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Quo vadis?

Vor katastrophalen Verhältnissen?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Eberhard Heller *)

Wenn wir die Zeichen der Zeit richtig deuten, dann bahnen sich in unserer Gesellschaft gleichzeitig mehrere Szenarien an, die uns katastrophale Verhältnisse bescheren werden:

Im Finanzbereich: die Null-Zins-Politik der EZB hat das europäische Bankensystem in große Schwierigkeiten gebracht. Es droht ein Zusammenbruch der Banken. Der Finanzexperte Dr. Markus Krall spricht vom sog. Draghi-Crash, der mit weitreichenden Auswirkungen auch Folgen für unsere Gesellschaft beinhaltet. Krall spricht aber von einer notwendigen Katharsis, die das Finanzsystem wieder stabilisieren würde.
im Wirtschaftsbereich: Wir steuern längst in eine Rezession, die durch die marktfeindliche (autofeindliche) Politik der Regierung angefeuert wird. Dabei ist die Einwirkung des Coronavirus noch nicht einkalkuliert. Wegen dieses Virus gibt es schon Versorgungsengpässe.

Im Versorgungs- und Energiebereich. Durch das Abschalten der Atom-Energie und dem Verzicht auf die Kohleverstromung drohen der Energieversorgung Black-Outs, denn das alleinige Setzen auf Solar- und Windenergie kann die benötigte Grundversorgung mit Strom nicht leisten, da die Gleichmäßigkeit und die Menge den benötigten Bedarf nicht decken würden. Durch einen länger anhaltenden Stromausfall würde nicht nur das öffentliche und das wirtschaftliche Leben lahm gelegt werden, sondern auch viele Personen, die mit einem Atemgerät leben in lebensbedrohliche Situationen bringen… die Wasserversorgung fiele aus, ja selbst die Handys könnten nicht mehr aufgeladen werden.

Im politischen Bereich, der durch die vielen und anhaltenden Rechtsbrüche der Regierung Merkel äußerst angespannt ist. Ein früherer Garant für Stabilität waren noch die CDU und die CSU, die sich auf ideologische Hilfen einer intakten kath. Kirche verlassen konnten. Peter Helmes, selbst Mitglied der CDU, beschreibt bzw. bedauert den Zustand seiner Partei: „Für jedermann deutlich erkennbar ist die Abwendung vom „C“ in der Union, das durch ein neues, grünes Glaubensbekenntnis ersetzt wurde: Natur statt Gott. Als es sich ursprünglich um ein reines Bekenntnis zur Bewahrung der Schöpfung handelte, wie das die wirklich naturverbundenen, konservativen Gründer der Grünen (Gruhl, Springmann etc.) einmal wollten, war das begrüßenswert. Wenn aber dieses Bekenntnis zu einem Ersatzglauben mutiert, indem eben diese Natur zum neuen Götzen wird, müßten bei einer christlich-demokratischen Partei alle Alarmglocken schrillen. „Öko“ ist den Christdemokraten ein genauso respektierter neuer Gott wie den Grünen.“ (https://conservo.wordpress.com/2020/02/28/zur-lage-der-cdu-ohne-wertegeruest-ohne-kompass/)

Im wissenschaftlichen und technischen Bereich. Dabei denke ich eher an den technischen Bereich. Ich greife nur zwei Sparten heraus. Die Probleme mit dem Internet sind nicht behoben. Die Abhängigkeit von elektrischem Strom wird bei den Öko-Aposteln weitgehend falsch eingeschätzt. Das einseitige Setzen auf E-Autos, ohne die Versorgung der Batterien dieser Autos gewährleisten zu können (s.o), ist ein Irrweg.
im Bereich des bürgerlichen Zusammenlebens. Da hat die Flüchtlingspolitik von Merkel tiefe Gräben gezogen. Die Menschen fühlen sich verunsichert, vielfach sogar ungeschützt auf Grund der Straftaten der Migranten, die von den politischen Eliten als singulär verharmlost werden. Die Gesellschaft ist tief gespalten in einen Teil, der sich von der Mainstream-Presse in falsche Ziele drängen läßt, die sich in der grün-linken Rechtsradikale verlieren, wozu auch ein Großteil von ehemals konservativen Bürgern gehört, weil sie, wenn sie ihre Meinung offen sagen würden, von den grün-linken Ideologen in die Rechtsradikalenecke gedrängt würden, und die andere Gruppe, die sich bemüht, diese unsere Welt zu retten. Man muß sich überlegen: ca 70 % der deutschen Bevölkerung traut sich nicht mehr, ihre Meinung offen zu sagen.

Im Bereich der Behandlung der Migranten, die teilweise zum Sicherheitsrisiko und zur Belastung der Sozialkassen geworden sind.

Dabei kann es sein, daß sich die einzelnen Szenarien überlagern und die zu erwartenden negativen Folgen dadurch noch potenziert werden können.

Ein Bereich aber, der unsere Gesellschaft letztlich geistig heimatlos gemacht hat, ist die religiös-kirchliche Katastrophe seit 1965, die durch die Revolution von oben durch das II. Vatikanum ausgelöst wurde. Ich kann hier nicht auf theologische Details eingehen – sie würden den Rahmen dieser Abhandlung sprengen -, ich möchte aber doch die Entwicklung im kirchlichen Raum kurz skizzieren, damit meine Empfehlung am Schluß verstanden werden kann.

Um zu ermessen, wie tief die religiöse Krise ist, braucht man nur die Aktionen von Bergoglio/Franziskus zu betrachten. In Abu Dhabi hat er zusammen mit dem Kairoer Großimam Ahmad Mohammad Al-Tayyeb am 4.2.2019 ein Dokument unterzeichnet, wonach die Vielzahl der Religionen der göttlichen Weisheit zu verdanken ist. Man stelle sich vor: Der Islam befiehlt u.a. die Tötung der Christen (Sure 2 al-Baqara: 191). Im Koran werden die Christen gegenüber Allahs Botschaft als taub, stumm, blind und verstandeslos bezeichnet (2,171; 2,18; 9,30; 9,127). Sie gelten als „stumpfsinnig wie Vieh“ und als „die schlimmsten Tiere“ (Sure 8,55). Und diese Befehle zur Tötung der Christen, die von den IS-Terroristen wortwörtlich umgesetzt wurden, bzw. diese Einschätzung der Christen als „stumpfsinnig“ sollen der göttlichen Weisheit entspringen? Das ist abstruser Unsinn. Bergolio wird inzwischen in seiner eigenen Kirche der Häresie bezichtigt.

Bergolios Islamophilie nahm ihren Anfang bereits in den Dokumenten des II. Vatikanums. In „Lumen gentium“ und „Nostra aetate“ heißt es: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten“ ( Art. 3) Oder: „Der Heilswille umfaßt aber auch die, die den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die (…) und mit uns den einen Gott anbeten“ („Lumen gentium“, 16. Kap.) Damit leugnet dieses Dokument die Trinität, d.i. die zentrale Gottesvorstellung der Christen, die vom Islam abgelehnt wird, weil er diese Position, den trinitarischen Gott, als Polytheismus ansieht. Das ist die angesprochene „Revolution von oben“. Mit solchen Aussagen, die von der Konzilskirche noch heute mit aller Vehemenz aufrecht erhalten werden, obwohl die Sprache der muslimischen Migranten sich hier durch ihre Kriminalität öffentlich einen unrühmlichen Anstrich gegeben hat, stellt in der Tat einen Verrat am Christentum dar.

In diesen Zusammenhang kann man auch die 3700 Mißbrauchsfälle einordnen, die von kath. Klerikern begangen wurden. Und die Kraftlosigkeit eines von diesem unmoralischen und häretischen Geist geprägten Christentums ist inzwischen allgemein bekannt und wird von vielen Autoren beklagt. So z.B. von Giulio Meotti: „Das Christentum pfeift aus dem letzten Loch: Lichter aus in Deutschland“ (PP vom 18.10.2016) Wegen dieses Verrates der Lehre Christi hatte der ehemalige Erzbischof von Hue/Vietnam, Pierre Martin Ngô-dinh-Thuc am 25. Februar 1982 in seiner „Declaratio“ den Stuhl Petri für vakant erklärt.

An diesem Niedergang des kath. Glaubens, der durch eine immer eklatantere Form der Islamförderung ersetzt wurde, haben sich seit dem Konzil alle „Päpste“ beteiligt. So küßte Johannes Paul II./Wojtyla den Koran, Benedikt XVI. betete in der blauen Moschee in Istambul mit dem Iman „gen Mekka“ – eine Geste, die von den Mohmmedanern in der Türkei als Unterwerfung des Christentums unter den Islam verstanden wurde… zu Recht. Und diese „kirchliche“ Unterstützung hat uns nicht nur eine weitgehende Islamisierung in Deutschland beschert (mit einer parallelen Scharia-Rechtsprechung), sondern auch einen destruktiven Multikulturalismus, der auf dem sog. Ökumenismus im kirchlichen Bereich aufbaut. Die sog. kath. Kirche ist – wenn Sie das Farbspiel gestatten – nicht mehr „schwarz“, sondern „grün“(links).

Warum ist dieser Ausfall des authentischen Christentums so gravierend für unsere Gesellschaft und für die Wiederherstellung rechtskonformer Verhältnisse? Die oben bezeichneten Katastrophen spielen sich im Rechtsbereich ab. Das maßgebliche Prinzip, das den gesellschaftlich-bürgerlichen Bereich abdeckt, ist das Rechtsprinzip, das die Anerkennung der jeweils anderen Person und deren Freiheitsspähre gewährleistet. Man kann es auch mit der Formel ausdrücken: „Suum cuique“ (jedem das Seine). Doch dieser Rechtsbereich ist gleichsam überhöht durch das Reich der Moral, das durch das Prinzip der Liebe, der Vernunft geprägt ist. Die Anerkennung des anderen als freies Ich ist die Voraussetzung für die freie Verbindung von Personen in Liebe. D.h. das logische Prius liegt bei der Moral. Ein Liebesverhältnis kann man nicht erzwingen, es ist frei gestaltet. Das Rechtsverhältnis kann man sehr wohl durch Zwangsmaßnahmen herstellen. Das Liebesverhältnis basiert auf innerer Hoheit; das Rechtsverhältnis notfalls auch auf Zwang.

Von der Vorherrschaft der Moral vor dem Recht kann bzw. sollte also auch der Rechtsbereich dominiert werden. Um das an einem Beispiel zu erläutern. Wenn es bloß um den Rechtsbereich ginge, könnte man einen Mörder mit dem Tod bestrafen. Das Äquivalent für das Auslöschen des Lebens eines anderen wäre der Tod des Mörders als gerechte Strafe. Damit wäre dem Delinquenten aber die Möglichkeit genommen, durch eine Revolution der Gesinnungsart seine Tat zu bereuen. Hier haben also moralische Überlegungen Vorrang vor rein rechtlichen. Denn die Moral verlangt, daß eine Übeltat gesühnt werden soll. Durch die Todesstrafe wäre dem Mörder diese Möglichkeit genommen.

Wie kann ich nun dieses Verhältnis von Moral und Recht in Überlegungen bei der Re-Strukturierung der Gesellschaft abbilden? Hier ergibt sich ein Dilemma. Früher galt die kath. Kirche der CDU und der CSU als Kompaß in ideologischen Fragen – ähnlich wie der DGB der SPD als Ratgeber in sozialen Fragen galt. Wenn nun diese Institution als prinzipieller Maßstab ausgefallen ist, wie oben nachgewiesen, wer wird diese Funktion ausfüllen? Qua Politik, d.h. als Vertreter des Rechtsprinzips, bin ich dabei überfordert. Ich kann mir aber Rat holen bei den (schriftlichen) Zeugnissen der intakten moralischen Institution und ich kann in mir – qua moralisch denkender Person, die ich immer auch bin – diese moralischen Prinzipien bewußt machen, um aus diesen dann die entsprechenden Ideen für mein politisches Handeln abzuleiten. Der Kompaß bei diesen Überlegungen bleibt das Gewissen, das als Stimme Gottes immer in uns spricht.

Man kann natürlich auch im Vorfeld einer Gesamtsanierung der katastrophalen Verhältnisse Ziele definieren und anvisieren, die z.B. zu einer Salvierung des Finanzsystems führen würden. Eine Wiedergewinnung stabiler Finanzverhältnisse könnte man durchaus als Erfolg feiern oder sich über die Stabilisierung und Reorganisierung der Stromversorgung freuen. Das sind hehre Etappenziele. Aber zu einer umfassenden Gesundung der Gesellschaft gehören solche Erfolge eingebunden in den Anspruch, der von der moralischen Ebene her gestellt ist. Diese Ebene sollte eigentlich von der Kirche als Institution erstellt werden, die aber leider ihren Anspruch aufgegeben hat, den absoluten Anspruch Gottes hier auf Erden zu vertreten und durchzuführen. Eine Restitution der Kirche entzieht sich aber den Möglichkeiten, die eine bürgerliche Gesellschaft hat, denn sie ist und bleibt außerstande, eine Konversion der abgefallenen Kleriker herbeizuführen und die Kirche als Heilsinstitution zu restituieren. Darum bleibt nur die Möglichkeit, diese Überhöhung des Rechtsbereichs, in dem die Politik agiert, durch eine Verinnerlichung der moralischen Ebene zu kompensieren und aus dieser deduktiv wieder herabzusteigen in die Ebene der Politik.

Nachtrag
Wie soll man nun mit Personen verfahren, die eine geistliche Autorität beanspruchen? Dabei muß man sich darüber im Klaren sein, daß diese Personen diese Autorität illegitimerweise nur fordern, sie genießen keinen besonderen Respekt als Kleriker. Wenn man aber mit ihnen im öffentlichen Bereich verkehren muß, dann sollte man deren Nimbus als Geistliche nicht anerkennen und sie behandeln wie jeden Normalbürger auch: mit Respekt. Wenn z.B. der „Erzbischof“ Marx die AfD kritisiert, dann sollte man diese Kritik abweisen als einen Akt, der von einer Privatperson und nicht von einer Person, die ein geistliches Amt nur beansprucht, geäußert wurde.

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*) Dr. Eberhard Heller ist verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Einsicht“ (www.einsicht-aktuell.de)

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