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Polizist in Peine „belästigt“

Familienclans und die „verbalen Einwirkungen“ des NDR

Von SARAH GOLDMANN

Hat schon mal jemand „verbal auf Sie eingewirkt“? Das hört sich ja zuerst komisch an, doch nach kurzem Überlegen wird jeder das bejahen. Wenn Ihr Ehemann Ihnen einen guten Morgen wünscht und fragt, ob er schon mal Kaffee kochen soll, dann wirkt er mit der Frage sprachlich auf Sie ein. Und wenn Sie ihm dann sagen: „Ja, mach mal“, dann wirken Sie sozusagen verbal auf ihn zurück, Ihre Worte veranlassen Ihren Ehemann, den Kaffee aufzusetzen.

„Verbale Einwirkungen“ waren auch der Anlass für Ermittlungen der Polizei im niedersächsischen Peine. Sie befasst sich mit dem Fall, dass einer ihrer Kollegen mit dem Fahrrad unterwegs war und dabei von einem „Clan-Mitglied“ in der Stadt erkannt wurde. Der Clan-Macker fuhr im Auto neben ihm her, ließ offensichtlich die Scheibe herunter und dann auch einige Sätze fallen – in denen „Guten Morgen“ wohl eher nicht vorkam.

Der NDR berichtet:
Clan-Mitglied belästigt Polizisten
***Ein Polizeibeamter soll von einem Mitglied eines Familien-Clans in Peine belästigt worden sein. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Der Beamte war nach Polizeiangaben zivil mit dem Fahrrad unterwegs, als ein Auto neben ihm die Geschwindigkeit reduzierte. Der Insasse habe ihn als Polizisten erkannt und verbal auf ihn eingewirkt, wie es hieß.***

Nur aus der Überschrift lässt sich erahnen, dass hier wohl eher unfreundliche Worte als „verbale Einwirkung“ gefallen sein dürften, Belästigungen, wie es in der Überschrift heißt, vielleicht sogar Bedrohungen. Was dort genau gesagt wurde, erwähnt der NDR nicht.

Weil er es nicht weiß, weil er es nicht wissen will, oder, wenn er es weiß, weil er es nicht vermitteln will. So wie es eben Gewohnheit unserer Lückenpresse ist, wenn es darum geht, der Merkel-Doktrin zu folgen und auf Zugewanderte aus dem Nahen Osten bloß kein schlechtes Licht fallen zu lassen.

Die samtweiche Berichterstattung des NDR passt allerdings auch zum samtweichen Umgang der Polizei selbst mit großkotzigen und von Überlegenheitsgefühlen nur so strotzenden Mackern aus dem Libanon und anderen Herkunftsgebieten einer unzivilisierten Macho-Kultur.

Als Reaktion auf die „verbale Einwirkung“ des Clan-Mitgliedes gegenüber einem Kollegen wirkte die Polizei „verbal auf ihn zurück“. Sie hielt dem Clan-Mitglied eine „Ansprache“, gut, eine „Gefährder-Ansprache“, um genau zu sein. Aber ob die das Clan-Mitglied mehr beeindruckte als eine Laudatio zu seinem Geburtstag, darf wohl sehr bezweifelt werden.
(pi-news.net)

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