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Regenkatastrophe

Die Schamlosigkeit der grünen Weltretter

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Sie kam, wie gerufen! Die Regenflut, die dieser Tage in Rheinland-Pfalz und NRW ganze Landstriche verwüstete und alles Leben auslöschte, scheint das grüne Denken zu beflügeln. Endlich ist die Katastrophe, die uns die Grünen seit Jahren voraussagen, für jedermann greifbar. Regen für alle und alles! Die Natur dreht durch – die Grünen auch.

Und schuld sind die kapitalistischen Zustände in dieser Republik, Industrialisierung, Profitgier, Ausbeutung der Natur usw, usf. Ein Steilpaß für die von den Grünen verheißene „Klima-Apokalypse“.

„Kein Ort ist mehr sicher!“, schwadroniert die grüne Umwelt-Hohepriesterin Luisa Neubauer. Und es klingt, als wolle sie sagen: „Ätsch, ich hab´s Euch ja lange genug vorausgesagt!“ Was sie laut sagte, ist nicht minder schlimm, sondern rücksichtslose Wahlkampfrhetorik:

„…. Dies ist die Klimakrise, die sich [in ihrer Wirkung] nun einem der reichsten Teile der Welt offenbart, der lange Zeit dachte, er wäre sicher. Kein Ort ist mehr sicher…“

(Original in ihrem für das fremdsprachige Ausland entworfenen Tweet schreibt sie über einem angsterregenden Bild: „Here in Germany, dozens have died in floods, hundreds are missing, thousands have lost their homes. It’s devastating. This is the climate crisis unravelling in one of the richest parts of the world — which for a long time thought it would be “safe”. No place is “safe” any more. pic.twitter.com/ECtqpmlYi2) / (Luisa Neubauer (@Luisamneubauer) July 16, 2021)

Das, was die Grüne hier von sich gibt, ist eine unbarmherzige, gnadenlose und menschenverachtende Instrumentalisierung einer Naturkatastrophe, der viele Menschen zum Opfer fielen. Es ist ein billiger Versuch, diese Katastrophe als Wasser auf die Mühlen der grünen Kriegserklärung an unsere Gesellschaft zu mißbrauchen. „Seht her, diese Gesellschaft ist schlecht, kein Ort ist mehr sicher“ – das wäre die volle Wahrheit der Neubauerschen Botschaft.

Wo bleibt der Respekt der Neubauer vor dem Leid tausender Menschen, vor Tod und Vernichtung? In Zeiten wie diesen schlachtet man nicht schlimme Nachrichten aus, um die eigene politische Meinung auszuschlachten. Was die Menschen jetzt ganz gewiß nicht brauchen, sind abgestandene Polit-Sprüche und Ideologien. Was sie brauchen, ist ganz konkrete Hilfe.

A propos, hat jemand die Neubauer in Arbeitsklamotten gesehen, Gummistiefel an den Füßen und Schaufel in der Hand? Nein, sie hockt vermutlich im bequemen Zuhause und bejammert lauthals das „Elend der Welt“. Grün hat´s ja schon immer gesagt – oder so wird sie denken. Wo bleiben die Freiwilligen-Trupps der „Grünen Jugend“, der FFF–Fridays For Future-Generation und deren Mitläufer? Wie erbärmlich, Luisa!

Wenn schon heute, wo das Wasser noch nicht einmal abgeflossen ist, durch solch´ letztlich zynisches Reden „die Deutungshoheit über das Hochwasser“ als Deutungshoheit über den Klimawandel reklamiert wird, dann zeigt das leider allzu deutlich, wie abgehoben die grüne Kaste von den betroffenen Menschen ist, wie Empathie und Mitleid zu Floskeln werden und wie Hilfsbereitschaft mit Kommentierungsbereitschaft verwechselt wird.
Ahrweiler

Völlig aus der Rolle gefallen ist vor allem der „Streikaufruf“ der grünen Ökos, „um mehr Druck auf die Politik auszuüben“. Das ist eine schamlose Instrumentalisierung der Flutopfer, die durch nichts zu rechtfertigen ist.

Wenn Annalena Baerbock und Robert Habeck noch glaubwürdig sein wollen und sich einen Funken politischen Anstand bewahrt haben, sollten sie sich schleunigst von diesen grünen Genossen distanzieren.

Die Menschen an der Ahr brauchen solche Gefühlsregungen in etwa so dringend wie eine neue Flutwelle. Den Weg zurück ins normale Leben schaffen sie wie – wenn überhaupt – nur durch Tatkraft und die aktive Hilfe der Mitmenschen, und gewiß nicht durch Sprechblasen.

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