über ein neues Scheibchen zu lamentieren, das helfen soll, eine längst gevesperte Wurst wieder zusammenzusetzen.
So werfen sich Politiker in die Brust, von einem Kilometerchen Reparatur hier zu reden, von einem anderen dort, so wie man der Katze einen Leckerbissen hinwirft, und meinen, damit der Bevölkerung die Augen wischen zu können über Versäumnisse. Denn kleine Lückenbüßer führen nicht zur Zweigleisigkeit. Dabei kann nur sie ein erforderliches leistungsfähiges Schienennetz flicken.
Die Geschichte der Gäubahn ist lang, sie war anfangs auch nicht zweigleisig, fast noch länger sind inzwischen Absichtserklärungen, um ihre nicht nur einstige Bedeutung wiederherzustellen, sondern ihrer heutigen Aufgabe in Europa gerecht zu werden. Zu viele Kirchtürme stehen da noch im Weg herum. Während anderswo nicht nur Bürgeraufstände wegen notwendiger und international verpflichteter 3. und 4. Gleise im Gang sind, reicht es auf der Gäubahn noch immer nicht auf einem wichtigen Streckenabschnitt zum verlorenen 2. Gleis. Die letzten Jahrzehnte haben die Gäubahn zur politischen und auch technischen Achterbahn gemacht, was wurde da nicht alles probiert, um den Verkehr zu beschleunigen, ein Flop folgte dem nächsten. Gleichzeitig gab es Bemühungen, die Bahn aufs nutzlose Abstellgleis zu führen. Heute ist sie langsamer denn je, es fehlen die Schnellverbindungen, sie hat noch lokale Bedeutung.
Angesichts aber der Probleme im Rheintal braucht Europa die Nord-Südverbindung, die Magistrale mit dem wichtigen Zwischenstück zwischen Polen und Sizilien, zwischen Ostsee und Mittelmeer, die Gäubahn. Nicht nur für den Personenverkehr, sondern vor allem auch für den immer wichtiger werdenden Güterverkehr. Wenn nicht die grün-rote Regierung, wer sollte denn sonst der Bedeutung einer Verlagerung von Verkehr auf die Schiene zum politischen Hauptziel machen können? Zur Gäubahn ist da auch nicht mehr zu hören wie von der Vorgängerregierung. Oder kommt irgendwas Greifbares aus Berlin?
Es ist müßig, all die Ankündigungen aufzuzählen, mit denen die Gäubahn seit Jahrzehnten scheinbar auf Vordermann gebracht wird. Das Resultat kann jeder sich anschauen. Immer neue Themen werden dabei mit der Gäubahn in Zusammenhang gebracht. Plötzlich soll sie sogar zum Stuttgarter Flugplatz führen. In Wirklichkeit wird herumgekleckert mit Minimalbeträgen. Wenn das Königreich Württemberg so seine Verkehrsinfrastruktur ausgebaut hätte, säßen die Württemberger noch mit der Ziege hinterm Misthaufen als Tourismusfolklore.
Wer die letzten Jahre Diskussion um die Gäubahn verfolgt, muss an der Ernsthaftigkeit aller Verantwortlichen zweifeln. Bis jetzt liegt kein Konzept vor über die Zukunft dieser Bahn, bis jetzt sind keine ernsthaften Bemühungen der Verantwortlichen erkennbar, der Bedeutung dieser Magistrale gerecht zu werden. Wenn die Gäubahn nicht als Sauschwänzlebahn enden soll, muss ihr Ringelschwänzchen an Bahngelaber abgeschnitten werden. Es geht um den Speck, der unter einer dicken Schwarte ruht, an der sich die Politik seit Jahrzehnten nur noch reibt, mit der Vergesslichkeit der Menschen rechnend, die vergebens auf den versprochenen Schinken warten und deshalb der. nächsten Sau sich zuwenden, die gerade durchs Dorf getriebn wird.

Mundartband „Wendrsonn“ gastiert im Freilichtmuseum

(tutut). Sie sind aktuell eine der besten Mundart-Bands im Land, und sie haben die Besucher bei ihrem letzten Auftritt im Museum mit ihrer Musik und ihren Liedern begeistert, die Gruppe „Wendrsonn“ aus der Region um Schwäbisch Gmünd. Am Donnerstag, 24. Mai, gastieren sie ab 20 Uhr im Schafstall des Freilichtmuseums Neuhausen ob Eck. Unter dem Motto „Mir könned fei Hochdeutsch, wellat aber net“ sind die Profimusiker derzeit überall erfolgreich im Land unterwegs.
Ob im Vorprogramm von Weltstars Joe Cocker oder Roy Hodgson, ob mit eigenen Konzerten auf den kleinen und großen Bühnen des Landes zelebrieren Wendrsonn mit ihrer Musik und ihren Liedern in schwäbischer Mundart eine abwechslungsreiche Mischung aus erdiger Sinnlichkeit, poetischer Melancholie und virtuosem Können. Kleine Köstlichkeiten sind die alten Volkslieder, die von Wendrsonn neu interpretiert werden. Sie sind "s‘Gsälz uff em Butterbrot“.
Die sechsköpfige Band um Frontfrau Biggi Bender, die zweifellos zu den herausragenden Mundartsängerinnen Süddeutschlands gehört, begeistert seit einigen Jahren die Szene. Mit viel Feingefühl interpretieren Wendrsonn das meist verborgene schwäbische Selbstverständnis und lassen dabei sehr viel Raum für Bodenständiges, Poetisches, Nachdenkliches, Provokatives, Neuzeitliches und Vergangenes - eben für die ganze kunterbunte Vielfalt der schwäbischen Sprache. Wendrsonn ist ein Stück Heimat - auch offiziell, denn seit 2007 ist „da ben i dâhoim“ die Hymne aller sieben Baden-Württembergischen Naturparks.
Die professionelle Musikalität, die sympathische und mitreißende Bühnenshow, der erfrischende Wechsel zwischen gefühlvollem Tiefsinn und grandiosem Unsinn sind Garant für ein faszinierendes, kurzweiliges Konzerterlebnis. Sie leuchtet die Wintersonne („Wendrsonn“): poetisch, frech, verträumt und virtuos.
Saalöffnung ist um 19 Uhr. Es gibt nummerierte Plätze. Der Schafstall wird bewirtet vom „Ochsen-Team“. Der Eintritt beträgt im Vorverkauf 12 EUR, an der Abendkasse 14,- EUR (Vorverkauf und Informationen: Info-Service: Tel. 07461/926-3205).
Das Museum ist dienstags bis sonntags von 9 – 18 Uhr geöffnet. Mehr Infos auch im Internet unter www.freilichtmuseum-neuhausen.de.


Voll Schaum der ländliche Raum.
Die Bürger sind als Künstler gefragt
Am früheren Stadtgarten-Kiosk sollen sie sich mit Stadtplanung auseinandersetzen
Der ehemalige Kiosk im Stadtgarten wird zum Kunstobjekt. Unter dem Titel „the bright side“ soll er bis in den Herbst hinein zur kreativen Auseinandersetzung mit der Stadtplanung im Allgemeinen und dem Stadtgarten im Besonderen einladen.
(Schwäbische Zeitung. Machen die Künstler dann die Bürger?)
Sport ist Schwerpunkt bei Begegnungen
Die Partnerschaft mit Cluses zeigt sich auch in den kommenden Monaten lebendig
In den Monaten Mai und Juni sowie nach den Sommerferien im September und Oktober stehen die intensivsten Begegnungen zwischen den Partnerstädten Trossingen und Cluses an. Das Partnerschaftskomitee Trossingen-Cluses traf bei einer Zusammenkunft letzte Vorbereitungen für das nächste Begegnungsprogramm auf beiden Seiten. Der Sport steht dabei im Vordergrund.
(Schwäbische Zeitung. Es plätschert überall so dahin.)
Tempo-30-Zone scheint jetzt doch realistisch
Anwohner der Eisenbahnstraße bitten inzwischen auf ihre Weise um Rücksicht
Anwohner in der Eisenbahnstraße wollten, dass in ihrer Straße nicht gerast wird. Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher ordnete Tempo 30 als Stecke an – rechtswidrig, wie sich später herausstellte. Das Regierungspräsidium ließ nach einigem Hin und Her die Schilder wieder abbauen (wir haben laufend berichtet).Inzwischen habe...eine Verkehrsschau stattgefunden, mit dem Ziel einer – erlaubten – Tempo 30-Zone,...die auch die Bahnhofstraße mit einschließe. Hier müssten bauliche Veränderungen gemacht werden.
(Schwäbische Zeitung. Entscheidend ist, was hinten herauskommt: Tempo 30. Das Possenzwischenspiel von CDU, Regierungspräsidium und Zeitung zum Bürgermeisterwahlkampf endet als nur kurz laufende Lachnummer.)

Er war Spaichinger Stadtbaumeister von 1965 bis 1990

Hans Klugmann 1990.
Abschied und Rückblick
von Stadtbaurat Hans Klugmann
anläßlich der Verabschiedung am 9. April 1990 in den Ruhestand
Ich habe  hier im Jahr 1955 angefangen, und zwar war ich - das war damals noch nicht selbstverständlich— der erste evangelische Angestellte in dieser Stadtverwaltung! Ich war einziger Mitarbeiter von Herrn Stadtbaumeister Klink, und ich habe zwei seiner Standardaussprüche noch heute im Ohr:
1. “Ich und mein Gsell". (Der Geselle war ich}.
2. "Der Teufel hat die Welt gesehen." (Er wußte damals noch nicht, wie sehr die Teufels einmal zwar nicht die Welt, aber diese Stadt regieren werden).
Ein kurzer Rückblick auf die gute alte Zeit 1955 sei mir gestattet:
- damals war die Urzelle der Kläranlage im Bau, und es wurden die ersten Straßen im Stadtgebiet Grund erschlossen (wegen des unergründlichen Lehmbodens "Korea" genannt),
- damals erreichten die von uns zu bewältigenden Investitionen kaum 400.000 DM im Jahr. Heute der Betrag fur eine von vielen Maßnahmen,
— 1955 war die große Anschaffung fUr den Bauhof ein Bulldog mit Schneepflug und zwei Anhängern fur 35.000 DM. Bis dahin wurde noch mit einem Holzpflug geräumt. Zum Räumen auf den Berg mußte man noch die Rösser vom Bleicher vor den Bulldog spannen, und der Stadtbaumeister mnit seinem Gsell fuhr mit, damit die Aktion bis zum Abend - nach Einkehrbei Hummlers und bei der Johanna - zu einem guten Ende kam,
— damals war es noch üblich, grundsätzlich zu Fuß auf die Baustellen zu gehen und eilige Aufträge  an Handwerker zur Vesperzeit in der "Hoffnung" beim "Handwerkervesper"  zu übermitteln.
Ich wollte mit diesem Ruckblick nochmals verdeutlichen, welch ungeheurer Wandel sich in den vergangenen 35 Jahren vollzogen hat, und wie  rasant sich die Gegebenheiten innerhalb einer Generation geändert haben. Wir waren auch 1955 schon Baurechtsbehörde, und mein Chef hat in jenem Jahr 90 Baugesuche genehmigt. Heute sind es etwa 500. Unsere Baurechtler heute schütteln über den Verfahrensablauf nur den Kopf - es war alles so herrlich unbürokratisch, wie wir es uns heute gar nicht mehr vorstellen können.
Meine erste größere Planungsaufgabe war der Bau dar Leichenhalle, damals zufriedenstellend und hoch gelobt, heute zu klein und im Sanitär- und im Heizungsbereich unbefriedigend. Auch ein  Beispiel dafur, wie rasch sich die Bedürfnisse und Ansprüche weiter entwickelt haben.
Für mich war 1961 der erste Meilenstein, als ich, abweichend von den Wünschen im Hause, die Mbglichkeiten eines Sportzentrums im Unterbach zu Papier brachte. Der Gedanke fand Zustimmung, und es tut selbstverständlich gut, wenn ich jetzt sehe, wie aus der damaligen Idee heute eine brauchbare Realität geworden ist.
Weitere Meilansteine für mich waren dia Ernennung zum Stadtbaumeister 1965 und die Verleihung der Goldplakette im Bundeswettbewerb 1971 für vorbildliche Planungen und Initiativen an die Stadt Spaichingen.  Inzwischen hatte die  Entwicklung dar Stadt eine solche Dynamik erreicht, daß ich gar keine Meilensteine mehr nennen könnte. Ein Projekt
löste das andere ab, am Tage nach der Einweihung waren schon wieder Probleme der nächsten Maßnahme zu überlegen.
Im Laufe der Zeit hat sich dadurch auch die Aufgabe des Stadtbaumeisters gewandelt. Die Aufgaben sind weit vielschichtiger geworden. Die Ermessensentscheidung nach gesundem Menschenverstand wurde bedauerlicherweise immer mehr eingeengt durch Vorschriften, Gesetze, Normen und Gerichtsurteile. Diese Entwicklung ging logischerweise zu Lasten der Individualität und der Spontanität jeder Planung.
Im Bereich des Bauwesens und der Stadtplanung gilt heute doch:
— das Land bestimmt das Raumprogramm, weil es einen erheblichen Zuschuß gibt,
— der Gemeinderat wählt letztendlich das Material des Fußbodens oder der Decke,
— die Aufsichtsbehörde sagt uns, wieviel Wohn- und Industriegebiet wir auf unserer Markung ausweisen dürfen,
— die Rechtsprechung sagt uns, ob ein Altenheim neben Wohngebäuden stehen darf,
— die Bürger sagen uns, wie groß sie ihre Bauplätze haben wollen,
— der Bürger sagt uns, ob ihn ein Stadtbaum im Parkstreifen vor seinem Haus stört oder nicht.
Der Stadtbaumeister wurde zum Bauamtsleiter, der Techniker und Gestalter zum Organisator und Verwaltungsmann. Er muß heute innerhalb der vielfältigen Zwänge und Bedingungen einen akzeptablen Kompromiß suchen, das Machbare, noch Annehmbare anstreben. Er weiß, daß er bei seiner und seiner Mitarbeiter Wunschplanung  Abstriche einkalkulieren muß.
Aber auch unter diesen Bedingungen meine ich, daß Spaichingen dank guter Zusammenarbeit zwischen Stadtbauamt und einem stets aufgeschlossenen Gemeinderat zu einer durchaus vorzeigbaren Kleinstadt mit Augenmaß herangewachsen ist.
Die jeweiligen Modeerscheinungen und Stilrichtungen stören das Gesamtbild eigentlich nicht, sie tragen durch ihre Reichhaltigkeit zu einem interessanten Stadtbild bei. Wir können in unserer Stadt die verschiedenen Stiirichtungen ablesen, von der sachlichen Zweckarchitektur der 50er Jahre über die Gebiete mit braunen, schwarzen und jetzt wieder roten Dächern bis zur derzeit verspielten Architektur mit Erkern und gesuchten Dachlandschaften. Auch das wird, wie jede Modeerscheinung, wieder auf ein Normalmaß zurückgehen, wenn die Bauherren erste Erfahrungen mit den zwangsläufig hohen Unterhaltungskosten gemacht haben.
Meine Gedanken fur die Zukunftsentwicklung Spaichingens:
— die bisherigen guten Initiativen zur Vermeidung der dauernden Ausuferung unserer Siedlungsgebiete noch mehr zu verstärken. Strikte Verkaufsbeschränkungen und Bauverpflichtungen, mehr Einwohner je Hektar auch im Außenbereich, also verdichtete Bauweise, Bungalows mit Park müssen nicht unbedingt in Spaichingen, sondern können auch in Nachbargemeinden entstehen,
— Umgehungsstraße ja und rasch, aber mit Minimalquerschnitt und landschaftsgerechter Einbindung. Parallel dazu weitere einladende Rad-Wegverbindungen von allen Außenbezirken zur Stadtmitte, um auch den innerörtlichen PKW-Verkehr abzuschwächen,
— danach unseren Stadtkern fußgängerfreundlich, wohnlich und einkaufsgerecht neu zu gestalten,
— und dabei auch den Erhalt der wichtigsten alten Gebäude im Auge zu behalten. Dazu rechne ich beispielsweise das Gasthaus "Zur Traube", dessen weiteren Bestand ja umstritten ist. Denken Sie daran, wie nett das Haus Olga Honer hergerichtet werden konnte. Dasselbe werden Sie nach der Renovierung auch beim Haus Haibel erleben.
Ich möchte zum Schluß kommen und betonen, daß mir meine Arbeit in Spaichingen Freude gemacht und Befriedigung gebracht hat. Das war nur möglich durch die gute Zusammenarbeit mit dem Burgermeister, mit den Amtsleitern und last but not least mit dem Gemeinderat. Das Arbeitsklima im Gremium und in der Verwaltung war stets sachlich, angenehm und positiv. Ich habe mich bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bauamtes und des Bauhofes für die gute und loyale Zusammenarbeit bedankt. Wenn von meinen Mitarbeitern nicht jeder sein Bestes für die Stadt und für die Verwaltungsgemeinschaft gegeben hätte und mit mir am gleichen Strang gezogen hätte, wäre die Arbeit für mich unerträglich und im Ergebnis unbefriedigend gewesen. Ich habe meine Mitarbeiter gebeten, ihre Loyalität auch auf meinen Nachfolger, Herrn Stadtbaumeister Stockburger, zu übertragen.
 
 
 
 

Anschluss des Wohngebiets Hofener Öschle soll erleichtert werden

Auch der Leiter des Polizeireviers Spaichingen, Erster Polizeihauptkommissar Gerhard Bitsch (rechts), wurde von der FDP-Fraktion (von rechts: Oliver Hirt, Leo Grimm, Harald Niemann) zur Information über die Vekehrssituation an den Einmündungen Hofener Öschle (Bild) und Vogesenstraße um Rat gefragt.
(tutut) - Den Bewohnern des Gebiets Hofener Öschle soll die Zufahrt auf die B 14 erleichtert werden. Hierfür, so die FDP-Gemeinderatsfraktion in einer Pressemitteilung, könnte der Bau eines Kreisels an der Einmündung Vogesenstraße/B 14 geeignet sein. Dies soll nun nach einem Antrag der FDP die Verwaltung prüfen.
Vor allem Linksabbieger in Richtung Stadt aus den Straßen Hofener Öschle und Vogesenstraße haben es schwer, auf die vielbefahrene Bundesstraße zu gelangen. Nach einem Vor-Ort-Termin der Fraktion, bei dem auch der Leiter des Polizeireviers Spaichingen, Erster Polizeihauptkommissar Gerhard Bitsch um seine Einschätzung der Situation gefragt wurde, stellte sich heraus, dass möglicherweise ein Kreisel an der Vogesenstraße, weniger aber an der Straße Hofener Öschle, die nicht ungefährliche Verkehrssituation erheblich verbessern könnte.
Deshalb, so der FDP-Antrag, möge die Bauverwaltung "die technischen, rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für die Einrichtung eines Verkehrskreisels" prüfen und darlegen. Denn "die Einmündung vom Hofener Öschle in die Hauptstraße (B 14) stellt seinen Jahren eine gefahrenträchtige und schwer zu nehmende Hürde für die Bewohner des dortigen Wohngebietes dar".
Während in der Vergangenheit sich diese Belastung im wesentlichen auf drei Kernzeiten, nämlich morgens, mittags und abends, konzentriert habe, ergebe sich dieses Problem seit der Beampelung der Hauptstraße nahezu ganztägig. "Sofern technisch, finanziell und rechtlich" ein Kreisel realisierbar sei, würde die FDP-Fraktion dies zur Entschärfung der Situation bevorzugen.


Der Tunnelbau von Döggingen, der größte Schildbürgerstreich in der Region. Das Geld für die Brückenzufahrt  der südlichen Tunnelröhre war "ausgegangen".

Stadtbaumeister a. D. Hans Klugmann stirbt mit 83
Er hat von 1955 bis 1990 die Stadt vom Straßendorf zur properen Kleinstadt geführt
(Schwäbische Zeitung. War er Bürgermeister oder der Gemeinderat? Warum wird er auf der zweiten Seite abgelegt, ohne Foto, der Ströbele als "Schlachtross" auf die erste gepackt? Klugmann war erst ab 1965 Stadtbaumeister.)
Freibad öffnet wieder am Himmelfahrtstag
Auch wenn es momentan nicht nicht nach Bikiniwetter aussieht: am morgigen Donnerstag wird das Freibad eröffnet.
(Schwäbische Zeitung. Trägt man in Spaichingen Bikini?)
Kläranlagenplanung ist jetzt auf dem Weg
Technischer Ausschuss genehmigt abgespeckten Plan für 7,1 Millionen Euro – Prim wird verlegt
(Schwäbische Zeitung. Läppische 7 Millionen - ab auf die zweite Seite, Thema immer noch nicht kapiert?)
Ein „Schlachtross“ übernimmt die Spitze
Senioren Union wählt neuen Vorstand - Roland Ströbele ist neuer Vorsitzender
Nach vielen Jahren im Amt hat Ottmar Lienhard Platz gemacht, für einen neuen Vorsitzenden der Senioren Union. Roland Ströbele, ehemaliger Landtagsabgeordneter, Bürgermeister der Gemeinden Fridingen und Bärenthal und Kämmerer in Spaichingen, führt jetzt die alteingesessenen CDUler des Landkreises an. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Hauptversammlung haben ihm die Mitglieder ihr Vertrauen ausgesprochen. In seinem neuen Amt will er jetzt die „Ärmel hochkrempeln und was tun“.
(Schwäbische Zeitung. Schlachtross, weil es längst geschlachtet worden ist? Adenauer würde im Grab rotieren. Mit 73 wurde der erstmals Kanzler. Was macht das Ganze auf der Spaichinger Seite? Ist Kegeln ausgefallen?)
Ausgezeichnete Musik
200 Gäste hören beim Jahreskonzert der Primtalmusikschule zu
(Schwäbische Zeitung. sg-Weltklasse.)
Musiker entlocken dem Akkordeon konzertante Klänge
(Schwäbische Zeitung. Nochmal sg-Weltklasse.)
„Schöner Wohnen“
„Dekoration macht ein Zuhause wohnlicher“. Genau diesem Thema widmet sich das Spaichinger Gewerbemuseum ab dem 26. Mai. Unter dem Titel „Schöner Wohnen“ wird gezeigt, was ein Zuhause behaglich und sicher macht und wie über die Einrichtung die Persönlichkeit Ausdruck findet.
(Schwäbische Zeitung. Museal?)
Konzert drückt Lebenslust des Südens aus
Musikformationen aus Unterdigisheim und Aldingen beeindrucken beim Jahreskonzert
(Schwäbische Zeitung. BW?)
Ehemalige Bürgermeister sehen Windpark kritisch
In einem Offenen Brief nehmen sie den möglichen Standort auf dem Zundelberg unter die Lupe
(Schwäbische Zeitung. Auf dem Karpfen ist doch eine Menge Platz. Mit Natur- und Landschaftsschutz nehmen's die Grünen nicht so genau.)
„Ein Mann - (k)ein Wort“
Unter diesem Motto haben die Primtalschnecken, ein Frauenkreis der katholischen Kirche, eingeladen... Fazit: Beziehungen zueinander seien nur mit gegenseitigem Respekt, Liebe und Vertrauen möglich.
(Schwäbische Zeitung. Ganz was Neues. Schnecken sind halt nicht die Schnellsten.)
Den Stress bewältigen lernen
(Schwäbische Zeitungen. Welchen?)
Klavierschüler führen durch die Zeit
Die Geschichte des berühmten Tasteninstruments wird im Gewerbemuseum fühlbar
(Schwäbische Zeitung. Für Blinde?)
Über allem steht ein großes Fragezeichen
Rektor Scharfenort erläutert der FDP den Weg der Löhrschule zur Gemeinschaftsschule
(Schwäbische Zeitung. Gemeinschaft ist, wenn zusammengezwungen werden soll, was nicht zusammengehört, gell?)
Mundharmonika-Spieler ermitteln im Juli Stadtmeister
(Schwäbische Zeitung. Fehlt nur noch der Karneval in der täglichen TZ.)
Auch in diesem Sommer läuft Susi durchs Gymnasium
Die Sommerschule „Susi“ geht in die fünfte Runde – Sponsoren sichern die Finanzierung
(Schwäbische Zeitung. Weil Schule so schön ist: eine Zugabe in Trossingen.)
Gemeinde dankt langjähriger Mesnerin
Egesheimerin Maria Mattes setzt sich seit 1987 für die Belange der Kirche ein
(Schwäbische Zeitung. Die Kirche dankt's ja den Frauen.)
Ilg stellt Regeln für faire Feste vor
In Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Tuttlingen hat Renquishausen im Foyer des Gemeindezentrums eine Informationsveranstaltung für die Vereine angeboten.
(Schwäbische Zeitung. Polizeifeste?)
Orchester geht mit Gulliver auf Reisen
Der Musikverein Rietheim-Weilheim gibt ein prachtvolles Frühjahrskonzert
(Schwäbische Zeitung. Konzertbericht als Pressemitteilung. Weit hat's die Schwäz gebracht.)
Aufzug am Schwenninger Bahnhof macht immer Ärger
(Schwäbische Zeitung. Schreibt der Schwarzwälder Bote, dem Tut geht's irgendwo vorbei.)
An manchen Schulen brechen die Anmeldezahlen ein
Werkrealschulen im Kreis Tuttlingen kämpfen um Fünftklässler, Realschulen und Gymnasien verzeichnen Zuwachs
(Schwäbische Zeitung.Nach einem jahr gibt's Heulen und Zähneklappern, wenn die Schülerwieder zurück müssen, wie in Berlin, wo die Grünen wieder die  Grundschulempfehlung zurückfordern.)
Tipp des Tages
Räumungsverkauf wegen Umzug...
(Schwäbische Zeitung, Anzeige. Empfehlung des Blattes. Räumt es auch?)
Hesse-Realschule erhält Neubau
Gemeinderat genehmigt Gebäude für die Ganztagsbetreuung
(Schwäbische Zeitung. Aufbewahrung ist kein Unterricht.Frankreich schafft's nach (altem) deutschen Muster ab.)
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17 Millionen Euro bringt sie dem Land

(tutut). Zwar fragt sich stets so mancher, warum sich das Land Baden-Württemberg ausgerechnet eine Brauerei leisten muss, hoch droben im badischen Schwarzwald, wo die Tannen mit Zäpfle werfen und ehemalige Regierungspräsidenten oder Minister auf Braumeister umschulen. Immerhin ist dies eines der wenigen Landesgeschäfte mit Hand und Fuß. Denn die etwas altbacken aussehende und in die Jahre gekommene Reklamemaid der Rothhaus-Brauerei, Birgit Kraft, (mundartlich, abgeleitet vom hochdeutschen "Bier gibt Kraft") steht immerhin wieder für die üblichen 17 Millionen Euro Dividende.
Soviel, dies meldet Econo-Express, ist letztes Jahr für die Staatskasse erwirtschaftet worden. Wenngleich unter dem früheren Wirtschaftsminister und heutigem Brauereichef Thomas Schäuble im vergangenen Jahr erstmals seit langer Zeit weniger Bier verkauft worden ist. Um 1,45 Prozent soll der Bierausstoß auf etwa 838 000 Hektoliter und der Umsatz um 1 Prozent auf 82 Millionen Euro gesunken sein.
Grund, so Econo-Express, seien vermehrte Sonderangebote der Konkurrenz. Rothaus (232 Mitarbeiter) dagegen verzichte auf solche Ausstoßvergrößerungen durch Aktionen bzw. Preisnachlässe. Wohl in der Hoffnung, dass aus dieser Quelle weiterhin nicht nur das Land trinkt. Ob die Ländlebürger alle wissen, dass sie Mitinhaber einer Brauerei sind?