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Polizeibericht

Tuttlingen
Bewaffnet: 18-Jähriger raubt zwei Männer aus
Die Polizei hat am frühen Donnerstag  einen 18 Jahre alten Heranwachsenden wegen dringenden  Verdachts des bewaffneten Raubüberfalls auf zwei Zwanzigjährige festgenommen. Die  Tat geschah kurz vor 6 Uh.  Die beiden betroffenen Männer  setzten sich  nach durchzechter Nacht in der Unteren Vorstadt  in einen  Hausflur. Der 18-Jährige ging auf sie zu und forderte von ihnen eine Zigarette. Um die Ernsthaftigkeit seiner  Forderung  zu unterstreichen, zog er plötzlich ein Einhandmesser aus seiner Kleidung und bedrohte damit die  beiden Männer.  Anschließend  nahm sich  der Täter  den  Tabakbeutel und eine Zigarettenschachtel der beiden Männer an sich. Weil die Versuche der Geschädigten, beruhigend auf den Täter einzuwirken, fehlschlugen, entschlossen sie sich weiterzugehen  und durch Klingeln an den Hauseingängen auf ihre Lage sich aufmerksam zu machen.   Dem Täter missfiel dies, weshalb er erneut mit seinem Messer die Männer bedrohte und zugleich  versuchte, ihnen die Handys abzunehmen.  Beide Männer rannten daraufhin gemeinsam  los, um den Täter zu entkommen.   Dieser setze ihnen nach, konnte  sie aber nicht mehr einholen, denn zeitgleich traf bereits  die von Passanten kurz zuvor alarmierte Polizei  ein und nahm den 18-Jährigen fest.
Paar niedergeschlagen
Mit schweren Verletzungen  am Kopf musste am Mittwochabend ein 37 Jahre alter Mann nach einem Angriff gegen ihn und seine Begleiterin  zur stationären Behandlung in die Kreisklinik eingeliefert werden. Der Geschädigte  kehrte gegen 22 Uhr   zusammen mit seiner um  ein Jahr jüngeren Begleiterin  zu  seinem Wohnhaus in der  Stockacher Straße zurück. Nachdem sie aus dem Pkw ausgestiegen waren  trafen sie auf eine Gruppe von sechs bis acht jungen  Männern.  Nach einem zunächst verbalen Streit, dessen Grund die Polizei noch ermitteln muss, schlugen die Männer aus der Gruppe gemeinsam  auf  das  Paar ein. Hierbei wurden  beide verletzt, wobei die Attacke der Tätergruppe vorwiegend auf den Mann abgezielt war. So plötzlich wie  die Täter erschienen sind, waren   sie nach dem tätlichen Angriff wieder verschwunden. Trotz einer sofort  eingeleiteten Fahndung konnte die Tätergruppe von der Polizei, die von den beiden Geschädigten  unmittelbar nach der Tat alarmiert worden war, in der Nacht nicht ausfindig gemacht werden. Allerdings konnte   der vermutliche Anführer der Gruppe zwischenzeitlich namentlich ermittelt werden.
Spaichingen
Rauschgift aus Angst vor weiteren Ermittlungen  weggeworfen
Das ungute Gefühl, wenn ein  Streifenwagen der Polizei zufällig hinter einem herfährt, ist am Mittwoch einem  24 Jahre alten  Spaichinger zum Verhängnis geworden.  Gegen 22 Uhr fuhr dieser mit seinem Pkw  durch die Sallancher Straße,  hinter ihm ein Streifenwagen der Polizei.  Aus Angst, die Polizei könnte  ihn kontrollieren und so das von ihm im Fahrzeug  mitgeführte Rauschgift entdeckten, entschloss er sich, während der  Fahrt sich des Rauschgifts  zu entledigen. So warf er  während  der  Fahrt hintereinander  zwei  aus Alufolie bestehende Päcken  aus dem  Fahrzeugfenster, was den Polizisten, die den jungen  Mann  überhaupt nicht im „Visier“ hatten,  nicht verborgen blieb. Ob der direkt  vor ihren  Augen abspielende verdächtige Handlung neugierig geworden, entschlossen sich die Polizisten  zur Kontrolle des Wagens. In deren Verlauf  und vor allem nach dem Auffinden   der beiden zuvor  weggeworfen Päckchen , die mehrere Gramm Marihuana-Blüten enthielten, erhärtete sich der Verdacht  gegen den jungen Fahrer, dass  dieser unter Drogeneinfluss gefahren sein könnte. Deshalb  musste  er sich später  der Entnahme einer Blutprobe unterziehen.  Zudem wurde  gegen ihn wegen des Besitzes von Rauschgiften ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.  Der Tatverdächtige räumte den Besitz  von Marihuana sofort  ein, weigerte sich aber, der Polizei  seine Hintermänner zu nennen.
(Polizeidirektion Tuttlingen)