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Politische Einstellung keine Privatsache

Manufaktur Glashütte: Mitarbeiter-Workshops gegen Rechts

Der Luxusuhrenhersteller NOMOS-Glashütte in Sachsen tickt links. Damit die linke Gesinnung sich auch nachhaltig in den Gehirnen der Mitarbeiter verfestigt, bietet der Betrieb nun, angeblich wegen „rechter Ausschreitungen“ in Sachsen beunruhigt, Indoktrinationsworkshops gegen Rechts an. Gerade rechtzeitig vor den Kommunalwahlen im Mai, wo einer der Geschäftsführer des Betriebes für einen grünen Stadtratsposten kandidiert und vor den Landtagswahlen Anfang September.

Glashütte-Uhren sind zwar nicht immer wirklich schön, aber dafür für den deutschen Normalverdiener kaum erschwinglich. Dennoch oder gerade deshalb leistet sich der „Made in Germany“-Betrieb einen hauseigenen Gesinnungskodex, der die politische Einstellung der Mitarbeiter nicht als Privatsache ansieht. Als Begründung halten offenbar angeblich „besorgte“ Kundenanfragen aus aller Welt her, worin um Auskunft gebeten worden sein soll, ob diese deutschen Uhren nicht gar von einem Nazi zusammengebaut würden, so Geschäftsführerin Judith Borowski.

In Wahrheit geht es aber wohl darum, dass nicht alle im Betrieb tätigen Menschen freudig Beifall klatschten, als 2015 zu Beginn der inszenierten „Flüchtlingskrise“, der Slogan „Wir ticken international“ zur Agenda wurde. Auch habe es „Ressentiments“ gegen „Geflüchtete“ gegeben.

Nomos-Firmengründer Roland Schwertner: „Das hat uns damals zu denken gegeben. Einfach, weil wir als Unternehmen auf Demokratie und Freiheit angewiesen sind. 1989 wurde hier in Sachsen die Demokratie erkämpft, und deshalb hat uns das so sehr erschrocken damals, dass bei den Bundestagswahlen die Rechtspopulisten hier so gut abgeschnitten haben.“ Einen möglichen Grund für die negative Einstellung gegenüber der Invasion sieht Schwertner aber nicht mit gesundem Menschenverstand darin, dass diese gewaltige und auch gewalttätige „Internationalität“ dafür verantwortlich ist, dass bei uns jetzt Vergewaltigung zum Alltag und Messermorde zu einer von den Deutschen zu integrierenden Kultur gehören, sondern wie es das Merkelsystem vorgibt, im vermeintlichen Neid der „Abgehängten“.

Glashütte zähle zu den wohlhabendsten Kommunen in Ostdeutschland. Vielleicht sei der Grund, „dass da, wo es vielen sehr gut geht, viele auch abgehängt werden“, so Schwertner gegenüber dem Deutschlandfunk.

„Sorgen und Ängste“ – alles Phobiker! – der Mitarbeiter anzusprechen sei initial für die Installierung der Umerziehung Workshops gewesen. Und: Hurra! Rund ein Drittel der Beschäftigte hat schon teilgenommen. Mit Erfolg, wie sich zeigt. Der Leiter der Werk- und Uhrenmontage erzählt, er habe beim Antirassismustraining gelernt zuzuhören und Vorurteile abzubauen.

Toll, wenn einem die Firma endlich beibringt, dass Zuhören ganz gut ist. Leider hat der gute Mann offenbar nicht begriffen, dass es hier nur darum geht, den „richtigen“ Botschaften zu lauschen. Dafür gibt er auch gleich ein Beispiel: Nach der Eröffnung eines „Flüchtlingsheimes“ in Glashütte habe man gehört, dass Kinder nun nicht mehr allein zur Schule gehen könnten, „wenn die Leute aus den Flüchtlingsheimen dann hier sind“. Jetzt weiß er: Das ist „totaler Quatsch“.

Zur Verstärkung des linken Umdenkprozesses lief auch kürzlich der grüne Parteichef Robert Habeck in Glashütte auf, will Präsenz zeigen und wünscht sich, mehr Unternehmen, die „Flagge zeigen gegen Rechts“.

Die Workshops sollen noch bis zu den Landtagswahlen Anfang September fortgesetzt werden.

Vermutlich werden noch viele weitere Mitarbeiter der Manufaktur zur "Umerziehung" antreten, schließlich will man ja seinen Job behalten und nicht auch einmal zu den „Abgehängten“ gerechnet werden. (lsg)
(pi-news.net)

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