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Polizeibericht

Tuttlingen
Explosives Gas durch brennendes Stromkabel: Häuser evakuiert
Ein in Brand geratenes unterirdisches Stromkabel und die sich durch den Schwelbrand entwickelnden Gase waren am Samstag die Ursache für einen mehrstündigen Einsatz von Rettungskräften und Polizei. Gegen 16 Uhr wurde dem Polizeirevier ein lauter Knall in der Bahnhofstraße gemeldet, außerdem seien mindestens zwei Kanaldeckel aus Beton in die Luft geschleudert wurden. Zwei Polizeistreifen fuhren sofort hin, sperrten weiträumig ab und alarmierten Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Tuttlinger Wehr nahm in dem betroffenen Kanal eine Messung vor und stellte eine explosive Gasmischung fest. Da zu diesem Zeitpunkt weder Ursache noch das Ausmaß festgestellt werden konnten, wurden die Bewohner mehrerer angrenzender Wohnhäuser von Feuerwehr und Polizei evakuiert. Zugangswege/-straßen im Radius von etwa 100 Metern mussten abgesperrt und der Verkehr örtlich umgeleitet werden. Strom- und Gaszufuhr wurden durch Stadt- und Gaswerke abgestellt. Die Feuerwehr begann das Gasgemisch aus dem betroffenen Kanal abzusaugen beziehungsweise herauszublasen. Ursache des Schwelbrandes und des Gases war ein unterirdisches Stromkabel.Noch am Nachmittag wurden Maßnahmen zur Lokalisierung und Beseitigung des beschädigten Leitungsabschnitts eingeleitet.Eine Gefahr für Personen konnte durch das schnelle Eingreifen von Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt, den beteiligten Werken und der Polizei ausgeschlossen werden. Verletzt wurde niemand.
Gegen Bahndamm und dann Pkw zurückgelassen
Unter anderem wegen des Vorwurfs der Unfallflucht musste die Polizei Ermittlungen gegen einen derzeit noch unbekannten Autofahrer einleiten. Dieser fuhr am frühen Samstagmorgen in der Hölderlinstraße und wollte nach links in die Lessingstraße abbiegen. Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit fuhr der Pkw jedoch geradeaus weiter, dort zwischen mehreren geparkten Fahrzeugen hindurch und prallte gegen das Buschwerk des dortigen Bahndamms. Der Pkw blieb unfallbeschädigt liegen – der Fahrer flüchtete kurzerhand zu Fuß.
33-Jähriger bei Überfall verletzt
Mit der Aufforderung zur Aushändigung von Zigaretten und des mitgeführten Handys überfielen drei noch unbekannte Männer am Samstag gegen 16.30 Uhr einen 33 Jahre alten Mann und verletzten diesen schwer. Der 33-Jährige war zu Fuß im Bereich der Witthohsteige unterwegs, wurde dort von den drei Männern angesprochen und händigte seine Zigaretten aus. Da er dann scheinbar erkannte, was die drei Personen vorhaben, versuchte er sofort die Flucht zu ergreifen. Die Täter konnten dies zunächst jedoch verhindern und ihn zu Boden bringen. Mit einem Messer brachten die drei Männer ihrem Opfer unter anderem eine größere Schnittwunde im Halsbereich bei. Dem 33-Jährigen gelang es trotzdem, zunächst in Richtung Wald und anschließend zu seiner Wohnung zu entkommen. Der Überfallene und  polizeilich bereits bekannte Mann verständigte über Notruf den Rettungsdienst. Aufgrund der zugefügten Schnittverletzung musste er sofort in das Klinikum eingeliefert und dort operiert werden. Die Polizei hat noch an dem Nachmittag Ermittlungen wegen schweren Raubes eingeleitet.
Junge Straßenräuber
Ein Handy, 140 Euro Bargeld und weitere persönliche Gegenstände konnten ein 20- und ein 16-Jähriger Freitagnacht von einem etwa Gleichaltrigen erbeuten. Der 20-Jährige verletzte bei der Festnahme außerdem einen Polizeibeamten. Der Raub ereignete sich, nachdem die drei jungen Männer zusammen mit weiteren Männern beim alten Friedhof einen Geburtstag feierten. Ohne Erkennbaren Grund schlug der 20-Jährige dann plötzlich auf einen Zaun ein, sein 16 Jahre alter Komplize nahm zeitgleich das Opfer in den Schwitzkasten. Unter Androhung von Gewalt verlangten sie dann die Herausgabe von Wertsachen und schlugen dem Gleichaltrigen mehrmals in das Gesicht. Dieser händigte seine Wertsachen aus, worauf die beiden jungen Männer von ihrem Opfer abließen. Dieses flüchtete und verständigte die Polizei. Die Beamten konnten die noch immer am Friedhof feiernde Personengruppe bereits wenige Minuten später feststellen – unter anderem auch zweifelsfrei die beiden verantwortlichen Täter. Die Beiden wurden vorläufig festgenommen und auf die Dienststelle gebracht. Hierbei beleidigte er 20-Jährige die Beamten und widersetzte sich deren Anordnungen, so dass diese den jungen Mann an den Händen fesseln mussten. Noch in diesem Zustand gelang es dem 20-Jährigen mehrfach gegen den Streifenwagen und einen Beamten zu treten. Dieser wurde hierdurch verletzt und musste im Klinikum behandelt werden. Das Diebesgut stellten die Beamten bei den beiden Männern sicher. Alkoholtests ergaben 1,38 und 1,08 Promille, weshalb Blutproben von einem Arzt entnommen wurden.
18.000 Euro Schaden durch Missachtung „Rechts vor Links“
Die Missachtung der Vorfahrtsregel „Rechts vor Links“ sowie ein verkehrsbehindernd abgestellter Pkw waren am Freitagnachmittag die Ursachen eines Unfalls an der Kreuzung Garten-/Talstraße. Ein Autofahrer kam aus Richtung Alexanderstraße und wollte die Talstraße geradeaus überqueren. Hierbei übersah er – nicht zuletzt durch die Sichtbehinderung – an der Kreuzung den von rechts kommenden Pkw. Die Fahrzeuge stießen in der Kreuzungsmitte zusammen. Es entstand Sachschaden von etwa 18.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
180-Euro-Pkw brennt
Ein technischer Defekt an einem für 180 Euro erworbenen bereits älteren Kleinwagen ist am  Freitag gegen 23.00 Uhr in Brand geraten. Der neue Eigentümer des Pkw fuhr auf der Bundesstraße von Tuttlingen in Richtung Wurmlingen, als das Auto plötzlich zu qualmen begann. Der Rauch wurde noch während der Fahrt immer stärker und breitete sich aus, weshalb der Fahrer stoppte und sofort die Rettungskräfte verständigte. Die Wurmlinger Feuerwehr konnte den Schwelbrand kurz nach der Alarmierung schnell löschen.
Landkreis Tuttlingen
Sechs Betrunkene in Gewahrsam
Mit der aus Sicht der Polizei positiven Bilanz von lediglich sechs Personen, die in Gewahrsam genommen werden mussten, gingen Feste am Wochenende von statten – unter anderem das Dorffest in Wurmlingen und das Fridinger Stadtfest.So kam es im Zusammenhang mit den Veranstaltungen zu keinen Körperverletzungs- oder anderweitigen Rohheitsdelikten. Zusätzliche Streifen des Polizeireviers Tuttlingen waren bei den Veranstaltungen für deren gesamte Dauer zu Fuß unterwegs und zeigten Präsenz. Brennpunkte konnten so direkt festgestellt und beseitigt werden. Potentielle – zumeist alkoholisierte Störer – wurden bereits im Vorfeld ermahnt und im Einzelfall wurden Platzverweise ausgesprochen. Gleichzeitig überwachten die Streifen Ausschankverbote sowie die vorgegebenen Sperrzeiten – Verstöße ergaben sich hierbei nicht. Insgesamt sechs zumeist männliche Personen mussten in der Nacht im gesamten Landkreis in Gewahrsam genommen werden: Gegen 4.30 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer einen betrunken Fußgänger auf der Bundesstraße 14 in Höhe Wurmlingen. Ein Alkoholtest ergab 1,28 Promille, weshalb ihn die Beamten den Eltern übergaben. Um 4.00 Uhr klingelte ein stark betrunkener 18-Jähriger – ebenfalls in Wurmlingen – an einem Wohnhaus und legte sich kurzerhand einfach vor der Türe schlafen. Da sich der junge Mann nicht mehr alleine auf den Beinen halten konnte, wurde er ebenfalls an seine Mutter übergeben. In Fridingen verlief sich ein betrunkener 31 Jahre alter Mann auf dem Heimweg und stürzte eine Böschung hinunter. Hierbei hatte er jedoch Glück und wurde nicht verletzt. Der Rettungsdienst kümmerte sich um den Betrunkenen. Mit 1,92 Promille mussten Beamte in Tuttlingen einen 59 Jahre alten Mann in Gewahrsam nehmen. Dieser hatte sich in der Straße Hinterm Bild zum Schlafen auf den Gehweg gelegt. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Aldingen, von aus wo ein stark alkoholisierter Mann mit 2,32 Promille in das Gesundheitszentrum eingeliefert werden musste.
Trossingen
Stromaggregat aus Wildgehege gestohlen
Einen Schaden von 3.000 Euro sowie weiteren Sachschaden haben unbekannte Täter in der Nacht auf Samstag durch den Diebstahl eines hochwertigen Stromaggregats verursacht. Die Täter verschafften sich zunächst Zutritt zum Wildgehege. Einen Schuppen auf dem Gelände öffneten sie gewaltsam und entwendeten das darin befindliche Aggregat. Dieses trugen sie dann aus dem Schuppen. Hierbei beschädigten sie noch einen im Weg stehenden Traktor, den sie beiseite fahren mussten. Außerhalb des Geländes luden die Täter das schwere Aggregat vermutlich in ein Fahrzeug und entfernten.
Einbruch in Kiosk des Naturbades
Sach- und Diebstahlsschaden in noch nicht bekannter Höhe haben Einbrecher in der Nacht auf Sonntag im Kiosk des Naturfreizeitbades verursacht. Die Unbekannten schlugen mehrere Fenster des Kiosks ein und verschafften sich anschließend Zugang zu den Räumlichkeiten. In einem Lagerraum wuchtete die Täter mit brachialer Gewalt einen Automaten auf und entwendeten hieraus eine Vielzahl an Zigarettenschachteln sowie Münzgeld.
(Polizeidirektion Tuttlingen)